ULB Düsse I dor f ULB Düsseldorf +9111 792 01 B'JCH^r'DEKCT ÜAItL SCHULTZB * 365 STE PUBLICATION DES IUTERAHISCHEN VEREINS IN STUTTGART (TÜBINGEN), (62sten Jahrgangs, 1914/1915, 4fce publication), enthaltend TEBENZ' EUNUCHUS VON HANS NEIMAET. Die mitglieder werden ersucht, von Veränderungen ihres Wohnorts dem mit der Versendung der Schriften beauftragten kassier (herrn rechnungs- rat Rück in Tübingen) anzeige zu machen. Unkosten, die sonst aus irriger Versendung erwüchsen, könnte die vereinskasse nicht übernehmen. Der sitz der Verwaltung 1 des litterarischen Vereins ist seit 1849 in Tübingen. Tübingen, 31. Mai 1915. Hermann Fischer. * Statuten des litterarischen Vereins. 1. Der litterarische verein in Stuttgart zu herausgäbe älterer drucke und Handschriften und ausschließlicher Verteilung derselben an die vereinamitglieder gegründet 1839 unter dem Protektorate Seiner Majestät des Königs von Württemberg hat den zweck, die jährlich von den mitgliedern zu leistenden beitrage auf die herausgäbe wertvoller, sei es handschriftlicher, sei es älterer schon gedruckter aber bereits aus dem huchhandel verschwundener und sehr selten gewordener werke zu verwenden, und zwar solcher, die dem germanischen oder romanisulun Rpr-icSgcbiexa angehören und ein allgemeineres interesse darbieten wie vorauysvvtN ie aehrift.»ü geschichtlichen oder poetischen Inhaltes. 2. Der eintritt in den verein erfolgt durch anmeldung bei dem Präsidenten oder einem andern mitgliede der Verwaltung. 5. Jedes mitglied hat zu anfang jedes Jahres einen boitrag von 20 mark zu entrichten und erhält dafür ein exemplar der im laufe des Jahres von dem verein herausgegebonen werke. Mehrere actien berechtigen zu mehreren exemplaren. Sollte in einem jähre keine publication erscheinen, so gelten die einlagen zugleich für das folgende jähr. In diesem falle bilden zwei kalendcrjahre ein verwaltungsjahr. 4. Wer für 1 actie 260 mark einzahlt, wird lebenslängliches mitglied und erhält von da an ohno weitere Jahresbeiträge 1 exemplar der vereinsachriften, so lange er lebt. Eine lebenslängliche actie ist persönlich und kann nicht an andere abgegeben werden. 6. Alle beitrage müssen pränumeriert werden. Später einzahlende können bei der Verteilung der bttcher nur soweit berttcksichtigung erwarten, als der vorrab der exemplare reicht. 0. Der austritt aus dem vereine ist dem Präsidenten anzuzeigen. Erfolgt die anzeige nicht vor dem 1. Februar des neuen verwaltungsjahres, ao kann der austritt erst mit dem folgenden geschehen und ist der beitrag für das laufende noch zu entrichten. 7. Die Zusendung der beitrage wird je im Januar durch posteinzahlung erbeten. Erfolgt die Zahlung nicht vor dem 1. Februar, bo wird angenommen, daae der einzug durch postnachnahme gewünscht werde. 8. Bei Zusendung in papiergeld wird der etwaige überschuss dorn Übersender für den nächsten Jahrgang gutgeschrieben. 9. Auf besonderes verlangen sendet der kassier eine quittung. 10. Die Zusendung der publicationen erfolgt im umkreise des deutschon reiches frei durch die post, und zwar unter einzug des Jahresbeitrags mittels postnachnahme, wenn derselbe nicht schon voraus dem kussier tiborsendet worden ist. Auswärtige mitglieder werden ersucht, dem kassier den weg au bezeichnen, auf dem sie dio publicationen zu erhalten wünschen. 11. Die mitglieder werden ersucht, von Veränderungen ihres Wohnorts dem mit der Versendung der Schriften beauftragten kassier anzeige zu machen. Unkosten, die sonst aus irriger Versendung erwüchsen, könnte die voreinskasse nicht Übernehmen. 12. Die Schriften des litterarischen Vereins werden nicht in den huchhandel gegeben. Die zahl der veranstalteten abdrücke richtot sich nach der zahl der mitglieder. 13. Frühere publicationen werden jahrgangweise nur an neu eintretende mitglieder gegen Vorausbezahlung von 20 mark für den Jahrgang abgegeben; diese preis bleibt derselbe, auch wenn nicht mehr alle zu dem Jahrgang gehörige bände geliefert werden können. 14. Eine einzelne publication kostet 20 mark. Die Zusendung erfolgt portofrei aber nur gegen direkte frankierte Vorauseinsendung des betrags. 16. Die geschäfte des litterarischen Vereins werden von einem Präsidenten und einem kassier geloitet. Der kassier legt einmal jährlich Öffentlich rechnung ab. 16. Der präsident wird vom ausschusse bestellt und abberufen. Der präsident bestellt und entlässt die beamten des vereine. 17. Einer der ersten publicationen jedes Jahrgangs wird ein rechenachaftsbericht beigegeben. 18. Wünsche und vorgehläge Über abzudruckende Schriften sind an den Präsidenten zu richten. 19. Über die wähl der abzudruckenden Schriften entscheidet auf den antrug de» Verwaltung ein ausschusa von 12 Vereinsmitgliedern. 20. Der anaachuss wird jährlich neu gewählt. 21. Jedes mitglied, das sich an der wähl beteiligen will, hat zu diesem zwecke ror dem 1. Januar einen Stimmzettel portofrei an den Präsidenten zu senden. 22. Der eintritt neugewählter mitglieder in den austehuss unterliegt der bo- siätigung des Präsidenten und des ausschusse*. B1BL10TIII DES LITTERARISCHEN VEREINS IN STUTTGART, CCLXV. TÜBINGEN. SKDEUOKT AUF KOSTKN DISS lilTTKRARlSOHBN VKRMINS. 1915. ^ <^ LS ' LAMDlfS- UHp STADT-! BIBLIOTHEK | IX'SSELDQEJ,' , J'ROTECTOR DES LITTERARISCHEN VEREINS IN STUTTGART SEINE MAJESTÄT DER KÖNIG. * VERWALTUNG: Präsident: Dr. H. Lisch er, professor an der Universität Tübingen. Kassier: Reehnungsi-at Rück in Tübingen. GESELLSCHAFTSAUSSCHUSS: Dr. Bohnenberge r, professor in Tübingen. Dr. B o 11 e, professor in Berlin. Dr. Haas, professor in Tübingen. Dr. Hartmann, oberstudienrat in Stuttgart. Dr. G., Meyer von Knonau, professor an der Universität Zürich. Dr. H. Paul, professor an der Universität München. Dr. Sievers, professor an der Universität Leipzig. Dr. Steinmeyer, professor an der Universität Erlangen. Dr. Strauch, professor an der Universität Halle. Dr. V ollmöl 1er, professor in Dresden. Dr. Voretzsch, professor an der Universität Halle a. S. DER EUNUCHÜS DES TERENZ ÜBBERSETZT VON HANS NEIDHAliT 1486. HERAUSGEGEBEN VON HERMANN FISCHER. GEDRUCKT FÜR DEN LITERARISCHEN VEREIN IN STUTTGART TÜBINGEN 1915. eis < .• y 9*/ ~ ; A>r ! LANDliS- UHD STADTg B*Bl.lOT1 ALLE eechtb vorbehalten. DRUCK VON H. LAUPP JR IN TÜBINGEN Einleitung. Ueber das werk, dessen neu druck hier gegeben wird, hat zuerst 1893 Hermann Wunderlich gehandelt in den „Studien zur Literaturgeschichte, Michael Bernays gewidmet", S. 201—216: „Der erste deutsche Terenz". Er plante damals den neudruck für unsern verein, hat dann aber, mit meinem einverständnis, ihn für Sauers „Bibliothek älterer deutscher Uebersetzungen" bestimmt. Nachdem dieser plan nicht zu stände gekommen, habe ich es mit Wundeilichs Zustimmung übernommen, den alten plan ins werk zu setzen. Anlaß dazu gab eine abschrift, die mein schiiler cand. phil. Karl Flad von dem Stuttgarter exemplar genommen und mir zur Verfügung gestellt hat. Ich habe das Stuttgarter und das Göttinger exemplar liier in Tübingen vergleichen dürfen und sage den beiden bibliotheken dafür geziemenden dank. Wenn in meinem abdruck eine mehrzahl von freilich zumeist unbedeutenden fehlem stehen geblieben ist, so bitte ich es zu entschuldigen; eine erneute collationienmg unter günstigeren umständen hat es mir möglich gemacht, das Verzeichnis von druckfehlern und kleinen ergänzungen des kritischen apparats am Schlüsse dieser einleitung zu geben. Der erste deutsche Terenz-übersetzer, von dem wir wissen, ist kein ganz unbekannter *. Die Neidhart sind ein altes Ulmer geschlecht, von dem Felix Fabri De civitate Ulmensi** * Das folgende, wo nicht anders angegeben, zumeist nach Wunderlichs aufsatz. ** Publication 186 des bitterarischen Vereins. — VI — s. 93 ff., rodet. Unser Hans Neidhart war ein angesehener mann; 1478 und 1489 muß er btirgermeister gewesen sein, wird auch mehrmals als lichter und rat genannt. Ulm stand damals auf der höhe seiner blute und war noch nicht durch Aussburer an die zweite stelle unter den schwäbischen reichs- städten gedrängt; für das Wahrzeichen jener blute, das münster, hat damals Matthäus Böblinger den plan zur Vollendung des turms entworfen, der vierhundert jähre später Wirklichkeit geworden ist. Auch der humanismus war in Ulm wie in audern schwäbischen städten gepflegt*; einer seiner haupt- vertreter in der deutschen litteratur, Heinrich Steinhöwel, hat 1450 bis 1477 oder 1478 dort gelebt. Neidharts anteil an der neuen bildung wird durch Fabri bezeugt; er nennt ihn ,socularem quidem et sine gradu scholaris eminentiae, sed lit- teratum historiographum, oratorum et poetarum Volumina revolventem, bucolica et comoedias . . . legentem'**. Daß er die Terenz-übersetzung veranstaltet hat, bezeugt ihre schluß- bemerkung : ,Dise Comedia hat Hans Nythart zu Ulm lassen trucken' usw.; daß er etwa die Übersetzung durch einen andern hätte anfertigen lassen, ist nicht bekannt, also auch bis auf weiteres nicht anzunehmen ***. Wie er dabei verfahren ist, darüber sind genauere Untersuchungen abzuwarten; an diesem orte will ich nur das nötigste geben. Er hat von den sechs comödien des Terenz nur den Eunuchus, eine der von anfang an geschätztesten, ausgewählt. Ob er eine handschrift des Terenz oder einen der seit 1472 vorhandenen drucke benutzt hat, kann vielleicht, aber nur vielleicht, eine genauere Untersuchung ergeben f. Dem * Paul Joachimsohn, Krühhumanismus in Schwaben, Württ. Vier- teljahrshefte, Neue Folge 5, 63 ff. 257 ff. ** Civ. Ulm. 95. *** Wunderlich 204 f. Die Urheber des Staatsbürger Terenz von 1499 wollen wissen, man habe dem N. dieses werk „übel angelegt". Wenn Wunderlich daraus schließen will, sie hätten ihre notiz üher N. als Übersetzer nicht bloß aus der schlufiangabe gezogen, so halte ich diesen Schluß nicht für bündig. Aber ohne beweis des gegenteils wird N. füglich als Übersetzer gelten müssen. •|- Ich habe verglichen: den wenig späteren Venezianer druck per — VII - t.ext gehen mehrere einleitungen voraus, die teils auf lateinischer vorläge beruhen (unten s. 5 f. 9—11), teils selbständig sind. Der metrische prolog ist weggelassen. Der text des Stücks ist in prosa wiedergegeben. Manche Unarten damaliger Übersetzer gelten von ihm nicht. Neidhart strebt nicht, wie Niclas von Wyle programmatisch tut, eine latinisierende dic- tion als vermeintliche Verbesserung des deutschen stils an; seine fehler sind mehr negativer als positiver art. Unter dem text steht, mit ausnähme weniger Seiten, die „glosse", die gegen den Schluß hin recht mager wird, um ganz zuletzt wieder etwas voller zu werden; von vornherein übertrifft sie den text an umfang nicht wenig. Sie ist den sog. Donat- scholien entnommen, die in den alten ausgaben (,Terentius cum Donato') mit abgedruckt sind. Dabei ist aber sehr frei verfahren. Ganz wörtlich ist nur weniges aus den scholien übersetzt, manches recht frei, auch wohl mißverständlich; nicht weniges ist ausgelassen, so besonders fast alle citate aus andern antiken dichtem; anderes selbständig hinzu getan, besonders wo antikes in der sache oder im ausdruck mit solchem aus der eigenen zeit und dem eigenen bind zu vergleichen war. Die ganze haltung ist weit mehr populär, nicht wie die alten scholien auf philologische leser berechnet; dem verdanken wir besonders auch eine anzahl sehr willkommener proverbieller Wendungen udgl., z. t. gereimter. Die spräche verrät sich leicht als gut schwäbisch *. Mein glossar am Schluß des bandes wird von diesen dingen einen kleinen begriff zu geben suchen. PMlippum Pinzium Mantuanum 1493 und die ausgäbe von Stallbaum, vol. 2, 1830. Die lateinischen originale für die im glossar meines neu- drucks zusammengestellten deutschen ausdrücke sind da eingesetzt, wo mir der Wortlaut von Neidharts original sicher schien. * Das schwäbische Wörterbuch des alten Schmid hat den druck etliche male benutzt; ich freue mich, in dem meinigen das von jetzt an mehr tun zu können. Ob es (Wunderlich 215 f.) möglich sein wird, die spräche zeitlich genauer festzulegen, muß ich vorerst dahin stellen; wir sind so weit noch nicht, und ob wir es einmal sein werden, weiß ich nicht. Daher kann ich auch darüber, ob die Übersetzung nach 1470 oder nach 1480 entstanden ist, nichts vermuten. — VIII — Ueber das fortleben des werks ist nur bekannt, daß die Straßburger Übersetzer des ganzen Terenz 1499 Neidharts text fast unverändert aufgenommen haben *. Der drucker, Conrad Dinckmüt **, bat viel auf die ausgäbe verwandt, die man die beste leistung seiner officin nennen kann. Er begnügt sich nicht mit stattlichem format und großen lettern, sondern fügt zu an fang der einzelnen scenen nicht weniger als 28 liolzschnitte mit darstellungen aus dem stück ein. Ob ihr kunstwert groß ist, weiß ich nicht; die architekturen, die mit der kleidertracht zusammen ein interessantes zeitbild geben, sind schematisch angedeutet, die fenster, falls nicht eine porson darin liegt, nur durch starke senkrechte linien. Aber keiner der holzschnitte ist dem andern gleich , auch die architektur, fast immer straßenbilder, ist auf jedem blatt wieder anders***. Ueber der haustür des bildes fol. 45 v° (unten s. 108) ist ein wappen, das ich nicht habe bestimmen können. Das der Neidhart ist es nicht. Der band besteht aus 15 lagen von ungleich vielen doppelblättern. Die lagen a, b, d, e, g, b, n haben 4 doppel- blätter mit Signatur i bis iiij, die lagen c, f, i, k, 1, m, o, p 3 mit Signatur i bisiij; von a fehlt im Stuttgarter exemplar das leere erste blatt, von p im Göttinger die leeren blätter 5 und 6, im Stuttgarter das blatt 6. Der text (einschl. glosse und holzschnitte) steht auf b 1 ff. und ist, außer der Signatur der lagen und wohl wegen deren Ungleichheit, auch noch * Wunderlich 205. ** Ueber ihn Hassler, Die Buchdrucker-Geschichte Ulms, 119 ff. *** Muther, Die deutsche Büeherillustration 1, 46 führt die liolzschnitte an, ohne einen verfertiger zu nennen; nur gibt er fälschlich 30 statt 28 bilder an, und seinem lob wäre entgegenzusetzen, daß das gvößenverhältnis zwischen der architektur und den figuren keineswegs realistisch getreu ist, auch die hewegungen der letzteren öfters recht conventionell ausgefallen sind. Vgl. Paul Kristeller, Kupferstich und Holzschnitt in vier Jahrhunderten, 2. Aufl. 1911, S. 41 f. — IX — foliiert. Die läge a ist, wie die (unten 9 — 11) angegebenen fol. für den beginn der einzelnen akte zeigen, erst nach den andern gedruckt; es hat auch den anschein, als ob der satz dieser ersten läge etwas künstlich weit auseinander gezogen sei, um gleich zu anfang einen ganzen quaternio zu geben, wobei doch noch das erste blatt und die letzte seite leer geblieben sind. Die Ungleichheit der lagen, auch des weiteren und engeren drucks, hängt gewiß damit zusammen, daß mehrere setzer neben einander gesetzt haben : läge g fängt mit dem text von act 3, scene 3 an (bild vorher); ebenso i mit dem von 4, 4; m mit dem von 5, 2; k mit dem bild vor 4,6; n mit dem vor 5, 4; o mit dem vor 5, 8; p mit dem vor 5, 11. Custoden sind nicht vorhanden. Format und druck sind opulent: blatthöhe 290, breite 200 mm; bedruckter räum, wo ganz herüber gedruckt ist (s. u.), 119 —120 breit, sonst 122—125. Wo eine seite, wie zumeist, text und glosse enthält, steht der text links von oben an (nicht immer ganz gleich) in einer breite von 72, daneben rechts die glosse in einer von 44 mm; geht, was meistens der fall ist, die glosse über den text herunter, so ist sie unterhalb desselben in der ganzen breite von 122—125 mm durch gedruckt. Ganz herüber gedruckt sind läge a und die Inhaltsangaben über den bildern. Die Schlußangabe (unten 203) steht in der mitte der breite. Bildbreite 123 mm , Bildhöhe 189—195, beides einschließlich des schmalen rahmens. Die höhe des bedruckten raumes wechselt sehr. Wo, wie besonders gegen das ende, die seiten sehr wenig voll sind, ist der text mit größerem, oft recht beträchtlichem durchschufi gedruckt. Der text und die anfangsbemerkung aij r° (unten 3) haben eine schöne rundliche schrift von 3 7a mm der kleinen 6 der überhöhten lettern; alles andere eine ähnliche von 2 und 4 mm höhe. Weniger zu rühmen ist die Sorgfalt des druckes. Nicht nur sind die phonetischen zeichen, s. u., im text nicht ganz dieselben wie sonst, so daß dort offenbar die anschaffung gewisser lettern gescheut wurde; es kommen auch mehrere — X — formen derselben majuskeln vor *. Es fehlt nicht an druck- felllern und verkehrten lettern. Außer den lettern sind verwandt: § vor den lemmata der glosse; an interpunktionen punkt, komma (/, von mir „," gegeben), fragezeichen, parenthese. Die parenthese ist selten, aber richtig verwendet; das fragezeichen oft, aber auch falsch gesetzt und oft durch punkt ersetzt. Zwischen punkt und komma läßt sich gar kein konsequenter unterschied finden; ebenso zwischen Setzung und nichtsetzung des punkts; trotz der erläuterung in den Vorbemerkungen (unten s. 14). Das oberste gesetz für den setzer war, wie in den alten drucken so oft, nur die füllung der zeile; so ist das absetzungszeichen zwar nie falsch gesetzt, aber in gleichen fällen bald gesetzt bald weggelassen. Absetzungen wie seh | ickt (unten s. 79), knejeht (91) sind häufig. Orthographie: ü und u sind in der glosse geschieden, im text nur u. Ebenso scheinen ü und ü geschieden zu sein, aber oft ist die lesung unsicher. Im anlaut v (text U), Inhalt u = u und = v (f); statt j immer i. Abkürzungen die gewöhnlichen: ' = er; e = en, em, ä = an, am usw.; vm=umb (auch darüb), vn = und, ftim = ftimm usw.; dz == das (ausgedruckt nur das), wz == was; lateinisch: 2C (jc, JC|) eteetera, | = is (unten s. 68). Der alte druck scheint selten. Goedeke 2 1, 444 kennt ihn in Berlin, Göttingen, Hannover, ich auch in der Stuttgarter landesbibliothek. Ich habe das Stuttgarter und das Göttinger exemplar verglichen; Stuttgart im fach der ineu- nabeln, Hain 15436: im wesentlichen recht gut erhalten, Originalband mit neuem rücken; Göttingen 4. Auct. lat. I, 4202: vielfach wurmstichig, wohl deshalb in modernem einband. Die beiden exemplare stimmen ganz genau überein; mitunter sind im Gott, buchstaben nicht gekommen, die im Stuttg. deutlich oder doch sicher sind, umgekehrt nur einmal (unten s. 138). * So T, was in einer form an C erinnern kann, wo freilich immer sicher T gemeint ist; ebenso mehrere G, eins mit B zu verwechseln. — XI — Li meinem neudruck habe ich seitengleichheit mit dem original beobachtet. Die glosse ist immer erst unter den text gestellt; von wo an sie im original untergesetzt ist, ist durch | bezeichnet. Garmond gibt die größere, petit die kleinere schrift wieder; größere Schriften hätten mehrmals den rahmen einer seite gesprengt. Da die alinea (meist in der glosse) im original sehr willkürlich, oft gar nicht sicher als beabsichtigt zu erkennen sind, so habe ich sie unberücksichtigt gebissen. Wo dagegen ein teil der glosse erst nach kleinerem oder größerem Zwischenraum folgt, ist das im abdruck angedeutet. Die u und v, i und j habe ich dem lautwert nach gesetzt. Die abkürzungen sind aufgelöst. Das war zu allermeist mit voller Sicherheit möglich. Wo zweifelhaft, habe ich zwar aufgelöst, aber in anmerkung gegeben, was der druck hat. /wischen widergabe eines sicher falschen Wortes und ein- setzung der vermutlichen richtigen form, beides nebst angäbe in anmerkung, war öfters nicht leicht zu entscheiden; Ungleichheiten mögen mir da passiert sein. Aber ich habe wohl im apparat alles gegeben, was nötig war; wo ich dessen anfangs zu wenig getan hatte, habe icli es in dem Verzeichnis auf s. XII nachgetragen. Die interpunktion, so mangelhaft und willkürlich sie ist, habe ich beibehalten, da besonders in der glosse eine ganz gesicherte oft nicht möglich schien. Tübingen, April 1915. Hermann Fischer. XII — Berichtigungen und nachtrüge. (In Seitenzahlen dieses neudrucks; gl. = Zeilenzahl der glosse.) 3, 5 aigenschafft 5, 12 zeit 7 anm. statcs 19 gl. r. zweif- lnng 19 gl. 16 ainem 20, 9 unfinnen. 21, 1 geftillen. 21, 7 minftü klaine 21 gl. 2 v. vi. hagel (ohne punkt) 25 gl. 1 Als] s verkehrt 25 gl. 7 verfwigen 25 gl. 15 waiß das 26 gl. 5 verdient 27 gl. 5 kauffhufi. 28 gl. 0 ich dich 29, 3 f. dem saitten- l'pil 29, d fie 30 gl. 11 etc 30 gl. 17 fie 30 gl. 20 gauch. 31,4 nit? Phe. 31 gl. 4 gefchlachts 31 gl. 9 züge 31 gl. 16 fo lang 34 gl. 1 u. 7 zewegen 34 gl. 17 darumb 37 gl. o Dise. 40, 12 gab. 45, 1 het. 46 gl. c, zeneren 46 gl. 7 rat. Das 47, 9 fprach 48,7 kaufft 48 gl. 12 tünd 49 gl. 3 v. 11. ariftoteles * epicurns 50,5 umb treiben 51 gl. 8 etc. 51 gl. 11 wirt. ie mer wirt 57 gl. 6 unerkante 57 gl. 2 v. u. Trincken 60 gl. u dreierlai 62 gl. 7 v. u. fürfich 63 gl. 2 vö 63 gl. 13 die 63 gl. 14 hiuweg 65 gl. 7 f. fchnöder. 68 gl. 7 de allen 73 gl. 8 v. u. aing 76 gl. o v. u. fraidig 77, 2 meren 78 gl. 14 feiner weißhait 78 gl. 1 v. u. finn 80 über dem text auf besonderer lin'e: Thais 81 gl. g höflicher 83 gl. 20 Thaidi] 2tes i verkehrt 81 gl. 4 funder 84 gl. 0 v. 11. ab legt 87, 10 flciflich 89 gl. 2 v. u. feins 90, 8 frage 90 gl. 3 v. u. frage 91,7 wider kommeft. 92 gl. 0 wil 96,3 mennfch 97 gl. 5 wann vor | alten 98, 5 du 101, 1 gefchenkt 101, 9 junhkfrawen 101 gl. 2 frage 103 gl. 2 dar von 105, 0 befchiht 106 gl. 3 jungling 109 gl. 10 f. iederman 109 gl. n doch HO gl. 12 als ob in Thais 110 gl. ig gezogne 111, 2 auß Thais hauß 112 gl. g v. u. Hunhun 115 gl. 4 v. u. wiewol 117 gl. 4 v. u. ab irer 118, 3 ge- thon 118 gl. vcrfchniten 122, 10 kainn 128, i feheft 124 gl. 1 das fi recht habe das 125 gl. 4 gnüg 125 gl. 4 v. u. flütiger 132 gl. 1 deß korns 132 gl. 2 deß weinß. 133, 3 volck 134 gl. 6 v. u. wann 134, 4 v. u. hat. 135 gl. g fi 136 gl, 1 v. u. kunt- zaiehen 136 gl. 6 v. u. fie 138 gl. 3 Merk 141 gl. g v. u. ift ain klains 141 gl. 1 v. u. fürtüch. 142, 1 tregftu 142 gl. c ein geflochten 143 gl. 2 deß riters 144, 3 thais. 144 gl. 1 v. u. frageftu du waift 145,7 übelredeft 146,4 fein 148,2 fi 152,3 fein 152 gl. 1 reden. 155 gl. 3 fiarach (ftatt p umgekehrtes i und e) 156, 3 gaffen 157, 7 fliehen 158, 10 bedunkt 164 gl. 4 v. u. wann fie 168, 4 wider-(auß 175, 7 ainn 176, 10 kommen 179, 5 parmeno. 179 gl. 4 f. zübetrübnuß 180 gl. 1 znng . . . erfchrocken 181 gl. 9 allt 182 gl. i anders 186 gl. 2 v. u. wes 188, 8 der 188 gl. 1 vnaddelft. 191 gl. 8 wolt 191 gl. u volk 192 gl. 3 Ritter 192 gl. 4 thet [a j leer] aijv" Hernach volget ain Maifterliche und wolgefetzte Comedia zelefen und zehören luftig und kurtzwylig. Die der Hoch ge- lerfc und groß Maifter und Poet Therencins gar fubtill, mit groffer kunnft und hochein flyfi gefetzt hat. Darinn man lernet die gemüet, aigenfchaft und fitten der menfchen des gemainen volcks erkennen Darumb ain yeder fo durchlefen oder hören defi wiffen empfachet. fich defterbas vor aller be- trftgnuß der böfen menfchen mag hütten und wiffen zehewaren. Argumentum. Das ift ain entdeckung. oder lautere erklärung in der vorred ainer yeden Oomedi. wie man die verftan foll und mag. Und vacht da» argument difer Comedi allfo an. — 4 — § Ain bülerin fchloß auß den Jüngling in deß wechffel liebe fi aij' gehalten was. Und im wider rüfften. fagt fi urfachh deß auß Bchlief- fens. Sein junger brüder ward in liebe der Jungkfrauwen. die ain Ritter der bülerin bet zu haua gefendet. entzündet, die er auch für ainen hemling in der bülerin hauß gefürt, fchwechet. Da die ding offenbar wurden, und der bülerin die fehmachait wee thet. ward fi mit dem Beiben Jüngling verfönet. Und durch beikomen irs brüders. nam er fi erkannte burgerin von Athenis zeweib. Und der Ritter ward genomen in ainen tail der bülerin liebe und verfpottet. Argumentum § Es ift zemercken ain ander argument das noch lüttrer und verftent- licher ist. § Und als in ainer yeden Comedi gewonlich ain Prologus gefetzt. allfo wirt in difer Comedi das argument für ainen prologum zu noch aigentlicher erklerung beschriben. darinn man den grund difer Comedi findet. § Es mag auch das buch dar durch von afang bis zu end defterbas verftanden werden. aii j r° Ain Edle Jungkfraw mit namen Pamphilia aus Athenis geraubet ward gen Rodis gefürt, allda von den raubern verkaufft. und ge- fchenckt ainer bülerin von irera liebhaber. Die felb ertzoch fi mit irer aignen tochter genannt Thais, in aller weiß als ob fi derfelben fchwefter were. bis auff die manbern iar. Da verließ Thais ir mütter zu Rodis. und. ward von irem bülen gen Athenis gefürt, der allda in kürtz geftorben ift. Und ward Thais alles von ihm verlaffen gutz nach feinem tod erb gefetzt. Zehand ward fie über lieb gehebt von ainem Ritter gehaiffen Trafo, der in kürtz darnach gen Rodis kam Und ungefarlich die felben Pamphiliam fach an offnem marckt zu failem kauft' gestellet sein, von den erben der mütter Thaidis die auff die felben Zeit geftorben was. Allfo thet Ritter Trafo die felben Pamphiliam von fchone der geftalt und irer kunft wegen die fi kund auf der harpffen. unwiffend fuft aller ding wer fie was. kauffen. zefchencken feinem bülen Thaidi. Aber als er wider gen Athenis körnender, fände ainen mitbauwer feines wyers. nämlich Phedria ainen fun ains Edeln Burgers dafelbs der hieß Ladies, den die Thais in abwefen des Ritters gehaimfet und angenomen hett. Aber der Ritter überfreüntlich ver- fonung befeftiget fein gemüet. das er ir die Jungkfrawen Pamphiliam vor nit fcheneken wolte. bis das fi den züknecht von ir vertrib. wie wol nun Thais Phedriam lieb hett. doch als fi Pamphiliam erkannt, umb befunder begird fi iren freunden zu Athenis. dannen fi verholen, und das fi von kinds wefen ir fchwefter gehaiffen. und allfo eitzogen ward, wider zegeben. fchlos fi von ir Phedriam. davon Phedria am erften ertzürnet. Aber als er die urfach feins aus fchhfens vernam von Thaidi. ward fein zorn gelindert. Allfo. das er mit willen dem Ritter wychen. und in fein dorff zwen tag ziehen wolt. doch das er von feinem mitnager von gab wegen aus gemamem wyer Mit gar vertriben wurde, ließ er kauffen ain diern von Morenland. und ainen verfchnitnen knecht die man da zemal hieß hemling. und gebot feinem knecht genannt Parmeno abfchaident das er die zwai menfchen der Thais (umb fein zu gedencken) haim füret. Aber ainer mit namen a in Oherea des Phedrie brüder ain junger fprüßling als er Pamphiliaui desRitter * gab erft anfache, ward in irer Hebe fo mbrüni'tigklich entzündet, das er von dem kneeht Parrneno wolt in geftalt deß ver- fchniten knechts gefürt. und Thaidi gefchenckt werden, uaib das er mit vnd bei der Jungkfrauwen wefen vnd wonen mochte. Aus der ur- lach ward fi gewaltigklich von im gefchwechet. Und darnach zehand ain Edle Bürgerin von Athenis erfunden, und dem benannten Cherea zu ainem weib gegeben. Und wurden Phedria und der ergeüdig Ritter durch ainen kneeht den groften zütüttler genannt Gnato verainet. Allfo wie oft't ir yedem not were. das er on des andern mißfallen oder yffern feinen getzeüg in gemainem weier fencken mochte. — 7 — 6 So nun difi buch im anfang ain Comedia genannt wirt fo >ft gar ain grotte nottnrfft das man wiß und verftan müge was Comedia zeteütfch gebrochen feie. Wie fi auch getailt und aus gelegt werde § Darumb fo wirt das aigentlich und mit gutem fleiß erftlich erklärt was Comedia zeteütfch feie. Und nachfolgend wie fi getailt und aus gelegt werde. § Comedia ift ain gedieht aus mengerlai das gemüt und Anfechtung mitler nerfon inhaltende. Dar aus man lernet was gut ilt zu e- brauchen und das boß zemeiden. Und fpricht Cicero das Comedia menfehlichs wefens ain fpiegel feie, und ain p. düng der warhait. Und wirt Comedia darvon gehaiffen das fi offenhch vor allemjolek des mitten ftates* oder wefens verkündt ward. Wann Camos bedeut die wonung deffelben volcks. es feien Stet märckt oder dorffer.wann Comedia der nam ift genomen aus den kriechifchen worttern camo und oda. das ift gefang oder gedieht von den mitten pertonen..Es kan noch mag fi auch nimand recht noch wol ver ton er künde dann fein geberd und ftimm auff hoch und nider fit heb und fchne1 nach wegung des gemüts verkern. Darumb es bilhch Comedia wirt gehaiffen. * stases] sie! s § Es ift zemercken das ain yetlich Comedi mag underfchaidenlich aiüj getaut weiden, in vier tail. Und wie ain yeder tail genennt wirt. § Der erft tail ift ain vorred. Und wird genennt Methaplafmus. § Der ander tail ift ain anfang und ain zettel der nachgenden materien. Und macht das volck begirig das nachfolgend zehoren. Und wirt genannt Prothefis. § Der dritt tail ift ain merung der materien und betrübnuß aller per- fonen. fo dar ein getzogen weiden. Und wirt genannt Epenthesis. § Der vierd tail ift ain verkörung aller betrübnuß zu frolichem auß- gang. darinn die gantz Comedi wirt geleütert. Und ift genannt Para- goge. § Furo ift dife Comedi in latin Enuchus (daz ift in teiitfch hemling) genannt. Umb das ain Jüngling fich in weife ains verfchnittnen knechts ainer bülerin fchencken lieffe. av]r° § Mer ift zemercken das ain yetlich Comedia wirt in f'ünff under- fchaid oder gefchichten getailet. § Aber dife Comedi hat TherenciuB von mengerlai fchoner leren, klüghait und fprüchh wegen allfo vermifcht das die (als die andern) nit mag so lauter, doch fo werden die fünff underfchaid und gefchichten difer Comedi allfo getailt wie hernach volget. § Die erft gefchicht vacht an dem .j. blat an. Was thün ich nun? etc. Darinn wirt Phedria von Thaidi aus gefchloffen der fein vngefell erklagt, erftlich mit im felber. darnach gegen Parmenoni. Zeletst in gegenwürtigkait Thaidis. Doch fo wirt er von ir allfo er- waicht vnd gefünet. das er fich gütlich verwilligt zwen tag von ir in fein dorfl' zereiten. und dem ritter die zeit den beffern tail an ir zelaffen. — 10 — § Die ander gefchicbt vacht an dem .xj. blat an. Tu allfo als ich dich gehaiffen hon etc. Und halt in ir das abfchaiden Phedrie. und empfelchnuß Parmenoni die diernen und den verfchnitnen knecht (der mit Damen hieß Doms) Thaidi haim zefüren. Und mer den zü- tüttler Gnatonem redenden mit im felbs. als er die Jungkfrauwen Pamphiliam von dem ritter Trafo Thaidi wolt fcheneken. über das wie Cherea die Jungkfrauwen erfaeh. und mit Parmenoni zerat ward. das er in geftalt deß verfchnitnen Thaidi gefehenckt. und dar durch der Jungkfrauwen zu gefiiget wurde. § Die drit gefchicht vacht am .xxvij. blat an. Freilich Thais fagt mir groffen danck etc. Und weifet des ritters wefen. und des zütüttlers fchimpflich fpott wort gegen im. Und mer wie der ritter die thais zu dem nachtmal komen ließ. Auch wie cherea in gestalt des verfchnitnen. mit der diernen von Morenland thaidi von pannenone zu gefürt, und in namen feines herren Pliedrie ward gefehenckt. Fürbas wie der Jungkfrauwen brüder Cremes redt mit thaidi in des ritters hauß. Mer wie cherea nach dem fchwechen der Jungkfrauwen mit feinem gefeilen Antiphoni redet, wie er fi mitlitten überkommen nette. — 11 — fj]"-' 0 § Die vierd gefchicbt vacht an dem .xlvj. blat an. AlUo haben mich die gott wol lieb etc. Und wirt ain magfc genannt Dorias dar ein gefczogen wie fi von dem ritter. thaide. und der Jungkfrauwen redet, wie Pliedria widerumb keret von dem dorff. und nit mocht auß beleiben. Wie ain andere magt hieß pithias phedrie klaget das die pamphilia von feinem verfchnittnen (den fein kneoht parmeno ge- fchenckt het) gefchwecbet were. Wie der Jungkfrauwen biüder Cremes ertzürnet ward. Wie thais ungeftümglich wider den ritter. und er wider fi reden wurden, wie fich der ritter mit etlichen feinen knechten nämlich Sa nga. Simalio. Siriftus. Dorax. zefechten ruftet und i'potlich abließ. § Die fünfft gefchicht vacht an dem .lxvij. blat an. 0 du boß- hafitige etc. Und hat inn thais klag der gefchwechten Junkfrawen mit pithia. darnach mit cherea. Und wie cremes der Jungkfrauwen brüder mit der fogamen genannt fophronia. die fi gefügt het dar zu käme. Auch wie parmeno durch pithiam liftiglieh durch trübet. Und wie der alt Ladies phedrie und cheree vatter von parmenone dar zu berütt't. und durch in die hochtzeit beftetiget ward. Und zeletft wie der ritter durch den zütüttler von phedria begnadet ward das er in ließ mit würken in feinem wyer. Das doch nit on ritter fchoblins grol'fen koften mocht gefehechen. — 12 — § Fürbas ward gemerckt wie vil perfonen in difer Comedi einge- [avj zogen, und wie fi mit natnen genennt werden. § Auch wie man verl'tan foll welche perfon in ainer yeden ge- fehicht rede. E3 feie das ir lützel oder vil darinn mit ainander reden. Oder es rede ain perfon mit ir felb. § In difer Comedi werdent eingetzogen neüntzehen perfonen.. § Ein Erber Edler tagter Burger zu Athenis mit namen Laehes. Und zwen feiner fün junger gefellen. Die mit bülfchafft umb giengen. Nämlich Phedria und Cherea. Auch ain knecht genannt Parmeno der den zwaien junjien gefellen zu irem gewerb dienete. § Mer ain Ergeüdiger bülender torochter Ritter mit namen Trafo. Und fünft' feiner knecht. Nämlich Gnato der zütüttler. Sanga der koch. Simalio. Siriftus. und Dorax feine diener. § Mer ain liftige vilwiffende bülerin mit namen Thais, mit zwaien megten. Nämlich Pithias und Dorias. A\ich ainer harpft'enfpilerin genannt Pamphilia. Die ir der ritter Trafo fchencket. Und ain diern aus Morenland mit ainem verfchnitnen knecht der hieß Dorus die ir der Phedria fchencket*. — 13 — rij] t" § Mer ain Jüngling der Pamphilia brüder ain Edler burger zu Athenis mit namen Cremes. § Mer ain Atbenifcher Jüngling ain bülgefell Cheree. genannt Antipho. § Mer ain alt weib die zu Athenis Pamphiliam gefogt hett. mit namen Sophronia. § Und weliche perfon in difer Comedi reden würdet, der felben perfon namen wirt mit zwai oder dreien der erften büchftaben von kürtze wegen deS worttes. der felben rede für gefetzt. § Allfo wenn Ladies redt fo wirtt gefetzt La. Phedria Phe. Cherea Che. Parmeno Par. Trafo Tra. Gnato Gna Sanga San. Thais Tha. Pithias* Pith Dorias Dori. Dorus Dor. Cremes Cre. Antipho An. Sophronia So. Allfo mag man fich darnach in difem buch zerichten wiffen. s verkehrt — 14 — .§ Du viudeft auch ain yede perfon in ainer yeden figur. wa fi in [aij]' difem buch gebraucht wirt. glych ain mal als das annder. Und an ainem end als an dem anndern. mit gewand und geftalt. da mit ain yede perfon underfchaidenlieh aus den anndern erkennt mag werden. § Dife Comedi wirt auch mit virgeln und punckten underfchaidenlieh nach ritt vnd gewonhait der Poetry oder Poetifchen gedieht ge- J'ehriben. ':; Darumb ift zemereken au ff viererlei virgel und punckten. Auff dife form / * . ? ( ) § Die erft virgel allso ftende /* beileüt underfuhaid ainer red oder oratz on volkomenhait des gantzen finns. § Der ander punckt allfo gefetzt, bedeüt volkomen befchlieffung der felben red oder oratz. § Der dritt punckt allfo ftende? bedeüt das fo darvor gefetzt ift in fragweis verftanden werden foll. § Zürn vierden die zwen krummen ftrich allfo ftende ( ) bedeuten das fo darvor und darnach ftat. gelefen werden mag. on Verletzung volkomes ** firniß, und das fo zwifchen den zwaien ftrichen gefetzt ift mag dannocht auch hin zu (als ain zwifchen fetzung) gelefen werden. Und wirt genennt Interpofitio oder Parenthefis. * ,/■ ist. soweit überhaupt vorkommend, in diesem abdruck durch ersetzt, so auch schon oben. — 15 — § Es ift auch fürnemlich zemercken wellich text in difer Comeda ain glofi und apparat hat. das dann die felben wort des textes in der glofi zenoehft by dem Paragrapho anfenglioh gefetzt werden. Und dann darnach die glofi über den felben text biß ain anderer Paragra- phus kumbt. So vindeftu andere wort deß textes. und dann aber die gloß darüber. Und allfo für und für. § Die wyl nun das wort Paragrapbua genennt wirt. So ift nott das man wiß und erkennen müg. wie in difem buch Paragraph US* in der Gloß werdt gefetzt. Der ftat allfo § § Du vindeft an ainem yeden blat text und gloß Auff der gling- ken fytten den text in der groffern gefehrifft. Und auff der gerechten fytten die gloß in der klainern gefehrifft. § Und an ainem yedem blat vindefi. du der gloß weder minder noch mer. dann fo vil als dem text an dem felben blat zu gehört. Sequitur prineipium. Quid igitur faciam ? Hernach volgt der anfang. Was tun ich nun ? Paragraphus! [a v iij v° leer] [bj y° leer] Tcronz, — 18 — Der erft tail deß erften underi'chaids. Redt der Jüngling und der [bJ knecht mit einander. Und Thais gat ufi dem huß. Bild: Straße. Vom links Phedria, von rechts Parmeno. Hinten links tritt Thais aus einem haus. — 19 — lr °* Phe. [W]As ** thun ich nun? wird ich auch noch nit gan. fo ich unbegerend bin berieffet? oder will ich mich allfo ftellen das ich der bulerin fchmachait nit verdulde? Sie hat mich aus gefchloffen Sie beriefft mich wider, wird ich wi- derumb hingan? Nain, ob fie mich Rechnete. Par. Bei hercle fo ift nuntz fordrer noch fterckers ob du das thun macht, aber wirdeft du das anfachen unnd nit weif lieh vol- bringen fo du es nit mer erleiden macht in ungemachtem fride wirdest unberieffet zu ir kummen, erzaigende fie lieb haben, und dein abwefen nit mügen erleidenn. [I]N*** difem erften tail Prothefis wirt gezaigt wie gar verirret und ayges willen ungewaltig ain yeglich menfeh in bülfehaft verwickelt ii't. und wie wyß der fich dar vor bewaret. § Was thün ich nun. Magft du wol dar aus mereken das der Jüngling mengerlai gedacht hat ee das er in dife traurige wort gefallen ift in zweiflung. § Wird ich noch nicht gan ift der fin. das er zweifelet ob er fich durch ir entfchul- digen und genüg tun verfonen woll oder fie gantz nicht mehr füchen. befunder ir entfchlahen. § Der bülerin fmacheit Klagt von allen und ift doch nun über aine erzürnet. § Außgefloffen. Macht es groffer wann fie flos in nit auß. Aber fie wolt in nit ein laffen die weil der ritter bei ir was. § Beriefft mich wider | f ift aber mer wann fprech er fie begeret mein. § Nain ob fie mich flechnete. Ob er iprache. weder von gebet noch von berüffes wegen noch von flohen, das groffer ift wird ich zu ir körnen. § Hercle. Er fchwort als fo wir fprechen by got. § Vordrer. Loblicher § Sterckers. Wann einem mannß gemüt zu geboret das er unordenlicher lieby müge krefftigk- lichen widerfton. * Von jetzt (bij) an foliierung ** [W] lücke durch drei zeilen *** [I] fehlt ohne lücke t | in der glosse zeigt an, daß von da an die glosse unter dem text, ganz herüber, fortgeht 2* — 20 — Dann ift es befchehen du bift verdorbenn, fie wirt dich ver- 1 v ° achten, wann fie dich überwunden ficht. Phe. Darumb folt du aber und aber gedencken die weil die zeit ift Par. Herr welche ding nit rat noch maß in in haben die macht du durch rat nit regiren. In der liebe find dife lafter alle, fchantwort. argwon. veintfchaft. fridfatz. krieg, dann wider frid wiltu die ungwiffen ding durch vernunfft gewis machen fo wirftu nit mer thun wann das du fleiffig feift wie du mit vernunfft mügeft unfinnen, und du nun zorniger mit dir selbs betrachteft. folt ich die? die den? die mich? die nit? laß nun. Ich wolt lieber fterben. Sie mus enpfmden was manns icli fye. Bei hercle dife wort alle wirt ain falfches zeherlin das fie die äugen reibende kaum mit gewalt her aus § Dann ift es befchehen. Als ob er fpräehe. denn hal't du das recht verloren und müft underligen und leiden alle frnachait § Feintfchafl't. Der mitbauwer. § Fridfatz. Etlich tag. § Wider frid. Setzt er zeletft das der Jüngling nit gar ontroft fie. § Solt ich die. das find alle gebreehhafft reden als die zornigen mit halben worten gewonlich vertzucken. und werden allfo erfüllet. § Solt ich die. libhaben. § Die den. ritter zu ir enpfangen hat. § Die mich, hat aufi gefchloffen. § Die nit. auff wolt tun § Zeherlin. Zemeren der frauwen lift gegen irem bülen. fpricht. § Zeherlin. Nit zeher. § Falfch. Nit von hertzen wainent, funder die augeu reibende. § Mit gewalt. Nit liederlich als die frauwen gewonlich. § Herauß truckt. Floffen nit felber. — 21 — ^ v " trucket, geftillen, und wirdeft dann dich felber fchuldigen und zu büß erbieten Phe. 0 unverfchultes übe}, nun merck ich das fie boffetig ift und ich eilend und verdruft mich, und brinn doch in der liebe, und vergang mit vernunfft. wiffend. febend und lebend, und wais nit was ich tun foll. Par. was du tun folt? nuntz wann das du dich gefangnen ledi- geft fo mit minften du magst und ob du das mit klainem nit vermügeft. wie du macht, nun das du dich felber nit ke- ftigeft. Phe. Ratft aber allfo? Par. Ob du witzig bift, das du dir nit befwerde zulegeft über die, die lieby felber hat. und die fie hat folt du recht tragen, aber fich fie gat her aus unfers ackers hagel. wann das wir nemen folten das wirt uns von ir entzogen. § Würdeft dich felber fchuldigen. Ich bekenn mich ich hon unrecht, leb mit mir wie du wilt. i'etz mir büß. Ich will dichs ersetzen, ach liebe laß ab. ich ergib mich gantz in deine ftraft'. und deß gleichen. § Nun. als ob er fpräch i'o l'pat wird ich innen was die lieby auff ir tregt. § Vergang mit vernunfft. Als ob er Iprfich Ich kenn waifi und i'ich mit gefundem leben das mich diefe lieby totten will und kan doch nit darvon 1 äffen. § Unfers ackers hagel. Als ob er fprach. fie verderbt uns als der hagel das körn. — 22 — Der ander tail deß erften underfchaids reden die dry perfon mit 2v° ainander und Thais gat in das huß Bild: Strafäe. Vorn links Phedria, rechts Parmeno; Thais unter der haustür. — 23 — Tha. [0]* Mir armen. ich beforg das Phedria ditz it fchwer getragen liab oder anders uffgenomen, wann es von mir be- fchehen ift, das er geftern nit ward yngelaffen. Phe. Par- nieno ich zitter und krüfel gantzer, fo ich fie angefehen ban Par. Bis gutz mutz, gang neher zu difem füir fo erhitzigft mer dann genug. Tha. wer redt hie ? wert du hie mein phedria? warumb ftundft du hie? warumb giengft nit gleich ynher? Par. Aber vom uffchliffen nit ain wort. Tha. was fweigft? Phe. Ja trun fo mir dife tor all zyt offen ftand oder das ich dir der fordroft bin. Tha. § 0 mir armen. Redet mit ir felber. § Ich zitter und krüfel. Zeglycher wys, ala fo der menfch das fieber hat das il't ain hitzige kinnckhait. wenn in das fchütten will fo entzünt fich das plüt. So zücht das hertz alle krafft an fich. und werdent die gelider zitternt. >md die hut krüfelin. Alfo ift auch denen die in der lieby brinnent fo fie ire bülen urbring erfechent. § Wer redt hie? Hie müft du meroken das thais phedriam ee hat gehört reden als fie by dem huß ftünden wann gefehen. Kttlich wollen fie hab in gefehen. fie tu aber als ob fie in nit gefehen hab. als ainer folichen wol zu gehört. § Was fwygft? Merck wie liftigklich fpricht fie warumb fwygft. als °b fie aller ding unfchuldig fye. und auch als ob fie nit gedenck das phedria ichtz an fie zürnen folle. § Ja trün. Phedria rett ] dife Wort alle in i'potßwys und mainet widerwärtig« feiner rede. Als ob er fpräch. Du fprichft warumb ich nit glych ynher gang als ob mir das huß alle weg offen ftand. Und ich dir der liebeft fye. und geftern do ich kam do wolteft mich nit ynlaffen. wann du hetteft ainn liebern by dir. § Ja trün. Das ift ja by trüen red ichs. aber er redt es in fpot. [0] lücke durch drei zeilcn — 24 — Ach laß darvon, Phe. Wie? darvon laffen. 0 thais thais Sfl das aber unfer liebe geleich getailt were. das es dir in folcher wys fmertzen brechte als mir. Oder das ich verachtet was mir von dir befchehen ift. Tha. Ich bit dich flyflich du mein getnüt phedria, du welleft dich felber nit allfo heftigen. By pol fo han ichs nit getan, das ich kainen für dicb erwele oder lieb habe. Aber allfo was der nutz das es zetliun was. Par. 0 arme ich glaub (als dann befchicht) vor lieby haft in aus gefloffen § Ah laß darvon. Merck wie fie aber redt als ain unfchuldige. die nichtz wider in getan hat. wie dii'e i'maichwort befchehen wiffen die mit umb gand. § Wie? darvon laffen. Als ob er fprache. es ift mir nit als lycht. Ich merck wol es ift von dir ring angeflagen das mir vaft wee thüt. darumb wolt ich das es dir auch fo wee thete. oder das es mir fo ring wäre als es dir ift. § Du mein gemüt. thais redt aber fmaichend. § Du mein gemüt. Als noch befchicht zwifchen liebhabenden, du mein hertzlin. mein troft. mein ainiger hört, du mein türteldüblin. und des gelychen. do mit ains das ander in lieby inbriinftiget. als fie auch oben | fpracb. wert du hie mein phedria. wann das wort mein zaigt ainigkait. Darumb brucht fie es defter bffter das er mercke das fie in habe in irem hertzen. Und muß man mercken das fie dife wort mit geberden in zehalfen gerett habe, darumb fpricht fie fürbas. § Keftige dich felber nit. Als ob fie zaigen wolle wie fein keftigung ir gemüt auch betrübe, darumb fpricht fie. § Du mein gemiite. Als ob fie fprache. Du hift mein frod und truren wann du trureft fo truren ich. wann du wolgemüt bift fo bin ich wolgemüt. § 0 arme. Er ficht fie an und dütet uff Phedriam. Merck wie fcharpff begryfft fie parmeno. wenn es ift der warhait nit glych das kaine iren bülen vor lieby uffchlieffe. — 25 — 4l '° Tha. Heu redft du allfo parmeno? wolan laß darvon. Aber los du, warumb ich hab gehaiffen dich zu mir berieffen. Phe. Das bei'cheche. Tha. Sag mir von erft mag der it fvvygeu ? Par. Ich ? uberwol. doch horft du mit dem geding uberbinde icli dir mein tfü, was ich wars höre das verfwyg und behalt ich uberwol § Hen redftu allfo. Als ob fie fpracb. Du L'olteft uns verfonn fo redft dn das boß dar zii. Du folt fchweigen. § Wolan. ift ain ftraff- Wort. Als fo wir in mißvallen fprechen. ah wol an was foll das. allfo fpricbt Thais, wolan la darvon. was föllen die wort. § Aber los du. Als er oben gefprochen hat zürn parmeno am anfang fo ich unbegerend zu ir berüfft ward. § Sag mir. Merck wie liftiglich fragt fie ob der | verfwygen fye das er gedenk fie woll etwas gar groß lagen dar zu fwygens gar not fye. § Ich? uberwol. Merck wie der knecht nit warten wolt das fein Herr für in antwurten folt. wann er mercket bas iren lift wann der iüngling der in lieby entzünt nit fo wol für in liette geantwurt. § Mit dem geding. Merck wie liftigklich begegnet Parmeno Thaidi. wann als fie ir lagen mit verfchwygen verbinden wolt. als ob es etwas groß were. Allfo verachtet er ir fagen als ain unwarhait oder erdichte fag. i'ich felber wider Phedrie belieben. Merck auch wie glych ir baider verbinden ift. fie waiß daß die knecht gar feiten verfwygen was fie haimlichs hörn, fo waiß parmeno das die bülerin feiten war lagen. Darumb verbinden ie ains das ander an feiner wunden. § Verfchwyg und behalt. Das wort behalt ift von den faffen getzogen die in in uff enthaltn was daryn gegoffen wirt wann die klumffen nit wol verdamt fynd fo rinnen fie. Darumb fpricht er. Ich bin vol klumfen und rinn. Als ob er fpriiche. Du waift das all knecht nit wol halten mügen was in haimlichs ge- fagt wirt als die zekloben fas. will man das die fas halten fo muß man fie vertammen. Allfo wiltu das ich halte das du fagen wilt fo verftrych die klufften der lügen mit der warhait. oder es wird überal ufi mir rinnen. — 26 — Aber falfch uppigkait ald erdichtes ift von ftundan offenbar. 4 V ich bin vol klunfen*, ich rinn her und dar. Darumb wiltu das mans verfwyg fo lag die warhait. Tha. Mein muter ift von farnia gewefen und** hat zu rodis gewont Par. Das mag man verfwygen. Tha. Do fchencket meiner mutter ain kaufman aiu tochterlin von difer Stat geraubet. Par. Ain burgerin? Tha. Ich mains. ob es war fye wifs wir nit. vaters und muter namen fagt fi § Falfch uppigkait ald erdichtes. Falfch ift da mit man übel that verdecken will. § Uppigkait. Das nit allfo fein mag. § Erdichtes. Das nit ift. und doch ain fchyn hat als ob es fye. § Falfch. ift der lügner. § Erdichtes, der Jiftigen. § Uppigkait. der narren, mit falfchem verfchult man fich. mit gutem gedieht verdient man. mit uppigkait verfchemt man fich Mit falfchem werden wir betrogen durch gedieht wol erfrowet uppigkait verfchmaeh wir. § Das mag man verfwygen. Als ob er fpräch das glaub ich. wann es koment gar vil bülerin von Samia gen Rodis. So ift auch der bülerin | gowonhait nit das fie gern dahaim blyben. § Das mag man verfchwygen. Als ob er fpräch das dient nit zu deinem lob. funder fchand do her komen die bülerin. § Ain tochterlin. Bewyft jugent und wyplich pild das ir enpfengklicher was und jeden. Und by dem daß fie fölich fchencki von fremden kauflüten nam. ift wol zemereken das fie auch ain bülerin was. Auch by dem das fie fo verr von ainer andern ftat zu Rodis wonet. Darumb werden in den Comedien die bülerin faft pilgerin gehaiffen. als in andria ftat die pilgerin von Rodis. § Ich mainß. Spricht nit ja ich waifj. wann folt fie es gewift hon fo war Parmeno nit fo gehertz das er Cheream in des verfchnitten klaider hette angelegt ainß fryen burgers tochter von Athenis zefchwechen. wann die ftraff was groß. § Vatters und müter namen fagt fie. wann junge kind mereken die fo fie vor jugent das ander nit mereken mügen. als das land die ftat das gefchlacht. und deß glychen. * klunfen] sie ** vnd; v verkehrt — 27 — aber das land und anndre zaichen weft fi nit, fie enmochts auch alters halb, der kauf man fagt das dar zu. er het gehört von den raubern umb die er fie erkaufft hette, fie were aus Sonio geraubet worden Mein nmter da fie die enpfieng, ward fie mit flys alle ding anfachen zeleren und ertziehen als °b ne ir tochter wer. vil vermählten fie were mein fwefter ich zoch von dann mit dem gaft, mit dem ich die zyt allain gemainfam hette. der mir auch verlieffe alles das ich hab. "ar. Der ietlichs ift falfch es wirt us rinnen. Tha. was ift das? 8 feie enmochts auch alters halb. Spricht alters halb, mit unver- ounfft oder torhait halb weft fie es nit. § Sagt das dar zu. zu dem das das tochterlin gefagt hett. § Aus fonio. Sonium ift ain vorftatt AtheniB gewefen. da die gemainen wochen miirckt waren und das oulthufi. § Anfachen zelerenn. Spricht anfallen, und fpricht nit lert e - wann bülerin mbgent wol anfallen erberkait. aber fie laffen bald "■ § Vil vermainnten fie war myn fwefter. Merck wie häuftet fie le i ,e be zu dem junckfreülin. da mit phedrie fein zorn gemindert werde asfie den ritter zu ir gelaffen hett als ob fie es allain von des Jungk- Julius wegen geton habe. | § Mit dem gaft. Wann er | was von lienis. «nd was zu Rodis ain gaft. und zoch mit im wider gen ^henis. § ])i e zy (;. Spricht wol die zyt da fie zu Rodis was. wann Zu At »enis het fie zwen. § Der mir auch verließ alles das ich hab. ?, . **% darumb das Phedria defter minder begern fölle das fie im lein foll us warten. Und durch die wort wirt Phedria etwas befwert d aru m b wolt Pannen o nit fwygen. und fpricht. § Der ietlichs ift falfch wirt us rinnen. Und erlütert das mit feinen nach genden wortten o er fpricht darumb das du dich an ainem nit lieffeft benügen etc. 0 hat dir der das ift Phedria ain groffen tail zu bracht. — 28 — Pär. Fragft mich ? dar umb das du dich an ainem nit liefi'eft benügen, noch dir allain gebe, wann der hat dir auch ain guten groffen tail zu bracht. Tha. Ah es ift nit allfo. aber laß mich gantz komen da hin ich will. In der zyt ritter Trafo, der an het gehebt mich lieb zehaben zoch in Cariam, under dem ward ich dich erkennen, du selber waist wie innerlichen lieb ich darnach dich gehebt habe, und wie ich dir getraw aller meiner gehaim. Phe. Trun das wirt Parmeno auch nit verfwygen. Par. Da ift kain zwyfel an. Tha. § Ah es ift allfo. Merck wie fie nit getorft wider reden in offenbaren dingen, funder fo fie ander fchuld uff fich felber ungefragt ertzelet. § Under dem ward ich dich erkennen. Merck wie wol fie rett. fo fie fpricht under der zyt ala der ritter Trafo in Caria was der mich vor het an gehebt lieb zehaben ward ich dich erkennen. Als ob fie fpräch. Du l'olteft an fehen das der ritter vor dir mich gebület hat. Und befchehe ainem unrecht das war der ritter billicher wann du. dannocht füch ich dich für den ritter. fo ich den riter* für dich fuchen folt. ob er mir auch das jungkfreülin nit erbüte. Aber merck fürbas wie fie fchmaichen wirt das er ir dife ftechende wort nit zehoh an ziehe und fpricht. § Du felber waift wie | innerlichen lieb ich darnach dich gehebt hon. Darumb das er nit gedenck. fo hör ich wol du haft in lieber wann mich fo er vor mir zu dir gewont hat. § Erkennen. Wirt hie gonomen für bei'laffen. § Aller meiner gehaim. Dar aus magft mercken das fie in berüfft hat in geftalt fich ertzaigende als ob fie in den felben fachen feines rats wölt pflegen, und fpricht dir getrüwe ich. wann fie dem knecht nit wol getrawen wolt. darumb fie oben fprach. mag der it fwygen. und fprach nit wiltus verfwygen wann fie trawet im gantz. § Das wirt Parmeno auch nit verfwygen. Als ob er fprach. das ift auch nit war. § Da ift kain zwyfel an. Ich verfwygs nit. wann es ift nit war. — 29 — Ach lieben land darvon. mein muter ift nun nechft alda geworben, ir bruder ift ains tailes zegytig auff das gut. da er die jungkfrawen fach erberger geftalt, und auff dem faitten- ipiel künnent, zehand hoffender guts werdes fürt er fie für, und verkauft fie. On gever von gefchicht was difer mein iründ dar by, er kauffet fie und hat fie mir gefchenckt, un- Wrbetrechtig aller difer ding unwiffend. Er kam. Do er empfand das ich auch mit dir gemainfehaft hete S Ah lieben. Das wort redt fie nit fie zelieben. funder in beweg- nufi unib das fie ir unnötig yntreg tünd. und kombt bald wider an ie wort § Nun neebft. Spricht fie das er merck das die liebe gegen u ' noch nit erlofchen fye. § Ift ains tails zegytig. Das ift mit feinen geuerden zelefen als dar zu gehört. § Da er die jungkfrawen fach. lerck wie fi die junckfrawen lobet durch ander leüt. darumb das er gedencken ioll. fie tut billich das fi hat für genomen und ob fi den Itter ain wyl lieber hat. durch di gäbe zu der fi in funderhait genaigt ift. die auch andern leüten fo wol gefeit | ift nit unbillich. 3 uutz werdes. vil geltz umb fie zebekommen. § Von gefchicht. "laint güts gelück. oder von gefchicht. maint gute gefchicht. wann 'Ortuna haift bas gefchicht wann gelück und ift gut und bas geschieht. Und haift das ain gefchicht das unfürbetrachtet komend ift. 8 Difer niyn fr und. Spricht nit der ritter. fi fpricht fründ. wann fie Will von im etwas haben. § Aller difer. Wil fie ertzaigen wie begir- lc h er das geton hette wann es kund gewefen war das fie ir fwefter gehalten wäre, und ir fundre begird zu ir und anders, und auch w "l fie bewyfen wie vil fie Phedrie haimlicher rät getrüwe die fie dem n tter nit lagen wolt und lat es auch Parmenonem hören. Darumb fie oben fprach. mag der it swygen. § Das ich. Merck wie fwermütig- 'ob fi fprach, auc ij m j t fo r a ] s 0 ^ fj e fp rac h. dem ritter tet zorns n °ter wann dir. wann ich ertzaigt im untrü das ich dich nam. § Ge- m ainfchatt't hette. Merck wie fie fchampere werck mit erbern Worten »ufi fprichet. — 30 — erdicht er emfig urfachen das er fie mir nit gebe, fagt wann | er ficherhait hette, das er dir fürgefetzt wurde by mir. und beforgt auch wa ich fie von im enpfienge das ich in verlaffe, fo wolt er mir fie geben, aber er furchte das. Doch als ich argwonen, fo hat er fein gemüt zu der junckfrawen geftellt. Phe. Auch nit wyters? Tha. Nichtz. wann das ich fie fuche (mein phedria) es find viel fachen darumb ich fie beger herdan zebringen von erft das fie mein fwefter gehaiffen ift. on das, § Sagt. Merk das das wort fagt nit gefetzt wirt von den wyfen. wann fo man etwas ertzelen will das ainer gel'agt hat das villycht nit war ift. oder erdicht, oder üppig ding, fo fpricht man mit öpperfcher geberd er fagt. § Sieherhait hette. Das ift das ich mich etwer mit ertzaigte das er gedechte er wer mir lieber. Merck wie langfam. mit wievil vor red kombt fie uff das fie in bitt ain wyl hinweg zetziehen. § Doch als ich argwonen. Merck wie fcharpf und hoch liftiger fund das ift. fie waifi das fich die büler umb kain ander fach mer fynden wann umb das fie von aim bain als die hund nagen, darumb das fie den haß Phedrie gegen dem * riter lindern mochte. Co fpricht fie doch arg|wonen ich er hab etc. das Phedria gedencke. das war gut wurde er die jungk- frawen hold hon. fo leg nit daran das ich fie ain zyt dem ritter gute wort lieffe geben. § Auch nit wyters. Als ob er fprache. hat der riter nit mer mit ir zefchaffen gehabt, fo antwurt fie nichtz. und wurt dar by verftanden das fie nit gefchwecht ift wie wol fie argwonet der riter hab fein gemüt zu ir geftellet. dannocht ift not das fie keüfch beliben fye. foll fie ainem fryen Jüngling gemahelt werden, als bald befchehen wirt. darumb wird fie keüfch behalten. § Herdan zebringen. Spricht nit von im als ain gab zenemen. funder herdan zebringen als von aim gauch oder gogelman. da mit fie fich aber Phedrie enpfenglicher machen will, wann er mercket das fie in für ain guten man hat. de — 31 — das ich fie wider yn fetze und den iren wider gebe Ich bin amig. ich han niemand hie. weder freund noch maug. darumb phedria begere ich fründ zemachen mit meiner guthait. lieber hilff mir emfilich wie das uff das aller ringeft be- ichehe. und lofi den ettlich tage den vorderem tail by mir haben. Antwurteft mir nit? 0 du bofte. folt ich io etwas anntwurten mit deinem gefchefft? Par. Enhen. der unfer ich lob dich, es will im doch zeletft zehertzen gan Du bift a in man. Phe. 8 Wider yn fetze. Wir werden wider yn gefetzt denen zu den wir Tillen hond zekommen. Wir werden aber wider gegeben denen die uns gern haben, allfo find fie baide hie. § Ich bin ainig. Meins gaichliichts. und geborner fründ halb. § Ich hon niemant hie Gemachter früntfchaft halb. § Weder fründ. Maint geborn fründ nit bulen. Darumb maint fie gemacht fründ zeüberkomen mit irer gütig- Jcai t. das Phedi-ia mercken müge das fie nit bulen maint § Hilft'mir. Merck ain feltzem zwingen dea fie in biten wolt zeverdulden das er ain zyt von dann zügo. bit fie in ir hilflich zefein. und waiß das es vorhin im gar wider ift. § Mir nit. Redt fmaichjend mir. als ob * le fprach. von meiner liebe wegen folteft mir billich antwurten. § Doch zeletft. Als ob er fprach. er merckt doch zeletft die untrüw W'e lang er gefchwigen hat. und beduncket mich das der text beffer *ye nach dem finn. Es will im doch zcletst zu hertzen gon. oder es Wl H in doch zeletft fcbmertzen. wann Parmeno hat ain verdriffen gehabt das er folang gedultig gewefen ift. darumb fpricht er: § Du J "t am man. das du die bülerin verachteft und ir gcfchwetz. — 32 — Aber ich wift nit wa du hinufi wolteft. Ain megdlin ift von hinnen geraubt worden, mein mutter hat es als ir kind er- tzogen. fie ift myn fwefter gehaiffen ich beger fie herdan zebringen das ich fie den iren wider gebe. Fürwar alle dife wort gand an das end. dannocbt wurd ich aufgefchloffen, der empfangen warumb anders wann das du in lieber baft dann mich und fürchteft die die yetz her gefürt ift. das fie dir denfelben nit abfetze. Tha. Hen furcht ich das felb ? Phe. was bittzelt dich aber fünft? § Aber ich wift nit wa du hinufi wolteft. Merk wie in widerwertig- kait nichtz l'o wol mag geret werden man müg es verkorn. allüo was thais für getzogen hat phedriam zewaichen wie wol es allfo was. Doch ward er die felben wort alle wider fie bruchen das fie alle daruff giengen das er uß triben wurd und der ritter yn gelaffen. und nit darumb das fie das junckfreülin gern hette. funder darumb das ir der ritter lieber wäre, als dann der text lauter uß wyfet. § Dife wort. Die falfch oder erlogen find § und fiirchft die etc. Als ob er fpräcta du haft doch den ritter fo lieb das du nit fehen mochteft das er ain andere auch lieb het. damit er ir die wort auch verwirtft do fie oben fpricht. Als ich argwonen fo hat er fein ge|müt zu der jungkfrawen geftellet. § Das fie dir denfelben nit abfetze. Er nennet in nit. Sunder als ain zorniger lieb haber fpricht er den felben. § Hen furcht ich das felb? Als ob fie fpräche in gefpott. das thet mir wol not folt ich deß fürchten. Als ob es fie verfchmache das er nun gedencken folle das fie deß ritters fürchte. § Was bittzelt dich aber fnft. Wann es das nit ift das ich fage. Es mocht auch l'ton. Was macht dich anders forgfeltig. Oder was bekümeret dich fünft. 7r — 33 — %?• bat er dir itfc allain gab gegeben. Haft du ie empfunden das mein gütigkait vor dir fye verfcbloffen gewefen. ben. als du mir fagteft wie du ainer morin zedienen begerteft ließ lc h nit alle ding und fuchte fie? Fürbas fagteft du wolteft gern ain verfcbnitten haben die doch allain die künigin brauchen 8 Sag. hat er ,jj r it a ii a ; n g aü gegeben. Hie vahent an ir zwitracht "ß uffhebung der früntfchaft fo i'ie ainander ertzaigt haben. Als °° er fpriiche thaia du mochteft fprechen der ritter bat mir ditz und das gefchenckt darumb ift billich das er mir lieber fye. fo antwurt hedria. Ich hab dir uß gutem willen allweg gegeben was du be- gertelt. nnd ift mein gütigkait in dir nie verfloffen gewefen. Als ob er fprache. Ich bin doch gantz dein gewefen mit | lyb und gut. und w as ich dir hon ertzaigt das hab ich von hertzeu geton. und nit un- ^"igklich. als menger tut. darumb dir meine gaben und ertzaigen Jolten enpfengklicher fein. § Als du mir fagteft. Als ob er fpraeh. «s bald ich von dir hört das du gern ain morin haben wolteft ze- dienen. da bedorfftu mich nit darumb biten. ich beftellet fie darby u groffem willen mercken müft. wann ob du mich darumb gebeten fl etteft. § Ließ ich nit alle ding. Als ob er fpraeh Ich ließ doch ft H' raein gefchefft und fücht fie mit gantzem flyß das ich dir willfagen pochte in groffen und klainen dingen. § Ainer morin. Als ob er Piuch. Die morin find doch feltzen by uns. dannocht bracht icl^ dir ie zewegen. und ift fein uff heben gegen ir deß guten und bofen Widergelt, Merck wie fcharpff. § Ain verfchniten. Die verfchnitten * "echt oder hemling hond den anfang genomen in Perfia. wann was Jüngli ng VOn ßabilonia gefangen wurden in Perfiam die ließ man ver- ^ h nyden. und gab fie den rychen frawen zedienen. § Fürbas fagteft. erck d arumb das er ir undanckperkait defter groffer mache, fo hebt * r 'f^zwifach die güthait uff von im befchehen. nit zefamen gerechet. r mocht wol zefamen gefprochen hon. als du fagteft wie du gern ln worin etc. aber er fagt ietlichs befunder das er fie defter mer n o°ht verunglimpfien. § Die doch Das fein mitbuwer nit fprechen fochten, fiha was fpotlicher gab hat ir Phedria gefchenckt. das will J f , Urkomen " n d fpricht. es ift ain künigliche gab oder nun der Cl tigen frauen. deß glychen auch die morin. * * verfchniten . . . verfchnitten 'r e r ( — 34 — Ich bracht in zewegen. Geftern hab ich fünfftzig pfunt ^ pfennig umb fie baide gegeben, dennocht bin ich von dir verachtet, das hon ich in myner gedechtnns geliebt, wird ich dar umb von dir verfmecht? Tha. was ift das phedria? wie wol ich die geren her dan zttge, und ich main durch das ding aller baft befchehen mochte, Aber für war ee das ich § Ich bracht in zewegen. Merck wie er von dem verhüten redet. Ich bracht in zewegen und von der mörin. und füchte fie. dar utnb das er ertzaigte fein arbeit und irn willen geton. wann fachen und zewegen bringen ist ietlichs groffer wann flecht kauffen. Und ift wol zemereken wann fie gewonlich nun die mechtigen frawen hetten das man fie nit liderlich ankörnen mocht. darumb fpricht er und facht fie ich bracht in zewegen. Als ob er fpräch. Mit groffer rnü und arbait. § Geftern hab ich fünfzig pfundt pfennig. etc. | merck wie er baider gelt zefamen flecht. das die funim defter ryehlicherfye. wann es war febimpflich folt er der morin summ ainig getagt hon die nit mer dann achthalb pfunt koft. als hernach der herolt fpricht das find achthalb pfunt pfennig. § Geftern. ain ufl'hebung undanckperkait feiner güthait ift fwerer. darumb fpricht er geftern. nit vor langem*. § Uan- nocht bin ich von dir veracht. wann Verachtung und güthait ift groffer. fo ift auch güthait an ir felb groffer die man leüten tut unverdient. § Was ift das phedria. Oder was fol das uft'heben hin und her. und ift ain wort da mit fie willfagen ertzaigen will. Darumb fpricht fie. § Wie wol ich fie gern her etc. Als von ainem toren und narren, und wol gefein mocht durch die ding, dannoebt wil ich es nit wider dich tun. darumb fpricht fie. § Aber für war ee das ich dich zefynd will haben etc. Merck wie liftig. fo fie ficht das fie mit hadern nit überwinden kan so ergyt fie fich dar umb das fie in mit gütigkait überwunde, als die frawen die Jüngling lycht mügen. und fpricht alle dife wort. Ee das ich dich zefynd woll haben, darumb das fie im zaigen mochte das fie in lieber hette wann er sie. Als ob fie fprach. Ich will es von deinen wegen laffen wie wol mir schad daran lyt. und du nichtz von meinen wegen laffen wilt. § Durch das ding. Sie will nit fprechen durch dich und dein abwefen und ist doch ir mainung. * * lange 9r° — 35 — dich zefyncl wöll haben, ich tu als du halft Phe. 0 das du das wort von hertzen und warlich reteft, ee das ich dich ze- iynd wöll haben, und das ich glauben möchte, das lauter ge- i'edt fyn. ich möcht alle ding wol erlyden. Par. Er fchlupft m it ainem wort fo bald überwunden, Tha. 0 mir armen, r ed icbs nit von hertzen ? Was dings haft du ye von mir wollen, joch in fchimpff, du habefts erlanget, und ich mag v on dir nit erwerben, das du nun allahi die § Ich thü als du lmift. Merck* mit welicher geberd deß angefichtz das zelefen fye. wann fie will es nit gern tun funder als zwungelich. wann er nit anders will. § Das wort. Er niinbt hie wort für die gantzen rede das lauter geredt fein on vermifchung der liftigkait. Als das honig füfi ift wann das wachs darvon geleütert ift. allfo weren m U" deine wort auch füfi wann fie lauter weren. § Er flupfft mit ainem wort. Merck den knecht wie er wundert das der fich erft fo manlich ftelt das der mit ainem wort überwunden ift. und fo bald ee das fie auch das zeherlin auß den äugen truckt. darvon er oben | Ipraeh. Die wort alle wirt ein falfchs zeherlin etc. § Was dings haft du ie von mir etc. Merck wie Thais Phedrie begegnet. Phedria fprach. Als du ainer morin begerteft. fo fpricht fie. was haft du ie von mir Wollen, das gröffer ift wann das Phedria, fagt. und mer wann du begerteft etwas in fchimpff. dannoch gedacht ich es zevolbringen. ich wartet nit uff dein gebot, ich faret felbs deines willen, das dir dein wolluft nimer vertzogen würde. Merck auch wie fie mit difen kurtzen Worten alle Phedrie lange klag fo gar hin hinder wirfft. § Und ■ch mag von dir nit erworben. Als ob sie fprach. Ich hon dich alles gewert, das du mich joh in fchimpff gebetten haft. Und ich mag nit J'on dir erlangen das du nun allain zwen tag wycheft. und fpricht. Wu n allain die zwen tag. das fie ertzaige wie klain fie begere wider das groß das fie im geton hat. * * Mrerck — 36 — zwen tag wychen wölleft. Phe. Ja wann die zwen tag war 9v° were. das fie nit zwaintzig tag würden. Tha. Frylich nit mer denn zwen tag oder. Phe. Oder, ich byt nit. Tha. Es fy nit. laß dich nun des erbitten. Phe. wol an. es ift ze- tun als du wilt. Tha. Ich hab dich billich lieb. Phe. Du tuft wol. ich züch ins dorff und keftig mich da felbs die zwen tag. es foll allfo gefchehen gewißlich man foll thaidi willfagen. § Wyohen wölleft. Spricht wolleft. damit l'ie ertzaige das fi wider fein willen nichtz thün wolle. § Zwaintzig. Er macht es zwen- undzwainzig. wann es nach der i'timm nit val't unglych lautet das fie nit hin nach fprlche. ich lagt zwaintzig du halt mich nit recht gemerckt. § Nit mer wann zwen tag oder. Merck wie fie wolt haben gefprochen zwen tag oder dry. aber ee das fie es gar uß rett fo under- fpricht er fie. und fpricht auch. § Oder, das fie nit mocht fprechen dry. er fprach vor. Ich byt nit. Als ob er fpräche. es ift an zwaien zevil. § Es ift zethün als du wilt. Merck fein willfa|gen. Er fpricht als du wilt. ob es auch fuß an im felber nit gut ift oder mir nit gefeit. § Ich hab dich billich lieb. Spricht fie das er defter minder argwons habe irr liebi gegen dem riter. § Ich züch ins dorff. Merck wie er die ftat haffet. do er feines bulen gemainfami nit haben mocht. § Und keftigen mich dafelbs. Er fpricht nit da fein, funder da mich keftigen. § Die zwen tag. Das foll man fchwarlich lefen. als ob es groß fy zwen tag von ir zeblyben. und in zwai jar beduncke. § Es foll gewißlich allfo gefchehen. Merck wie im felb der inbrünftig lieb haber gebüt. als ob er fpräche. wie wol es mir vaft hert und fwer ift dannocht muß es fein. § Man foll thaidi willfagen. Zaigt was krefft die liebi hat. In follichem willfagen muffen darumb doch die groffeft unainigkait auff erftat. zwifchen den mit nagern ains bains. — 37 — du parmeno fchaf das die her gefürt werden. Par. Vaft gern. Phe. Die zwen tag fyeffc bewart thais. Tha. Und auch du, wiltu fus icbtz anders Phe. Ob ich fus icbtz wöll? ja wann du by difem ritter bift, das du von im fyeft. und mich tag und nacht liebhabeft. mein begereft. das dein träum von mir fy, mein wartft, mein gedenckft, mich hoffeft, das dein wolluft ab mir fye, das du gantz by mir fyeft. zeletft will ich, das dein gemüt mein fy, wan ich bin das dein. Tha. § Parmeno i'chaff das die hergefürt werden. Will lagen, für ir her den verfniten und die morin. § Die zwen tag fyeft bewart. Phedria zücht hinweg. Es ift och not foll die fahel gerecht fein das er von dannen gefchaiden werd. wann in feiner gegenwertigkait möchte fein brüder Cherea nit gefürt fein in deß verfniten geftalt. und die junckfrawen gefwecht hon. darumb gefegnet Phedria Thaidem* die zwen tag. das er zaige nit lenger von ir fein mügen. § Und auch du. Syeft behüt. müft verfton. § Willt du fuß untz anders. Meick felber weß fie fich erbüt. § Wann du b}' difem. Redt er gar nydiglichen § Difen. Als ob er fpraeh by jenem fchelmen oder gogelman | § Mein warteft. Warten ift neher wann hoffen darumb fetzt er fie baide. So magft du auch fprechen. § Mich hoffeft. Das ich dein auch gedenck und in alle dife wege liebhabe, oder aber mich hoffeft furo von mir das leib gelaubeft. hab gefetzt als hernach kombt. Ich holt' ich hab iren brüder bylieh funden. § Das du gantz by mir fyeft Mit dem gemüt Merck er wonfcht das dem ritter das gröffeft laid widerfare das er hat. wann fein gröftes laid ift das er nit by ir fein folt. Darumb fprioht Phedria das du gantz by mir fyeft. Als ob er fpraeh. und von im fo befchehe im als wee als mir nun gefehicht. § Ich bin das dein. Als ob er fpriieh. bis du mein gemüt wann ich bin dein gemüt. Thaide — 38 — 0 mir armen, villeicht hat der ain klain vertrawen zu mir, 1|9 und urtailt mich nun aus der anndern fin. und ich by poll in guter gewiffen, waifi das für war, das ich nuntz valfch erdichfc hon, und in meinem hertzen difem meinem phedria kainen lieber, und alle ding von difer Jungkfrawen wegen geton habe, wan ich hoffen iren bruder billicb gefunden hon ainn gut edlen Jüngling. Der mir gezilt hat uf huit in mein huf* zekomen. Ich wil hin yn gon. und wartten wann er kome. * § 0 mir armen. Merck wie fie ainig mit ir felber die warhait der fabel fagt. wann folt fie es vor dem knecht geredt hon. fo wer deß Cherea anfchlag nit volbracht mit der jungkfrawen. § Und m'tailt mich uß der andern fin. Als ob fie fprache. wie wol es ungehört ift das man getreu oder warhatft bülerin finde. Doch fo hab ich gantz in dem war gefagt. § Difem meinem Phedria kainen lieber. Spricht bas kainen lieber wann das fie fprache. den ritter lieber habe. sie 39 11 r ° Der dritt tail deß erften underfchaids. Redt der Jüngling und der knecht mit ainander. Und ficht Parmeno das Gnato ain jungkfrawen fürt der Thais zefchencken. als im enpfolhen was der felben Thais ain niorin und ain verfchniten zefchencken. Bild; Straße. Vorn Parmeno und Phedria, beide nach links gewandt. Aus dem hintergrund kommen Gnato und Pamphilia. — 40 — [T]U* allfo als ich gehaiffen han. das die hingefürt werden. Par. Ich wills tun. Phe. Und flyßlich. Par. Es befchicht Phe. Aber by zyt. Par. Es foll fein. Phe. Ifts dir aber genug geboten? Par. Ha. du bitft fo vaft als ob es fwer fye. 0 das ich allfo lycht etwas finden möcht phedria, als das vergat. Phe. Und ich vergang auch mit, das mir lieber ift. bifa nit fo ungedultig dar umb. Par. Nain gar nüntz. es foll aus gericht fein, gebütft aber fuß untz? Phe. Unn- fer gab ziere mit wortten, als verr du macht, und den unfern widertail, treib von ir fo faft du macht. Par. Lieber ich habs gedacht, ob du mich auch nit manteft. [D]As** ift der ander actus oder gefchicht mit ir inhalt als du fichft und helt in ir mengerlai torechter teding deren di mit der kranck- hait des hurübels befwert fynd Und meldet dife fcena nun was *** vor geret ift. Doch bei'chaidenlicher und mit minder nyd. wann die büler liond befunder freüd und begird i'o l'ie oft't von iren bülen reden § Ha du bitft fo vaft. Parmeno redt das in ftraft' wyß daß er fo notlich tut umb das fein ze verlieren und doch kennen folt. das es on wider gelt gar verlorn ift. § Als das vergat. Verloren wirt. § gebütftf aber fuß untz er fpricht gebütft aber zeertzaigen das er dife ding on feins herren gebot nit gern tut. Als er auch hernach fpricht. Haiftu michs Cherea. und fpricht. Ich bit dich und gebüt dirs. § Unfer Gab. Er fpricht nit mein, als ob parmeno auch tailhaft'tig und fein ding fye. § Und den unfern. Er fpricht | den lang uft'getzogen an den reden. Als ob er fpräch. Den heßlichen laidigen fchelmen der unß an unfer liebi yntrag thüt. § Tryb von ir. Das ift uß irem ge- müt in ir zelaidigen mit lützen und vernichten mit wortten. * [T] lücke durch zwei zeilen ** [D] lücke durch zwei zeilen *** was] s verkehrt t gebüft 12 r o — 41 — i he. Ich züch ins dort' und belyb allda. Par. Ich fchetzs. Phe. Aber lofa du. Par. was wilt Phe. Mainft mich fo ltet mügen fein, und erlyden das ich dar zwifchen nit wider kom? Per. Dich? by hercle ich main es nit. wann du wirft ümtweders glych ietz wider komen oder bald zu nacht wird dich dein urwachen zuher tryben. Phe. Ich will etwas würcken, das ich fo müd wird das ich flaff ob ich auch nit will. p ar- j a ,ju machft wol ee das du müder wacheft. Phe. Ach es ift nuntz dein teding parmeno. man muß by hercle die lychtmütigkait hinwerffen. ich bin mir felber zeglaubig. zeletft das ich joch on fie fye die drei gantz tag, ob es nott fein W irdt. Par. * 8 Ich züch ins dorff. etc. Das hat er vor auch getagt. Aber er zaigt w ie hart er anfaht hin weg zeziehen. § So ftet mügen fein, und erlyden. Merck er fpricbt verftetigt und erlyden. das ii't mer wann das er fpräche. mainft ob ich als ftet fy und ob ichs lyden müg. lunder ret er als ainer der darinn verzwyfelt ift. das er nit fo veft lein müg das erß auch nit erlyden künd noch müg. § Dich? Als ob er in wundern fpräch. fragft du deß du foltft wol wiffen das ichs nit gedenck das du es tun mügeft. § Ob ich auch nit will. Maint das 111 die groß arbait die er im fürfetzt zethüu tzwingen werd zu dem flaff °o er gern wachen wolt. § Ah es ift nuntz etc. Ich bin mir felb et c Merk die wort alle wie hoch er yn her kombt. Als ob er joch etwas gar groß tun wöll. und zeletft lagt er von dreien tagen, darby tlu deß inbrünftigen bülhertz oder des hurübels irrfal mercken macht. — 42 — Hui der dreier und aller dreier tag. lug was du tüeft. Phe. Die urtail ftat. Par. 0 ir guten göt. was kranckait ift das ? Tollen die leüt von der liebe allfo verwandelt werden? das du nit kenneft den vorigen fin. Es was kainer minder unge- fchickt wan* der. kainer redlicher und vefter. Aber wer ift der, der da her zücht ? ja ja es ift des ritters zutütler gnato. Er fürt ain iungkfrawen mit im, deren zefchencken. Unirun fie ift erber geftalt. wunder wird ich huit nit fchandtlich befton mit meinem alten hemling. Die übertrifft** Thaidem eiber. * § Hui der dreier. Parmeno wundert ab feiner fag fo hoch angefangen, und fpotlich geendet. Als ob er fprach in fpot. das war ain groß, wolteft fo lang von ir fein, darumb fpricht er § lüg was du tüft. ala ob er fprach. Wilt du dich aina groffen underftan. § Die urtail ftat. ala ob er fprach.. Es muß fein. Merck wie hoch er raainet auß zebelyben. und wirf fo bald widerkomen. das er auch nie in dem dorff rüwet. Er belybt auch nit lenger uß wann als die zyt begeret die jungkfrawen zefwechen. § Was kranckait. Merck entfchuldigung der liebe, fo fie ain kranckait ift fo entfchuldigen fich die Jüngling defter minder, wann fi kombt lychtlich und aina tails unwiffent und plint. darumb fpricht Parmeno. die leüt werden verwandelt von der | liebe, er fpricht nit das fie toren werden. Ala ob er fchetzte fich vor der kranck kainen Jüngling wol behüten mügen. wa wyl und ftat dar zu dient. § Minder ungefchickt. kainer redlicher. Das macht auch das in Thais mer liebet wann den ritter. § Und fefter. An dem gemüt das er sich anfechtung von zytlicher wolluft minder ließ überwinden. § Unhun die ift erber geftalt. Hat Parmeno ain verwundern von irr fchoni. was fol dann Cherea tun. § Wunder wird ich hüt etc. Er maint der fo alt ift und die jungkfraw fo fchön. und fo jung. § Die übertrifft. Dar mit will er die jungkfrawen veft loben, doch Thaidem nit fchelten. * wa; dann lücke von 1 buchftaben ** übertrfift — 43 — Wer ander underschaid. Redt Gnato und Parmeno mit ainander Und a ls Parmeno fragen wolt wenn er fein fchencki bringen folt So ficht er das Gnato die Jungkfrawen her füret der Thais zefcheneken. Bild: Strafäe. Vorn nach rechts gewandt Parmeno, nach links Gnato und "amphilia, im hintergrund Cherea. — 44 — Gna. [0]* Untötlichen göt. was übertrifft ain nienfch das ander, was ift underfchaid des verftanden gegem narren, das ift mir alfo inn fin komen. als ich zu her kommend was, beftellet ich ainen meiner ftatt daher, und auch Ordens, [I]N** difer fcen wirt Gnato in getzogen der ain zütütler was oder lieb- kaller. und wirt darinn gezaigt der l'elben wei'en. und wie i'i i'maiehen künden umb im baucli zefüllen Und wie fie das ir mit flecken ver- tempffen und dann boflecker werden, oder in ewiger armüt belyben. Und haiffen rechts namens lecker oder fchlüch. Er will auch | zaigen das man von erbern leüten etlich in folicher fchuld erfinden mag. als er fpricht im text. Ainen meiner ftat und ordens etc. darby man mercket das er auch guter leiit und reich da haim was Er will auch zaigen was wefens und gegen wem fie zu tütein. welichen weg. mit was Worten etc. Es ift auch zemercken das Gnato dife wort mit niemand redt funder allfo geend redt er mit im felber. hin und her die leüt anfehend. Und find dife wort ftraffwort. Difer lieb kauender fitten die nun zu difen zytten nit allain in der Fürften und herren hofe. funder in allem ftät gaiftlich und weltlich den fürgang hond. Darumb fpricht er. § 0 untötlichen got Als ob er fprach. 0 got was wilder fitten find in die weit komen fo die fchmaicher den frumen fo wyt vor gond. darumb fpricht er. Was ift underfchaid deß verftanden gegem narren. Er mainnt defi fchmaichers und liftigen hof- leckers gegen dem fchleeht frummen die man nun narren haift. darumb fpricht er auch. Nit unfrumen. § Was ift underfchaid. Das ift in verwundern zelefen. Als ob er wunderte das ain menfeh fo liftig folt fein wann das ander. § Beftellet ich ainen. Beftellet mit im zereden. nit das ich in nun fehe. § Meiner ftat da her. Meiner ftat maint nit allain die ftat dannen er geborn ift. funder auch den ftät darinn fie baid gewefen find. Wann fie reich burger waren gewesen. nun waren fie in armüt. Darumb fpricht er. Und auch ordens. Das ift armüt. Wann fie betten baid ir gut mit füllery und fchlecken vertempfft. Und follen dife wort, der fein gut etc. lachterlich gelefen werden, wann er maint fich felb nit darinn fchelten das er gern wol gelebt*** hat mit effen und trincken. Und das sein damit verthon. * [0] lücke durch zwei zeilen ** [I] keine lücke *** geleibt ölt unfrumen. der fein gut auch vertempfft bat. Ich fich in i'auhen, unfaubern alt von klaidern und auch jaren, krancken. was zierd ift das (fprach* ich) das ich armer verlorn hon, das ich het. ha war zu bin ich kommen? all mein kennß wol und fründ band mich verlaffen. Da verfmacht ich in gegen mir. Du ungenietter torochter man (fprach ich) haft du dich »Ufo geftellt? das dir ftirbas 8 Nit unfrumen. Als ob er fprach. erber leüt aber unhilflich. als *o man fpricht. er ift erber und nuntz mer. er ift fuß nieman nütz. Und werden die leüt alfo gelobt die niobs befunders für gendes hond. doch nit beiß noch fchalckhafft oder liftig feind. § Rauhen. Zerftro- uolten**. ungetzierten. zerriffen. § Alten von klaidern und auch ja- >en etc. Merck, nach dem text fo müfte fton mit jarn und klaidern umgeben -war unverftentlich. und ift doch i'ain mainung er bette vil •l ar und alte klaider. Wann in lajtin ftat obfitum. Und haift fitus a, n beftetigung. § Krancken. Magers lybs und eilenden. § Was zierd ] ft das. Spotlich, als ob er fpräche. wie gaft fo zerriffen. Doch hat es in latin wol mer fin das zetütfeh nit not ift. § Das ich armer verlorn hon das ich gebebt hon. Merck er fücht im felb gelimpff. und fpricht nit ich hons mit fehlecken verton. § Ha war zu bin ich «omen. Zaigt im klaider. als ob er fprache. Sieh meine klaider und e hend. § All mein kennßwol. Als ob er fprach. Sich was ift die Welt, wann ainer das fein verthüt fo ift er iederman unwerd. und denen mer den man güts gethon hat wann den andern. Und ift ain 'trattung der weit böfen fitten. § Da verfchmacht ich in gegen mir. ^as ift das er am anfang geredt hat. Was übertrifft ain menfeh den pudern etc. Als ob er fpräcli. Wir fynd glych gewefen. nun ift er *o arm fo verzwyfelt fo verlaffen. und ich fo fchon fo wol beklaidt. 10 wol mügend. § Du ungenieter. Sich wie er in ftrafft und faft a nfert das er fo arm ift und doch hin für wirt fagen es komt kainer z u dir wann allfo bedacht das er feinen wolluft mit fmaichen vol- ^i'inge mit fo wenigem Ion er mage."** das ift zu ainer ftraff geret oen hurn und hüben die fich nit halten künden das fie zeleben haben. spraeh ** sie sie — 46 — kain hoffnung mer in dir fye? Haftu den rat mit dem gut verlorn? fich mich an uß der ftat geboren, was varb? was fchyns? was klaidung? wie ift mein geftalt deß lybs? ich hon alle ding, und hon doch gar nichtz. und fo ich nichtz hab fo gebrift mir nichtz. aber ich unfeliger mag nit der leüt goggelman fein, noch fchleg leiden, was? glaubftu es gang allfo zu. § Kain hoffnung. Als ob er fprlch. Biftu verzwyfelt. fo als gar vil weg der narung feind. Und helt das wort vil in im. § In dir sye. Als ob er fprächc. Ich fich wol wann dir nit ettwas von gefchicht züfelt fo haft in dir nit fo vil vernunfft das du ettwas erdenckeft dich zeneren. § Haft du den rat mit dem gut verloren. Als ob er fpräohe in ftraffwys. Wie bift ain man du hetft vernunfft oder lift genüg in dir* wolteft dus brauchen. Darumb | fpricht er. § Den rat das ift vernunfft mit dem gut. Das ist. haftu dein vernunfft verlorn mit dem zytlichen gut etc. das ift der fei gut mit deß leibs gut. § Sich mich an auß der ftat geborn. Aus der ftat das ift auß dem verderben wider dar zu komen das ich zeleben hab. und als ding hab fo ich nuntz hab. § Was färb. Wider das er oben gefprochen hat. Ich fich in rauhen. Und er fpricht. § Was fchyns. Wider unfauber. § Was klaidung. Wider mit alten klaidern wefen deß lybs oder geftalt deß leibs** wider krancken. § Ich hon alle ding. Wider das ich armer het hon ich verloren. § Und hon doch gar nuntz. Gen dem das er oben gefagt hat. Meiner ftat und Ordens. Als ob er fpräch. Ich hab als wol nichtz als du. Aber ich kan mich doch waidenlichen behelffen. § Aber ich unfelliger. Merck wie Therencius die zyt ftrafft. das die leüff der weit fo boß feind. das fich der menfch feiner friimkait klaget, und haift fich unfalig fo er frumb und arm ift. und wolt nit lieber fprehen ***. ich will ee felber in armüt fein, wann ain fchmai- cher. § Glaubftu es gang allfo zu. Das ainer fpotwort und fchleg muffe leiden, das was. * * dir] i verkehrt ** lybs . . . leibs — 47 — r du irrft ganz des wegs. ettwan was difem geflecbt vor zeiten folicher gnieß by der alten weit, das ift ain nagel nüwes vögeln. Difen weg hab ich der erft erfunden, es ift ain ge- llecbt der menfchen die in allen dingen die vorderften fein wollen, und finds doch nit. den folg ich nacb. gen denen ertzaig ich mich nit das fie mein fpotten, funder begegnen ] ch inen mit fpot Worten. Und da mit hab ich verwundern von iren finnen. was fie fagen das lobe ich. wider reden fie dann das felbig ich lobs. wttrd ainer aber wider nain fagen, ich fag nain. jehens ja, ich sprich ja. Zeletft hab ich mir gebotten 5 By der altten weit. Da die leüt frümer waren. Wir i'ynd nun zege- lohyd. Darumb i'pricht er. § Ktwan was vor zytten folicher Ion. Das ] ft ain nagel nüwes vögeln. Merck by der alten weit gab man den 'eüten die l'ich ti-eiben lil'fen efl'en und trincken als für ain Ion irs treibens. Nun machen fi l'ich als vogler die das gefügel ätzen und dann vahen. Allib vahen i'ie die leüt mit fchmaichen. § Gegen denen erzaig ich mich nit. Gat auff das der arm fprach. ich mag nit der leüt göggelman sein. § Sunder begegnen ich inen mit i'potworten. Als °b er fprach. Ich gedenck vor wie ich inen begegnen foll mit zü- tütteln und liebkallen ee das fie anfallen mich zetreiben. § Und da- "nt Das ift dann zemal fo fie mich treiben wollen fo lob ich fie in andern fachen die fie gern hören untz das meins dings vergeffen wirt. Oder ich gib in recht was fie fagen. als ob alle ire wort und werck 01 rr und menglichem wolgefallen. § Was fie fagen das lob ich. Widerreden etc. Merck was fie fagen es fei gut oder bofj. er fchembt Jl ch auch nit zefchelten das er erft gelobt hat. fo es nun feinem ftnaichherren gefeilt. Merck die bofen leiiff der gantzen weit, on in der herren hof von den gnaden gottes. — 48 — in allen dingen liebkallen. der genieß ift nun der frucht- bareft. Par. was vernünfftigen menfchen, der macht die torochfcen menfchen gar unfinnig. Gna. Dar zwischen kamen wir da ann marckfc. da lieffen zuher in freüden all pfennig- löfer, merfifcher, metzger, koch, würffcer, vifcher, willpreter. denen ich by meinem gut, und nach deß verlieren nutz* was, und noch offt nütz* bin. Sie grüffen mich, ladent zum nachtmal, freuen § Der gnieß ift. Vil beffer wann der zu alten zyten do man die fpilleüt flug und ir fpottet. Und merck wie das wort genieß nit uff ytel erber8 lautet. Als fpräch man fold oder Ion. funder laut es ettwas allfantzifch oder vortailifch. § Ann marckt. Etlich fprecben zu der metzel. Das mag nit fton. wann er lagt von aller lyplicher fpys die findt man nit under der inetzg. funder marckt bedeüt die ftat da man folich Iypnarung kaufft. § Mor flfcher. Die zu Athenis ain fundre ftat betten, und die füeffen waffer flfcher auch ain fundre. darumb werden fie baid genennt. | § Koch. Es ift noch an vil enden fitlich das befunder koch feind by den man mengerlai befunder effen und flecklin findt. auch gemaine fpeiß. § Würfter. Seind auch die nit anders tund dann würft machen, gar mangerlai von flaifch von fifchen. von kreütern und airen. mit und on gewürtz. als auch der hieigen herren koch wol wiffen § Wilpreter. Ift gemainer wann vogler. und begreifft mer in im. und haift wilpreter nit wildper- ter. als die fpitzwyfen fuchen. wann das würt von ringe der fprach auß gelaffen Als in vil andern zerbrochen und zefamen gelegten wortten gefchicht. § Den ich by meinem gut etc. Ee das ich mein gut vertempfft mit füllery. und auch ietz fo ich nit aigens hab fo bin ich in doch von fremden nütz. § Ladent zum nacht mal. Ob fie in laden mit inen zeeffen. Oder ob fie in laden das ift bitten, an- fchreien oder rüetl'en von inen zekaufl'en. fich du auff. nutz . . . nütz — 49 — lieh meiner zukunfft. Do mich der felb arm hungerig ■ in fo gtoffen eren fach und fo ringklich mein narung gewinnen, da ward mich der man riechend biten, das ich im vergunte das von mir zelernen. und ich hieis in mir nachvolgen ob ers vermöchte. Und wie die Junger von den Philofophen ire namen habend. Allfo follen die fmaichler gnatoner gehaifen fein. Par. Sich nun was muffig gan und fremde fpeis tuend. Gna. * S Zükunttt. Wann raans eigentlich nimbt fo ii't zukunfft allain deren der mnn warttend ift. und zu den man begird hat zekommen § Da Mich der i'elb arm hungrig. Uarby nierck was den frummen bezwungen hab das lieb kallen zelernen. das was hunger und armüt. Mer merek wie dannocht der gemain man auch erbermd hat Ober den armen Irinnen hungrigen Mer wie lyeht wir von der erberkait Valien in ringt'ortigkait durch vennalgen bofer gefellfchatt't. wann do der frumb a rm erl'ach das dem fein fmaichen fo wol erfchoffen was do bat er im zegünden das auch von im zelernen. wie wol er | vor fo ftarck dar wider was. und rnainet es nit mügen erleiden, t; In l'o groffen eren. Daß fie in allfo grüften und engegen lullen § Der man. Merck mit Was geberd das zelefen fye. do ward mich der man flehend bitten etc. § Das von mir zelernen. Merck was gewalts und fürgangs hat nun ln difer zyt boßhait fchmaichery und liebkallen iiberkomen. da« nu n die frumen von folchen leckem muffen begeren zelernen. das fie ai » der herren hoff auch für mügen komen und gehalten werden. § Und wie die junger. Ob er fprach. fo ich deß fmaichens ain maifter "in und mir ander auch nachvolgen wollen fo haiffen fie billich nach Meinem namen gnatoner. wann ich haiß gnato. als platonici. ari- ftotilici*. epicurici. von iren maiftern plato ariftoteles epicurus* genannt, und criftenleüt nach crifto. alfo gnatoner nach dem gnato. § Sich nun. Parmeno underredt hoflich deß gnato lange fag — 50 — Aber da mit vertzüch ich die zu thaidi zefüren. und biten 15'' das fie zu dem naclitmal kome. Aber icli l'ieli parmenonem vor der tür traurigen des mit nagers kriecht. Unfer ding ftat wol. ift nifc ain wunder ob die leiit frürt. Zwar ich muß den wicht umbtreiben. Par. Durch die gab mainent die thaidem ir sein. Gna. Gnato macht den höchften parmenonem vil hailes tailhafftig was tut man. Par. Man ftat. Gna. Ich fichs. Aber fichftu ichtz das du nit wölteft. Par. Dicli Gna. Ich glaubs. aber fuß ichtz? Par. warumb fragft? Gna. So du traurig bift. Par. § Unfer Ding ftat wol Wann er ftat vor der tür und nit im haufi. and traurigen das bedeüt unfer ding recht fein. § Durch die gab. Parmeno mocht wol fpotten. wann er wcft all anfleg thaidis als er hört da fie mit phedria redt § Gnato macht Parmenonem den höchften gar vil hailes tailhafft Merck wie alle feine wort fpot fein, er fpricht fein obriften. er maint freund, als ob er in für den heften freund habe und ift gantz übel an im. und grüft in hoch doch in fpot. aber Parmeno danckt im nit. § Was tut man. Redt fchmaicbwort. Im ift nuntz not zereden. darumb antwurt Parmeno und fpricht. § Man ftat. Gnato wolt nit jehen was machft fo antwurtet er nit ich ftand da. Doch mocht er wol getagt hon. ich ftand da. wann er getorft nit hin yn gan. § Aber fufs ichtz. Er | maint vor die jungkfrawen. aber er antwurt von im felber. darumb fpricht er. Aber fuß ichtz. § Warumb fragft. Kr fraget den der in fragt, darumb daa er nit bedürff antwurten. — 51 — ' r ° Nichtz frylich. Gna. Du folts nit sein, aber was beduncket 'lieh von der handtraich. Par. By hercle trün nit böß. Gna. Ich bren den man. Par. was falfchen hertzen. Gna. wie empfengklicli mainft du dife gab thaidi werden? Par. Das redftu nun fo wir auß getriben sind, aber lofa. aller ding ift widergelt. Gna. Dil'e fechs gantz monat will ich dich rüwig machen, das du nit fo ftet auff * § Nichtz freilich. Parmeno ertzaigt fich frolich do er allfo fprach. Darumb fprach Gnato. aber hoflich. § Du folts nit fein. Damit er im zu verl'ton gebe, das er fein trauren wol gemerekt hat. § Nit boß. ift der fynd lob. wann der fynd ain ding mit fchelten mag. Und doch nit gern will loben. § Ich brenn den man. Das redt er in im felber. Als ob er fprach. ich rupf in doch das es im wee thüt. § Was falfchen hertzen. Als ob er sprach, du verftafts nit recht, du wenft das nit enift. § Wie empfengklicli maineft du dife gab etc. | Merck wie raitzt er Parmenonem. Als ob er fprache. Merck wie gar fchon die jungkfraw ift. darumb i'ie Thaidi vaft empfengklicli werden muß. und ie lieber i'ie die jungkfrawen haben wirt, ie mer wirt ir der ritter lieben und dem junckherren laiden. § Aller ding ift widergelt. Merck wie beheb Parmeno was zeverfchweigen. das er in gehaim von Thaidi gehört het. und war doch all da wol die stat ge- wefen auß zelaffen da er von Gnato allfo geraitzt ward. § Sechs gantz monat. Er belybfc an feinem raitzen. und redt als ob durch in alle ding gehandelt werden, und er aller ding lieber und leger feie. Als er oben fprach. Gnato macht fein obroften etc. Als ob er fprach. Ich bin der ding maifter. und du mein hochfter freund, darumb muß ich dich die fechs monat für ander mein freund falig machen, das du nit fo müd werdeft. auff und ab zelauffen. und nit verfchmeltzeft vor wachen tag und nacht zehütten. - 5ä - und ab lauft'eft. oder bis gen tag wachl't. und was? ich mach dich feiig. Par. Mich? hunhun. Gna. AUfo tu ich den friinden. Par. Ich lobs. Gna. Ich heb dich villeicht du woltl't anderfwo hin gan. Par. Niiendert*. Gna. A lieber fo hilff ain wenig Mach das ich hin yn zu ir gelaffen werd. Par. Mach nun hin. ietz ftat dir die ttir offen fo du die füreft. Gna. Soll ich dir yeman heraus berüffen? § Ich heb dich, villeicht du woltft anderß wo hin gon. Er bette gern auß im bracht das er verftanden hette warumb er da ftünde. ob er hin yn wblt fein, und man in nit wblt yn laffen. § Lieber fo hilff. Er redet dife wort fpötlich. Als ob er fprache. Ich hon gewalt hin yn zegan. du müft aber hieauffen beleiben, und getarft gantz nüntz darwider thün. § So du die fürft. Das redt er haimlich gegen Gnato- murmeln das die junckfraw nit hört und verküwt es doch under der zungen das er feinen ** haimlich nit auß lieffe. * »IC ** feine 17' — 53 — r ' J J ar. Laß die zwen tag vergan du glückhaft'ter tuft mir nun die tür auf mit aim vingerlin. ob ich itt machen wird, das du offt mit den füeffen umb fuß daran ftoffen werdeft? Gna. Staftu noch hie parmeno? Hen bift du it hie hüter gelaffen. das vil leicht kain undertreger haimlich von dem ritter zu ir loffe? Par. wie hoflich gerett. wunder, was dem ritter gefeilt. Aber ich fich nnnfern jungern haufi fun da zuher komen § Wilt du ieman herauf beruft werden, als ob er fpräch. du getorft doch nit hin yn ichtzit werben. 8 Wie hoflich geredt. Als ob er fprfich. was narren täding treibt er es bedorfft fein nit. ich waiß mer dann er. darumb fpricht er. 8 Wunder was dem riter gefeilt. Als ob er fprache*. narren bübtn «nd all feins gleichen. * * fpiche — 54 — mich wundert warumb er von pirreo ab fei «rangen, wann er foll nun da otfenlichen hätten, es ift nit umb suis, und kombt eillend. ich waiß nit was er umb luget. § Mich wundert warumb er von pirreo ab fei gangen. (Sein mithüter heten in erwelt ain mal zebeftellen do fach er die jungkt'rawen under wegen. Pirreum* was ain vorftat oder bollwerek vor Athenis dar inn die hüter lagen wider die rauber. darinn auch das tochterlin gelraubet ward, und ftünd gegen dem mor das es die rauber gar leicht unge- warnet über fallen mochten. § Und kombt eillend. Hie wurt fürgemeldet fein geberd zu den künfftigen Worten wol dienend. * * Pirreü 18 t* — oö — r Der ander tau deß andern underfchaids. Redt der jüngling und knecht wit ainander. Und fo Cherea die Jungkfrawen gefucht hat fagt- im Parmeno das fie der Thais gefchenokt fei. Das* lat fioh Cherea für den Eunuchum verwandeln der Thais zebringen hernach. Bild: Straße. Vorn von links Parmeno, von rechts Cherea. lieber letzterem hinter dem offenen Fenfter Pamphilia. — 56 — Che. [I]ch * bin tod. fo ift auch die junkfrau nendert. ich waiß auch nit wie fie mir uß den äugen komen ift. wo ich fi fuche? wa ich frage? wo** ichs erfare? welchen weg ich jiang bin ich ungwiß die ainig hoffnung ift. wa wahin*** si körnen ift fo mags nit lang verborgen blyben 0 was fchöner geftalt. nun fürbas tilk ich all frawen uß meinem gemiit. Ich bin difer teglicher geftalten urdrützig. Par. Sieb aber den andern, icli waiß nit was er von der liebi ret 0 glück- haifter alter, frylich der ifts. wird der anfallen lieb zehaben, du wirft fprechen. jenes ding l'y ain febertz und fchallen irwefen |I]Nf difer Seen wirt gezaigt ain nüwo liebi aines jungen fprüfilings Und der rat die jungkfrawen zefinden Co klüglich das du wenel't es befchech ietz § Ich bin tod. Was kau er anders reden fo er eilend fücht und nit fint. und waiß nit wa er aufi foll. § Wa wahin fo mags nit lang verborgen belyben. ir fchöni wirt fie zaigen oder verraten. § O was fchoner Spricht nit allain an geficht. fluider geftalt deß gantzen leibs was man fehen mag § Nun fürbas. By difen Worten ift wo! zemereken das er vor difer zyt auch gebület hat fo er fpriebt. § Ich tilk. und ich bin difer tegliclier formen urdrützig. und noch fprechen wirt. und du kenft mich, wie wol ich ain fchone geftalt erkenn § Sich aber. Er gedacht an Phedriam feinen brüder. darutnb. fpricht er. fich aber den andern brüder. § Ich wais nit was er. Als auch fein brüder geton hat. $ 0 glüekhaffter alter. Mainet difer zwaier brüder vatter der zwen follich miftünd fun hat in der liebi. Er maint das widerwertig nnglückhafft. oder macht das auch auft güts verfton Als ob er ain fürmeldung tu uff den auß gang der ge- lücklich wirt. wiewol die baid fun in bofer liebi verwickelt werden, darumb haift er in glückhatft den außgang angefehe». * [I] fehlt ohne lücke ** wo . . . wa . . . wo] sie *** wa wahin] sie t [I] fehlt ohne lücke I* l)r« — 57 — gegen dem* das uns defi wüten geben wirt. Che. Das all.got und göttin das alter verliren **. der mich Imifc vevliindert hat. und micli auch das ich im geftanden bin und in nit verachtet nah. aber fich parmenonem. gegrüft feieft. Par. was bift traurig? wie als fnell? wannen geft? Che. Ich waiß by nercle nit, weder wannen ich gan, oder wo hin ich gon wird. «> gar liab ich mein felbs vergeffen Par Tel) bit dich was ifts Che. Ich hab lieb. Par. Hen*** Che. Parmeno nun ertzaig wie du ain man fyeft. waiftu das du mir ofl't ungebeten zu gefagt haft. S '^egen dorn. Aus difen Worten ift gut zeverfton das cherea vor wol S e übt ift gewefen auff die ding. Und wirt nit umbfuft gemeldet, "wann folte er vor nit folliehes vaft gopflegcn hon fo wer nit gloplicli das fich ain junger ungenieter fprüßling dar zu begebe das er fich in Rines verfniten wys füren lieffe. und ain unerkannte jungkfrawen mit gwalt fwechte. darumb wirt er von Parmeno wütend yn getzogen als v °n ainem der es waiß. Und wie wol im an dem alter gebreche fo- nchg zetün fo gibt er doch feiner natur defter nier zu das er yn brün- 'tiger fy ,'n der liebi das die zagen jar erfüllt werden durch die hitz der liebi. § Daff alter. Er fchilt alsft aller von des alten wegen der in v erhindert hat. und | maint den alten darumb fpricht, er fürbas. ■Der mich huit etc. und nit das mich etc. § Und mich. Kr fetzt zwo urfaeh warumb er fpricht das die got mich auch verlieren. Die ain "as er dem alten geftanden ift. Die ander das er in geert hat nach 'einem alter, und das er in nit veracht hat. und zelang ftund das er der jungkfrawen nit nach volgt § Was bift traurig. Als wir 'prechen. warumb traurft was gebricht dir. § Wie fo notlich, ald w 'e ylft. Er fach an feiner geberd im etwas notlichs anligen. defi er "Öffnung het. § So gar. Als ob er fprach. fo unfinnig bin ich. 8 Wie du. Wie redlich du fyeft ob du halten wölleft das du mir oft't Wt zu gefagt fo ich dir alle flecklin von effen und trinken in dein kamer haimlichfrt bracht * de ** *** u SIC c t daf tt sie 1tt hailich — 58 — Ich hab dir etwas funden das du lieb habeft. yetz in difen 20 dingen wird ich fchatten das du deinen nutz crkenneft. da ich in dein zellin haimlich zefammen trug alle meines vatters fpeifi. Par. Tu torlich Cli. By hercle das ift befchehen. darumb fchaff, du nun das dein gelübt erichynen. Par. Ift es fo ain wirdiges ding darumb du diel) arbaiten folt? Che. Es ift kain jungkfrau unfer burgerin deren § Ich hab etc. Kr hat kain benttgen an dem das er im fagt er hab im oft verhaiffen. Er Ctigt im auch mit was wortton und wie das er in defter mer bewege im /.ehalten t; In difen dingen. Als ob er fprache. Ich will verfüchen ob du erkennen wolleft was nutzs du von mir gehebt baft. fo ich dir alle weg das beft von effen und trincken haimlich zu getragen hon. Und du mir alle weg wol darumb gehaif- l'en. Darumb tu ietz als du dich allweg zethün erholten haft. $ Tu torlich. Als ob er fpräcb. Wie machft fo viel teding. weder zwy-| felft an mir das ich dir deß gehaiß lognen wolle, oder wiltu mir dein güthait fuß autf rupften, als ob ich undanckper fye. § By hercle das ift befchehen. Als ob er fprach. Das ift befchehen das ich aine funden hab die ich lieb hab. Aber du vert/.üchft zelang. fie mir Z6" fchafi'en. S Ift es fo ain wirdigs ding etc. Ettlicb halten das Oherea dife wort fprech. Und ift der fin. 0 Parmeno es ift ain folich ding das du dein ädern billich darumb ftreckeft. Als ob er fprach. Sie ift der eren wol werd das du dich ubeft mit allen deinen kreltten henden füffen und haubt. und dich ftreckeft das ift vaft arbaiteft. Sind e* aber deß knechts wort, fo ifts der fin. 0 Cherea lug nun das e a der eren wert fy das du dich darumb fo vil bekümerft. Ettlicb nenien ain andern fin der mir nit gefeilt, es ift auch fein mainung nit gewefen fchamper zereden. § Es ift kain Jungkfraw. Merck die antwnrt autf die frag wie kaine im land noch in der ftnt ir glvchet- — 59 — gleich, die ire muttern fiyflich ziechen, mit hangenden achseln, Wifc gefchmucktem leib das fie ran feien, ob aine bas mühender ift fprechen i'ie fügt an ftryt. fie vertziehen in die Pys, und ob i'ie wol gut von natur ift, mit irem fieiß machen "s Hel'tifch allfo hat maus lieb. Par. wie ift dann diiw* die dem. Che. Ain nüwe geftalt des mundes. Par. Heben. 5 ie ire müter. Merck wie er inaint olj die jungkfrawen etwas l'chon emd lo ü't es doch nun von fleifi der miltern nit von natur. Als die •luncktrau die er gefeben hat. § Mit gefmucktem. Das ift hart yn fe> e a'iten und gegürt das Tic fchmal und ran werden, wann es noch " ertlich fitt war fo verftünd mans wol. aber es ift vergangen ala en gaiffcn faltz lecken. Merck wie er fpricUt zwai ding, das ain das ,e die achfeln hencken. das ander das fi den leib in zwingen, und (,, e baide darumb das fi | fraal und ran fyen. und etlich hond mit Setzwengter prüft von yn bril'en und folichem vil arbait auß menger- ai urfacb. § Ob aiue bas laugender ift. Etlich tagen das den jungk- •awen zelob. aber cherea will die nit loben die ma«cr und dürr feind. Inder die leibig feind und fprieht. Wann ain jungkfraw leibig ift 0 gefeilt, fie mir. die mütern fagen fie fügt zefechten als ain bauren ^"ocht § yjo vertziehen in die fpeia. Merck wie vaft er zwungne ell °ni verdamnet. Wann fo die zwingnufä auff hört l'o ift ir fchoni u 0ü vergangen. S; Und ob fie wol gut. Das ift wol mügend leibig. S Mit irer getzwingnul.i machen fie lieftifch. Wann liefth find die >angen bintz. nit knopffet und nabent in gleicher groffe und fchmal. Ie geftalt gefeit im nit. 5? Allfo bat maus lieb. Das ift allfo wenen ' e man habs defter lieber. Als ob er fprach. allfo hat mans lieb? ain freilich man het fie lieber wann fie von aigner natur wol leibig wol gefar weren und fie nit allfo fclimal auf züge. hungerig** " nd mit färb angeftrichen. Merck aber wie er dife böte fitten der jungk- 'awen ftraffet. § Ain nüwe etc. Er fprach oben. Ich bin der teg- j c hen geftalten urdriitzig. darumb fprieht auch er. § Ain nüwe talt - Wann was nüw ift das gefeilt den leüten. § Hehen. Ift ain Wort e\a uas etwas verwunderns bedefit. Sic ** bunheris — 60 — Che. Ain wäre färb, ainn* feften leib, und wolfafftig. Par. wie vil jar? Che. Sechtzechne. Par. Ift der plum. Che. Schaff das du mir die antwurteft es fy mit gewalt oder haime- lich oder durch biten, es gilt mir glych, das ich fie nun brauche. Par. was? die jungkfrau. was volcks ift fie? Che. By hercle ich waifi es nit. Par. Von wann ift fie? Che. So vil. Par. wo wonet fie? Che. Das auch nit. Par. wo haft fie gefelien ? Che. Am § Ain wäre färb Das ift ain natürliche färb deb leibs. nit von falfchen färben angeftrichen. als die künden die fuft nit geftalt hond l'ie blafen dann in das büchblin. § Ain feften leib. Von natürlicher feuchtigkait wann ir ift die l'peis nit entzogen, darumb ift l'ie wol- mügen :l * und vol geplüetz. § Sechtzehen jar. zaigt das recht alter der zeitigen jungkfrawen. § Schaff das ich die. Merck er nent dreierlei gewalt. haimlich. und biten. das ift durch bülen oder kupeln. die alle drü find untzimlich. aber durch kauften bringt ainer aigen leüt in fein gwalt. doch wift er nit geltz hinder im fo wift er auch feinen vater nit | hinan zefüren. Darumb l'pricbt er. nit mit gut oder mit gelt, wann erbet kains. und fpricht. § Mit gewalt. wann fie was** ain jungkfrau § Haimlich. Wann fie was behüt. § Mit biten. Wann es was kain gelt alda. da mit begegnet er der haimlichen frag deb knechts ob er fprechen wurd. wie foll ich fie zewegen bringen fo wn' nit gelt haben. § Es gilt mir gleich. Merck es war ainem freien Jüngling untzimlich folichs zetün. aber er rett ietz üb anfechtung deb gemüts brinnent in der liebi. und als ain bider. nit als ain freie' edler. § Was volcks ift fie. Parmeno fragt nit allain von gefchlücht» fonder auch ob fie frei fei oder aigen. wann es in der ftraff groll'' under fchaid bette. Darumb fchwert Cherea by hercle er wiffe es n'k •wann folt Parmeno gewift hon das fie frei edel war gewefen er hetw fich nit underftanden Cheream zu ir zefüren. * ain ** sie *** xc-, — 61 — We g- Par. wie hafts verloren ? Che. Das han ich docli yetz am her gan mit mir felher grifigramet. und main auch das gar kain nienfch feie, dem gute felikait fo widerwertig feiend. "ar. was Übels ift das? Che. Ich bin vergangen. Par. was l « befcheen? Che. Fragft mich? fag kennftu meins vaters Ohaim und mit gefeilen achimenidem *? Par. warumb nit? ^he. So ich deren nachfolg fo begegnet er mir. Par. Freilich uneben. Che. ,1a freilich joch unglücklich, wann dir feind andre * 8 Vvie hafts verloren. Merck wann Clierea die junckfrawen nit verlorn le tte. fo mocht die fabel iren rechten aufigang nit gehebt hon. wann °'t Cherea gefehen hon wa hin man fie gefürt hette fo wiir er von nais erkannt worden, das er für den verfchnitten nit mocht fein getürt werden**, und weren Parrnenonis und Cheree anfchleg nit be- cnehen. in für ain verfchniten zu ir zel'üren. § Mit mir felber. Ift ai n zaiehen groffers fchmertzen fo ainer in im felber grißgramet und "tiget. § So widerwertig feiend, da gebrift als mir. § Widerwärtig. Wann ich wolt freüd füchen fo kombt mir laid. § Güte a ''kait. Ift ain gmain wort. als vil als | grol'fe falikait oder groß gelüok. wann er fchetzts im fclb für ain groffe falikait das ei " fi gefehen het. Aber vil für ain groffer ungelück das er fie aus de n äugen het verloren. § Was ungelücks ift diis. Das im der alt fo Ur »eben begegnet, haift er ain Unglück, oder ungefell. $ Achime- ni dem. Das ift mit der geberd zelefen. das man aufi dem lefen ^ercke das er geheffig feie. § Warumb*** nit. Als ob er fpriich. Fragft (o torlich. Colt ich in nit kennen. § Ja freilich unglücklich. Er r Pricht freilich, wann Parmeno mocht gedacht hon. Wie leicht ift er entzünt in der liebi nun von fehen. und het villeicht zweifelt ob es Wa >" wäre, darumb fpricht er freilich oder werlich. achimenidfi ** 81C *** waramb G2 — ungemach zefagen parmeno, ich mag wo! fweren das ich den 2j in dif'en nechften fechs oder nahend fiben monaten nie ge- fehen hon, dann yetz fo iclis aller minft wölt. und fein aller minft bedSrfft. Elio ift das nit aim wunder geleich? wie mainft? Par. Ja wevlich. Che. P]r lieff als bald von verrn her zu mir, bugglot, zittern*, mit hangenden lefftzen, kychend. loß los ich main dich cberea (fprach er) ich geftund. waift was ich dein wolt? Sag, mir fei moin Kr lieft' als pald etc. Merck darumb das er zaigo im alle felikait widerwertig fyn fo macht er doch den alten buckloten lauften das er kychet. und doch lauften wider das alter ift. § Keiehent. Vor übrigem haften der in J'teiigklich keftiget. § Hugglot. Vaft gebogen vor alter das er sich nit mocht anff richten. Merck auch wie Cherea den alten fo ungeftalt machet, wann er het erft ain überfchone geftalt der jungkfrawen gefehen. und wann zwei widerwertige ding beiain- ander gefehen werden fo ift itlich feiner gefta.lt defier grober, darumb bedücht in der alt vil defter ungeftalter ze | fein do er der jungkfrawen geftalt in im het. und verlutzt in mit allen dingen gegen der jungkfrawen zefchetzen. für ain jungkfrawen fetzt er ain alten, für ir minne geftalt deß mundes fetzt er ain hangendes maul, für im veften leib ain buggloten ziterteu. für ir wäre färb kychend und hüftend plaich als follicb iungenfOchtig feind. Und fo er ain lullender Jüngling ift, fagt er im von gericht und wyßhait. und fo er val't eilen foll macht er in ftill ftan. 4j Los los. Kr redt t'remklich. dar by merck das er im vor auch gerüfft het aber Cherea gieng für fieta als ob er es nit horte, darumb ift es mit feiner geberd zelefen. § Waift was ich dein wolt. Merck aber ain widerwertigkait Cherea der gachet der alt vertzücbt in erft mit übrigen Worten und fragt ob er wiffe was er weil und hett im gleich fo pald fein mainung getagt als gefragt, und alle andre wort vertzücht der alt auf das lengft fo er wol kurtz het gefprochen Sag im das er morn mein fürfprech feie. SIC - 68 — ain rechtag. was dann? daffcu das deini vater flyfilieh ver- »Qndeft das er gedenck morgens mein fürfprech zefein. untz r das redt verinpng ain ftund. ich frag ob er it mer woll. K 'h liabs reht* (fprach er) So ich da her fich zu der Jungk- trawen, da ift kaine. J'ie het. fich die weil etwa da her in "hie unfer gaffen geleert. Par. Ain wunder raaint er nit die. die deren huit gefchenckt ift. Che. So ich daher kom da was ^ ; »ne. Par. Ift etwar mit ir ganzen? Che 8 Was dann. Merk wie kurtz feiend cheree wort wann er eilet, und werk mer wie vertzügenlich der alt redt von lauften, müde, zitern. "Ulten. und keichen. das er in manen mnl't und fprach was dann. a ' s ob er fpraeli. Red für dich, kanft du es nit pald fagen was du "'lt. ij Das er gedenck. Aber ift die red über lengt. wann er mocht w °l gefügt hon das er mein fürfpreeh feie. Merck liie die ftraff der 'urfprechen die mit übrigen wortten nit all ain die fach verziehen '"irler auch die gereclitikait. und richter mit den umftenden und fich lelber entrichten. Merk wie er lang« red verdamnet. | § Untz er das K e redt. Als ob er fprach. er verlzoch dife wenige wort als lang das a,n er mocht ain ftund rechnen. Merck er eilet und bedaucht in ain KUrtz zeit lang fein. Auch ftrafft er die fpitzweifen die ir fachen mit Umbwovten ain ftund vertziehen. Die fie mit dreien Worten mochten !1U * richten. § Ich frag ob er it mer woll. Wann wir gern hinweg Giengen fo fprechen wir wilt du fuß ichtz. AUfo tet er auch wann er ei er fprach. es ift auß gerieht, es ii't die recht. § Du gaft mit andern dingen uiub. Er redet recht auff feine Wort, wann er fprach es ift befchehen. das dinet * nit uf feine wort, als ob er fprach. Dir leit anders an. er wift aber nit was er von in 1 find het geredt, fie ifts freilich. § Und waiß wa hin. er gab die antwurt ee man in fragt, wann in verdroß der vil fragen, und ylet auch das er deß Phedrie fehenck Thaidi hrechte. § Der ritter Trafo. Das ift auch mit folicher geberd zelefen das Chorea ain verdrilTen habe ab aini folichen mitnager. § Du predigft. Als ob er fprach. I<> kans mein brüder nit gut haben gegen ir wann fein mitgraber fo reich und milt ift das er ain folliche gab vermag züverfchencken § J* freilich. Merck da wirt der ritter der gefchyder gefchetzt durch gab | Phedrie. die fo fchnod ift. und ift vor durch fein aigne gab gelobet. Das feind zwen weg für in. und baid wider Phedriam. § Du fprecheft. Das deins brüder tail der herter war gegen Thaidi« das ift der böfen** das fie in nit lieb hab als den ritter. Merck wie gab und miet gewalt hond und fürgang in der bülfchafft. Darumb gib auß oder gang auß. noch nier. Che. was? ich bit dich durch hercle. Par. Am verfchnitten*. Che. Den ungeftalten menfchen (ich bitt d] ch) den er geftern kaufft hat. und das alfcweib? Par. Den elben. Che. Der man wirt freilich mit der gab auß ge- ctuagen. aber die thaidem hab ich nit gewift unfer nach- bi '"'in fein Par. Es ift nit lang. Che. Hei, das ich si auch nie gefehen hon. aber fag mir, ift fie fo fchön als man fagt? a ?. Ja triin. Che. Aber nichtz gegen difer der unfernn? ai "- Es ift ain ander ding. Che. Ich bitt dich bei hercle lc, iaff das ichs ha- 8 Was? ich bit dich. Was fchenckt er ir dar gegen. Merck wie n U flycht der rat her yn das Clierea für den verfchniten thaidi haim gefürt werde, und fpricht. § Ich bitt dicli durch hercle. Als wir. 1 bitt dich durch got fag mir was etc. § Don ungeftalten menfchen. Pncht menfchen wann er was weder man noch fraw zefchetzen. 8 Uer wirt freilich mit Merck er fprach nit aß gefloffen oder uß ge- >oon. funder uß gefhigen. als man den hunden tut. und ift fchno- er § Aber die Thaidem. Es ift alles not zu rechter fchicklichait ■ ler fabel wann folten Cherea und Thais einander gekennt haben. 0 möcht Chorea nit zu ir gefürt worden fein für ain verfchnitten. dur i e . " m " fpricht panneno. § Es ift nit lang Das es defter glop- cher | f e i e j ag a j n jüngling fchon nachbiirin nit erkenn, darumb Pncht er auch. § Hei das ich fie auch nie gefehen han. Als umb le vorigen fach das er nit erkant müg fein fo er für ain verfchniten gefürt wirt § Gegen difer der unfern. Ift hoflich für gegen der le 'nen. als ob es nun den knecht auch antreff. Es ift ain ander ")(?• Merck er fchilt kainem brüder die feinen, wann fie waren ba,d Heb gehabt. * * vefchnitten • Ml — 66 — ben müg. Par. Ich wils mit fliß tun. und mich üben dir zehelffen. willtu fuß ichtz? Che. warumb galt yetz haim? Par. Das ich dife gab als dein bruder gehaiffen hat, thaidi haimfüre. Che. 0 glückhafften verfchniten der in das haus gegeben wirt. Par. Als wie? Che. Fragftu? Der die fchönften von geftalt alle zeit da haim ain mit aigne ficht, reden mit ainander. wirt by ir in ainem haus fyn wirt etwen mit ir effen. zu zeiten nahent flafen. Par. wie wann du felber nun glückhaft wurdeft? Che Wie parmeno? antwurt. § Ich wils mit tteiß tun Merck er haift es von erft zetün. und darnach will er erft helft'en. das macht fein haim eilen, die fchenki zeverfüren darumh fpricht er. § Wiltu fuß ichtz. Als gewonlich die abfchaidenden fprechen. Und auch aus difen Worten die laichery ent- fpringen wirt. in gleicher weife als ob es allfo hefchehen feie fo fenfft wechft aines aus dem andern. § 0 glückhafi'ten verfniten. Merk wie durch Cheree reden fo er den verfchniten fälig fchetzt das er hin ein fol gefürt* werden, wurt Parmeno defter mutiger Chereiim für in hinein zefüren. wann es war doch fuß zevil das er im folte folichs zu hon gemutet es war auch dem knecht zefrevel gewefen folichs zetün oder zu fölichem zeraten. darumb gehurt | es gleich fich felber unfürtrechtig inher flychent. § Fragft du. Merck wie begirlich er die fünff ftaffel der liebe meldet fehen mitreden tetfchlen. nach dem kuß das fetfcheln. das wirt alles in dem text begriffen von dem der in küwen kan. Sehen reden freüntlich taften nach dem fchnebeln auff hin plaften. Er nemts auch alle fünff mit langen worten** ains nach dem andern das er defter lenger frod haben müg von ir zereden und das er groffe hoffnung künftiger frod ertzaige. § Wie wann du felber. Es ift zebeduncken Parmeno rede das mer in fchimpff ee wann darumb das es befchehen folle. aber es will dem Cherea nit ain fchertz fein. * * gefür ** woten — 67 — Par. Nimb deß klaid. Che. Sein klaid? was dann darnach? far. So für ich dich da hin für in. Che. Ich hörs. Par. Und fag du feieft er. Che. Ich mercks Par. Du enpfachft den nutz von dem du yetz gefagt haft, den er haben werd, mit ir effen, by wefen, antai'ten, fchertzft mit ir, etwan fchlaffft Rächend, voruß fo dich ir kaine kennet, noch enwaiß wer du feieft. über das ift din alter unnd geftalt das man dich leicht für ain verfchnitten fchetzen mag. Che. Du haft fchon geredt, ich gefach nie kain boffer rat geben furderlich laß Uns nun ynhin gan. rieht mich ietz zu. furhin fo bald du mäht Par. was fagft. ich hon nun gefchertzt. Che. Du klaperft. Par. Ich armer § Nimb* deß klaid. Merk aber wie fitlich parmeno in gat. er wort nit zemal in die boi'en lach fallen das er fprach wolauf ich will dich •fir den heniling tbaidi haim füren, es war zefrevel. dar umb fprach *r dife ding an zefahen. Nimb* deß klaider. und do er merekt feinen willen do ret er mer. So für ich dich da hin für in. feinen willen aber merck by cheree Worten do er fprach. fein klaid. was dann darnach, als ob er fprach das gefeit mir wie mer. und darnach. Ich hörs und mercks alles gern und gefeit mir wol. § Mit ir effen. die ding wem gnügfamlich oben ertzelt. aber dife ftaffeln der liebe ainem jüngling offt fürheben und betrachten macht in ynbrünftiger. § Vor uß. Als vor zenechft begriffen ift fo er fpricht er hab fie nie gefehen. fie fei auch nit lang by in an der gaffen gefeffen. § Dyn fclter. Wann on part als all verfniten feind. § Und geftalt. wann du bift fchon. § Was fagft. Merk wie liftiglich der knecht fich gern uß der groffen fchuld züge. doch das es dannocht befchehe. aber nit uff in gelegt wurde. § Du klaperft. Als ain ftock. als ob er fprach. Ich ker mich nit an dein gefwetz. es muß fein. null — 68 — was hon ich geton? ich bin vergangen, wie ftaft? du ent- richft* mich ietz. ich fag dir wol bleib. Che. Gee wir. Par. Laß nit darvon Che. Es ift gewis. Par. Lug das der rat it zu liftig fei. Che. Nain warlich, laß gan. Par. Die bonen werden in mir zerffcoffen. ach wie ain verdachte bü- berei. Che. Solt das fo ftraffbar fein, das ich in ainer bu- lerin huß gefürt wurd. und das ich den felben die uns und unfere pittende Jugend all weg allfo verlierend und uns all zeit in * § Du entrichffc*. Etlich i'prechen an difem end. wie? flechft mich darzü. als ob er fpräch wie wilt mich noten das ze tun mit ftöffen und flegen. Aber im latin ftat perculeris und nit percufferis. und perculeris bediit wegnufi oder entrichtung deß gemüts. Und percuf- feris deß leibes wegnuß oder flahen. Nimb welches du wölleft. fo ift doch das der l'in. Ich J'ich wol du wolteft mich noten das ich dich in der geftalt Thaidi haim fürte, doch wie dem allen fo fol man doch die ding underfchidlich fitlich und verftentlich lefen uff den fin das man uß den Worten verftan uiüg das der knecht gleißnet das er es nit | gern tu. funder als ainer der von feinem herrn getzwungen wirt das zetün. § Laft nit. Als ob er** fpräch. hör lieber laEi von deiner narrenweiß es ift mein fchimpff. mainft das mir einft fei. aber cherea wolt ficli nit daran körn es müft fein und fpräch ja freilich ich laß nit ab es ift gewiß es muß fein du bedarfft mir kain fchimpf daruß machen. § Die bonen. Das ift das übel wirt als uff mich gelegt und dn tüft es. Zegleicher weiß als fo man bonen ftoft der morfer all ftoß muß enpfahen***. allfo wie wol du zeftraffen wereft umb die groffen miffetat fo muß ich doch die ftoß und fleg für dich leiden. Etlich fagen das fprichwort. die bonen werden uff mir zerftoffen. fei genomen von den kochen wann fi die bonen nit recht fieden das die herren fprechen man folt ins uff den köpften zerflahen. allfo mainet er man werde doch in ziehenf er hab die bonen übel kocht den Cherea in ains verfniten weiß aufi zefüren die jungkfrawen ze- fwechen. darumb werd er geflagen und von im getzwungen. § Solt das. Merck uff difen text. wie er gleich mit gleichem maint zever- gelten fein. Und küw den text wol wann er hat gar vil in im. § verhernd. Das ift das beft von unß ziehen, als die trclche uß den ehern. * sie ** ober *** enpfaben 261 — 69 — all weg keftigent. nun widergelt, und fie alfo laich als W1 r von in glaicht werden, oder mainft du es fei gleicher das wir dife ding leiden wann das fie von mir übergefchydigt werde? und wie wann fie es innen* werdent. niemant wirt es fchelten. fie werden die gefcliicht alle billich fein fchetzen. "ar. was ift das wiltus ye tun fo tus, aber das du hinnach die fchuld nit auff mich kereft. Che. Ich tus nit. Par. Haift Hnchs aber? Che. Ich haiß dichs, ich zwing dichs auch, und gebüt dirs. Par. Ich will dem obern gewalt nimmer entflihen nun volg mir. Che. wöll got das es wol gerat. aT >n es ftat im latin defpicatam und kombt von fpicti das ift ain her - etlich fpreeben verfmehen oder verachten und wäre defpicatam ör defpectatu. § Oder mainftu. als ob er fprach. lieber wiwol ** es lc 'i villeicht zeliftig dunckt und ftraffbar ift dannocht ift uns weger as die bülerin folichs von uns enpfahen wann wir von inen. Es wirt ttch von nienglichem nit fo groß gefchetzt alf du fürchft***. wann Wer ding wirt gelobet und das ir gefcholten. § So tüs. für. wiltus ye lo tu iclis. § Haift miehs etc. Merck wie Parmeno difer fachen ut ain fecher fein will, funder ain knecht. § Woll got etc Das Pnchwort hat ain urfprung von hectore und Aiace. wann als die ''leehen ains mals für troiarn zugen do vertrib fie hector mit ftarker "nt on groffen widerftand. nun | allain von Aiace der fich gwaltig- lc n fein erwert. Nach langem fechten fragt in hector wer er war. r fprach. ich bin Aiax thelamonis von Exiona geborn. die was nami feins vaters fwefter. Da lieffen fie den has und begabten ainer en andern. Aiax hectorem mit ainer gürtel. hektor aiacem mit aim M 'ert. und gerieten baid gab nit wol. wann als Hector von Achille Ulagen ward do band man in mit der felben gürtel an die füfi und aipfft i n dreimal umb die ftat Aiax erftach fich felber mit dem pfchenckten fwert. darumb das im Achillis waffen nit werden moch- „ en - Darumb nemen die weihin f kain meffer oder gürtel gefchenckt le geben etwas gelte her wider wie wenig das feie in maß als ob es a >n. kauff f e ie. ' imc *'■:■ SIC *** SIC t >h — 70 — Die* drit underfchaid. Redt der Ritter und Gnato mit einander, das 2o hört Parmeno haimlich. Und redt ye auch darzü. Bild: Straße. Vorn von links Trafo, von rechts Gnato. Rechts von diesem sieht Parmeno hinter einer hausecke vor. — 71 — Tra. LrjReilich* thais fagt mir groffe danck? Gna. iibergroffe. Tra. wie gichft. waß fie frölich? Gna. Nit fo vil von der Kab, als das fie ir von dir gefchenckt ist. deß zaiget fie fich "glich. Par. Ich befich da lier, das ich wann es zeit fei hin *ur. aber fich den ritter. Tra. Es ift mir von got beschert das alle meine tun zedanck werden auff genomen. Gna: * 8 [D]Ife** Seen das ift der tail oder gefclnoht gat allfo das fie geredt w 'i't zu der zeit als gnato die junckfrauen thaidi gefclienckt het. und der riter gegen dein huß gieng tliaidem uff das nachtmal zefordern Un ch ergetzen und ir gemüt erholen. § Dann fürt er mich. So er fich JD Weißhait geübt und verdrieffen het. § Allain mit im. Merck wie noch er a.bher feit der vor ain haubtman was deß gantzen hores und brofter rat. den fürt er yetz und das er fein unrü und müde mit in ** ls ainem goggelman vertreibe. Vil ander finn nimbt man uß dem 6xt; . deß ift aber genüg, doch fpricht er nit umfuß allain. auch f'cht er. fürt er mich und fpricht nit. er berüfft mich. § Du '^eldeft etc. Als ob er fprach hat er dich recht lieb fo ift er ain 8 °egelman als du. Ift er aber weiß fo helt er dich als du bift für to, narrn mit dem er fein kurtzweil fücht. Und nach den baiden ' n aen müft du die nachgenden wort verftan. § Ja er ift ain inenfch. ün & deß gnato red fo er fpricht sie **8ic _ 74 — Gna.* Ja ich main kainer wann er mit dir lebt Tra. Sie nydten mich all. biffen haimlich. ich verachtes. Sie neidten mich erbermklich. aber doch ainer gar vaft, den der künig der indifchen helfant marftaller gefetzt het. Als mich der felb mer und mer befwerend was, fprach ich. ich bit dich Strato biftn darumb fo frevel, das du gewalt liaft über Beluas? Gna. By hercle das was fchön und weiflich geret liunhun du wiirg- teft den menfchen. was fprach er? Tra. Er was gleich ain ftum. Gna. wie kund rat fein? Par. 0 ir lieben göt wie ain verlorner § Ja ich main kainer. als ob er fprech, ja wann er ain menfch ift der dich von weißhait fürneme oder vernunfft wegen lieb hat fo ift kain follicher menfch mer uff ertlich, aber der ritter nam ea als uf im zelob wann er was ergüdig. Oder man mag neinen das er das wort. Ja ich main kainer. haimlich gerott habe. § Ich verachtea. Ir neiden und haimlich ftupffen und beiffen. Als aigenfinnig leüt tund. § Sie neidten mich er. Das ift vil y.efaft das es zeerbarmen was. Und merck eben wie zwe** mal ftat fie neiten mich darby du un- kundenhait deß ritters mercken macht, der unnüt/.lich ain ding /.we- mal** rett on endrung deß finnß und als bald darnach. § Aber doch ainer gar vaft. und het doch vor gefprochen. All erbermklich. Das doch | mer ift wann gar vaft. § Den der künig. Als ob er fich gegen gar aim groffen gefttübt habe der gewalt über Indifchen Helffant g e * hebt hat. die doch gröffer feind wann ander. Merck fein torhait- § Beluas. Belue haiffen die grollen unvernünfftigen thier die man & u kriegen braucht, und wirt von dem wort bellum getzogen. das krieg bedeüt. § Du würgteft. Merck auff den liebkaller. er fpricht würgteft als ob er mit im gelochten hab. nit geredt. § Kr was. Er het am wolgefallen von feinen geüdworten. und macht vil wort, het wo' kurtz geantwurt. nichtz. § Wie kund. Merck kluge ftupffwort. wann er het vor gefagt du würgteft den menfchen * Gna.] hier und 28r° ende ** sie Vü u nd armer nienfcli. und den groffen fclialck. Tra. wie dann das gnato? liab ich dir gefagt wie ich rodium rüret in der zecli. 6na. Nie. Aber ich bitt dich fags. ich lions yetz ^ev dann taufent mal gehört. Tra. Der Jüngling den ich * a K rodius waf by unf in ainer wirtfehaft von gefchicht het lc h ain hürlin er fing an mit im zefchertzen und mein fpotten. w as fagft du fchamper menfeh (fprach ich) du bift felbft a "i has, und fuchft die pretlin. Gna. Ha ha he. Tra. was ] " ■ Gna. Hofflich fchön unnd ordennlich. 8 Und den groffen l'chalek. Maint gnatonem der den ritter alfo mit uebkallen umfürt*, doch ftat im latin facrilegus das ift ainer der heilige ding ftilt. Doch wirt es für ain fclialck genomen. § Wie ich ''odium rürt. Das ift zefpot bracht mit ftichwörtlin. § Nie. Merck *'e Hftiklich fo pald der ritter allfo ret do verftünd gnato das er es gern gefagt het. darumb bat er in zel'agen. § Ich hons yetz mer. iln 'iocht wolt er es im zugefallen mer hören, ob er es nie gehört be t. Und merck das gnato dife wort in im felb ret nit laut das fie " e * riter hört § Von gefchicht. Merk wer die narren reden lat wie lle ir aigen fchand felber melden, als hie der ritter lang von grof- eß I dingen hat gegüdet. zeletft fagt er felber wie fein von feins Wien wegen gefpotet würt. als der text weift. § Du bift felb ain hil s. Ift beffer verborgen wann glofiert. füch yetlichs felber den fin de i' recht ift. du füchft oder begerft das du felber gibft. § Ha ha lle - Der zütütler lacht das der ritter wenen folle es gefall im fo wol. a 'a ob er es nie mer hab gehört, darumb ift es mit feiner geberd ze W'en. § Hoflich, allfo das es die leüt erf'ro. und den redenden Beteilig mach. § Schon. Mit zimlichen fchönen faubern worten. S Ordenlich. Wol getziert und mit worten geblümt. sie, nicht umb- — 76 - nttntz darüber. Lieber ift das fprichwort dein? ich wond es wer alt. Tra. Haft vor gebort? Gna. Offt. es wird für andre gebraucht. Tra. Es ift mein. Gna. Es tut mir we das folichs dem torochten freien Jüngling fy zugeredt. Par. Das dich got fchent. Gna. Ich bit dich waß er? Tra. Er was verlorn. Alle die da waren fturben vor lachen, dartzu forchten fie mich yetz all. Gna. Nit unbillich. Tra. Aber los du würd ich mich entfchuldigen gegen der Tliaidi? § ll't das fprichwort dein. Vor Zeiten wann etwas mercklichs und fchons geredt ward der gedehtnufi * wirdigs. das ward dem erften finder im zelob behalten geaignet und zu gefohriben. AUfo will Gnato dem ritter liebkallen als ob er wene es hab von im ain anfang. und fpricht. § Ich wont es wer alt So es gemainglich gebraucht wirt. § Es tut mir we. Merk wie der liebkaller fpricht der Jüngling erbarm in das er all'o von im wurde gefchent. als ob er im gar grof- l'es geton hab und il't doch fein l'pott. als er vor auch fprach. Du wurgtelt den menfchen. nun zaigt er über in erbermd haben. § Das dich got fchend | Das redt Parmeno umb fein falfches zütüteln und maint (inatonem. und redts doch haimlich das es Gnato nit bort. § Ich bit dich. Gnato redt kurtz das der güder wider zereden kom. darumh redt er nit gar auß. er redt mit halben worten. § Die da waren. Merck defi ritters torechte* wort, fpricht die leüt fturben vor lachen, er ift ain tor daiunib werden im torochte** wort zu geaignet § Dartzü forchten fie mich. Das ich it ain andern auch rürte mit difen wortten. Du bift felb ain has und fücbft die pratlin. und ich bit dich Strato biftu darumb fo fraidig. das du gewalt haft über beluas. § Nit unbillich. Das rett er gegen im \iebkallend und i11 doch fein gefpot. § Würd ich mich entfchuldigen. Das ift ain vorred oder zettel zu dem krieg zwifclien dem ritter und thaide künftigen. als du da felbs bas verl'ton wirft. — 77 — ua s he argkwonet, mich dife liebhaben? Gna. Nichtz minder, Ja du folt wol den argkwon meren. Tra. warumb ? Gna. *ragft? waift nit. ob fie etwan phedriam meldet oder lobt, aas fie dich prenne. Tra. Ich mercks. Gna. das das nit hefcheche, ift allain dife bufs. wa fie phedriam nennet, du als pald pamphiliam. aber wann fie fpricht, laß wir phedriam ue i" ein mit uns zeeffen, fprich du, berüff wir pamphiliam zefingen. lobt fie deß geftalt, du deren herwider. Und gib alhvegf S Das fie mich. Aus difen wortten ift wol zemercken das thais den «ter darumb gekipelt hat. als dann die frawen tund die efel vail Ond Ach du haft die auch lieb ich mags nit leiden, mir bricht das e rtz f 0 j c ], dich mit der fich reden etc. Affen fpil und deß gleichen, "-te hat dife wort auch mit Phedria von dem ritter geredt, als oben an dem end difer Seen 0 mir. § Ja du folt. Das wirt ain urfach as der ritter wirt aufi geftoffen. Und merck das weit fürtrachten 13 °oeten und wie gleich ains aus dem andern felb wechft. als ob 8 J'etz gefchehe vor uns. § Dife büß. Das fie dich gantz argkwone Pamlphiliam vaft lieb haben. § Wa fie. Wa bedeüt die ftat und die lt. und ftat hie wa das ift wann. Und merck bei difem text den honen zettel zu* dem kipeln oder kriegen zwifchen dem ritter thaide. gnatone zebefchehende. § Als pald. Darumb das die bülerin ,. tand das du fie mit der müntz betzalen wolleft die fie dir ge- en hat, Ain gevatterfchafft übern zäun die ander herwider. und as du i r alle untrüw mit gleichem** wilt vergelten ob du auch Pamphiliam nit lieb haft. § Mit uns zeeffen. Der text hat comeffatum. as bedeüt nit allain offen, funder darzü lüftliche wol beraitte fpeifi nie ffen die man flecklin nennt, und das befte tranck unmeffigklich Stoffen nach bofer begird. § Laß wir. Stat wol. wann Phedria as aus dem haus. Pamphilia was darinn. Darumb bedorfft er ein- Wens. fie nun berüffens. § Du deren. Das ift fo lob du der Pam- Philia geftalt herwider. das ift gegen irem loben das fie Phedrie tut. gleiche — 78 — gleich umb gleichs, das fie wider bitzel. Tra. Ja wann fie mich lieb hette, fo wer das hilfnich gnato. Gna. wann fie deß das du gibft begeret; und lieb hat, fo hats* dich vorauß lieb, und mag ir leicht befchehen das ir wee tut, und all- weg deß nutz befolget den fie enpfacht das du erzürnter den etwan anderfwa kereft. Tra. Du haft wol gerett, aber das kam mir nit in fin. Gna. Es ift ain fpot. du haft nit daran gedacht, wann freilich trafo du hetteft [eiber das vil bas erfunden. § Das fie wider bitzel. Will fie dich raitzen mit dem phedria fo nutz fie mit der paniphilia. § Ja wann. Hie merck ain weitfürtrachten defi endes und der richtung die zeletft foll hefehehen wann der ritter würt leiden muffen in der richtung das im phedria bei thaide werd fürgefetzt, und wie das defter leichter zedulden werde von dem ritter fo ift fein arekwon gut darzü. das er allweg gedacht fie het phedriaw lieber wann in. Und ift dife red deß ritters wol zemercken. Sie ift auch vernünfftig wiewol er fuß vil torlichs tut. Und fetzt der poet mit fleiß auch etliche vernünfftige wort des ritters. zemercken das gantz narren nit find in comedien ze|fetzen. wann es bringt nit frod noch ergetzlichait folich ytel toren oder unfinnig unitreiben**. § Wann fie. Merck was bSfer vergifft liebkallen in im hat. der ritter redt wol und weiflich, aber von ftund an beraubt Gnatonis liebkallen in einer weißhait mit fmaichenden riiten. und gibt doch durch feine wort nit zeerkenen *** das fie in lieb habe. Merck den text wie er das geßlin umhin** laufft fo er im nit gleich mag begegnen, doch das er in verkore in feiner vernunfft fo vil er deren hat. § Anderfwa. Er fetzt die ftat für perfon und maint anderfwahin ainr andern. § Aber das. Das ift zelefen als ob der fin den Gnato gefagt hat den ritter groß und fremd bedunck das ain ander etwas vernünfftigs vor in 1 finden folt. darumb fprach er. Aber das kam etc. Als ob er folich* felb wol het betracht. wann er es nun bedacht het. § Ain fpot. O» er main das er ain gauch feie, oder das feine wort fchertzlich feien. Merck die baid finn. * hafts ** um-, nicht umb- *** -in *** sie »1, — 79 — Der ander tail deß dritten underfchaides. Bracht Parmeno die gab Poedria vor der Thais haufi als fie gan wolt mit dein Trafo effen. fiie befalch fie ir wol zebelialten und gierig. Do fchickt Trafo den Gnato für das er hieß das nachtmal beraiten. Bild: Straße. Thais geht aus dem haus. Links Gnato und Trafo. Rechts Dorus Enuchus in Schellentracht, Parmeno, mörin. — 80 — [M]Ich* bedunckt ich hab des ritters ftim gehört aber fich in. gegrüft feieft mein trafo. Tra. Mein thais, mein wolluft. was thut man. haffc uns nit etwas lieb, von der faitten- fpilerin? Par. wie ain liftiger anfang. von feiner gab, fo er erft kombt. [I]N** difer fcen werden vil und mengerlai perfon yn getzogen. doch fo maifterlioh under gel'chidet das yetlieber rede nämlich auß der andern würt erkundet und wol zu geaignet. Und redt dife woit mit ir felba. wann mit dem ritter zereden ift freüntlicher und bringt mer begirlichs willens in bei dem namen zenennen. darumb fpricht fie zu im. gegrüft feieft mein trafo. und fpricht nit mein riter. als ich auch vor oben gefetzt hab. und wieetlich zu namen etlicher*** feind zeneinen wann die aigen namen. § Mein wolluft. Der text hat meuoi fuavium. das wäre du mein füß kiißlichs meülin. bedunck mich gnug und verftentlicher fein mein wolluft oder mein freild. wann fuß wäre not zefagen von dreieilai küffen. das ain haift ofculum das ift der kuß deß fride3 und der gaiftlichen. das ander haift bafium und ift der kuß der freüntfchafft und rechter lieb, das drit haift fuavium und ift der unkeüfchen untzimlichen liebhabenden küffen. Für den kuß hab ich wolluft gefetzt zu underfchaid der küß. § Was tut man. E* wolt ir gern gefallen nach dem als er fie küft het. Und ret fmai- chent. was tut man. Merck wie grob und peürifch. § Haft uns nit etwas lieb Merck wie er fpricht. etwas von der gab wegen. Ift wol zemercken der argkwon das fie Phedriam lieber het. darumb antwurt fie finaicliende. über vaft umb dein verdienen, und fprach nit utnb dein geben. § Saittenfpilerin. Spricht er. und fpricht nit von der jungkfrawen. und redt yetz als ain büler. und als ob im ir fingen auff dem faittenfpil wol gefall, und fie defter ee gedencken folle fi e fei ir gell, wann gewonlich fo find lautenflaherin und leirerin auch gut gefellin. das ift auf teütfch bülerin. wolt er den argkwon Thaidi» meren als im Gnato geratten het. § Wie ain liftiger. Parmeno begreift den ritter umb das er anfacht zereden von feiner gab. wann der woltüer foll veigeffen was er feinem freund wol tut. aber der f°l der güthait allweg ingedenck fein der fie enpf'angen hat. daruiuh fpottet Parmeno deß ritters anfang. wie ain liftiger, das ift < in ' ho flieh # * [MJ lücke durch zwei Zeilen ** [I] fehlt ohne lücke *** sie ; erlicher? 31 <• — 81 — Ina. Über vaft umb dein verdienen. Gna. So gee wir zum "achtmal, wes ftalt ? Par. Hem hem du möchteft wol fagen «er wer von jenem geborn. Tha. wa du wilfc, fo vertzüch * * c hs nit. Par. Ich will zu hin gan. und gleich thun als ob lc « erft auß her gang, gaft etwan hin thais? Tha. Ey Par- meno, du haft by pol wol geton. hüit wird ich gon. * 3 Uberfaft. Merk wie hoflich die bülerin ir libe * nit auff geitigkait zen wolt. funder auff billigkait deß widergelts. das es billich were da s fie in vaft lieb het. wann er het fie auch allfo. etlich zelennd 8 doch in den weg das fie im damit dancke. und umb dein ver- . nen. wann du haft mir die jungkfrawen gefchenckt. aber das erft "■* hoflicher. § So gee Der lecker vergift deß fein nit wann er fetzt die höchfte felligkait auff wol effen. damit er auch fein gut verton hat - dar|umb manet er fie ungeftümigklich. weß ftaft. als ob fie des groffen güts fomig feie. § Hem hem. Etlich wollen den latini- Jchen text verftan das das teütfch allfo darauff diene, macht wol a gen das ain red auß der andern geborn feie, wann fie feind baid 0rl ich. aber difer text ift gleicher, der war von jenem geborn. als ob er Vach herr und liebkaller ** find uß aim tigel gegoffen. oder über *' n laift geflagen. baid torochter red. deß ritters anfang ift fpotlich ™ e r mit erzelung feiner güthait anfacht, und der lecker nun von j^Uen fagt Auß difen worten merckftu Parmenonem liftiger fein wann ' le baid. § Wa du wilt. Wa bedeüt hie die zeit für wann du wilt. 8 Als ob Er was vor herauß. aber ferrer geftanden das er fie dan- nocht reden hört. § Gaft etwahin. Darumb das er Thais gemüt er- * u »de fragt Parmeno gleichfend das er fuß wol wifte. wann er bei clet n erlauben Phedrie was zwen tag zu dem ritter. § Ey Par. Merck ^ le difi bülerin mit fmaicliworten Parmenoni gnüg wolt tun das er fie pter minder vermercken folt den ritter vaft lieb zehaben. umb das Ie gefproohen het. wa du wilt etc. und als ain erfchrockne gibt fi * ort nit auff fein frag dienent noch fuß vil finß habent. § Du haft ,ei Pol- Als ob fie im fmaichen woll und zaigen das fie in gern fehe * an n er kome und was er frage, und antwurt doch zeletft. do fte Ich von dem fchrecken erholt fmaichent und fenftt. § Httit wird ich • Als ob fie es auch nit gern tue. vetzüch sie ** Hekalle — 82 — Par. wa hin? Tha. was? fichftu den nit? Par Ich fichs S| und verdrillt micb. wa du wilt Co feind dir die gaben hie vom phedria. Tra. wefi fton wir? warumb gang wir nit hin ? Par. Ich bitt dich laß das befchehen mit deinem frid, deren zu geben was wir wollen, zefamen komen und mit ain reden. Tra. über fchöne gab gelaub ich, aber den unnfern nit gleich. Par. Die gab wirts zaigen. Hörend ir. § Sichi'tu den nit. Spricht den. wann het l'ie gefprochen fichi'tu nit mein freund es hete Parmenonem verdroffen. het fie dann gefprochen fichftu nit den litter fo hete es Trafo für fmach auff'genonien. darumb fand fie das wort den. § Ich fichs. Das redt er darunib das er Thaidi deß ritters liebe entzihe. § Wa du wilt etc. Was mocht dem ritter heffigers befchehen wann das fein mit bauer von ftundan nach im in feiner gegenwertikait feine gab feinem bülen fante. darunib fpricht der ritter als bald. Wefi ftan wir etc. dar'init er zaigt das er Pai - - menonis wort nit leiden mocht und im fein reden fchmertzen bracht. Merck wie die gab tue wann er fie fehen wirt von feinem mitgraber bringen. § Von Phedria. Merck wie Thais deß ritters namen vor Parmenone nit nennen wolt. auch nit fprcchen wolt meim bülen. fie. fprach fichftu nit den. darumb das es in nit bekümert. alfo nennt Parmeno Phedriam mit fleifi das er den ritter brenne. § Laß das. Als ob der krieg yetz zwifchen dem ritter und Phedria fei angegangen. wann in kriegen macht man frid. Und find fpotwort. Als ob er fprach. Wir werden gewalt bei ir haben es fei dir lieb oder laid. Auch zu ir zekomen und mit ir reden nach unferni willen, und alle dife wort find neidiglich und trützlich zelefen. § Aber den unfern. Das ret er kecklich von der jungkfrawen fchoni wegen deren gab gleich er mainte nit finden mügen. § Die gab etc Er beforgt deß verfniten nam würde von in veracht darumb wolt er nit fprechen ir werden ain wunderlichen verfniten fehen. er eilt wol das er pald herfür gieng e und von inen gefehen wurde fie zeraitzen darumb rüfft er überlaut. Hörend ir haiffen die außher gan. und eilet das der ritter nit hinweg gange ee er fie fehe. — 83 — naiffen die wol pald außher gan. als ich gehaiffen hon. Gang du her. die ift bis daher von morenland. Tra. Da find fünff pfund Gna. Hart. Par. wa bift du dore, gee her z u. hem. fich dir den verfniten wie ii't er nit adelicher ge- ftalt, und von plüendem alter? Tlia. Ja allfo habend mich «Üe gott lieb, 8 Gang du her. Merck wie er an der mindern gab anfacht di wol zeverfmehen were und fteigt uf zu der koftlichevn damit der vorigen Inode wirt vergel'fen. Auch wann er cheream vor folt gefchenckt haben w ere argkwon uf erftanden das er nit ain verfnitner were. wann fo er die morin vor gefchenckt hat. an der ka,in zweifei was wann fie f echt aigen erkaivfft were. § Die ift. Das ift das Phedria oben zu Thaidi fprach da | er ir fein güthait uff hüb. han ich nit als du etc. darumb fpricht er von morenland. das er die gab koftlicher machte' v on fen-e wegen deß lands dannen fie komen was. das ift auch das Poedria im befalch. unfere gab zier mit Worten. § Da find fünff Pfund. Merck wie liftiglich wolt er Phedriam thaidi laiden und fein gab. er waifi der bülerin liftikait und flecht die gab an umb fchnodes § e h das fie Thaidi defter minder enpfenglich fei. als ob fie yetz foll Ve rkaufft werden umb gelt, und ift alles fein fuchen das er der Thaidi gunft und danckperkait gegen dem Phedria müge mindern, und daruf üebkallet Gnato. § Hart. Das ift es find hart fünft' pfund. § Wa °ift du Dore? Er tut als ob er in füch und rüfft Ciieree bei deß ver- Iflitnen namen darumb das man in defter minder argkwone das er «ain enuchus feie. § Hem fich dir den verfniten. Merck wiewol dife *ort uff Phedrie fag dienend do er zu Thaidi fprach. Fürbas fag- teft etc. als ob Parmeno fprech. hem fich dir den verfnitnen nach "einem begern. § Wie. ift er nit etc. Der text ftat baß in fragweiß Riefen dann allfo wirt fein wolgetani och geftalt zwifach gelobt von J'haidis antwurt und feinem fürheben, fuß wann Parmeno fprach er lf J adelich oder wolgetan fo blib es allfo unbeftetigt. wann das be- dor fft nit antwurt. § Und von etc. Als Jüngling die nun zu iren pgen komen find. § Ja allfo haben etc. Sie fwert darumb fo fie in |°ben will, das nit gedacht werde das fie gefallen ab im hab von "edrie wegen, funder von warer fchoni getzwungen werde in zeloben- Ucn vor dein gegenwürtigen ritter. — 84 — Er ift fchön. Par. was fagft du Gnato, haft ichts das du verfmeheft ? aber du trafo ? fie fvveigen es ift gnug gelobt, bewere in in latin. in geradikait. in mui'ica. das ain fryer billich wiffen foll. ich gib dir ain kunnftreichen jüngling' Tha. Ich will den Enuchum kommbt § Haft ichts das du. Haft für finft* ichts an im das du fchelten mÜ- geft oder verfmehen. § Sie fwygen. Auf fein frag dnrumb ift es ge- nüg lobs. vor auß fo fie die vorigen gab gefeholten hond. darum'' fragt er den trafo och in funder. § Aber du Trafo. Schilteft du die gab auch. § In latin. In geradigkait. In muficis. Wann der edlen freien Jüngling gehört zu zelernen latin fechten, ringen, fpringen- und deß gleichen, auch in muficis. das ift, auft' gefang. faitenfpd und deß geleich, deren ding was Cherea kunftreich das ift geübt. § Ich will etc. Etlich legen den text auß das der Thais rede kombts dar zu das fich der verfniten recht helt oder nüchtern, das ift erkant und fürbetrechtig ift als die nüchtern menfchen feind. fo will ich den wol halten, das muß man zu erfollung der red** hinzu legen, wann fie wolt es in gegenwertigkait deß ritters nit gar uß fprechen das ft e in nit ertzürnte. aber Donatus der über Therentium fchrybt will das dife wort deß ritters feien, und das er dife wort etwas zornigklich** in trowen und vertzuckt rede, doch alfo das Thais wol darvon mag bewegt werden und zu dem das fie vor argkwon auff in het der jung»' frawen halb noch mer wider in Unwillens betrachte. Und will Donatu s das der rifcter dife wort rede als ob er ain beduncken habe wie der nit ain verfchnitner feie, und im darumb trowen wolle, das alles z u künfftigem krieg wol dienet und fpricht § Oder nüchtern, das auc» brechaftig ift. als ob er fprach wann er dannoch nüchtern das i™ vernünfftig würt. und feine narren klaider ablegt fo will ich im Ionen umb fein torhait das er fich mir zefmach allfo lat herein füren. Me f und ob die red unvernünfftig und on groffe finn ift muß man de* torochten ritter zu zelen der nit wol weft was er reden folt und docn reden wolt das er nit aber von Parmeno gerupfft wurd als vor do e fprach fie fweigen ift genüg gelobt * sie ** rrd *** erftes i verkehrt — 85 — es dar zu, oder nüchtern. Par. Und der dife ding gefent hat, begert dich nit im allain zeleben, und von feinen wegen, die andern aufi gefloffen fein, ffcreit erzelet er auch nit, noch fein wund mafen für her zaigt er ift dir auch nit wider, das etlicher tut, funder wa es dir nit fwer fei, wa du wilt, w a dir die wyl wirt fo hat er gnug. wirt er dann enpfangen. Tra. Der mag ains armen eilenden heren knecht fein. öna. % hercle nieman möcht (waifi ich wol) der fo fil hete, das ei " ain andern beftellte, den erleiden. Par. * § Dife. Das ift fo grol'fe gab. § Von feinen wegen. Mit difen Worten will Parmeno Thaidi den ritter laiden. als Phedria in feinem a bfch a iden von im begeret. wann den ritter ir zelaiden mocht er nit ba s tun wann das er in feiner gegenwertikait allfo redte. Von feinen w egen die andern auß gefloffen fein, und fpricht. § Die andern. Als ob fuß vil weren die fie gern bülten. fo muffen fie beforgen das inen n 't befchehe als phedrie von deß ritters wegen befchehen ift. § Streit ei "taelet er etc. Er maint den ritter der von groffen dingen faget Beüdend on werck. § Noch fein wundmafen. Die feind loblich, aber nit by bülerin. wann | nach dem gellt haben fie nichtz Hebers dann fon one deß leibs irer bülen. darumb wolt Parmeno in laiden von der •uafen wegen. § Er ift dir auch nit wider. Das er dein bülen von dir treibe als der ritter. § Das etlicher tut. Maint den ritter da mit er ^ Thaidi will laiden. "wann er macht fie gedencken Phedrie unt- «mlichs auß flieffen dar zu fie der ritter unbillich gebracht hat. Und dienend alle Parmenonis wort auff dife mainung. Und das fein herr ^fter mit befferm willen enpfangen werde. § Der mag ains armen etc. S ° er feinen herren fo undertenig macht. Wie wol es etlich anders ilu ß legen. — 86 — Ach fchweig du. den ich doch under aller niderften menfchen fchetze. wann fo du dein gemüet gefetzt haft dem lieb ze- kallen, fo main ich du möchteft die fpeiß aus dem für lanngen. Tra. Gran wir nit? Tha. Ich will die vor hinein füren, und gebieten das ich will, und von ftund an ufa hergan. Tra. Ich gee darvon. warte du deren. Par Es ift untzimlich den kai * § Den ich doch under allen niderften menfchen fchetze. Merck des maifters mainung und hohen fin wie er die liebkaller under allen wefen der menfchen bofer fchetzt. Ift zemereken. § Wann fo du dein gemüet gefetzt haft etc. Das gemüet ftelt man nit wann auff fchwüre ding. Darümb fchetzt Parmeno Gnatonem defter ringer fo er de» narrochten ritter will umb die fpeiß vil liebkallen von dem doch fwer ift etwas zebringen. § Du mochft** die fpeiß auß dem füer lanngen. ; Das fprichwort würt zogen darauß. wann ainem ain küchlin oder etwas in das feüer feilt fo langt er es hart ungeprennt. Allfo fchetzt er den Trafo als das feüer von dem etwas zeerhxngen hert ift. 0& mit rürt er fie baid mit ainer antwurt und gutem widergelt feiner red fo er lagt er main er fei ains armen eilenden heiren kriecht. Mercks wol. § Gan wir nit? Merck wie er eilet von haß und ungü- tigkait wegen übern Parmeno. § Ich gee darvon. Dar auß merekft du das der ritter verdrieffen het ab dem fleiß thaidis. l'hedrie gab 1° wol zebewaren. § Es ift untzimlich Parmeno wie er mocht het er gern unainigkait zwifchen in gemacht, als ob fie yetz an iolt faben mit im zekriegen. Du wilt dich fchemen mit mir zegan und deß gl" 1 ' chen. Doch redt er wol bedacht mit feinem bülen und nit mit aine* torin. Und mainet es doch. Aber er wolt fie nit fchmehen funde 1 ' von feineß herren wegen in gutem willen behalten, als er im g e " botten het. sie ' sie 85] — 87 — fer mit feinem Imlen auff der ftrafi gan. Tra. was Ml ich dir vil fagen du bift dem herren gleich. Gna. Ha ha ha. Tra. was lachft? Gna. Das du yetz gefagt haft. und das du mir von rodio fagteft. kam mir in fin. aber thais kombt. Tra. Gee hin, lauff für, das alle ding dahaim berait feien. Gna. Das fei. Tha. Pithiaa hab wol eben acht, ob cremes da her kumen wurde, das du in von erft bitteft ze warten, ift im das nit eben das er widerkome. mag das nit gefein, fo für in zu mir. Pith. Ich wils tun. Tha. was wolt ich mer gefagt hon? ehem verforgen die jungkfrawen fleißlich, und bleiben im haute. Tr. Gee wir? Tha. Volgen ir mir nach. 8 Du bift. Merck der torocht ritter liett im nit mer fchmach zefagen. w ann das er in feinem herren wolt gleich fchezen. für das er in vor alr o hert gerupfft het. § Was lachft? Er fraget nit darumb das er es nit wiffe. funder darumb das der torocht ritter empfand das er oes hübfohen wortlin lachet fragt er. als ob er fprach. fag hab ich ln "it wol aufä gericht? Und thüt es das er gelobet werde, als er •Ulweg. begeret. § Und das du mir etc. Merck wie der ritter fo ge- n aigt ift atiff liebkallen das er bei dem gnato ftili ftatt die weil er lr n zu tütelt. und doch vor fprach. Ich gee darvon. und wolt fich leichter von feinem bülen wann von dem liebkaller hon gefchaiden. § Hab w ol eben acht. Dife wort hört der ritter nit er wurde fuß zefer e rtzürnt. doch feind fie als ain zettel deß künfftigen kriega. | § So *ur in zu mir. Ich fei wo ich woll. § Volgen ir mir nach. Sie mainet lr e megdt die mit ir gon folten. — 88 — Der drit tail deß dritten underfchaids. Kumbt Cremeä und will in in Thais hauß. und fo fie nit anhairnfch ii't, fo fürt in Dorias hinumb in deß ritters hauß zu ir. Bild: Straße. Pithias und Cremes nach links. — 89 - Ore. L"]N* zwyfel ye mer und mer ich gedenck, fo ifts nit ain wunder gibt mir thais ain groß übel, alfo liftigklich fich ich ß^ch von ir gewaicht werden yetz nun fo fie hat gehaiffen n Uch in ir huß zu ir berüffen, wurd mich yeman fragen, was gelcheffts ift dir mit deren? trün ich wefts nit. und da ich v °r kam fand fie ain urfach das ich do vertziige, fie hete £°tz dienft volbracht, wann fie wolte ernftlich ding mit mir ausrichten, als pald was argkwon. Die ding befchehen alle Wliftiglich fie fatzt fich an mich, fie er ** IA1N ** dife Seen wirt ain peürifcher Jüngling gezogen, der veffc fein v ei'maint vor der bulerin liftigkait. darumb was mit im geret würt ni mt er auff in auffatz in zelaichen befchehen fein, man verftat auch wol au « den Worten das er vor bei Thaidi gewefen ift. und das fie mit im 8 e ret hat. Mer wie er der bülfehafft ungenietet und forgfeltig ift 8 Allfo liftiglich. Von ir gewaichet werden. Merck wie ftet er fein w °h fo enpfand er doch etwas fürbas in im von ir entzünt werden. au ß irem ertzaigen dar von fein gemüt erwaicht wurd. als das hert Wa cha von dem feüer. und auff fie bewegt. § Sie het gotz dienft. Wann als offt die leüt vor zeiten etwas ernft|lichs wolten anfallen. lo brachten fie got vor ain opffer. als nun die criften vor anderm gefchefft gern meß horent und opffern. § Boßlii'tigklich. Es war gn üg gefagt liftiglich. wann liftiglich bedeüt allweg boß. doch fetzt * r bog dar zu mit verftentnufi und anzaigen das alle liftigkait boß ei - Doch wollen etlich das liftikait der guten und der bofen feie, und * u underfchaid fetzt er boß § Sie fatzt fich an mich. Das ift zu mir. aa tet fie darumb das fie ire red enpfengklich machte, aber er n am * 8 anders auff. § Sie ergab fich mir. Er will als das ertzelen das Ic o zu den wereken ziehen mag. und zu der mainung feines unrech- en anff neniens j rer wor t. wann fie begeret nit feins leibs. [0] lücke durch zwei zeilen ** sie " *** [I] fehlt ohne lücke — 90 — gab fich mir. fucht mengerlai red. und do ich kalt was, kam fie zeletft da hin ufi wie lang mir vater und muter tod werenu ich fagt es ift ietz lang, und ob ich guter hab in Sonio, und wie ferr vom mör. ich nrain es gefall ir, fi hat es fin von mir zereiffen. Zeletft, an welchem tag mein klaine fwefter vergangen were? und wer mit ir? und was fie het da fie verging? und wer fi kennen möcht? warumb fi das fragte wan das fi villycht vermaint die felbe mein klaine vergangne fchwefter fein wollen als dann ir türftigkait ift. doch lebts, fo ift fie fechtzehen § Sucht mangerlay. Red füchen gat uf lag und antwurt. darumb fücht fie glimpflich mit im zereden im zegefallen und auch antwurt im zegeben. als auch noch vil der vertzwuntznen medlin find die un yede red ain oben drauff künden. § Wie lang mir vater. Das fragt fie von deß tochterlins alters wegen, wiewol Cremes das anders uft- nam. darumb gab er ir* ain gnügfam antwurt. er fprach nit Bier wann. Es ift hing, da mit wift fie nit wie lang. § Und wie tect' Sie fraget darumb das fie gehört het fi were von den mör raubern geftolen worden, das fie doch wil'fen möcht ob es der warhait gleiß" fehe. aber Cremes mainet fie fragte von lui'tberkait | und fchoni und nutz deß felben gute in Sonio. Und wie fi das von im bringen möcht- § Von mir zereiffen. Merck das wort zereiffen und nit zebringen. Wann von ainem etwas zereiffen bedeüt mer macht deß hebenden und widerftenden. dann reiffen als fo man ainn** boum aufs der erde» reift mer wann fo er leit von daunen zebringen. § Warumb fie da» fragte. Die red ift brechhafft Aber fie fol allfo gelefen werden das man auß der geberd und geftalt deß lefenden mercken müge was g&' brechend feie. in * ain 36<* 37 r» — 91 — J a r alt, nit elter. So ift thais elter wann ich. Nun hat fie aber ernftlich bitten laffen das ich kom. nun lag fie was fie w oü oder laß mich unbekümert, wann by hercle ich kom nit zum dritten mal. Hörft hörft. Pith. Hen, wer ift da? Cre. Jch bin Cremes. Pith. 0 du mein fründ holds. Cre. Man Wl ll mir zu fetzen. Pith. Dich hat Thais über faft gebetten das du morgen widerkorameft. Cre. Ich gee ins gö. Pith. Ach lieber tus. Cre. Ich mag nit fag ich. Pith. Oder vert- Kuch hie by uns, untz das fie komme. Cre. Niclitz minder, "ith. warumb S ^o ilt Thais, Oaranfi merkt man das Cremes ain junger torochter i-> eil was und Thais und die jimgkfrawe wurden mit einander erzogen. och was Cremes zwifchen den zwaien alters halb doch ungenietet. 8 Hen wer ift da. Sie fliig die tür zu in feinem rüft'en do klopft er ar umb fpricht fie wer ift da? § Ich bin Cremes. Er was ain püri- °"er knecht. wie wol er von den edeln burger zu Athenia was darumb antwurt er pürifch. Ich bin Cremes. Als er auch bald mer wiirt e rtzaigen fo er fpricht. Ich gee ins go Und fie fo lieplich mit im e H. D u me j n f r ünd holds. Da muß mans erfüllen menfch oder Heb ils doch wol zeverfton were von denen die gemüetter woren gewefen w ann der grob knelcht. Aber da fie im freüntlich und fmaichent zu ' et >t darumb das er willig were zebeleiben als Thais befolhen het. do wand er fie wolt in bulen. und fprach in im felber. § Man wil n,r züfetzen. und Ich gee ins gci. da mit er zaigen wolt nit zekomen. ^ n d das was pürifcher. wann das er fprach. ich wils nit tun. darumb Pricht er als bald. § Ich mag nit fag ich. wann fo er im dorff ift 0 mag er nit bei Thaidi fein. § Nichtz minder. Erfüll, tu ich. Ah er fprach. was mir zetiin komen mag das will ich tun wann her WlJ er kommen. — 92 — mein creraes? Cre. Ach gee laß darvon. Pith. wilt aber 3' f ye nit, fo bitt ich dich daß da* hin gangeft da fie ift. Cre. Ich gee. Pith. Gee hin Dorias bald für den zum ritter. § Ach gee laß darvon. Das redt er zorniglich wann als er nit bleiben wolt bat fie in fmaichend mit an greiften do ertzaigte er fein paurn ädern und ftieß fie von im und fprach zu ir. § Ach gee. Doch laut es im latin. Malam in rem hinc abis. das we|re gee in ain boß ding, als wir fprechen. gee an galgen. doch ftat es nit fo lauter, darumb fetz ich. Ach gee laß darvon. Mit den Worten allen will er nun fein widerfpenigkait ertzaigen und forg das er nit von ir bchafft werde. Und vor auß do fie mit angreiffen fo freüntlich fprach. Warumb mein Cremes. § So bitt ich dich. Merck wie grob der Jüngling was fo bleibt doch die dirn fenfftmiitig gegen im. wann folicher frawen megt follen nit ungütig fein, funder lieplich freüntlich fmaichend fich ertzaigen. das geit gewin. darumb fpricht fie aber fenfft. § Da fie ift. Gleich als ob fie fo nach feie das fie die ftat finger zaige. umb das in der ferre nit verdrieffe. Und merck wie ftill der krieg zwifchen dem ritter und Thaidi einher fleicht. wann der ritter wirt wenen fie hab im ain mitnager zehauß gebetten darumb er Pamphiliam berüf- fen wolt als Dorias fagt in der fcen. als mir got helft' etc. Der text laut. Amabo ut illuc tvanfeas ubi illa eft. Das were. Lieber fo gang dahin da ift fie. wann amabo ift ain liebender underflag und ift als vil als ach lieber, und mag auch wol beftan. aber das ander ift verftentlicher. 93 — * 8t ' Der vi er d tau deß dritten underfchaids. Sucht Antipho Chereaiu * und ficht in gan auß Thais hauß in hennßlins weiß. Bild: Straße. Cherea links aus dem haus gehend, Schellentracht. Hechts antipho. Chere am — 94 — An. [GJEftern * find wir etlich Jüngling ains worden, uff hüfc mit einander zeeffen in Pirreo. und liond cheream dar zu fchaff- ner gemacht, wir liand pfant gegeben, die zeit ift gefetzt, und ift nun hin, und ift nichtz gericht an dem end da es fein foll. der menfch ift nindert da. und waifi nit was ich lag. oder was ich gedencken foll. die andern hand mir nun das gefchefft befolhen, das ich den fuch Ich will gan befehen ob er dahaimen feie. Aber wer gat da her ufi von thaide ? ift ers oder nit? er ifts. was menfchen ift das? was klaider find die? was übels das fei kan ich nit verwundern noch gefchetzen. Doch fei was es wöll wolt ich gern vor von verrn erkunden. [1]N ** difer Seen wirt ain perfon für geworden, deren Cherea Tagen wirt wie es im fei ergangen mit, der jungkf'rawen. wann es ift haim- lich befchehen. darumb foll es dem volck kunt werden fo muß das von feinem lagen befchehen. als er auch begert in der nachgenden Seen. Und ret Antipho mit im felber. § Aber wer gat da her uß von Thaide. Die felzam geftalt der geberd und klaider bewegt Antiphonen) zu Thaidis hauß zegan und wolte doch in Cheree hauß. Und merck was Cherea alfo unkantlich von der geberde und klaider wegen das in fein befter gefell nit erkennet fo was nit unbillich das er in Thaidis huß nit erkennt ward, wann Antipho zweifelt lang ob er Cherea wer oder nit Und do er in erkannte dannocht fprach er in im felb. Was menfchen ift das. als ob er fprach. es ift fremd das der jüng|ling da her uß gat in den feltzemen klaidern. und alfo forg- lich umb lügt, darumb fpricht er. Was Übels das fei etc. das er fich furcht § Erkunden. Ift etwas haimligkait und mer verborgne ding fachen zewiffen Und lautet etwas weiter wann erfaren oder fragen. * [G] lücke durch zwei zeilen *+ [1] fehlt ohne lücke 95 JJer fünff't tail des dritten underi'chaids. Reden die zwen mit einander. Und fürt Antipho den Cherea mit im haim das klaid zever- endern. Bild: Straße, antipho und Cherea (schellentracht) nach rechts. — 96 — Che. [I]St* yemand hie? Es ift niemand. Gat mir yemand nach? Es ift niendert kain menfch. Soll die freüd nit auß mir brechen? Oh Juppiter. yetz ift fterbens zeit, fo ichs erleiden mag. Das mir das leben mit ainch- [D]lfe** Seen muß man mit worten und geberden recht lefen. nach dem als dann aim frolichen Jüngling wol getzimmet. dem in wolluft gelungen ift. So aber kain freüd oder wolluft gantz ift fie fei dann ge- main der freund darumb fo wirt fein liebfter freund und gefeil auch darein getzogen das er fich mit im freüwe. Und auch fo die ding haimlich find das man wiffen müge | was befchehen fei fo muß es allfo geoffenbart werden durch zukommend perfon und fpricht. § Ift yemand hie? Wann do er hin auß gierig, beforgt er das er it von den leüten vor dem hauß gefehen wurd. und fprach. § Gat mir yemand nach? Maint das volck in dem hauß das fie in it fehen auß her fliehen do er die Jungkfrawen gefchwecht hette. Und do er niemand vor dem hauß fahe vor dem er fich befolgte, und im niemand nach Hefte, do wünfehet er ains guten gefellen dem er fein freüd ertzalte. und was fo begirig dar auff das er fprach. § Soll die freüd nit auß mir brechen. Und fpricht brechen von übriger begird zefagen. § Das mir das leben mit aincherlai. Merck wie er das leben difer zeit rupffet. wie das auff das glückrad gebunden feie das kain freüd fo groß ift fie werd leicht vermalget von dem leben. Alle ding find zergencklich auff fchne gebunden, darumb wünfehet er in freüden zefterben. [I] lücke durch zwei zeilen ' [D] lücke durch drei zeilen 39'' — 97 — r ° evlai kxankhait dife fröd nit vermalge. Ich fich aber wol das mir niemand hofflicher kombt der mir nach gange, Und mich mit vil fragens betrüebe, mich tobe, was wefenns § Ich fich aber wol das mir niemand hoflicher kombt. Das dienet wol zu der nachgenden red. fo er mit Antiphone reden wirt. den er gern hett und hoflich was. das ift das er auch jung was und ain bülhertz. noch in der falken meüfi. Mit dem er von follichen dingen getorft reden, wann | vor alten weifen und vernünfftigen liette er fein übel nit gemeldet, als Parmeno * oben fprach. 0 ftraffbars übel die bonen werden in mir zerknüfcht etc. § Und mich mit vil fragen betobte. Er begert vil gefragt werden, wann er ift vol freüden. Aber die traurigen wollen nit gefragt fein. Und wann fie einwenig zevil gefragt werden mer wann fie wollen, fo ift ir gemaine red. Ach du machft mich tobig mit deinem fragen. Oder fie fagen allfo. Witt mich zetod fragen fo laß mich vor beichten. oder deß gleichen, dannen hat Clierea feine wort getzogen. wann er gern vil gefagt hette darumb begert er vil gefragt werden. § Mich tobe. Maint mit fragen. § Was wefens das feie. Das ich allfo notlich gebare mit hinderfich fehen ob mir nieman nach gange aufi der Thais häufe mit umbfehen v?a ain guter gefeil were dem ichs fagen mocht und andre als der text fagt. * Panmeno 'J'erenz. — 98 — das feie, oder was ich frölich fei. wo hin ich gang, wannen ich wüfche. wa ich diß klaid über komen habe, was ich mit maine. ob ich finnig feie oder un finnen *. An. Ich will hin zu gan, und die gnad als er begert von im entpfahen. Cherea was ifts das du allfo gebarft? oder was bedüten dife Haider? was ifts darumb du frölich bift? was machft dir felber ? bift it finnig ? wie ficbft mich an ? warumb fwygft? § Oder was ich frölich feie. Das ift warumb ich frölich feie § Wannen ich wüfche Als ain haß auß ainer hegken. allfo wüfcbt er oder fprang auß der bülerin haufi. Darumb fo fpricht er nit wannen ich gienge oder kerne, funder wüfchte oder entrinne, als aus ainer unerbern ftat. § Ich will hin zu gan. und die gnad etc. Maint mit fragen fo er deß begert. Magft wol mercken das er nach zu im komen ift das zeerfaren. als er in der vorigen Seen gefagt hat. Sei was es woll. wölt ich gern vor von ferren erkunden. Und mainet freünt- fchafft fo er fpricht gnad. | § Cherea was ifts das du allfo gebarft etc. Merck wie hoflich Antipho wider meldet die wort Cheree das er verftan mag das er alle feine wort gehört hab. und lenger bei im gewefen fei wann er wenet. § Wie ficbft mich an? warumb fchweigft. Aus den zwaien fragen magftu wol mercken wie er gebart hat die weil er mit im redt das er fich bedachte zeantwurten und in gern fahe. * vnlfinnen 40«' — 99 — Che. 0 hochtzeitlicher tag deß menfchen. Fründ gegrüft feieft. nnder allen menfchen ift kainer den ich yetz für dich hegere zefehen. An. Sag mir was das fei ich bit dich. Che. Ja ich fleche dich ye durch hercle das du es horeft. Kenftu die die mein bruder lieb hat? Anti. Ich kennß trün, als ich naain Tliaidem. Che. Die felben. An. Ich gedachts wol. Che. Hut ift ir ain Jungkfraw zegab gefchenckt worden was bedarff ich ire fchon fagen oder loben antipho fo du mich erkundet haft, wie ich ain maifter fei ge- § 0 hochzitlicher * tag deß menfchen. Er lobt den tag und macht in hochtzeitlich *. I'o im alle ding i'o gar an den** tag nach feinem willen befchehen der jungkfrawen halb und deß den er zekomen für alle menfchen begert. Zegleicher weiß als der tage*** Unglücks von den leüten verflucht würt. als das all tag gehört würt. § Fründ gegrüft feieft Cherea begert fein, und wolt im etwas groffers lagen darumb grürt er in billich. Aber Antipho was fo begirig die fremden ding zehoren. das er in nit griift. Er fprach nun fag mir was das fei ich bitt dich. § Ja ich fleche dich etc Dient wol zu feiner begird zefagen als er erft gewünfchet hat. Und merck wie Antipho in bitt zefagen und er flehent in zehören. Das gröffer ift. § Wie ich ain maifter | feie. Als ob er fprach. Du waift von mir das fie fchon muß fein, die ich lobe. Als er auch oben gemelt hat gen dem Parmenon f. do er ain fchon frawen pild befchreibet. Doch find mengerlai finn in vil heiibten ff. ainem gefeilt das ahn andern ain anders. Sichftu Rütfchen eilen gern, fie dunckt dich der helle morgen ftern. t sie tt hübten — 100 — ftalten zeerkennen. in der bin ich bewegt. An. Hen du? Che. Ich waifä fechftus, du fprechft fie were die vorderft. was bedarfs vil wort, ich het an gefangen fie hold zehabenn, und von gefchicht, gab fich das glück, das ain Enuchus da haim was den mein bruder Thaidi kauft het, und was doch ir noch nit haim * gefürt, da entwarff § In der bin ich bewegt wann ich hon fie fchon erkent als du mich deß wail't ain mail'ter fein. § Hen du? Als ob er fprach. Dir was doch nie kaine eben, du haft doch den angel geflickt darumb will Cherea fie fchon beweifen aufs feiner urtail und fpricht. § Ich wuiß fechftus. Das er im defter minder verweifen müge das er auch in den ftrick gefallen feie, und er doch mainet in mocht kaine beflahen. doch mag man wolff und beeren zemen | § Was bedorffs ** vil wort. Als ob er fprach. A ja ich bin von ir gefangen an der liebi ftrick. Aber los auff wie es mer gieng biß ich dar zu konien bin als du mich fichft. Und merck wie er rechte Ordnung helt. von erft fo fagt er ir fchoni. das ift auß der geficht, und darnach ward er in ir bewegt- darnach da het er fie lieb durch das im hin für nichts zefehwer was. Wann in der liebi ift kain maß. Als am anfang Parmeno zu feinem herren fagt. Weliche ding etc. § Do entwarf mir der knecht. Par- meno riet im nit das er es tun folt. Er entworf *** oder meldet im die mainung ain wenig und er ergreiffts oder zuckls von ftund an auff. wann fie gefiel im und dient zu feinem ding, wie wol fie unrecht was. aber er was gefangen von der liebe und was kain Ordnung mer feines wefens. Er fragt nit ob fie im mit glimpff oder unglimprt wurde nun das er fie hette. als er oben fagt zum l'armeno. Schaff das ichs haben müg. Und merck wie Therentins fpricht. do entworff *** mir der knecht Parmeno. Er wil die groffe laicherei dem knecht geben, wann aim freien jüngling erber leüt follich lift zcerdencken nit zeme. aber das bald auff zucken macht fein liebi. * hat ** sie *** sie — 101 — mir der knecht Parmeno etwas das ich bald ergriff. An. was 'ft das? Che. Sweig füll, fo hörfts defter ee. das ich feine Haider wechfell, und mich haiffe für in da hin füren. An. *ör ain verfnitten? Che. Alfo ifts. An. was nutz mocht dir darvon* uff erfton? Che. Pragft? ich fechs, ich hSrts, ich w er bei deren ich zefein begerte. Dunckts dich klaine urfacli oder wegnufi. ich ward dem weib gefchenckt als pald fie Wich enpfieng was fie frölich, und fürt mich hin in ir huß. enpfalch die jungkfrawen. An. wem? dir? Che. Mir. An. wnig ficher. Che. Sie verbot das kain man § Sweig i'till. Als ob im die fragen url'ach feien das nit fo bald zeigen als er gern wolt. dar umb ftraffet er in umb unoidenlich frage damit er den fagenden hindert. § Und mich haiffe Er fagt fein übeltun feinem haimlicben fründ es zerne fuß kaim freien jüngling zegünden ** von feinen mißtaten, doch brint er noch, und ift der flam T orn äugen das er zimlichs nit erkennen mag. als Phedria oben fprach. Ich vergang lebend fehent etc. § Was nutz. Er maint in etwas ze- 'trafen das er die torhait beftünt und er doch kain nutz darauß verbünd, darumb fpricht Cherea. Ich fachs etc. § Dunckts dich. Und ni ainet ye er föll im die fach glimpffen und nit Widerreden. § Was fie frolich. Darumb was es on argkwon das er nit verfniten were. y orab fo fie im die jungkfraw>en befilcht. § Fürt mich hin. Merck er fpricht in ir huß. als ob er fprach. es was gar ain ebne ftat zu den fachen, als ob folichs in ainer bülerin hauß minder unglimpffs u ff im trüge und bas befchehen mocht. § Wem? dir?*** Er fragt nit. er wundert dar ab. § Gnüg ficher. Als ob er fprach. Du hütft wol Snüg als der wolff der fchaff Oder gnüg ficher wann du lieft kain andern hin zu. als auch Thais geboten het. Etlich mainen er fpiäch *>nüg ficher als ob er in erfrowen wolt ob er etwas geton het. oder °h er in vertzaghait fie nit getorfte hernemen fo doch weil und ftat w aren. * darnon ** sie *** i verkehrt — 102 — zu hin gieng. und gebut das ich nit von ir kum, das ich in dem innerften gemach ainiger bei ir einigen feie. Ich gehieß es, die erden gar züchtigldich anfehent An. 0 armer. Che. Ich gee hin zum nachfcmal. (fprach fie) und fürt die megdt mit ir. iren wenig junge dirnlin, die waren beliben. die richten behend zu das fie badten. ich manet zefürdern. die weil man zurüftet, faß die junckfrau in der haimlichften kanier über i'icli ain gemalte tafel an fehent da difß gemeld was § Und gebüt. Merck das kain argkwon was das er unverl'niten were- das ret er fo frolich und mit folcher gibert als ob er zaigen wolle das im alle fachen gantz nach feinem willen volgienge*. und wie torlion in bedüchte und doch nach feinem willen das Thais ander man verbot und im fie befall) § O armer. Das du ainer Inderin zegab für ain hemling gegeben bift. er redt fchimpflich. als ob er fprach. du wert glükhaft't es gieng doch gantz nach deinem willen. § Ich gee bin. Merck wie fich alle ding fchiken nach Cheree willen § Und fürt. Als Thais oben gefprochen hat zu den megdten. volgen ir mir nach und fchikt fich [ als wol. § Die richten. Die dirnlin richten das bad zu do die frau auß dem hauß kam. wann fo die katz auß konibt fo raien die meüß. § Das fie badten. Merck wie der Poet alle ding ordnet, wann es würt auß dem lafterlichen fwechen ain rechte hocht- zeit und fo gemain ift all gemehelt jungkfrawen zebaden vor dem zu legen umb die begird deß manns gen ir zemeren. § Junge dirnlin. Die noch in leerjaren waren und der eptiffin noch nit gehörfam getün heten. § Ich manet. Das fie von der jungkfrawen kernen und er allain bei ir belib § Uberfich. Merck wie fich alle ding zu ge* dürft.igkait deß Jünglings fchicken die jungkfrawen an zowenden. ainigen bei ir zefein wann Cherea was nit darumb komen das er fi e begerte zefwechen. funder das er bei ir wonen möcht. anfehen. iß'' 1 ir effen. etwan nahent bei ir flaffen. als oben ftat. Aber von der guten fchickligkait aller ding ward er geraitzt und gehertzigt fie a n zewenden — 103 — wie Juppiter: etwan (als man fagt) ain güldin flegregen Dane* in die fclioß gefendt habe. Ich fieng auch felber an das ze- lehen Und da er folichs fchimpffs felber gefpilt hette. ward mein geraüt ye mer und mer befrött, das fich got zemenfch verkort hett 8 Wie Juppiter. Merk wie der poet ain zimlich gemelt der bülerin hauß gibt das alle vertzagt Jüngling gehertzer machet von frawen ze- oegeren und wolluft mit inen zehaben. als auch Cherea darvon ward gehertziget. § Als man sagt. Das setzt der poet das er zeverfton gebe das folliehe tagen nit war tunder gedieht feien, doch vil dar|auß zelevnen. Wann Dane* nach der warhait ward mit gold von ainem künig überwunden wie hübfeh wie ftet i'ie fein wolt. und von dem vater behiit was. wann fie was Acrifii tochter der ain künig in Kriechen was. und fic von irr groffen fchoni wegen fo lieb hette das er fie nff ainn hohen turn verl'loffe das kam man zu ir körnen folt. Aber die liebi durch ir gewiß kuppler das ift miet und gab öffnet den tum das der fie lieb het zu ir kam und fwengert fie. Da der vater das v ernam er floß fie in ain truhen und ließ fie uff das mor daruff fie gebar Perfeum. und flos allfo mit dem kind untz in Italia do nun Rom leit. do funden fie die fifcher und ward von in dem künig ge- antwurt. der fie umb ir fchoni zeweib nam. Von dem ftamen ward fatumus geborn der die groffen ftreit wider Eneam fürt als er von Troia flüchtiger kam das felbig land zebefitzen. Als Virgilius im fixenden buch von Enea berürt an dem . XXXVII verß. Nachus acribus. Die war hiftorien ift verkort in das gedieht wie got Juppiter lieh verkorte in ain güldin regen der durch die rauchlocher ein fiel, den fie auch allfo bogirlich in ir fchoß enpfieng. Und er fich do in a mß Jünglings weiß fehen ließ. Das berürt der Poet im text. Und wii »t in den Worten der frawen geitikait geftupfft. und das gemain f Prichwort. Es ift ain ftaini hertz das miet und gab nit erwaichet. § Ich fleug. Wann gewonlich fo ain menfeh ufmereken bat zu aim a ndern. was dann das felb anficht dar uff wirt es auch fehen. § Und do er. Merck wie er das ain fchimpff halft und nit ain mißtün oder UD el. wann er inaint es auch zetün, darumb will er es nit für ain üb ellat halten, funder im felber etwas glimpff fehopffen. als er oben »it Par. ret. 0 ftraffbarß etc sie — 104 — und durch fremde ziegel haimlich durch ain rauchloch komen. und ain frawen trieger worden. Und welchen got? der die oberften tempel deiä himels mit fchall erfchellet. Solt ich menfchlin das nit tun? do tet ichs, und auch luftlich, die weil ich die ding mit mir betrachtet, ward fie dar zwifchen beruft zebaden. fie gat, wuich fich kam wider, nach dem legten fie die anfi beth. ich ftund wartend ob fie mir ichts gebüten. aine kam. hörfts (fprach fie) dore. nimb den wedel unnd mach § Durch fremde ziegel Das ift zu dem tach ein. § Durch ain rauchloch Das alles würt nit gefetzt, alf got unmüglich fnnder als ain ding daf jovi untzimlich und zefchnöd was. dem von menfchen leicht mag nachgevolget werden. § Solt ich menfchlin. Merck er kennt das es weder got noch den menfchen zimlich was dannocht wolt er es tbun. do es got gethon hette Merck was hofer ebenpild der obern den un- dern urfach geben zefünden § Und werlichen * got. Merck ye groffer der fünder ift ye mer urfach er den andern gibt. Irrt der hirrt die fchof vergant Und merck wie er jovem erhebt und fpricht welcher got der die obriften | tempel deß himels mit fchall etc. und nidert fich felber und haift fich ain menfchlin. wann ye groffer und wirdi- ger ain perfon ift ye minder er miß tun foll. Und herwider ye fcbnoder ye ringer wirt fein fünd geachtet. § Auch luftlich. Unvertzagt on hinderfich fehen § Ward fie dar zwifchen. Es ward zeletft ain hoch- zeit darauß darumb gehört ir vor zebaden. Und merck wie er fpricht. Die weil ich die ding etc. Darauß du wol mercken mncht das er nit im finn het fie zefwechen do er fich von erft füren ließ, funder das im die üppigkait deß gemeltes dar zu urfach gab und das er in ainer bülerin hauß was nach dem gemainn wort. Die ftat macht ain dieb § Nach dem legten fie die. Merck wie alle ding ordenlich ** befchehen als auff ainer erbern hochtzeit. * sie ** oder ordenlich — 105 — deren ain lüfftlin die weil wir baden, wann wir gebaden, wiltu dann fo bade auch. Ich nam in trauriger. An. Da wolt ich dein fchemlich maul über gern gefehen hon wie du dich geftelt heteft den wedel zeheben, ainn folichen efel. Che. Sie het das kaum vollret, fie wüfchten all bin ufi, giengen zebaden, fie rumpelten, als gevvonlich befchicht wa die herren aufi feind. In den dingen bezwang die junckfraw der fchlaff. und ich fchilcht haymlicli durch den wedel, und lieh damit umb und umb, ob alle ding wol verleben feien § Deren. Sie mainet die Jungkfrawen und deutet auii' fie mit der ge- berd. § Nimm den wedel. merk wie oben fie im Tagt welher * wedel gut wer luft't zemachen. wann es find i'under wedel dar zu gemacht, und haift wedel von weyen. Er was ain nüwer diener in dem hauß darumb bedorfft er underweifung. § Ich nam in trauriger. Er gebart trauriglich er was aber frolich. doch gebart er dem glych als ob er lieber badenn wolt. Auch befolgt er den argkwon das er nit ain hemling were. darumb zaigt er fich traurig, wann durch frolich ge- berd were der argkwon gewachffen. § Da wolt ich dein fchemlich niaul etc. Es ift nit untzimlich das ain freund dem andern fcher|zlich i'chmechtwort gibt mit geberden darzü gehörend. als auch der text zelefen ift. § Wie du dich geftellt heteft. Wie du gebaren kundeft den wedel zehalten, wann es was ain befunder dienen mit dem wedel wol künnen windlin machen, als yetzt fürsten und herren ftatur ** hond die fich vor lang zeit in dem fürfneiden muffen geiibt hon ee fie dar ^ü, genomen werden, darumb fo fpricht er. § Ain folichen efel. Der in den dingen ungeübt ift. § In den dingen. Der fchlaff betzwang fie. wann die natur begert der rü. und dar zu was das lüfftlin deß wedeis hilflieh. Die ding alle zaigen wol das die Jungkfraw kain argkwon äuff Cheream hette und flieft' *** on forg. '" sie ** sie *** ton — 106 — Ich fach es fein, ich fperr den rigel für die tür. An. was dann ? Che. was dann narr ? Anti. Ich kennß. Che. Solt ich ain foliche urfach, mir für getzaigt, foftutze*, fo erwünfchte, fo ungehoffte verlieren, fo wer ich erft recht der, den ich o-leichfinet. An. Ja bei hercle als du fagft. was ift aber die wyl deß mals halb befchehen ? Che. Es ift gericht. An. Du bift eitel nütz, wa? in deinem haufi? Che. Ja bei dem freigeläffen difcum. An. Es ift vaft verr da hin. Che. So < f ee wir § Ich fperrt den rigel für die tür. Das man ir nit ze hilft' mooht komen § Was dann narr. Fragft fo törlich. was thüt ain liebhabender jüngling ainiger bei der ainigen. die er lieb hat in haimlicher kammer befchloffen. § Ich bekenns. Das ich torlich gefragt hon § Solt ich ain follich urfach mir allfo für etc. Merck was er fage. Er fpricht für getzaigt oder für gehebt, nit das follichs von erft fem mainung were funder im für gebotten. § So ftutz *. Nit langfam- § So erwünfchte Nit allain erweite funder erwünfcht das mer ift. § So angehofft. Nit allain vor betrachte funder ungehofft. dar zu er kain gedencken het. wann er begeret allain fie zefehen. | bei ir wonen etc. als oben gefagt ift. und im widerfür gröffers wann er gedencken torft. § So wer ich erft der. Als ob er fprach. Hette ich fie do nit an gegriffen do fich fo vil urfachen dar zu begaben fo wer ich wol ain rechter hemling für den ich hin zu gefürt ward. § J a bei hercle als du fagft. Gebricht, es ift. das es allfo ftande. Ja es ift bei hercle als du fagft. § Was ift aber die weil deß mals halb befchehen. Merck wie er widerkombt an die fach darumb Antipho von feinen gefellen ward auß gefchickt. § Du bift eitel nütz. Er lobt in fo er ains und das ander auß kan richten. § Ja bei dem freigelaffen difcum. Ain knecht ward freigelaffen hieß Difcus. »5*0 — 107 — defter beider. An. Ender die klaider. Che. wa verender ichs? Ich bin tod. wann ich hon kain hauß, fo beforg ich yetz mein bruder das er it dinnen fei. Auch raer, ob mein vater J t yetz fei wider von dem dorff komen. An. Gee wir da ze- nechft zu mir, da enderfts. Che. Du fagft recht. Gee wir. und als in mitten will ich rat von dir uemen, wie ich mich deren für bas gebrauchen m üge. An. Das befchehe. § Knder die klaider. Das dient wol zu dem naehgenden. wann er Wirt wider in der Thais hauß komen fo im feine klaider zetragen cimlich feind. § Ich bin tod. Ift ain alt fprichwort deren die erftockt find und nit wiffen zevolbringen das fi gern wolten. Und bedeuten dife wort nit mer wann ain verftockts gemüt. § So beforg ich yetz. •kr fagt urfach warumb er nit in fein huß getar komen. und ift im a 's ob er kain hauß habe. Und merek wie er yetz den bruder befor- get. wann das füer ift ains tails b gelefcht * aber vor die weil in das mbrünftig | füer der lieb raitzet do beforgt er weder ditz noch das § Auch mer Das ift als ain eintzügige vorred deß vaters der von zim- lichen rechten bei erlichen gemebelfchafft fein foll. § Zu mir. Das 'ft in mein hauß. § Gee wir. Die wort bedeuten das er eilet. 108 .. I Der vierd underfchaid. Gieng Dorias auli defi Ritters bauf3 und trug * 3 etliche kleinat die ir Thais gegeben hett. Bild: Straße, dorias in frauentracht mit rosenkranz. — 109 — Dori. [A]Llfo* haben mich die gött wol lieb, als ich den fach was ich nit o-ar on forcht. das der it ettwas haders oder gewalts thaidi an legt, wann da der Jüngling da hin kam, der junck- frawen bruder, batt fie den ritter, das er in hieß zu in laffen. Der fieng an zürnen, und getorfts doch nit verfagen. Thais lag im darnach an, in zeladen. das thet fie darumb, das fie in enthielte, wann die zeit was nit das zeeügen das fie be- gert von der fwefter. er lud in truriger. er belib da * [1]N** difem fierden tail oder gefchicht wird ain waichmütige perfon ein gezogen die fich leicht erfchrecken lat. wann weiber find forchtfam. und mainet Dorias der ritter were gar grüfelich. und was doch vertagt und das zeerkennen wirt er von der forchtfamen frauen fraidig und mnnlich gefchetzt das fein nach gendi zogi lutrer erfchine. und defter ee zefpot wert und unnütz gefehen § Allfo haben. Wir fpre- chen unfer fag zefeftigen als mir got helff. merck uß difen worten *ie die magt offenbaret was nach dem nachtmal in deß ritters wirt- fchafft befchehen fei. das man darauß verfton mug wie das end werd. § Das | der it. Das ift fmaehlich zelefen. als von ainem der ledermann ze haffen feie, als ob fie fpräch. der unfinnig oder der gauch oder gockelman. § Bat fie den ritter. Das ret fie auch fraachhch. als ob fie fpräch bat fie ritter fchoblin. § Der fing an. Wann er went es war ainer von feinen mitnagern oder gemainern. § und getorfts. Als die wenwol all tünd *** die mit Unwillen den weiben willfagen. ich 1( enn ir vil mit harin fallen hart geftrickt. Affen fail feind ainfach Poch bindens faft. § Thais lag. Merck wie verfchambt fie was. wie- *ol fie in zornig fach umb das fie begert in ein zelaffen dannocht w olt fie das er den Jüngling auch darzü lüde mit in zeeffen. das er ir "uch nit verfagen torft. wiewol er in ungern lüde. Merck was das gauch fpil vermüge. § Das tet fie. Das fetzt er das du merekeit das fi e irem Phedrie nit untrü ertzaigen wolt mit dem Cremes f.e achtet vit *er fchoblins nit vil. § Er lud. Das ist ungern * [A] lücke durch zwei zeilen ** |I] ohne lücke *** tüud — 110 — fie fieng mit im die red an. Der ritter wont im were ain mitnager zeaugen geftirt, er wolt ir widerumb laid tun. hörftu (fprach er) knab hol Pampbiliam das f* uns fröd mache, fi erfchri in kainn weg zu wirtfchafft. Der ritter widert ficb, darumb kamen fi zekrieg Die weil tet das weib ir gold von ir, und gibt mirs hin zetragen das ift ain zaicben fo erft fi mag das fi fich von dannen bebt, ich waiß es. § Er belib do. wie wol er vor hin frech was. dannoeht ließ er ficb tbaidera erwaichen. wann fie kund ftreichen und fmaichen und maint doch nit das fie rechte fach fürte, als fie thet. § Ain mitnager. Es wer gröffer wann fie in hinein dem ritter zeaugen gefürt hette. wann wer er ungefarlich felber komen. darumb legt er alle fchuld auff Thaidem. als ob fie im das zelaid geton habe, das ift ain urfach das Cremes in deß ritter hauß nit gofmeebt würt. wie wol in der ritter ain mit nager verdencket. § Er | wolt ir. Ir Thaidi nit Cremi. § Hol Pamphiliam. Er volget gnatonis rat den er im oben gegeben** hat. und fpricht nit beruf Pamphiliam wann fie was nit in deß ritters hauß. er hieß fie holen auß der Thaidis hauß. § Das fie uns frod mache. Merck das fmehen als ob es in Thais nit frowe. Merck das raitzen nach Gnatonis lere, als ob er fprach. du haft ain andern, fo will ich die Junckfrauwen. § Si erfchri. Spricht erfchri. und nit fie antwurt ze ertzaigen iren groffen Unwillen darzü. § Zu wirtfchafft. Maint es wäre untzimlich ain wol gezogen junckfrawen zeladen über wirtfchafft der wollufcht*** und unkeüfchait. Und gebricht. In kainn weg ift fie zeberüfl'en zu folicher wirtfchafft. Sie redt es nit gar auß das fie fich felber und den ritter nit fmehe. wann wie groß bülerin feind fo weren fie dannoeht gern erber gefehen. Sie fpreche fuß fie gehört nit zu unfer hürrei. § Widert fich. Er wolt fie haben. § Die weil. Das er ir das nit für die junckfrawen neme und defter gerüfter were von in zekomen. § Das weib. Spricht der Poet und nit Thais das er aller weiber liftikait damit berüre. § Ich waiß es. Wann alle ding fehicken fich zu unainigkait. sie * :;: gegehen *** sie — 111 — r ° Der ander tail des flerden underfchaids. Als Phedria aufä dem dorfF kam fach er Pithiam gar betrübt aus Thais haus gan eilens. Bild: Straße. Links vorn phedria nach rechts; rechts hinten, den türklopfer in der band, pithias. — 112 — [D]Ie * weil ich ins dorff gan ward ich mit mir felber under wegen (als dann befchicht wa etwas befwerd in dem geniüt ift) ains aus dem andern gedencken. und alles in den böfernn tail. was darffs wort? fo ich die ding betrachte, fo fürgee ich das dorff ungeachtet. Ich was yetz ferr gegangen, do iclis mercket. ich gieng wider umbher Übels muts. da ich an die wegfchaid kam ich geftund. ward mit mir gedencken Hun hun. foltu zwen tag liie bleiben allain on die? was ifts dann? Es ift § Die weil ich ins dorf gan. Die hochtzeit zevolenden was not das Phedria keme durch den die ding geleütert werden. Nun folt er ye zwen tag auß heleiben darutnb ift not zefagen was in bewegt habe wider zekomen. Und kam doch der ThaiB halb auch nit uneben, wann fie was in Unwillen von dem ritter gefchaiden. und was das vollbracht darumb fie feines abwefens begert. § Und alles in den bofern tail. Da gebricht auffnemen oder rechnen oder anders deß gleichen fo ich die ding betrachte die ain büler betrachtet der gern bei feinem bülen were. und nit fein mag und ainn andern bei ir waiß. § Ungeachtet. Das ich nit wift daf ich darfür | gegangen was wann mir la,g Thais im finn. § Do ichs mercket. Das ich für daB dorff hin auß was. § Da ich an die wegfchaid. Da ich von der gemaine** ftraß eben gen dem Dorff folt gon. § Ich geftund. Merck er geftund und gieng nit zu dem dorff do er es vor im fach, das ift mer wann das er vor unwiffend darfür ging. § Hun hun foltu zwen tag hie beleihen. Das ift zelefen mit unmutiger geberd. als ob es in überlang bedunckc. § Hie. Im dorff allain on fie und on all ander wolluft- § Was ifts dann. So ich fchon wider hin ein gang. § Es ift nichts. Merck wie die büler mcngerlai ratflagen. und ob fie wol etwas göts rata finden fo beleiben fie doch nit dar auff. als hie fpricht er [D] lücke durch zwei Zeilen — 113 — nichts, was nichts? berür ichs nit, fo fich ichs aber. Eh zimbt ains nit, fo wirt das ander ziraen. werlich in der letften linien lieb haben ift nit gar nichts. Ich fürgieng das dorf wiffent was ifts aber, das Pithias betrübte fo fchnell auff her gat. § Es ift nichts, und ift gut und war. aber er beleibt nit auff dem rat. er fpricht als bald darnach. § Was nichts. Und maint doch es lei etwas wann er fie müg fehen. § Eh zimbt ains nit. merck wie er eh fo fpotlich hin zu fetzt, gleich als ob er mit aim andern rede Ul id nit mit im felber. Und merck wie er zimbt und zimmen | fetzt, gleich als ob er von gar groffen dingen rede darinne man groffe zim- "gkait füchen muffe. Er redt als ain ynbrünftiger von Venus hitz. § Werlich in der letften linien. Es find fünff linien der liebi. fehen. re den. lieplich ftraichen. küffen *. thund die frawen laichen, als auch oben gefagt ift. § Ich fürgieng das dorff unwiffend. wann die liebi zwang mich, als mir Parmeno oben gefagt het. § Das Pithias betrübte. Das ift ain eingang der nechften Seen, darbei man mereket •nit was geberd fie reden würt. wann fie ift traurig und betrübt umb "as die Junckfrauwe gefchwecht ift. ,f «r« n z. 114 — f Der drit tail defi vierden underfchaids. Pithias fücht den verfchnitnen fo begegnet ir Phedria dem fagt fie wie der verfchniten die faiten- fpilerin gefchwecht hab die Trafo gefchenckt het in beiwefen Dorias. Bild: Straße, phedria nach rechts, ihm entgegen pithias, hinter ib r dorias. — 115 - Pith. UjCh* arine wa find ich den Schalckhafffcen unnd ungetrüwen oder wa fuch ich in? Das er aber folich Übeltat getorft tun? Ich bin hin. Phe. Ich forg was das feie. Pith. Und darzu das übel da er die Junckfrauwen U]N ** difer fcen ift hübfch zehoren wie Pithias der Thais diern mit "bedria wortelt. und im doch die ding unwiffent waren. Unnd wirt dife diern ein gezogen als aine die den fliehenden und untrüwen wider luchen will § Den fchalckhafftigen und ungetrüwen. Vol boßhait und. Übels der Thaidem gefchelkt hat und die junckfrauen mit falfcher hebi veruntrüwet. § Das er aber follich. Sie hat ain verwundern das er follich übel fo getorftlich volbraht*** | hett. § fch bin hin. Das ift am wort der vertzwei feiten vor unmüt. ich bin hin oder tod ich mag "ichtz mer. § Ich beforg was das fei. Ditz gedenekt er. und l'inn -j- Wort bedürffen nit fo gantz gefetzt werden als gefprochne. darumb ] ft die red etwas gebrechhaft't. ich forg was das fei. und ftat für dife red. ich waiß nit was das fei. und forg doch etwas groß. § Und darzü das übel. Sie fürt die klag der gefchicht. und nennt in das übel als ob Cherea felber die Übeltat feie, das ift mer wann fprach 'ie der übelteter. als fo wir fprechon. du bift ain unglück. fo wir ainn -|--|- unglückhatft haiffen wollen. § Da er die jnnckfrawen fchwecht. Merck wie hert fie die klag fürt, als ob er alle ding nun ir zefchmach Setün het und von kainer freüntfchafft oder liebe betzwungen were. "arumb lagt fie von dem gewalt ir befcheben mit zerreiffung irer klai- " e *. darbei man auch ir widerftreben inercken mag. das er fie nit 'eicht rnocht überkomen. wie wol im alle fchicklikait mit was deß bauß gefinds abwefen zeit und ftat. auch fie der flaff betzwungen het "las fie fich auch nach irem vermügen gewort habe, mag man bei dem 2 erftrobelten bar mercken. * [I] lücke durch zwei Zeilen ** [I] ohne lücke *** sie t finnwort tt ain — 116 — fchmecht, hat er ir als ir klaid zerriffen, und das har zer- 4y * rauffet. Phe. Hera. Pith. Das er mir nun wurd, wie leicht wollt ich dem gifftigen mit den negeln in die äugen wüfchen. Phe. Ich waifi nit was betrübnuß in unferm ab wefen hie haim erhebt ift. Ich gee zuhin. wie eilft? oder wen fuchft Pithias? § Dem gift'tigen. Der unraine falfche und unzimliche werk nit nach feinem ertzaigen geton hat. Sunder die Junekfrawen entraint. § Mit den negeln. Das ift der frauwen waffen. Unnd maint was die jungk- fraw von zerte irs leibs und ungeniete nit volbracht het das wolt fie gern tun. Das ift das angeficht mit den negeln zerkratzen, als ge- wonlich die angefochtnen diernen thünd denen die ir wider im freien willen begerend feind. Und ift difer text zorniglich und grimmigklich zelefen. als ob fie ftande mit gekrümbten fingern, in maß yetz in in zefallen [ und mit den negeln im fein antlit zerkratzen. Darumb fpricht fie mit den negeln in die äugen wiifche. als ob es geblingen gleich als fliegend zu folt gon. Und darumb fetzt der latinifch text in die äugen fliegen. Aber diß ift nach unferm teiitfch gemainer. § Wie eilft. Wie zitterl't. wie bift betrüebt. was leit dir an? 501 — 117 — Pitb. Hera Phedria. wen ich fuche ? Gee hin deß du wirdig bift. mit deinen fchanntlichen gaben. Phe. was dings ift das? Pitli. Fragft mich? Der verfchnitten den du uns gegeben haft was betrübnuß hatt er uns gemacht. Er hat die Junckfrawen gefchwecht, die der ritter geftern gegeben hat. Phe. was gichft? Pith. Ich bin tod. Pbe. Du bift voll weinß. Pith. Ah das die allfo feiend, die mir übel wollen. Dori. Hau. Ich bitt dich mein Pithias, § Hern Pliedria wen ich fflcli? Sie hett ain verwundern von feiner frag, als ob er Cheream in auffatz für den verfchnitten hinein gelandet hahe. Darumb fchilt fie in verborglich und haift in gon an die ftatt die er verfchuldet hette wann es in der mainung von im be- fchehen were. Als ob fie fpräch Gee hin ann galgen. oder deß gleichen. § Was gichft. Das ift nit ain frag. Es ift ain verwundern aber irer la ge. § Ah das die alfo feind Als ob fie fprach. Wer ich vol weinß das wer mir nit vaft laid. aber ich wolte das all mein feind allfo vol weren. wann ich bin vol kumers und unmüts. — 118 — was Wunders ift das gewefen? Phe. Bift unfinnig? wie W* möcht ain verfchnitner das tun? Pith. Ich waiß nit wer er gewefen ift. Aber die fach zaigt was er geton hat. Die Jungkfraw waint. und wie offt fie fragft was es fei, fie ge- tars nit fagen. So ertzaigt fich auch der gut man niendert. Ich arme argkwonen auch, das er aufi hin gand ichts entragen habe. Phe. Ich kan nit verwundern, wahin der ungenitet * weitter wann haim gangen müg fein. Villeicht ift er wider- umb zu uns komen. § Wag wunders ift das Dorias redt weiplicb. wann fie went der ver- fchniten habe die junekfrawen gefwecht das wer wol für ain wunder nach der natur zefchetzen § Ich waiß nit wer etc Da phedria fagt fie were unfinnig, kain verfniter** mochte das tun. do fiel Pithias von dem das der verfniten das getün hette und lag allain au ff der fach die nach allen zaichen ainer gefwechten junekfrawen zebeweifen gnüg were und fpricht. § Die junckfrau wainet etc. Wann der nam difev werok foll den junekfrawen unkund fein, wann were fie geflagen oder geftoffen fie hette es gefagt. aber das zame ir nit zefagen. § Der gut man. Sie maint es widerwertig. | als fo wir mengerlay mißtüend. gut leüt haiffen und mainen doch fie feien boßwicht, und fpricht. man. wann fie hat in nun für ain man nach feinen wereken. und nit mer für ain verfniten. § Argkwonen auch. Zu dem das ich argk- wone auß den zaichen er hab die junekfrawen gefwecht. § Ich kan nit etc. Das alles redt er in im felb. untz da her. § Villeicht ift er widerumb zu uns komen. Das felb redt er zu den dirnen. darumb bitt in Pilhias das zebefehen. * sie ** =;„ &l tt — 119 — Pith. Ich bitt dich lieber fichs obs it fei. Phe. Du wirdfts als pald wiffen. Dori. Ich bin hin, 0 du meine ich bitt dich. Wie ain unfeglich Übeltat Ich hons nie mer gehört Pith. Und auch ich. Ich höret wol fie betten die frawen über lieb, ^och möclitens nichts, aber es ift mir armen nie inn fin komen. Jch het in fuß etwa hin verfchloffen. und die Jungkfrawen n it bevolhen. 8 Ich bitt dich. Der text fetzt gar oft't Obfecro. das ift mer dann bitten, es ift flehen, aber fo das wort flehen in unferm geniainen teütfch nit fo vil gebraucht wirt. fo fetz ich offt bitten, für flehen, lud muß dannocht mit ebendienender geberd gelefen werden doch w irt das wort ich bit dich oft't für ain ainig fchmaich wort gefetzt. a l s zenechft hernacli Dorias dife woit alle, o du meine ich bitt dich 'ür ain liebend oder fmaich wort fetzet, dar durch fie doch etwas v erwunderns erzaigen will, und haiffent einwürffige wort, bewegjnuß des gemüts bedeutend, in fr öden in trauren in verwundern, oder a nderm. § Ich hons nie mer gehört. Das ain verfchnitner folichs Pflegen folte. § Es ift mir armen nie inn fin komen. Das fie die frawen über lieb haben. — 120 — 51 ( ' Der vierd tail deß vierden underfchaids. Phedria gieng mit den meg- l ten in l'ein hauß den hemling zefuchen. Da fand er den rechten hemling in feines brüders Cherea klaid. Und als die megt wider umb heruß lieffen. do fach fie den Cremes der was auß deß ritters hauß gangen und wolt in Thais hauß. Da lieff die ain diern mit den klaineten vorhin. Bild: Innenraum. Links sitzt dorus enuckus, kahlköpfig, mit nackten beinen; von rechts her phedria, pithias, dorias, hinter letzterer durch die tür blick auf die straße. 52 w - 121 — Phe. |_G]Ee* attfiher du fehalk. wie? Setzft du dich auch? Fürher du übel geratner flüchtiger. Dor. Ich bitt dich. Phe. Ah ficha wie zerkrümbt der boJävvicht das maul, was bedeüt dein herwider komen? was endrung deins klaids? wasfagft? wer ich ain wenig lenger aufi beliben. Pithias, ich het in nit hie haim er griffen alfo het er fich zu der fluht ** geriebt. Pith. Ah lieber haftun? Phe. Hau [G]Ee*** aufi her. Merk wie lieplich ift die irrung ze hören, in dem Phedria nit zwyfelt er habe den fanden dem fie nachgond zefüchen und doch nit ift. § Wie fetzi't du dich. Phedria zoh in frefenlich darumb fich Doms als ain unfchuldiger etwas fetzet als die ftettigen Pferd, und het verwundern ab feines herren bewegnuß § Du übel geratner eto Er het in tür erkaufft. darumb haift er in übel geraten gegen dem gelt das er umb in geben hat. alf man auch in andern keüffen tut. pferden fo mans reit. Schweinen | oder ochffen fo man fie metzget. fpricht fie wol oder übel geraten fein gegen dem gelt darumb gegeben. § Flüchtiger. Die fchuld Cheree legt er auff Do- i'urn. § Wie zerkrümbt der boßwicht das maul. Merck wie liftiglich er feiner ungeftalten gab helffen wolt als ob er von natur fchon fei. wann er fich nit übel ftellet. § Was bedeüt dein widerkomen. War- inib bift widerkommen. § Was endrung deins klaids. Was bedeüt rnuft auß dem obern mereken. § Wer ich ain wenig etc. Es ift gar geniain das zornig leüt wann fie im zorn aus geftoffen hond. das fie fich darnach zu andern keren zebedeüten das ir zürnen zimlich ge- ■wefen fei. § Allfo hett er fich zu der flucht gericht. Maint feines hrüders Haider als ob er fie wolt entragen hon. § Ah lieber haftun. l>as ift wol gut zehoren das fie fragt und fah in vor ir fton. darumb fprach er. warumb folt etc. als ob er fpriieh. fo er vor mir ftat fo "on i c h i n gnüg wol was irrt dich. * [6] lüeke durch zwei zeilen ** sie *** [G] ohne lücke — 122 — warumb folt ich in nit hon? Pith. 0 das ift gut. Dori. Bei pol es ift joch gut. Pith. wa ift er aber? Phed. Fragft? fichts* nit? Pith. Ich bit dich, wen folt ich fehen? Phe. Trün den. Pith. was menfchen ift der? Phe. Der hüit zu üch gefürt ift Pith. Unfer kaine hat hüit den mit iren äugen ye gefehen. Phe. Nit gefehen? Pith. Glaubftu den ich bit dich zu uns gefürt fein? Phe. wen hab ich fuß anndern gehabt? nieman. Pith. Ah der ift trün nit zefchetzen zu yenem. der was ainer erbern adelichen angefleht. Phe. Allfo beduhts** dich vor, wann er mit mangerlay varben § Wa ift er. Sie fach darumb an und fragt als ob fie fpraeh. Ich fich den wol. aber ich kenn in nit. ich fuch auch den nit. ich kenn ain andern. § Fragft? fichfts nit? Sie waren auff baid feitten un- getig wann fie fagt deß Cheree gefchicht. er maint fie fag von Doro. und feind baid unrecht. § Was menfchen ift der Das redt Pithia*** Donim angreifi'end. § Unfer kaine. mit allain Thais, fnnder kaine unfer dirnen aller. § Nit gefehen. Mit der verwunder frag, zaigt er doch irer fag etwas gelobig werden. § Glaubft du den. Sie fraget in als ob er mer hab geliebt auß denen er difen zefchicken geweit habe, darumb antwurt er und fpricht er hab kain andern gehabt. § Ah der ift trün. Ah ift ain wort .betrübts ge|mütos. § Der was. Spricht der was. als ob ers nit mer feie, fo er hin ift. oder ift er noch allfo fo ift er doch Thaidi nit allfo fo er von ir geflohen ift. § Wann er mit mangerlai. Es was gewonhait das man folich knecht zierlich klaidet mit getauten klaidern mengerlai färb, in funderhait wa man fie verfchencken wolt. * sie ** sie *** »i — 123 — beklaidet was. Nun beduncket er dich darumb fchnöd fein, ch geton hab § Sweig ich bit dich. Merck wie aufi weiplichem zorn. ret fie fweig lc h bit dich, fi inocht in nit hören da er mit follichen ungleichen Worten fie bereden wolt ainn den andern fein under denen fo groffe inderfchaid was. Und wie faft fie bewegt was dannocht fmaichet fie lr & etwas fo fie fpricht. Den du gern feheft Phedria und lobet den Jüngling auff den fie zornig ift. das fie Phedriam gelobig mach das der nit gefürt feie zu inen der vor im i'tat. darumb fchilt fi den leiben, er fei fwinglich als ain gert der ander güts wol mügens** | leibs der alt. difer von fechtzehen jarn. der wafferfüchtig ift difer gefund. der plaich difer rottenhafft. Und fpricht den du etc. wann fo du bift ar n fchawmaifter fchoner geftalten und ain büler du müfteft in loben Und gern fehen. § Der ift fwinglich. Das alles ift zelefen zornigklich. a ls von ainem den man lutzen wil. und daß deß andern geftalt defter 10 w gelobt fei. durch difes ungeftalt. und fpricht fchwinglich. maint Hain und mager, als die zongerten waich und flechtig. § Waffer- 'üchtig. Als die verfniten gewonlich im alter worden, und das betagt die färb da mit fie in lutzen will gegen dem andern. § Tunckelblaich. Etlich fprechen tod färb, und maint bcifer färb flecket und v °l braiter mufen. § Du machft mich. Das alles redt er betrübter. Und als ainer der dife wort Phitie*** nit gern hörn will, funder felb die w arhait erfaren. zn ** sie — 124 — Hoho hon ich dich kauft Dor. Du hafts thon. Pith. Haiß in mir dann antwurten. Phe. Frag in. Pith. Bift du it hüit zu uns komen? er lögnet. aber der ander ift komen, bei fechtzehen jar alt, den Parmeno mit im füret. Phe. wol » n pald bericht mich defi. von wannen haft du die klaider die du haft? er fchweigt das menfchlich wunder, wilts nit fagen- Dor. Cherea kam. Phe. Mein bruder? Dor. Ja. Phe. wenn? Dor. Hüit. Phe. wie lang ifts? Dor. Nülich. Phe. Mit wem? Dor. Mit Parmeno. Phe. Haftu in vor och erkent? Dor. Nain. ich hon auch nie gebort fagen wer er feie. Phe- wannen wifteft dann, das er mein bruder were? Dor. Par § Er lognet. merk wie fie beweifen will das fie recht habe, das der komen fei von dem i'i fagt wann difer ift nit bei in gewefeu als ei' ietz felber fpricht § Wol an. Merck wie phedria l'o begirlich W" 1 der warhait bald underricht werden. § Er fweigt. er fweigt auch wo' wann er bel'orgt Cheream untz das er es fagen müft dannocht fagt e1 ' es ftameln ** und fitlich und nit gech. als ainer der nit gern fage'- wann er bel'orgt yetlichen bruder uf baid weg § Das rnenfchlicli- ^ fchilt in er fei ain wundermenfch. wann er ift weder man noch fra^ und redt zornigklich. wilts nit fagen. § Wannen wifteft etc. Frag nit unbillieh wannen er in erkennet fo er fo ain nüwer knecht in den 1 haufi was und erft erkauft und Cherea gewonlich auff dem Pirreo w as und ret die wort alle das er fein red widerfprecben mocht wann H" was laid das fein bruder folichs getbon hett. darumb fragt er nie n ' gerlai in zebegreiffen. sie — 125 — meno fagfc er wers. Der felb hat mir diß klaid gegeben. Pbe. Ich bin tod. Dor. Er legt das mein an. und giengen mit einander aufihin. Pith. Yetz glaubeft du das ich nüchtern fe i- und dir nichtz gelogen, es ift nun genug gewis, die Junckfrawen gefchwecht fein. Phe. Gee du torochte, glaubft du dem was er fagt? Pith. was bedarff ich dem glauben. &e fach betzaigt es. Phe. Kom da her ain wenig. Hörfts nit nun ain wenig. Pith. Es ift genug. Phe. Sag du das a ber. hat dir Cherea dein * § Jetz glaubi't das ich nüchtern l'ei. Es het fie groß verfchmacht das er oben zu ir gefprochen het. Du bift vol weinß. Als auch frauwen fe hentlich und unerlich ift. truncken werden, darumb fo will fie fich der i'chand entfcbnkligen. § Es ift genüg gewiß. Merck rechte ord- nuri g Von erft entfchuldigt fi fich der trunckenhait Und darnach fo komt fie erft an der Junckfrauwen fach. § Glaubftu dem was er f aget. Do Phedria höret das von feinem brüder die mißtat befchehen w as do het er das gern verborgen unnd widerumb her bracht. Darumb fo fpricht er. Glaubftu dem was er fagt. Als ob er fprache. Du betrifft dem nit glauben, wann all kneoht liegen gern. Auch dami fo ift der ain flüchtiger verfchnitner. darumb im defter minder ift ^glauben. § Die fach betzaigt es. | Do Phedria die diern überwand d *s der fchnoden perfon nit zeglauben feie, do zoch fie fich auff die fach. — 126 — klaid abzogen? Dor. Es ift befchehen. Phe. Und ift dar mit beklait? Dor. Es ift befchehen. Phe. Und für dich da her gefürt? Dor. Ja. Phe. 0 groffer Juppiter was fchalck- hafften und trutzigen menfchen. Pith. wee mir, nun glaubft du das wir in unzimlich weg verfpottet feien. Phe. Es ii* 1 ain wunder glaubftu § Komb daher ain wenig. Phedria wolt die warhait haimlicb von i' u erfaren das es Pithiaa nit horte, und zeicht * in befunder. Darufflb fpricht Pithias. § Es ift gnüg. Maint erfarn oder gehört. Doch da er in haimlich fragt unnd die warhait erfür. do fprach er. § 0 groff e1 ' Juppiter was fchalckhäfften und trutzigen mennfchen. Und maint Che- ream oder Pannenonem. aber er ** redts mit der ceberd das*** Pithias wonet er mainte den verfchniten. und darumb fpricht fie als pa la dar auff. Wee mir nun ge|laubftu das wir in unzimlich weg verfpottet feien. § Es ift ain wunnder glaubft du das der fagt. Ain vev- fchnitner flüchtiger knecht. BIO ** aberer *** geber ddas 54" 55 i-o — 127 — das der fagfc. Pith. Ich waifi nit was ich tun foll. Phe. Hörftu lögnen wider. Mag ich hüit nit die warhait auß dir graben? Haft du it mein bruder Cheream gefehen? Dor. -Nain. Phe. Ich fich du magft nit vergehen * on dein groß übel. Gee nachher. Yetz gicht ers, dann lögnet er. bit mich. Dor. § Hörft du lognen wider. Das fpricht Phedria zu dem ** verfclmiten öaimlich. und das ander laut das er die dirnen wider ab dem glauben bring, das es Cherea nit feie. § Ich i'ich du macbi't nit verjehen * etc. •Merck wie er alle lein vorigen fagen mit dii'en wortten begeret ze- v ernichten das er den glauben auß den diernen zieche. darumb triiwet*** er im. Unnd ü't gleich als fo man ain martert untz | das einigen muß was man wil. ob er fuß war het gefagt. § Gee nachher e tc. Als ob er in an die wag füren woll die warhait auß im zebringen. Und ift doch alles zu ainem fehein vor den diernen das fie defter minder gelauben follen. Darumb redt er haimlich zu im. § Bitt mich. Als ob er herrt und fcharpff fei. und wie Phedria mainet er folte g'eichfnend biten. dannocht fo bat er in gar ernftlich und fprach. sie ** den *** sie — 128 — Ich bit dich io recht vaft mein Phedria. Plie. Gee einhin. Dor. Oy hei oy. Phe. Ich waiß nifc wie ich fuß erlich von hinnen gang, es ift befchehen. und du bub wilt mich erft auch umfürn. Pith. Ich waiß bas wann min leben das der böß lift Parmenonis ift. Dori. Es ift alfo Pith. Bei poll ich wird * § Ich bit dich io recht Wann er forchte i'ich. Und auff das fpricht Phedria gar zornigklich unnd frevenlich. § Gee ein hin. Darumb wainet Dorus. § Oy hei oy. Wann er mainet** im were erni'b. aber er füchct nun wie er glimpflich von den diernen komen mocht. Wann er was gantz überwunden das Cherea den unfüg geftifft hette. § B g ift befchehen. Alles das fi gefugt hond von der .Tunckfrawen Und Cherea hat es geton. Doch fo will er | gleichßnen das nit befchehen fein. Unnd leret den knecht liegen und geftatet der unwarhait wider alle erberkait. Das doch ainem *** freien Jüngling nit getzimbt. Und darumb wer der Poet zeftraffen. Antwurt. Er thüt das glimpff und er feins brüder zebehalten und fein felbs und der feinen. Und das die hochtzeit defter ain erlichern auß gang gewunne. Und darumb nimbt er Urlaub glimpflich der lügen unnd unwarhait beiftand zethün. Darumb fpricht er. § Ich waiß nit wie ich fuß erlich von hinen gang. Unnd wirtauch alle fchuld auff den knecht getroehen. Darumb fpricht Pithias. § Ich waiß bas wann mein leben, etc Darumb das freien und edeln Jünglingen untzimlich ift follich lift zeerdencken. § Bei poll ich wird noch hüit der gleichen erfinden etc. Das ift ain guter ein gang dife fabel frSlich zeenden. wann durch den widergelt Phitie f dem Parmenoni wirt der vater zu dem prautlauff berüfft die durch in zefeftigen. * i fehlt ** mianet *** ainjnem t sie — 129 — n och hüit der gleichen erfinden, das ich im danck fage. aber Was mainft du nun zetun fein Dorias? Dori. Von der Junckfrawen fragftu? Pith. Ja ob ich fweig, oder ob ichs fag'r 1 Uori. Bei pol biftu witzig, das du waift das wiß nit. weder Vom verfnitten noch von der Junckfrawen fwechen. da mit züchftu dich auß allem kipel. und machft dir die dankbar c 'a mit, fprich Dorus fei hinweg gegangen. Pith. Ich wils ^un. Dori. Aber ich fich Cremen, Thais wirt ietz hie fein. * ith. wie das? Dori. wann da ich von in gieng, da erhub iich das kipeln. Pith. Trag du hin das gold, ich will wil'fen Was es feie. § Das du waift das wiß nit. Merck der Poet wolt nit daa die ding v °n ftund Thaidi und Cremeti gefagt wurden wann Thais mocht fie »it fo fer dem brüder gelobt hon. irer wol kundende* zuoht tugend ll ud foham halb, wann fie gewift betten das fie gefwecht were. Auch ^eren fie nit fo keck und manlich gewefen fie vor dem ritter zebe- fchirmen. der als pald hernach käme mit feinem bor fie wider ze- fordern. § "Weder von verfnitten. Das er nit verfniten fei. funder c herea. § Und machft dir die danckbar. Das du ir lafter nit weit a «ß braiteft. wann es ainer junckfrawen groß und fchentlich zefchetzen lft Wa, fie gefwecht wirt. darumb haben fie es gern haimlich. Etlich f etzen. Und machft die den** Cheream danckbar. aber es dienet nit. w ann fie feind im gram, und fuchen nit wie fie in willfagen funder lehnen. | § Thais wirt yetz hie fein. Die wirt aller ding felb gewar. darumb machtu fchweigen. sie L >» °uz. — 130 — Der ftinfft tail deß vierden underfchaids. Redt Cremes mit Pitlnas in Thais haus. In dem gieng Thais her und wolt auch hinein. Bild: Links geschlossene haustür von außen, Thais will hinein; rechts höhe 1 ' im innern pifchias und Cremes auf einer bank. — 131 — Cre. [0]N* lion bei liercle mir find wort gegeben. Der wein hat mich überwunden, den ich getrunken hon. Doch die weil ich faß beducht ich mich fchön nüchtern fein, aber da ich a uff ftund, mocht weder fuß noch finn feine werck wol volbringen. Pith. Creme. Cre. wer ifts? Ah pithias wie vil fchoner bedumickeft [1]N ** difer Seen wirt der jüngling Cremes halb truncken ein getzogen ^lernen was der wein vermüge zu dienft fro Veneri. Und auch wie c, ie truncken der fürgenden *** ding gedechtig feiend, und in den gegenwärtigen ftumeln und ftutzen. als cremes tut mit der zungen und f üffen. darumb fprieht er. Hon. fo er auff geftanden ift und waibeln gen der Thais haufi gat. als ob er fprach onhon erft enpfind ich wie mir I ift. Nun fich ich das mir gute und freüntliche wort gegeben "at. untz das fie den wein in mich bracht hond und mich freilich gemacht, wann er het Thaidem allweg in argwon fie wurde weg er- dencken damit fie in hinan brechte. Darumb mocht er das gedencken Wiewol es nit allfo was. Oder mir feind wort gegeben, vom wein d( * mit füffigkait ain truncken ertzaigt hat. als die fchmaicher mit Konten thünd untz ich antrunck worden bin. § Weder fuß. Wann e * kund nit wol mer gon. Defi gleichen fetzt auch Plautns t von dem w ein dife wort. Der wein ift ain liftiger ringer. er kan fchrencken ni mbt ainem die füß zum erften. Und Virgilius vom trauben. Er ni mbt von erft die füß. darnach bint er die zungen. So fprieht der P °et hie. Das weder die füß noch die finn alle das ift das gantz ge- müt ire werck volbringen. doch bedeücht in im wer recht, aber er irr t das bekent er mit den nachgenden Worten fo er fprach. Aber do io h auff etc. § Wol volbringen. Und fprieht wol. wann er gieng und haucht fein finn aber nit wol. § Wie vil fchoner. Merck fo er vom Wein verwandelt ift bedunckt in fie fei auch verwandelt, darumb fw ert fi e werlich und b ei go t er dunck fie frolicher fein, wann er " a b ir vor gro be und unmutige wort, als oben ftat. darumb fwert le awifach. fie fagt recht, aber er irre das fie fchoner fei. doch 8 lb * fie im erwer antwurt wie wol fie im finn het er were trttnekner Ul) d voller weinfi. fi [0] lücke durch zwei zeilen [1] keine lücke *** fargenden t Plantus — 132 - du mich yetz fein, wann vor. Pitb. Und warlich bei poll du 5 7v vil frölicher. Cre. Bei hercle, das wort ift war. on cerere unnd wacbo * ift venus kalt, on fpeiß und tranck ift venus kranck. aber tbais ift fie vor lang komeü? Pitb. Ift fie dann auß vom ritter gangen? Cre. Ja vor langen. Es feind groß krieg zwifcben inen worden. Pitb. Sagt fie nicbtz? das du ir nacbvolgteft. Cre. Nuntz wann da fie ** außgieng **, winckt fie mir. Pitb. Eho was das nit gnug? Cre. Aber ich wift nit das fie das maint. nun fo vil was ich zewenic verftunde, das ftrafft der ritter, wann er ftieß mich auß dem liauß. aber fih ich fich fie. mich wundert wa ich fie fttr- kert habe § On cerere und bacho Ceres ift ain gotin des korns Bacbus ain got des weinß. On die das ift on effen und triucken ift venus kalt. Das ift die gotin geberen feins geleichen, wann ir kind wirt geleicbt in- briinftigem feur etc. Das auß zelegen gehört an ander end wann fo vil natürlich ssereden fo all leiplich begird auf}' natürliche wermi deß geblütz gefetz *** ift und das geblüt on wol effen und trincken nit gut und warm beleiben mag. fo mag auch die begird ssü den werken veneris nit beleiben, funder wirt fie erkalten, und ab gan. zeglei- cher weiß als erkaltet bech bald abfeilet fo man mit hiebet. § Winckt. fie mir. Zaiget wol das fie in zorn von dem ritter gefchaiden ift doch ift der zorn nit fo groß gewefen das fie von irem für nemen der junckfrauen und irs brüder laffen wolt. darumb fpricht er. fie winckt etc. § Eho was das nit etc Merck wie Cremes fo | ainfeltig und ungenietet wttrt in dife Seen getzogen das in auch ain diern umb fein unkiinden ftraffen mag. als hernach bas gezaiget wirt. § Wann er ftieß mich. Verfechlieh er flüg f in nit. wann er was auff Thaidem zorniger wann auff in. * sie ** statt i beidemale lücke *** sie t sie — 133 — &or° Der fechft tail deß vierden underfchaids. Sagt Thais dem Cremes wie i'ie im fein fohwefter zewegen hab bracht und auff enthalten. In dem erftechen * fie den ritter. Der kumbt mit vil volk die Saittenfpilerin wider zenemen. Dar gegen ruften fie fich mit verfperren deß haufi. Doch wolt Cremes gern herufi fein. Den behüb fie kaum mit guten wortten bei ir. Bild: Straße. Links sehen Cremes und Thais zum fenfter heraus; von rechts Trafo, Gnato, Siriftus mit lanze, hinter ihnen Dorax und Simalio mit hellebarde, Sanga. — 134 — Tha. [I]Ch * glaub freilich er werd yetzt komen das er mir die neme. laß in nun komen, und rürt er fi mit aim vingerlin an, im werden gleich die äugen aufi gegraben, wie lang mag ich noch deß ungftümi leiden und hohe wort? Es feind auch nun wort, wann wölt ers zu wercken bringen er wurd ge- flagen. Cre. Thais ich bin yetz längs hie. Tha. 0 mein Creme ich beger auch dein [IJCh** glaub. Merck dife wort wie fi die aufi den vergangnen krieg mit dem ritter redet, als ob fie fprech. Nach dem als wir mit einander gehadert hont fo lat er nit er werd mir die junckf'rawen wider- nemen. und merek wie ir der krieg fo hart inn leit das fie weder den ritter noch die junckfrauwen nennet, funder fpricht fie. er und die. als aine die noch bewegt ift. § Laß in nun komen. Das ift ain gemain wort deren die irn feinden manlichen widerftand mainen ze- tün. Und rett im finn. wann fie ift aljlain. und wellich allfo feiend die ftellend ir gemüt auch den minften widerdriefi zerechen daruinb fpricht fie. Und rürt er fie mit aim fingerlin etc. Die räch ift ge- mainlich aller hedrigen frawen. befunder gegen den bülern das fie das angefleht trouwen zerkratzen, wann ire waffen feind die zungen und negel. als auch Phitias *** oben fpricht. Wie leicht wolt ich dem gifl'tigen in die äugen wüfehen. Wann aller frauwen fraidigkait rieht fich gegen den äugen. § Wie lang mag ich etc. Merck fie fpricht leiden, dabei merck ir aller fin wandet und wefen fwer ift. und fein gemainfami allain von deß genieß wegen verduldet und nit von liebi. darumb fpricht fie ungeftümi oder unfehicklichait (Als der latinifch text fetzt) zu der liebi und früntfehaft und hohe wort|. wann es feind auch nun wort, als ob fie fprach. Er pilt wol aber er beift nit. wann- er ift nun ergüdig und gantzer zag der kain manhait ye erzaigt hat dar umb ift fie defter fraidiger fo fie in zag waiß. und fpricht. Wann wölt ers zewereken bringen etc. Das ift wolt er tun nach feinen Worten er wurd etc. * [I] lacke durch 2 Zeilen ** ohne liieke *** sie t oder wort — 135 — felbs. waift aber das alle dife haderei von deinen wegen be- fchehen ift? und alle ding dir zu gehören? Cre. Mir? wie? als ob ich das? Tha. wann die weil ich lern dir dein fwefter widerzegebeu und einfetzen, fo hab ich dife ding und vil dergleichen erlitten Cre. wa ift fie? Tha. Da haini bei mir. Cre. Hem. Tha. was ifts? Sie ift allfo ertzogen, als dir und ir wol gebürt. Cre. was gichft? Tha. Als es an im felb ift. Die gib ich dir zegab. und beger auch von dir umb die kainerlai widergelt. Cre. § Mir? wie? als etc. Er verzückt an difen Worten als ain grober peürifcher ungeniter * jüngling. der von ftund an forcht es wurd über in gan. und erfto.ckt in i'orgen das er feine wort nit volfprechen kund, darumb ließ in Thais nit gern lang in dem zweifei. warumb das were und fagt es fei dar umb das fie im fein fwefter wider geb. und doch allfo das er merckte fie vil von feinen wegen erbten haben, yetz das er gefehen hat und vor das er nit waiß. Merck wie wol fi fich kan gefellig machen und fchetzt das alles im zu. § Hem. Der jüngling erfchrak do er hört das fein fwefter in ainer bulerin hauß was. darumb begegnet im thais bald und fpricht. Was ifts. | doch ** bedarff nichtz wundern. § Sie ift allfo herzogen. Maint zu Rodis bei irr müter etc. das er icht gedechte fie were von irem bofen genieß und bei follichen untzimlichen wolluften ertzogen. darumb fpricht fie. § Sie ift allfo ertzogen als dir und ir wol gebürt. Und fpricht nit als mir gebürt. darumb fpricht Cremes. § Was gichft? Als ob er fpräch das wer ain wunder wann fi in ainer bulerin hauß nach eren folte ertzogen fein. § Und beger auch von dir etc. Von recht mocht fie wol das gelt von im genomen haben aber fie wolt ertzaigen ir miltig- kait gegen in baiden. und fchenckt fie lauter. — 136 — Deß haftu von mir, und fag dir groffen danck thais nach deinem verdienen. Tha. Doch httit creme, das du die nit verliereft. ee du fi von mir enpfaheft wann fi ift die umb die der ritter ietz kumbt fi von mir mit gwalt zenemen. gee du pifchia bring das kiftlin ußher mit den kuntzaiclien. Cre. Sichftu den thais? Pith. wa ftat fi? Tha. In der lidrin truhen du hefliche bift noch da ? Cre. Den ritter fo vil volcks § Deß haftu etc. Dank haben ift. wann ich die güthait im hertzen behalten will und nit vergeffen. als ob ich deß allweg begere züver- gelten on end. aber danck fagen gar mit wortten uß dem hertzen. darumb hat er danck und fagt auch danck. als ob er fpräch leb danck dir mit Worten und will doch deiner güthait allweg in gedenck fein zewidergelt. wann du dag wol umb mich verdient liaft. Auch merck wie Thais dem Cremi fein fwefter defter balder gegeben hat. wann fie wift das der ritter komen wolt i'ie wider zenemen. darumb fpricht | fie. Doch bewar Creme das du die nit verlireft*. wann fie ift die umb die der ritter yetzt kumbt etc. Und ret das nit das fie m forchtfam machte, funder das fie in inanet fich für zebetrachten und ordnen mit was Worten und wereken er im widerftand thün wolte Wann Thais maint der jüngling wer manlich. aber er was ain z a ST darumb ward in Thais als pald troften und fprach. Furcht dir nit gedenck das der ritter frembd ift und nit wol hie gement als du. § Bring das kiftlin mit den kuntzaichan. Das feind der Junckfrawen erfte klaider darinn fie von den raubern verkaufft ward, und andere zaichen bei den man kennen mag das fie Cremes fwefter fei. § Sichitu den thais. Was dar zwifchen im text ftat. ift ain underred Phitie und Thaidis. § Vil volks. Er redt als ain forchtfamer. und halft fechs perfon vil volcks. wann es was nun der ritter Gnato Dorax Simalio Sirifcus *** und Sanga. sie * sie 59«" fiOr» — 137 — her zu dir füren ? tha tha. Tha. Bis nit forchtfam mein nienfch ich bit dich. Cre. Gee hin, folt ich fortig* fein? Niemand under allen menfchenn der lebt minder. Tha. Und es ift notdurfft. Cre. Hei ich forgen. was maus mainftu das ich feie? Tha. Trün du folt auch difi bedencken mit dem du zethun haft. der ift fremd, minder mechtig wann du, minder bekannt, hat minder freund. Cre. Ich waifi das. aber torlich ift das verlieren § Tha ta ift ain wort etwas erfchrocken gemüta. § Geehin. Das ift am wort** da mit er will erzaigen verdrieffens das in Thais hertziget, wann er beduncket fich fuß manlich fein und ii't doch vertzag ***. § Und es bedarff fein Das du nit vertzagt feieft § Hei ich forgen. Das ift ain gebrefthafl'tig red. und beduncket in Thais halt nit vil a uff fein manhait. und macht das der wein, wann ee das er truncken ward veracht er fie gantz aber nun will er ir gefeilig fein und mansch gefehen werden, darumb fpricht er in im felber. Hei ich forgen das mich | Thais it für vertzagten anfehe. und ertzaigt fich manlich und fpricht. § Was manns mainftu das ich fei. Ich bedarff nit troftens ich furcht in nit. Oder fprich. Ich forgen du wiffeft nit was manns ich fei. § Der ift fremd. Sie redt in eil. darumb kürtzt f'e die red. Sie wolt fprechen. bedenck das er fremd ift und du ain burger. er nit fo mechtig als du bift etc. Die ding mügen ain menfch Wider das ander hertzigen. § Aber torlich ift das verlieren etc. Merck Wie Therentius zaigen will das vil mer guter urfachen zu der forcht dienend f dann zu der fraidigkait. wann wie wol die vorgenden wort a 'ie zu fraidigkait dienend, fremdi deß widcrtailes. minder mechtig Binder bekannt minder fründ. doch fo wirt das alles mit dem ainigen rft t geftillet. Torlich ift das verlieren etc. Und bald wirt er fprechen. &s zimbt dem weifen das er alle ding ee durch rat wann mit dem Waffen befüche. '" sie ** worr *** sie 1" diennd — 138 — das du bewaren magft. Ich will lieber uns verfehen, dann den rechen, fo wir die fmach enpfangen liaben. gee du hin und verflüfi die tür ein wendig, fo lauff ich übern marckt ich will das wir helffer haben in difer fcliar. Tha. Bleib bleib. Cre. Es ift beffer. Tha. Bleib. Cre. Laß mich. Ich wird yetz hie fein. Tba. Es bedarff deß nit. AllL'o, fprich fi fei dein fwefter, und habeft fi ain klains megdlin verlorn, kenn fie nun. zaig die zaichen. Pith. Da find fi. Tha. Nimbs*. tut er dir gewalt, züch in für recht. Hafts gemerckt? Cre. wol. Tha. Lujr nun das du das wol be- § Gee du hin etc. Merk wie ain czagen ** rat er gibt, er waifi auch kam hilff zefüchen wann die tür zeverfchlieffen und die flucht, darbei merckftu wie weinea manhait nit beftand hat. § In difer fchar. Merck aber fein zaghait. Er haift ditz ain fchar vor dem fich auch ain weih nit fürchtet. § Es ift beffer. Das icli fliehe. § Bleib. Das muß mit rechter geherd gelefen fein, wann fie hüb in bei dem mantel. aber er widerftrebt auf die flucht darumb fprach er. laß mich, ich wird etc. § Es bedarff deß nit. Verftee das wir helffer haben. Oder es bedarf! fein nit. das wir uns allfo forchtlich ftellen. wann du fprichft fie fei dein fchwefter ob er ichtz mit dir zetun hab § Kenn fi nun. Tliais zaigt im die zaichen wie | die junckfraw geraubt worden ift. und fpricht. Kenn fie nun bei den zaichen und zaig die zaichen dem ritter und büt im die und fprich. Nimbs. tut er dir gewalt etc. wann e s ift beffer mit recht dem gewalt widerftan wann mit dem eifen. § Lug nun das du das wol befinnt redeft. Thais fach in erfchrocken. f' e bette fuß dife wort nit gerent***. * i fteht da Gott., Stuttg. lücke ** sie 60'' ßl r o — 139 — finnt redeft. Cre. Ich wils tun. Tha. Heb den mantel auff. Ich bin tod, der bedörfft felb wol helffer den ich mir zefcliir- mer mache. § Ich wils thün. Das il't auch forchtfamlich zelefen. § Heb den mantel auf Das wort beweifet in was forgen er was do er den mantel nach im kegt. doch was er auch truncken. § Der bedörfft felber wol helffer. Das wort beweift, wie grob wie erfehrocken und unhilflich* der Jüngling was. und doch von eren geborn. vnhilfllch — 140 — Der Sibend tail des fierden underfchaids. Wie der Ritter mit den 61» knechten das hauß wolt ftürmen. Unnd wie es zergieng und ab- fchieden. Bild: Straße. Links Trafo und Gnato in Unterredung. Weiter rechts Sanga, Dovax mit lanze, Simalio und Siriftus mit hellebarde gegen das haus, aus dem im erften ftock Cremes und Thais sachen herabwerfen, im zwiten sehen Dorias und pithias heraus. — 141 — Tra. [S]01t* ich icht dife fo merckliche fmach in mich entpl'ahen Gnato. zefterben ift mir gnuglicher. Simalio, Dorax, Sirifte folgend mir nach, erftlich will ich das haufi ftürmen. Gna. Ift recht. Tra. Ich will die junckfrawen mit gwalt nemen. Gna. Frümklich. Tra. Ich will fi übel fIahen. Gna. hiibfchlich. Tra. Dorax kumb du her, mit dem rigel en- mitten in das gefchick. du fimalio in den lingken fpitz. firifte du in den rechten, rüeff den andern, wa ift centurio? fanga? und die fchar der kuchenknecht ? Gna. Sich an. Sanga ift engegen. Tra. Du tor was gedenckft du § [S]01t ich. Hie wirt widerumb deß ungei'chiokten ritters fehnodikait ertzaigt. der zu feinem bülen als gegen fein feinden uf gezogen ift mit bewegtem gemüt. eilendem lauff und angeberde. Wie ain fpot- lich für nemen. Als ob trafo nimer fo keck were ainig fcheltung wider die bülerin für zenemen er het im dann den tod für gefetzt. § Simalio etc. Dife wort foll man zorniglieh auffprechen. § Ich will fie übel etc. Merk die Ordnung ainß krigs. am erften die ftürmung der maur. darnach widernemung deß entwerten gütz. Zürn letften die pein der rauber. Gedenck aber den offenbarn fpot under den Worten deß lobs. Dann was ift recht geton. in der ftürmung deß hauß was ift frümkait. In entwerung der junckfrawen. was ift hübfcbs in übelflahung | deß weibs. dann fo er fpricht. Ich will fie übel flahen. do maint er Thais. Dorax kumb du her. Wunderlich find die namen der fcharhalter zu verfmehung verfamelt. wann Dorax hat den namen von aim ror enpfangen. als ob er fnod und fwach lei. Simalio von aim äffen von unrainigkait wegen deß munds oder der nafen. Siriftua ift es ain klains namlin vom Siro. § Kumb mit dem rigel. Gnüg fpotlich ift es ain rigel zebrauchen wider ain frauen. darumb ftelt er in mitten in den hauffen. § Du tor. Hie erfcheint das der koch durch den fnellen auflauf zu gelofen** was gleich wie er ficb zu feinem gefcheift in der küchen zu gericht het mit dem für tüch. * [S] lücke durch zwei zeilen — 142 — zeftreiten mit den* kuchenpletzlin. war zu tragftu in daher? ^ San. Ich it. ich hab erkennet den gewalt deß gebiters** und die kraft der ritter, on plut vergiffen ** folchs nit gefchehen raüge das ich die wunden trüknet. Tra. wa find die andern ? San. welich (unglück) andern? Allain Sarnio *** hütet deß hauß. Tra. Du underweiß dife ich wird hie nach dem anfang fein, davon will ich euch allen zaichen geben. Gna. Das ift weißlich, fo er dife an geweifet, er im felbs ain ftat für fehen hat, das felb hat auch Pirhus faft geton. Cre. Sichftu it thais was fach der übt? On zweifei das ift ain rechter rat von dem beflieffen des huß. Tha. was manns ge ** § Weliche (unglück) Es ift ain verflochtne red. dann das wort Unglück ift darzwifchen gefetzt auß eilung der rede, und baift zu latin parenthcfis. Und ift fo vil als ob er fpn'ich. ift das nit alles unglük das er nacb den andern fraget, nun ift doch unfer nit mer dann allain Sanio *** hüt deß hauß. oder was bedarf er nach mer leüten fragen zu difer fach. Und das wort unglück wirt nit eingeflochten. dann fo man die äugen urnwirfchlich gegen dem zu kert der etwas geret hat das wir widerfprechen. § Ich wird hie nach. Dife ficherfte ftat erwelet er imfelbs als ain zager, darumb fprach er. Ich wird nach dem anfang fein, das er in zweifei was ob er an dem end oder mitten in dem häuften am ficherften were. § Das felb hat auch. Da fpot er fein, yedoch ertzaiget er da bei das ambt ains oberften allfo wefen das er fichfelbs | fürfehen und nit in fchaden werften foll. Pirhus ift ain künig Kpirhotaruin gewefen und der geübteft aller fürften zu der ritterfchafft. Ift auch der erft gewefen der ertzaigt hat in welicher weife die kunft und gefchickligkait der rechnung auff der tafel gegeben wurd. — 143 — dunckfc er dich nun? Er ift ain groffer lecker, für war nit forcht dir. Tra. was bedunckt dich? Gna. Gern wolt ich das dir jetz ain fling gegeben wurd, das du dife weit von hinnen verborgenlich treffeft das fie die flucht geben. Tra. Aber nimb war, die thais. ich fih fie. Gna. wie bald fallen wir hinein. Tra. Vertzüch. Es zimbfc ainem weifen, alle ding ee mit rat dann mit den warfen zebefuchen. wie waift du ob fi die ding die ich fi haiffen wird, on gewalt thiin werde. Gnato. § Er ift ain groffer etc. Recht fprieht fie. wann fo der jüngling er- fchrocken ift von dem alter und groffe des riters das er ain geftanden man und deß leibs groß ift. die baide die bülerin an im fchnöd und untüchtig fein (Als die es erfarn hett) auß rüfft. darumb ftrafft fie den jüngling das er im umb fuft fürchte*. § Was bedunckt dich, der ritter fprach nit was bedunckt dich wann es nach feinem finn gieng. aber yetz vermerckt man in von forehten verendert fein, als den den nach frefelm und fcharpffem anfang die forcht zu fchreken und laß- hait zücht und nichtz mer üben tar funder deß hoft'nafchers rat pttigt. § Ich wolt das die etc. | Spricht der knecht fo er ficht den ritter verzagt fein, darumb gibt er im ain rat der forchtfamen leüten zu gehört, dann die leüt geprauchen fich der Hingen die nit nahend zu den feinden komen künden. Er fprieht auch ain Hingen und nit ain fpieß oder fper. darumb das es gar weit mag geworffen werden. § Aber nim war. Als ob er fprech. fih an dort fih ich fi wider die wir ftreiten wollen. § Wie pald. Spricht der knecht zefpot dem ritter. dann es ift ain rede der die mit zorn in ain ftreit gond. und der ritter der vor fo fraidig was das in niemand enthalten mocht dann das er im zefterben oder den krieg ze erobern fürgenomen het. fprieht yetz im felbs zefpot vertzüch. Es zimbt ainem etc. gleich als ob er auch der weifen ainer fei. füchte — 144 — 0 ir gött eüvver treüw. wie weißlich ift das? nimer* gee ich zu dir das ich nit gelerter von dir fchaid. Tra. Von erften fo antwurt mir das thais da ich dir gab dife Junck- frawen. fprechtu ** it du wolteft dich dife tag mir allain geben Tha. was dann darnach. Tra. Fragft du? die mir für die äugen, deinen liebhaber entgegen zu gefürt haft. Tha. was handelft du mit im? Tra. Und haft dich mit im haimlich von mir aufi geftolen. Tha. Es hat mich geluft. Tra. § 0 ir gott. Das fpricht Gnato gleich als ob er fieh ab feins herren weifhait verwundere, und fpottet doch fein als fo wir etwas w r under- lichs fehen fo fprechen wir. 0 gott deiner gnaden, oder wie groß ift dein gnad. und deß gleichen. § Nimer gee ich zu dir Das rett der Gnato mit dem ritter. Und ift ain gantze verfchembte fchmaich rede, das er folt werden gelert von ditz toroten ritters weißhait § Thais von erften. Merk wie der buler hat laffen fallen zu begern die .Tunck- frawen wann er befücht yetzt nit die Junckfrauen funder den geliaiß den im die thais geton hette. § Was dann darnach. Sie lögnet nit. fo bejkennt fie es nit. als ob fie fprach. weder hab ichs geredt oder nit. Merck aber die widerfpenigkait der Thais die den ritter auß ver- fmechung mer frag weiß dann durch anntwurt anreden wolt. § Fragft du ? Das ift ain kriegwort als ob er fpräch. was frageftu waift es wol. § Was handelft du mit im. Die Thais fchetzt den ritter gantss nit wert fein das fie im antwurt geben, oder fich gegen im entfchul- digen foll. fo gar ift fein liebe bei ir umfuft ***. § Es hat mich gelüftet. Das ift ain hoffertige und hürrifche antwurt. § Darumb fo gib Pamphiliam wider etc. Das ift ain beger ainer Widerlegung ains frefels. * statt i lücke — 145 — Darumb fo gib Pampliiliam wider bieher. du wölleft dann lieber das fie mit gewalt genomen werde. Cre. Das fie dir fie widergebe? oder das du fie rürft. du aller. Gna. Ach was fprechft* du? fweig. Cre. was wilt du dir? Tra. Soll ich nit berttren die meinen? Cre. Die deinen, aber du gal- gentrager? Gna. Für fich dich. Du waift nit was manns du yetz tibelredeft. Cre. Du geeft nit von dannen? waift du nit wie fich die fach deinthalb haltet? ob du beut ichtzit auf'frur hie machft, fo will ich verfügen das du difer ftat difes tags, und mein allweg wirft gedencken. Gna. Du er- barmft mich der du difen folichen menfchen dir zu feind raacbeft. Cre. Ich wird hettt dein haubt mindern, du geeft § Das fie dir. Hie milchet fich der cremes erft in die fach, fo der ritter erbleiigt ift als die jungen und zagen tünd. und fpricht. Oder das du fie rüreft. als ob er fprach Du folt fie nit anrüni. § Du aller. Das fol man mit rechter geberde lefen. dann es ift ain verzuckte red ains zornigen, als ob er fprach. Du aller boßhaff'tigfter folt fie dir die Junckfrawen geben, oder wolteft du fie anrürn. § Waift du it etc. Dife wort fet er nit mit dem knecht funder mit dem ritter. § So will ich verfügen Es ift der forchtfamen leüt ge- wonhait das fi groffe tro wort pruchen und wenig auß richten. Darumb merck auf wie fcharpf difer zag troet § Du erbaimft mich. Dife wort ret der knecht nit zu guter warnung dem Cremes funder zu fmaichrede dem ritter. T o r e n z. 10 — 146 — dann hin weg. Gna. Sprichft dus icht V zwar du redeft als ain hund. Tra. was menfchen bift was vviltu dir? was hand- lung haft du mit ir? Cre. Du wirft es innen. Anfengklich lag ich fi fry fein. Tra. Hern. Cre. Ain burgerin von Athe- nis. Tra. Hili. Cre. Mein fwefter. Tra. Ain herts .maul. Cre. Ritter für war ich verkünd dir yetz das du nit ainichefl gwalt wider dife übeft. ich gee zu Sophronam * ir faug- mutter** das ich fi hie her bring § Zwar du redeft als ain hund. Dife red gepraucht man gewonlich zefmach den unfchemigen feinden. § Was menfchen biftu. Das ift ain figur wa vil fachen erfchrockenlich gefragt werden. § Du wirfts innen. DaB fpricht der Jüngling nit mit liepliclien wortten funder zornklich. als ob er aufi zorn fpräch. Du wirft es noch wol inn. § Anfengklich. Dardurch wirt hin genomen das fi dein fei. In dry tail hat er das ambt feiner befchirmung getailt. Er was ain verkünder, fo er fagt das fi frei fei. Ain erkenner fo er fpricht fi ain burgerin von Athenis. Ir brüder fo er fi nennt fein fwefter. § Hein hüi. Dife wort ret man mit geberd wider die gegen denen wir zürnen Ritter für war. Hoch|mütigklich fpricht der Jüngling das. dann das wort verkünden gehört ainem richter oder gebieter zu. Und ftoltzlicb fpricht er Ritter das er in nit bei feinem namen nennet. § Das du nit ainichen gewalt. Hie wil er behalten das gebot der Thais inge- denck als fie oben zu im fpricht. Thüt er dir gewalt fo zeuch in für gericht. § Ich gee zu Sophronam *. Dife wort fpricht Cremes nit zu dem ritter. funder gemahlichen *** ret er es mit der Thais. * sie ** fangmutter *** sie - 147 — en, und dife isaichen zaigen werde. Tra. Verbeüteft du mir icht das ich die meinen nit berüren fölle. Cre. Ich verbeut es, fprich ich. Gna. Höreft du icht, difer verbindet fich ainer diebftal. Tha. Das felb ift dir genug. Tra. Sprichft du auch das felb. Tha. Such ainen anderen der dir antwurt gebe. Gna. § Ich verbeut es. Der Jüngling afert nit gnüg gefchioklich die rede defi ritters mit difen worten. § Horft du icht? Der Gnato fücht yetz lang urfach wie er dem krig* ain end machen müg. Darumb fprieht er zu dem ritter. § Difer verbindet fich ainer diebftal. Da mit will er in raitzen das er von dem krieg * laffe. und in mit recht für neme. Das tut er aus begird die er zu dem tifch und zu der fpeiß hette. dar zu in verlangt, und darumb gibt er dem ritter der ain fremdes gut das fein nennet difen rat gleich als dem rech|ten genieß und Spricht. Horft du icht. difer verbindet fich ainer diebftal. als ob er fpräche. wie unrechtlich redt dir der zu. und thüt dir ain fürbott on erlaubnng deß richters. Da mit hat er fich fchuldig gemacht ainer miffethat. § Sprichft du auch das felb. Mit den wortten wolt der ritter die Thais hinderkommen, das fie fich verreden folt. als ob er fpräche. Thais fprichft du auch das felb. und allfo wie es Cremes redet. Aber fie mercket es. und fprach liftigklich. Such ainen der dir antwurt gebe, da mit verfchmecht fie den ritter. und maint er ■wer nit allain unwirdig das fie im antwurt gebe, fimder künd er kaum ainen finden der mainen folt das er ainer antwurt wert were. sie 10 ,; — 148 — was tu wir nun? trün wir geen hin wider kaim. yetzo wh't fie felbs kommen dich bittende. Tra. Mainft icht ? Gna. Ja fürwar. Ich hab erkannt das gemüt der weiber. fi wollen nit wa du wilt. wa du nit wilt fo begeren fie ungebetten. Tra. Gnato du fchetzeft es recht. Gna. Yetzo will ich die fchar hin laffen. Tra. wann du wilt. Gna. Sanga thu allfo- als gebürt den ftarcken rittern das du ftettigldich defi haufes und der herdftat gedenckeft. San. § Was thü wir nun ? Wa find j-etz die wort die der ritter vor fprach p]rftlich will ich das hauß ftürmen etc. Aber fchnode ungeftümigkni' ninibt allweg ainen folichen auß gang. § Mainft icht. "Welicher allfo fraget der verwilligt ains tails. § Yetzo will ich die fchar hinlaffen. Ain fchar hin laffen gefchicht aintweders fo die fach befridet. oder fo man von den veinden vertriben wirt. Darumb ift dife großmech- tikait fchimpflich zefagen fo fi ungeftalt worden ift. § Sanga thu allfo. Gar kaumb ftreit ain Ritter kecklich der an fein haimand* g e ' denckt. Darumb fo merck wie hoflich und wolgefchickt dife fach un" das volck zu eingendem krieg und ftreitbarn fachen gewefen feind- wann Dorax was der oberft zii dem haußhalten. oder der vorderit haußknjecht. Aber Sanga was ain koch der ftetigklich deß hauß und der küchen wartet. * sie; ebenso später 66 r o — 149 — Yetzo lang ift mein genniete * in den pfannen. Gna. Du bift fruchtiff. San. Volcrend ir mir nacli daher. § Yetzo lang ift mein gemüt *. Hie hat der Poet entdeckt die fach warmnb Gnato ungeren zu dem krieg und gern wider haim gieng etc. sie — 150 — Der fünfft underfehaid. Thais wirt gewar der handlung Cheree. und 0D wolt Pithias das fie in folt vahen laffen. Und zaiget ir den auff der gaffen gan. Bild; Straße. Links Thais aus dem fenster, unter ihr pithias. Von hinten kommt Cherea im fchellengewand. — 151 — 67 r° Tha. [0|* Du bofühafftige, verhavreft du icht mit mir fo betrogen lieh zereden. ich waiß, ich waiß nit. er ift hinweg gegangen. Ich habs gehört, ich bin nit da gewefen. wiltu mir es nit offenbar fagen, was ift es? Die Junckfrauw mit zerriffem klaid wainende fchweiset. der [N]Un** zeleft wirt erkennt das die junckfraw gefwecht. nach dem fi von der thais mit groffem fleiß bequemlich befchirmt und enthalten ift. wann bald volgt hernach, ir unnd deß Cherea hochtzeit. der fie gefchwecht hat. § Betrogenlich *** zereden Darumb fprieht fie betro- gentlich***. Dann fie hett ir fürgenomen die miffetat der junokfrawen zevei - bergen. § Ich waifi. ich waiß nit. Gar klain hat die magt die frauwen mit den Worten mügen betriegen. unnd doch ertzaigt das fie betrogenjlieh*** geredt damit fie die frawen ertzürnet hat. § Ich waiß. Als ob fie fpräch. Ich waiß das die Junckfraw waint. Ich waiß nit das fie gefchwecht ift. § Er ift hin weg gegangen. Der verfchnitten knecht. § Ich habs gehört. Da hnimand das es gefehehen fei. § Ich bin nit da haim gewefen. Dife wort alle redt die Thais in wider- äffrung. gleich wie ir die magt geantwurt hat. Und es ift ain aigen- fchafft der zornigen leiit das fie die red widerumb iiffrend die am nechften durch die geredt find mit denen fie zürnend. § Die Junckfraw mit zerriffem klaid. Dife reden erzaigend das wefen und antlüt der zornigen frauwen. * [0] liieke durch zwei zeilen ** [N] lücke durch drei zeilen *** sie — 152 — der verfchniten kriecht ii't hin weg gegangen, warunib ? was ift nun gefchechen? Schweigft du? Pith. was foll ich dir lagen, icli arme. Sie laugnend in verfchniten gewefen fein. Tha. wer was er dann? Pith. Der Cherea. Tha. welcher Cherea? Pith. Der ungehärtet hruder Phedrie. Tha. was fagft du gifft trage-* 67'° § Wer was er dann. Dii'es foll man mit trowender geberde i-edeii Ainntweders darumb das die magt den jüngling ungern an gäbe. Oder zweifelet an dem namen defi unerkannten. Oder ift erfcbrocken von forcht wegen, oder das man nit gedenek das fie die fach gewift [ bab. Oder darumb das fie nit gern fagt oder nennet feinen nammen wider den fie zürnet. Aber ich erkenn die gewonhait der magt die iren frauwen verfaumig feind. und bald ain fürwort finden kündent. § Was fagft du gifftragerin*. Yetzo wirt die fraw wider ertzürnt. sie — 153 — rin? Pith. Und zwar ich hons erfarn. Tha. warumb ift er (bitt ich) oder aufi was urfach zu uns gefürt? Pith. Ich en- waifi. Ich glaub dann das er Pamphiliam liebgehabt hab. Tha. Hern Ich arme, ich bin tod. für war du unfelige du fagft war dife ding, waint icht die Junckfraw das felb? Pith. Das felb fchetz ich. Tha. was fagft du hailigen diebin ? Hab ich dir das nit verbotten ? als ich hin weg gienge. § Warumb ift er (bit ich). Nicht durch gebett funder zornß weife fpricht die fraw bit ich § Das felb fchetz ich. Liftigklich fpricht die uiagt. Das felb fchetz ich die frawen zu betriegen wann fie waift es wol. — 154 — Pith. was folt ich tun? alfo als du gehaiffen liaft, ift fie 6 im allain bevolchen worden. Tha. 0 du bofi hafftige, du halt das fchaff dem wolff bevolchen, hart fchemb ich mich, das mir allfo wort gegeben feind. was menfchen ift dort? Pith. 0 mein fraw fchweig (bitt ich) wir find erlöft. wir haben den rechten menfchen. Tha. wa ift er? Pith. Hem. zu der lingken feitten. fichft du in nit? Tha. Ich fich in. Pith. Haiß in fachen als vil du magft. Tha. Du torin was wollen wir im tun? Pith. was fragft du? § Hart fchera ich mich War Cherea nit hie zwifchen kommen, fo wolt die Thais mer geredt haben. § Was menfchenn ift dort. Hie zwifchen der rede begegnet ir der Cherea. und die Thais kennet difen menfchen nit zehand. wann wie wol er noch defi verfchniten klaider trüg fo het er doch fein gang das antlüt* und wefen unverwandelt und auß genomen das klaid fo was er gantz der Cherea. § 0 mein fraw. Gar fenfftmütigklich unnd lieplich lacht die magt die frauwen an. fie fpricht nit darumb fweig das fie nit reden foll. funder als ob fie fpräch bis ficher. § Was? fragftu? Hie werden vermercket die wort der erfchrocken diernen die nit wift was fi antwurten folt zu dem das die fraw geret het anlUt — 155 " r ° fich mein liebe, ob er dich nit fo du in an ficbft ain un- fchemigs maul bedunck. Tha. Es ift nit. Pith. was ift dann nun fein gedorftigkait. § Sich mein liebe. Von dem das die magt het vor angefangen zeant- wurten fallet fie zu ainem andern auß verwundrung ab dem kecken fürnemen Cheree. § Es ift nit. Als ob die fraw fprach. Er ift nit unfchemig. er ift wol a^nem unfchemigen gleich. § was ift dann nun etc. Als ob fie fprach Ift er nit veifchembt was ift dann fein fürnemen. — 156 — Der ander tau defi fünft'ten underfchaids. Cherea lieft" noch im hem- 69 v ling klaid. und kam autt' der groffen zu Thais und Pithiaa. Nach vil worten begab fich Cherea die faittenfpilerin' zenemen do er höret das fie ain Bürgerin von Athenis was. Allfo gieng er in Thais haufi ze- warten das Cremes mit irr feuginütter** kam ir herkomen ze beweifen. Bild: Straße. Von links nach rechts: Pithias, Thais, Cherea im fchel- lengewand. * das zweite i verkehrt ** fengmütter — 157 - Che. [13]Aide* vatter unnd mutter antiphonis warn da haimand, als ob fi fich deß gefliffen hetten das ich in kainn weg hinein geen möchte, das fie mich nifc fehen. Dar zwifchen als ich vor der thür fte, fo kombt mir ain kenüswol entgegen. Da ich in fach, ich felbs auf die füefi als faft ich mag in ain öde enge gaffen, da von aber in ain andere. Darnach in ain andre hab ich aller ermefter** alfo mit emffigem fliehen geflohen, das mich nit etwar erkennet. Aber ift nifc das die thais die ich fich? fie ifts. Ich zweifei was ich tun fol. aber was ift mir darumb, was will [A]ls*** Clierea wider umb gieng gegen der haimand auß dem hauß der bftlerin. und feinen willen mit der junckfrauwen verpracht bette, da taget er wider ficli felbs urfach warumb er nit die klaider geendert. allfo das er nit deß verfchniten knechts klaider aus getzogen. unnd die feinen widerumb an getun hett. Es hat fich aber allfo gezimbt und müft von nottuifft wegen difer materi fein das er die klaider nit verwechfeln tet Darumb als die Thais bort das die Junckfraw von Cherea gefchwecht was. und in mit dem fchnoden klaid her geen erfacli. da vermutet fi fich das er an der lefternng der junckfrauwen fchuldig wer § Als ob fie fich deß etc Es was nit fo gantz wunderber das die lüt in dem hauß warn. Aber das was mer zewun|dern das fie als eben an dem ende in dem hauß warn da der jüngling hin ein komen folt. § Aber ift nit das Thais. Vor hett die Thais den jüngling gefehen. yetzo erficht er fie aller erft. § Ich zweifei. Die erft forcht vertreibt den rat- aber die widerbetrachtung bringt her wider den troft. § Aber was ift mir darumb. Wer der jüngling auff der forcht beharret und hett geflohen fo were der brautlauft' vermitten bliben. * [B] lücke durch zwei Zeilen ** ermerfter *** [A] lücke durch zwei zeilen — 158 - fie mir tun. Tha. wir wöllent hinzu geen. Dore guter man bis gegrüft, Sag mir biftu entflohen. Che. Fraw es ift ge- fchehen. Tha. Gefeilt dir das it wol? Che. Nain Tha. Gelaubft du icht. dich ungeftrafft entgeen werden? Che. Verzeich mir dife ainige miffethat. Ift das ich yendert am andre verbring, fo tött mich. Tha. Haft du nit geförcht meinen zorn? Che. Nain. Tha. was dann? Che. Dife hab ich gefurcht, das fie mich icht dir verklaget. Tha. was haftu geton? Che. Zwar wenig. Pith. Eho. wenig. Du unfche- miger. oder bedunckt dicli das wenig zefein ain gute burger Junckfrawen ze- § Dorn guter man. Dife reden alle fpricht die Thais durch geleiehnUB fubtillich als ain bülerin. wann fi waift das der den fie an redet Cherea. und nit der verfchniten knecht ift. Aber aus dem das er noch die klaider unveiendert an tregt. und gleich als ain verfchnitter ■ und als ain knecht geet. fo hat fie urfach genüg zu im hin zegon. Und mit verkörter fpottlicher rede, das fi i'prach. Dore guter m an biß gegrüffet. hat fi im mer bohmüts** ertzaigt. dann het fie in a' 8 er was genennet. § Fraw es ift gefchehen Nit het der Cherea mügen fubtillicher antwurten dann das er fich mit fchmaichreden allfo zu liebet § So tot mich. Er fpricht als die forchtfamen knebt*** den kain künftige verhaiffung greulich oder fchwer ift. darumb das l' e der gegenwärtigen ftraff entgeen mügen. sie * Bic '* sie — 159 — fchweclien? Che. Ich wond fie were ain mitdiern. Pith. Ain mitdiern*? Kaumb enthalt ich mich, das ich dir nit in die lock fall, das merwnnder ift auch mit willen fpotweife her zu kommen. Tha. Gee hin weg du torin. Pith. Trün war- umb foll ich allfo bin weg geen? Ich gelaub difem galgen- trager nichtzit vor auß fo er fich bekennt deinen knecht. Tha. wir wollen das laffen auß fein Cherea du halt nit ge- ton als dir gebürt. Dann ob icb difer fchmacbait vaft wirdig bin, fo ift doch dir faft untzimlicli das du es § Ich wont fi war ain mitdiern etc. Wunderberlich nennet er fi ain mit diern. Man foll es auch mit erbermlicher geberde auffprechen als ob er fie auß mitleiden für ain magt angefehen hab. die ain burgerin was. und darumb ertzürnt pithias nit unpillich. als fie hört das er ain burgerin ain maget nennet. Und fie gepraucht fich weibifcher trowort die inen l'elbs und anderen leüten fo fi ertzürnent mit den negeln in das bar oder antlüt fallent und kretzend als die vogel. darumb foll man difen reden mit Übung und Worten auch mit bewe- gung deß leibs hilft' thün. § Wir wollen das laffen auß fein. Sie niaint den fchimpff und lachtertading wollen fi verlaffen. und ernft- lich von | der fach reden. § Cherea du haft nit gethon. Gar ge- fcheidiklich fpricht die Thais dife wort, und legt nit ir felbs funder dem jüngling die ere haim. dann fie beforget wol wa fi frofelich** fpräch er folt es in irem hauß nit gethon haben. Ir war geantwurt Worden er het irentbalb nit mißhandelt, dann in ainer bülerin häufe w ; s. a. Tulius. comedi(a) 7. 203. commessalum 77, s. glosse. D. T. (th ist als t eingereiht.) tha tha al{t)at 137; tha ta ist ain wort etwas erschrockens gernüts 137. tagt senex 12. tafel: gemalte t. tabula 102. da haimand s. haimand. da her ziehen huc pergere 42. da hin gan abire 189. tail: 4 t. der comedi 8; hert t. durae partes 64; in den bösem t. in pejorem partem 112. Dane Danae 103. dank plur, gratiae 71. dann: noch dann s. noch; dannocht 81. dannen „von wo" 83. darein ziehen 11. darff c. genet. opus est 112. dargeben f. zaigen; dargebung indicium 189. dar under „dazwischen" 162. darvon lassen desinere 161. darzü legen adjicere 71. das s. der. tasten s. sehen. teoke tegmen 191. teding 41. 58; torechter t. (gen, pl.) vaniloquium 40. teglich in diem 188. Thelamon: Aiax Thelamonis 69. der: das id quod 35; doss, des, desto 179, dester 62; düw die dein „diese" 59; derselbe s. selb. Thcrencius 3. 46. 137. despicare, despieere 69. tetschlen 66. dieb: Die stat macht ain d. 104; diebstal fem. furtum 147. dienen apparalus 97; ze d. nutz ex usu 201. diern ancilla 115; dirn = Pithias 92; dirnlin pl. puellae 102. tigel 81. Dinckmüt, Cünrad VIII. 203. dinnen intus 107. Diseus (-um) 106. disputatz 167. toben 195; tobent insane 194; tobhait saevitia 181; toben ene- care 97, s. a. be-; tobig 97. tod: ich bin t. perii 107. 117. 139. 164. 173. 186. 192. 198; oeeidi 56. 125. 153. 181; todfarb 123. Donatus VII. 84. tor ignavus 141, faluus 201; torin stulta 154; torecht 40, torocht 12. 45. 48. 72. 76, stullus 187, du torochte belua 125, torot 144; torlich 61. 78, ineptus 58, stultus 137. 200. Dorax Donax, immer -r-. dorff rus 107. 112. 176, villa 113. forste s. turren. traube: vom traubon de uva 131. trechen „ziehen": part. praet. ge- trochen 128. treffenlich elegans 73. treg tardus 202. trescher 68. treüw geben fidem dare 199; hatt ir tr. gegeben dedit se 195. Troia 103. trost conjidentia 157. trowen „dräuen" 84, trüwen 127; aus trowung minaciler 199; tro- wort ininae 145. druckausstattung VIII ff. trugenlich 179. 209 truhe 103. trüknon abUergere 142. trun, trün 28, sane 23, glossiert by trücn 23, nempe 99, scilicet 72. 122, quin 148. truren 24. trutzig audax 12C; trützlioh adv, 82. Tulius 71; s. a. Cicero. tumm insulsus 201; tumester auda- cissime 173. tun: tu wir 148, tue egerit 186, thüest agas 176; fürchten tet 186, suchen tue 186 u. sonst; meine tun quae facio 71. tunckelblaich eolore mustellino 123. thür plur. fores 102. durchschaidenlich 181. turren „wagen": tar 143; törst(e) 175, ausim 164; türstikait audacia 90. S. a. goturren. türteldüblin 24. E. eben „passend" 100. 101, commodus 87; ebendienend „zweckmässig" 119. edel: gut e. adeo nobilis 38. ee: ee dann „ehe, leichter als" 201. eeprecher moechus 175. Egina 202. ehem ehern 87. eher spica 68. 69. eho eho 132. 158. ei- = mhd. ei- s. ai-. ey cia 200. eilens 177. einbreisen „einschnüren": ynge- brisen 59. einfürung des kriegs indictio belli 191. eingang TCpooixovo|i(a 128. einher: ynher „herein" 23; inher slychen 66, einher sleichcn 92; s. a. hoch, einhin: ynhin gan 67; ga oinliin i intro 128. einsetzen ' restiluere 135; wider yn- setzen r. 31. einwendig intus 138. einwerffen conjicere 182. 187; ein- würffig wort „interjektion" 119. T er e n z. einziehen, yn(t)ziehen inducere „auf die bühne bringen" 44. 57. 71. 80. 109; eintzügig vorred prae- paratur 107. (e)inzwingen „einzwängen" 59. eisen „waffe" 138. eitel „nur" 106, ytel 78. Ellen: Sichstu Rutschen eilen gern, sie dunckt dich der helle niorgen- stern 99. empf- s. entpf-. emsslich „emsig" 31. en- „nicht": das nit enist 51; en- waiss nescio 153. end: an demselben e. „ebenda" 191, an disem e. 68, an wellichem ende ubi 179, in das ende „zu dem zweck" 174, gand an das end huc redeunt 32. endungen: liebe (amor), daneben liebi, lieby, alles öfters; bülerin plur. 181, göttin plur. 57, usw.; ain stum mutus 74; gantzer totus pracd.-attrib. 23; tctschlen . . . fetscheln 66; ich argwonen 30. 118 (argwone 118), begegnen 46, sorgen 137, truren 24; beruft wir 77, gee wir 81; lass wir 77, tu wir 148; ir gelaubent 200, haissen jubete 83, versorgen cu- rate 87, volgen sequimini 87. 102, volgend 141. 149; wolmügen = -end 60. 123, zittern tremulus 62, zittert 62, eilens 177. Eneas 103. enhen en 31. en(t)gegen sein adesse 162. 198. enthalten retinere 109. 143. 151; sich e. „sich auf-, erhalten" 202. entpfahen aeeipere 141; empfengk- licli 51. 83. 89. ontrainen, ein mädchen 116. entrichten expedire 181, percellere 68; entrichtung 68. entsprungen ortus 176. ent[t]ragen aujerre 118. entweichen concedere 200. entweren capere 141. 195. enuchus s. eunuchus. epenthesis 8. Epicurus, Epicurici 49. Epirhotae 142. erber honestus 29. 42. 122, erwer 131; flektiert erberger 29. 14 210 erbermd 76; erbcrmklich misere 74. erblcügt fraclus 145. erbülen 161. ere: von ercn geborn honeste natus 139. erfinden „finden" 160, repperire 170; erfinder inventor 194. crfollung „ergänzung" 84. erfüllen „ergänzen" 91, complere 20. ergan: wol e. „gut ausgehen" 197. ergeben: sich e. sese dare 89 f.; or- gebung dedilio 191. ergetzen 21; ergetzliohkait 73. ergeüdig 6, ergüdig gloriosus 71. 72. 74. 134. ergreiffen arripere 101. erhitzigen calescere 23. erkennen: part. praet. erken(n)t 124. 151, hab dich erkennet novi te 199; erkant „verständig" 84; erkan(n)tnuss cognoscere 162, cog- nitio 168; erkenner cognilor 146; erkennen: wirt hie genomen für beslaffen 28. erkunden sciscitari 94, s. glossc; erkundet haben novisse 99. erlaubung 147. erleiden perpeti 85. erlich honeatus 80 (gedr. etlich). 128. ernst scrium 68. erobern: den krieg e. „gewinnen', 143. erscheinen: erschynen apparere 58. erschellen coneulere 104. erschlossen „glücken" 49. erschreien: praet. erschri exclamat 110. erschrocken attonitus 173; er- schrockenlich 173, ierribiliter 146. ersechen offendere 200. erst: von erst primum 30. 87. 100; am ersten primo 187; erstlich primum 141, principio 200. ersterben cmori 162. erstocken 135; erstockt sein 107; S. a. ver-. ertöten 189. ertlich 59. 74. erwerben impelrare 203. erzaigen: ortzaigen oslendere 203; sich e. apparere 118. erzelen: habs ertzelt recensui 230. erziehen educere 135, glosse herziehen. esel asinus 105; e. vail hon 77. etwahin quopiam 81; ettwan olim 47, etwan quondam 103, etwen nonnunquam 66; etwar „jemand", quis 63, 157; etwer mit „mit etwas" 30. eügen indicare 109. eunuchus und enuchus durch einander; s. a. verschnitten, hem- ling. cwigklich perpetuo 195. excmpel s. beispil. exemplare des alten drucks X. Exiona 69. Exopus 202. F. V. fabel 186. Eabri, Felix V. fachen comprehendere 154, vahen 150; gefangen viclus 198. falke: in der falken meüss 97. fallen in involare in 159; fallen von „abkommen" 118. faren c. genet. „achten auf" 35. fass: fas nom. pl„ fassen dat. pl. 25. vast „sehr" 24. 117, apprime 174, plurimwu 203; s. a. vest. fechten gladio uti 74. veld ager 179. fels saxum 202. Venus: On speiss und tranck ist V. kranck 132. verbieten inierminari 153. verbinden 25, alligare 147. verborgenlieh ä|icpißoXov 203, ver- borglich 117. verbringen 162, perficere 198, effi- cere 199, facere 200; verbracht factum 180. verdeckt 72. verdencken 110, speetare 181. verderben trans. per der e 174. verderben intrans. 176, verdorben sein periisse 188 f. 200. verdi[e]nen „erzielen" 202; verdienen subst. meriium 81. 136. verdriessen haben 73, verdriss eb. verdulden 31. 134. — 211 — verfloohtne red parenlhesis 142. verfü(e)geu facere 145. 195. verfüren „wegführen" 66. vergan perire 40. 61. 68. 89; vergangen als den gaissen saltz lecken 59. vergelten reddere 188. vergifft fem. 78. verhanden „bevorstehend" 184. verharren pergere 151. verhören despicare 68. verhoffen: sich v. 191. vcrirrung error 187. verkören convertere 103. verkünden edicere 146. 175. 200, narrare 177; verkünder assertor 146. verküwcn „verbeissen" 52. verli[e]ren perdere 57. 74; admillcre 137, der Übersetzer muss amittere gelesen haben, vcrlutzon „herabsetzen" 62. vermalgen 49, contaminare 97, s. 96. vermehclt desponsa 194. vermcrcken 81. vermischte red „doppelsinnige" 72. vermuten bleiben „unterbleiben" 157. vermüedet dejessus 186. vermügen valcre 161. vermuten: sich v. 157. vernichten 127. vernünfftig diserlus 187. ferre lonqinquiias 83; von ferren 98. 179; ferrer 81. verreden: sich v. 147. verrichten 197. versanden componere 141. versaumig obliviosus 152. verschambt 109; nit verschembt = unsehemig 155. verschlicken vorare 171. verschlicssen concludere 119. verschmacht in coniempsi 45; es verschmacht mich injuriam pa- lior 125; verschmechen unpers. 32; versmehung contemplus 141. verschmeltzen intrans. 51. vers(ch)nit(t)en 5 ff.; s. a. hemling, eunuchus. versehen explorare 105, prospicere 138; versechlich vcrisimüis 132. versorgen curare 87. verspotten deridere 202. verstan „erkennen" 68. 101; ver- steest es sapis 177; verstanden mtelligens 44; verstentlich 68. verstetigt 41. verstockt 107; s. a. er-, vertammen „verstopfen" 25. vertempffen 44. 48, abligurire 45. vertrauwen: hab vertrauwet jrelus 200. vertreiben 69. veruntrüwen „untreue begehen" 115. verwandeln commutare 179, mutare 191. 194; Verwandlung commina- lio 181, der Übersetzer las com- mutatio. verzagt: vertzag 137; vertzaghait 101. verziehen trans. „hinausziehen 1 ' 35. 63, deducere 59; intrans. cessare 50, morari 81, martere 89. verzucken 20. 84, commovere 135, conciere 145. verzügenlich 63. verzweifelt desperans 199. verzwuntzen 90. vest continens 43; adv. „sehr" 43, sonst vast; festigen 109. fetscheln 66. figur figura 146. finden: part. praet. funden 37. 58. 184, gefunden 38; fund s. scharpff. vingerlin digitus 134; fingerzaigen 92. virgel „interpunktion" 14. Virgilius 103. Flad, Karl V. flam masc. 101. fle(c)hen obsecrare 19. 99; grösser als bitten 99, daher durch bitten ersetzt 119, flechnen 19, flohen 19. flechtig 123. flecket 123. fleiss: mit fl. sedulo 66; sich flcissen studere 160. 174; flys(s)lich ma- iure 40, diligenier 63, studere 59, flyslich bitten obsecrare 24. fliegen involarc 116. fliehen: hab geflohen 157. fliessen „schwimmen" 103. flucht: die fl. geben jugam facere 143; flüchtig fugitivus 121. vogel plur. 159; vögeln aueupium 46; vogler s. willpreter. 14* 212 — volok populus 186; s. a. was. voll weinss temulenlus 117, voller weinss 131; völligklich plane 194; Vollender perfeclor 194; volgan „nach willen gehen" 102; vollreden eloqui 105. vor(a)uss so „zumal da" 84, praß- sertim cum 159, quandoquidem 67. forcht 109, Stupor 181; zu f. bringen in iimorem conjicere 168; forfohl- tig formidolosus 136; forchtlich 138; forchtsam 136, formidolosus 136, meiieulosus 145, pavidus 173; forchtsamlich iimide 139. forder prior 19, löblicher 19; forderer tail partes priores 31; vorderst primus 100, fordrost primus 23. vorhin 31. vorred oder zettel olxovo|iia 76. vorstatt 54, Promontorium 27. fotum „fatum" 71. fraidig ferox 76. 109. 134. 143; fraidigkait 134. 137. fraw hera 154. 158. 161. 167; meretrix 181; frawenpild 99; ain frawentrieger worden fueum factum mutiere 104. freier Jüngling bonus adolescens 100; fryhait masc. parasitus 64; freilich, frylich quidem 51, vero 56, 71, hercle 61, ilicel 64, certe 65, equidem 134. fremd „seltsam" 78. 94; fremklich aliler 62. fresserci ingluvies 171. freuen: sich fr. exultare 194, plaw- ito'e 203, als gaudere verstanden '! freund amieus 31; geborner fr und opp. gemachte früntschafft 31; min fründ holds capitulum lepi- dissimum 91; früntschafft bene- ficium 160, gratia eb., familiarilas eb. frevel adj. 67. 143, „klein" 189, temerarius 66; frefenlichen 177, zornigklich und frevenlich terri- liliter 128. frid: in friden in tranquillo 194, mit deinem frid pace tua 82; fridsatz induciae 20. frölichhait festivitas 196; frolocken laetari 194. 198. fruchtig frugi 149. frümkait probitas 46; frümklich probe 141. füesse calces 53. füllery 44. für andere in primis 76, für dich magis quam te 99. fürbetrechtig 84. fürbott 147. furdorlich 67; fürdern properare 102, promovere 167. fürgan praeterire 112 f., fürgend 45. 131; fürgang „vortritt" 44. 64. fürheben „vorhalten" 67. fürher prodi 121. fürkeren anleverlere 132. fürlauffen praecurrerc 87. fürmelden ante formare 54; fürmel- dung 56. fürneme „Vornehmheit" 74; für- nemen: mit reoht f. „vor gcricht ziehen" 147. fürs(ch)noiden 105. fürsehen cavere 142. 145. fürsetzen „vorziehen" 78, propo- nere 141. fürsprech advoeatus 62. 63. fürtrachten „vorausdenken" 77, oixovo|i£a 78. fürtüch „schürz" 141. fürwar vero 162. fürwerffen insinuare 94. fürwort „ausrede" 152. fürzaigen oslendere 106. G. gab: Es ist ain staini hertz, das miet und g. nit erwaichot 103; gab plur. 69. gäch adj. 179, gech 124, geh repentinus 160; gachen 62. gail pelulans 186. gaiss s. vergangen, galgen 92. 117; galgontrager für- eifer 145. 159. 181. gan: gang eat 46, gee wir eamus 81, gang wir 82; lass gan sine 68. gantz solidus 160, gantzer toius 23. gar war scilicet 195. gasse platea 200; das gesslin umhin lauffen 78. gauch 78. 109; g. oder gögelman stultus 30. — 213 ge- vor inf.: möcht gerechhen 167, kann gesohetzen 94, will ge- schweigen 200, gesoin mooht 34, mag das nit gosein 87, wirt gestillen 12; ich gestand consliti 112. geben: 3. sg. ind. praes. geit 92; „zur last legen" 100. geberd vullus 35. 199. gebett preces 198, rogare 153. gebrauchen: sich einer g. poliri 107. gebrechen decsse 106. 112; gebrech- kafft eXXeh|jij 20, „elliptisch" 115; gebresthafftig „eil." 137. gebüt imperat 102. gcdechtig „eingedenk" 131; ge- dechtiklich memoriter 167. geding: mit dem g. hac lege 25. gedorstigkait usw. s. geturren. gefallen lubere 199. gefar: wol g. „schönfarbig" 59. gefügel 47. gegen c. dat. 65, „im vergleich mit" 121, gegen dem praeui 57; gegen- wurff conjeclura 160; gegen wür- tig 83, gegenwertigkait 84 f. gehaim fem. 28; aller seiner g. consilia 72. gehaiss pactum 144; gohaissen an- nuere 102. gehertz „beherzt" 103, ausurus 26. gehessig odiosus (objektiv) 61; s. a. has. gehören: kört 191. geiti(g)kait avariiia 81. 103; geitzig avarus 170. gelauben usw., geleich usw. s. gl-, gell „nebenbuhlerin" o. ä. 80. geliibt promissum 58. gelück usw. s. glück, gelüsten: es hat mich gelust libuil 144. gemach commodum 179; gemiihli- chen lentius 146; gemachsamin pl. commoda 194. gemain „üblich" 102, „gemeinverständlich" 116, familiaris 121, g. volk populus 194; gemainer rivalis 109. 192. 200 f.; s. a, gezeüg; gemainsami „Umgang" 134. gemehelschafft 107. gemeld pictura 102. gement s. wol. gemüet(e) animus 149, g. setzen animum inducere 86, g. stellen a. adjicere 30, mein g. anime mi 24, s. glosse; gemüettor adj. compar. 91. genäm graius 191. g(e)niess quaestus 47 f. 134. gentzlich vehementer 200. genug: gnuglieher salius 141. geradigkait palaeslrae 84. geraten s. übel. gerecht dexler 15. ger(e)n „gern": cupere 34, g. haben 97. gescheid: gesehyd illuslris 64; ge- scheidi(g)klich 190, ariificioselöQ, callide 162, aslu 170. geschieht factum 69, die geschienten so hie sind quae facta hie sieni 199; „akt" 9 ff.; von g. forte (forluna) 29. 46. 75. 100 (s. glück). geschick agmen 141; geschicklich exercitale 147. geschoss und sper sagittae 191. geschrifft „druckschrift" 15. geschwaifflieh und senlich 198. gesellin (pl.): gut g., das ist auf teütsch bülerin 80. gesicht fem. 100. gcstalt forma 198, in derselben g. in eam partem 160. gestanden man 143. gestaten „den lauf lassen" 128. gesund salvus 179; seit g. valete 203; gesunthait wünschen „abschied nehmen" 203. getaute klaider ,,mi-parti", „auf beiden seiten verschiedenfarbig" 122. get(h)at subst. „tat" 161. 164. 170. getrauen credere 72. geturren: getar 3. sg. ind. praes. 107, audet 118, getarst 2. sg. 52, dafür getorst 53; getorst praet. 28, audere 109; gedorstigkait confidentia 155, gedürstig- kait conf. 192; getorstlich 115. geübt peritus 142. g(e)üden „prahlen" 75. 85, günden (1. güden) 101; güder 76; geüd- wort 74. gevatterschafft: Ain g. übern zäun, die ander herwider 77. — 214 — gever s. on. gewalt m. 115, vis 10!), virtus 142, potestas 194, oberer g. auctoritas 69. gewissen: ich [bin] in guter g. mihi sum conscia 38. gewon „gewohnt" 194. gezeug: seinen getzeüg in gemainem weier sencken in amoris mere- tricii partem 6. gezier habitus (? missverstanden) 189; getzieret compösüus 171. gezwingnuss 59, s. a. zw-, gichst s. jenen. gifftig venefieus 116; gifffc tragerin ventfica 152 f. glauben: ir gelaubent 200; ich bin mir selbe ze glaubig nimis me indulijeo 41, gelöbig 122. gleich „passend" 81, gleicher aequus 69, gleich ilico 74; geleichen „vergleichen" 132; geleichnuss 158; gloi(ch)ssnen 68. 127, simulare 106. glimpff oder unglimpff 100, glimpff schöpffen „entschuldigung seh." 103; glimpffen annuere, consen- tire 101. glingg „links" 15. glosa, gloss(c) VII. 15. 71; glosieren 75; s. a. apparat. glück: gelück 179, von geschieht gab sich das gl. forte forluna 100; glückhafft fortunatus 53. 66. 102, inf. 56 (muss /. gelesen haben, s. glosse), gl-e Sachen prosperae res 194; glücksam fortunatus 194; glückrad 96. gm- s. gern-. gnad gratia 98, = freüntschafft eb. Gnatoner 49. gniess, gnug s. gen-. gö: ins gö rus 91, göw rus 179. göokelman 109, gög- 37, gögg- ridicutus 46 f. 73, gauch oder g. stultus 30. got: Das dich got schent ut te di perdant 76; pl. göt 42. 44. 57. 71. 74, o ir göt eüwer treüw di vestram fidem 144; göttin pl. 57; gotz dienst res divina 89. Göttinger exemplar V. X. graben exsculpere 127. gram'soin 129. i grausen subst. 175; grüselioh terri- bilis 109. greinen 189. greulich horribüis 158. grimikait 181. grissgramen slomachari 61. grob „extrem" 62, durus 80, rudis 139, grobe wort 131. grossmechtikait magni/icentia 148. güldin adj. 103. gunnerin fautrix 198; günstig sein /avere 167. gürtel fem. 69. güthait 20. 58. 136, beneficium 31, bona 195 f. H. ha ha ha ha ha he 87; ha ha he 75. 186. haben: du hasts tenes 73; part. praet. gehebt 45. 122. hader turba 109; haderei iurba 135; hadern 134; hedrig 134. hafften haerere 180. hagol calarnitas 21, glossiert grando 21. hailigen dieb sacrilegus (s. d.) 167 f., h. diebin s-a 153. hailsamkait salus 171. haim legen „anheim geben" 159; haimand „heimat" 148. 157; da haimand 151, domi 157. 171, domum 195; haimlioh 52, haime- lich ciain 60; haimsen und an- nemen adjungere 5. halsen eonlreclalio 24. halten: halt „hält" 164; sich halten se habere 145. 168. hand: zehanden komen 179; s. a. zuhand. handel 169; handeln agere 144. 163, facere 194; handlung 150, res 146. 177, consilia 187; handtraich maneipium 51. hangend demissus 59. 62. härin: mit härin sailen hart gestrickt 109. hart adv. 109. 154, „kaum" 86; adj. s. hert. has lepus 75; wüschen als ein hass auss ainer hegken 98. — 215 has „feindsehaft" 69; hassung odium 179; hessig exiiiosus 82 (Verwechslung mit odiosus?); hes- lioh odiosus 136, hesslich laidig molesius et odiosus 40. hau interj. 121. haubfc Caput 192, mengerlai sinn in vil heübtcn 99, haubt mindern Caput diminuere 145; haubtmann 73. hauffen cumulare 27. haussgcsind fainilia 198; hauss- haltcn 148; haussknecht 148; haussmutter patrona 161; hauss sun herilis jilius 53. heben detinere 52, compreliendere 138; heber und leger 51. Heotor 69. hehcn papae 59, ist ain wort das etwas verwunderns bedeüt 59. hei pcrii 65, hau 137. helfant eleplianlus 74. helffer patronus 139; s. a. hilff. hell inferi 202. hem hem 81. 83. 116. 123. 146. 153. 174. 180. 201. hemling 5. 120; hcmling klaid 156. 190. hen 90, -ne 25. 32 f., hem 57. hennsslin: in h-s weiss „im narrcn- klcid" 92. hercle hercle 176, by h. h. 41, bi h. trün h. 51, durch h. //. 65. Hercules 191. herdan bringen aliducere 30. herdstat /ocits 148. hernemen „futuero" 101. hert adj. „schwer" 86, durus 146; adv. s. hart. hertz s. gab; hertzigen „ermutigen" 102 f. 137. herwider contra, 77; herwiderkomen reditio 121. herziehen s. erziehen, heürat maso. 182. hilff: zehilff kommen subvenire 176; hilfflich sein prodesse 78; s. a. helffer. hin: ich bin h. perii 115. hinan bringen 131. hin dan istuc 200. hinderkommen circumvenire 147; hinderwerffen ootercre 35. hinein fallen irruere 143, h. rumein intro rumpere 182. hinfüren deducere 40, (ab)ducere 67. hinlassen dimiUere 148. hinnemen 146. hintragen auferre 110. hinumb „hinüber" 88. hin uss wüschen sc prorumpere joras 105. hinwerffen ejicere 41. hirt: Irrt der h., die schof vergant 104. hoch yn her komen 41; hoch listig 30, s. scharpff; hohe wort marjni- fica verla 134; den höchsten Parmcnonem summum 50, gloss. obrist; hochtzeit nuptiae 182; hochtzeitlich festus 99. hof: hoflich, höflich 97. 148, allso das es die leüt erfrö und den redenden gefeilig mach 75, jacete 53. 75. 81. 98, elegans 171, lepidus 188, curiosus 97, mordliier 65, h. lecken ligurire 171; hoflecker 44. 201, hof nascher 143. 203, parasitus 191, hofschalck 201, parasitus 199. hoffertig superbus 200. hoffnung: in dir ist die h. in te spes est 198. hoho eho 124. hold haben amare 30. 100; aus holtschafft amatorie 163. honig neutr. 35. hörst hörst heus heus 90. hübsch 87; h. zc hören operae pretium delectationis 115; hübschlieh pulchre 141. hui, hüi hui 73. 146. 198. huit, htiit „heilte" 38. 42. 57. 81. humen „hoden" 175. hunhun papae 52. 74, hem 112. hürlin scortum 75; hür(r)isch 159, meretneius 144; hurübel 40 f. husten lussis 62. hüten als der wolff der schaff 101. I. (s. a. ei.) icht, it(t) „irgend(was)" 23. 53. 109, itt mer quid 63, itt num 33, num- nam 53, -ne 25. 142. 181. 186. 191. 203; vgl. nit; ichtz „irgendwas)" 23, quid 37. 50, numquid — 216 84, süss ichtz quid aliud 50; untz 37. yendert usquam 203; itlich „jeder" 62; yctweder uterque 188; yetzo lang jam dudum 149. im dat. refl. 50. 101. 118. in s. mitten, sunder. inbrünstig jervens 194; inbrünstigen „i. machen" 24. indisch 74. inne(n) werden rcsciscere 69, scire 146; innerlich intimus 28; einem hartinnligen „am herzen liegen" 134. interpositio 14. interpunktion X. irren s. hirt; irrig errans 186. it s. icht. Italia 103. J. ja trün scüicet 72, ja werlich ma- xime 62. jenen 47; gichst ais 71. 117; gicht ait 127. joch 41, iandem 35, immo 61, jo vero 128; ob joch „obgleich" 182. Juppiter 103. 196. 202, Jovem 104. I K. kaine quis 24, kainer quisquam 24. kalt sein frigere 90. katz: So die k. auss kombt, so raien die meüss 102. keck: (so) k. sein andere 161. 195; kekhait audacia 181; keklich 82. kegen trällere 139. keichon 63, kychen gemere 62. kennen „wissen" 40. 104, novisse 73; kennsswol notus 45. 157. keren: die schuld auf einen k. con- ferre 69. kestigen 61 f., eruciare 24. 69, macerare 36. keusch 161. kind: von k-s wesen 5. kipel turha 129; kipeln 77, iurba 129, jurgium 77. kistlin cislella 136. klain „wenig" 151, paululum 162; klains nämlin „deminutiv'' 141; klainat 108. 120. klapern garrire 67. klufft specu 25. klüglich: so kl. tarda virlule 56. klumse rima 25, klunse r. 26. knopffet „knotig" 59. konhait audacia 175, könlich 201. kosen „reden" 164. köstlich 83. kraft vis 142. kranck fem. „krankheit" 42. Kriechen 103. krieg 92, lis 76. 87, litigium 134. 147, jurgium 110, rixa 203, plur. Utes 132; s. a. einfürung; krieg - wort conientio 144. krüseln horrere 23, s. glosse. kuchenknecht für 141; kuchen- pletzlin peniculus 142. kümernuss 179. kunckel colus 191. künden „können" 44; auff dem saittenspiel künuent fidibus scire 29; s. a. wol. künfftig juturus 76. 173, evenlurus 184. kunnstreich solers 84. kuntzaichen documenium 136. 166. kupeln 60, kupplcr 103. küren crepare 192. kurtzweil 73. kuss: 3 arten k. 80, s. a. liebe - küsslich 80. küwcn 66. 68. L. lachend cachinnans 186; lächterlich 44; lachtertäding fulilia 159. laden: lüde „lud" 109, lüde invilet 109. laichen „betrügen" 89, fallere 69; s. a. liebe; laicherei 66. 100. laiden „verleiden" 51. 85; laidig s. has; laidigen verb. 40. laist: über ain laist geslagen 81. lang: vor lang komen mulio ante- venire 132; lennger prolixius 202; langst jam dudum 167; lanck- wirig 195. lassen: last nit pergiri 68; lass wir 77; imper. lass u. la 25. 217 — lasshait 143. laster crimen 129, ,„tadel" 201; lesterung 157. latin 84. 91. laufen: luffon currebant 49. laugnen negare 152. lautenslaherin plur. 80. l(a)uter „deutlich" 9. 92. 109. 135, sincere 35; oompar. lüttrer 4; leü- tern „klären" 112. lecken s. vergan. lecker 44. 81, nebulo 143. lefftze labium 62. leger s. lieber, leibig 59. leichnam (-y-) corpus 73. leicht „windig" 72; leichtiklich facile 202; lychtmütigkait molli- ties 41. leirerin PI. 80. leo leo 191. lernen studere 135. leschen 107. lesen s. schwarlich. leüt: ir 1. populäres 194. Lidia 191. lidrill truche riscus 136, gloss. cisia pelle conlecta. lieb: mein liebe amabo 155; liebe amor 27. 42, lieby 21, liebi 36; 5 linien der 1.: Sehen, reden, lieplich straichen, Küssen thünd die frawen laichen 113; lieben „lieb machen" 25, „lieb sein" 51. 198; liebhaben amare 36. 202 (obsc); licbkallen 44.47. 49. 71 f., assentari, 48. 86; liebkaller 44. 71. 74; lieplich puellariter 154. liederlich 201, facile 20. 34. liegen „lügen" 125; Er lügt, das land ist vol 71. liesth „binse" 59; liestisch junceus 59. ligen: auf etwas 1. „beharren" 118. linie: in der letzten linien extrema linea 113; s. a. liebe, list m. 25; listig venuslus 80, callidus 187; s. a. scharpff; listikait 89, durch 1. in astu (missverst.) 181, loblich gloriosus 85. lock plur. capülus 159. Ion pretium 198 f., lone 199. los du ausculla 25, los(a) (du) heus tu 41. 51. 62. 76. lüfftlin veniulus 104. lug vide 68. 176; lug, das fac 138. lungensüchtig 62. lustberkait 90; lüstig 3; lüstlich 77, lustlich libens 104; s. a. gelüsten. lützel 12; Hitzen 40, lutzen 123. »1. machen: was machst dir selber quid tibi vis 98. mähelen 30, mehelen 102. malam in rem abis 91. man: was tut man quid agitur 80. manlich 109. marstaller 74. mase „fleck" 123. mass: in m. als ob 69. masslaidy satieias 73. mang cognatus 31. maul os 105. 121. 146. 155, opp. mund 62; meülin 80. mauss s. katz. mechtig potens 64. 137. mein: du meine mea tu 119. melden „mitteilen" 97, meniionem facere 77, wider m. repelere 98. menger „mancher" 33; mengerlai 112. mensch neutr. 44, mein m. mi homo 136, ich bin kain m. nullus sum 189; menschlin homuncio 104; menschlich s. wunder, mer „mehr": nie mer ne quidem 119, wie mer „sehr" 67. mer: meren „nachrichten" 198; s. a. was. mer „meer": mör 103; morfischcr cetarius 48; mörrauber 90; mer- wunder monsirum 159. mereken inieiligere 138; merck „notabene" im glossar überall; meroklich 170, insignis 141. 184, primus 202. messer 69. methaplasmus 8. metzg 48; metzgen 121; metzger lanius 48. miet 64; s. a. gab. milt 64. 201; mutig 201; miltigklich large 201; miltigkait beneficium 135, jacililas 196. 218 — minder: nichtz m. nil minus 91; minst 62. minncgostalt 62. missgünnen invidcre 167; miss- hoffnung desperatio 191; miss(c)- tat jlagitium 187 f.; misstun oder übel ludus 103. 104; misstünd 56. 118. mit ain reden colloqui 82; mitaigne conserva 66; mitb(a)u(w)er 5. 20. 33, rivalis 82; mitdiern conserva 159; mitgesell aequalis 61; mit- graber rivalis 64. 82; mithelfferin adjulrix 161; mitnager rivalis 5. 50. 64. 92. 109, aemulus 11.0, m. ains bains 36. mittel: on als mittel intcmpeslive 72; als in mitten simul 107. Moronland Aethiopia 10. 83. morgensteril s. Ellen, morn mane (= ,,cras") 62. mörser 68. müde subst. 73. mügen: ich mag nichtz mer „kann nicht mehr" 115; 2. sg. ind. praes. macht 41; conj. mage „möge" 45; wol mügen(d) 60. 123; bas mügonder habitior 59. mund os („gesicht") 59; opp. maul 62; das speeklin durch den m. ziehen 72. müntz 77. müssig otiosus 167. mut: zemut gewesen animi 187. muttorn nom. pl. 59, mütern gen. pl. 59. N. nach „nahe" 98; nechst propinquus 179, am nechsten „soeben" 151; nahend „beinahe" 59. 62, proplor 66; nachbürin vicina 65; nachher gan sequi 127. nachtmal cena 48. 203. Nachus Acrisius 103. nagelncüw novus 47. nämlich mire (?) 80; nämlin s. klain. narr 73. 203; narrenbübon 53; narrentäding 53; narrenweiss 68. neid: zeneid „zum possen" 195; nyden invidere 74; neidiglich 82. Neid hart V ff. 203. nemen captare, tentare 131. neudruck V. XI. netiw s. nagelneu w, sprüssling; nülich modo 124. nichtz 46, nichtz minder nil minus 91, nichtzit 198, nichtznit nihil 161; nuntz 21. 38. 41. 45 f. 50, nüntz 40. 76. niderst infimus 86. nie s. mer. n(i)endert nusquam 52. 56. nit: last nit pergiti 68; vgl. icht. noch etiam „noch dazu" 188, „dennoch" 184, noch dann „dennoch" 195. not: tet nöter magis sil causa 29; nötlich 40. 57. 97; notturlft necesse 176. 184, opus est 136; nottürfftig opus est 202. nüchtern sobrius 125. 131. nun nunc 53. nun „nur" 21. 32 (?). 33. 40. 44. 69. 77. 198, modo 52. 60. nuntz s. nichtz. nutz 73, res 24, commoda 67; ze nutzt komen prodesse 201; nütz frugi 106; nutzber sein prodesse 176. O. ob si 168; ob joch „obgleich" 182. ober 104; oberer gewalt auetoritas 69; obrist 50, s. hoch; obrost 37. obsilus 45. öd desertus 157. oder: weder — oder 58. 144. offenbar aperte 151. öhaim cognatus 61. on gever forte 29; s. a. geschieht, on hon at at 131. Oniphale st. Omphale 191 f. öpporsche geberd 30. oratz: red oder o. 14. ordennlich laute 75, gloss.: wol geziert und mit Worten geblümt; ördenlich 104. ort regio 200. Orthographie X. osculum 80. Ovidius 71. oy hei oy 128. 219 — P s. B. R. raien „tanzen" s. katz. rain mundus 171. raitzen 110. ran gracilis 59. rat consilium 157. 191; ratslagen consüium 112; wie kund rat sein quidni esset 74. rauber 54. 136, praedo 141. rauchloch 103, impluvium 104. rechen uleisci 138; gerechhen 167; rechnen „rächen" 129. recht: mir ist r. „ich bin bei sinnen" 131; r. ipse 154; ich habs r. rede 63; von ziemlichen rechten 107; für r. ziehen in jus ducere 138; dem rechten „juri" 147; rechtag Judicium 63; s. a. richten, red oder oratz 14; reden s. liebe, sehen; redlich severus 42. reflexiv s. im. regircrin gubernatrix 196. reüwen: part. prät. gerauwon 187. richten adornare 121; richter praetor 146; richtung „entsoheidung" 78; s. a. recht, rigel pessulus 106, vectis 141. ring „gering, leicht" 24. 104. 199, facite 31; ringklich facile 49; ringe „leichtigkoit" 48; ringfertigkait 49. ringer luciator 131. ritter miles, immer so; s. a. Sohöb- lin; ritterschafft stratagemata 142. Rodis 5. 26 f.; Bodius Rhodius 75. 87. Rom 103. rott grex 202; rottenhafft 123. ru securitas 167; in rü setzen 195. rüffon: part. praot. gerüfft 62. rum(p)len 178. 189, perstrepere 105. rupffen reprehendere 84, crimen ostendere 96. rüren „treffen" 86, längere 75, gloss.: zc spot bringen mit stichwörtlin, 145. rüsten: sich r. accingi 199. Rutsch: Sichstu Rutschen Ellen gern, sie dunckt dich der helle morgeustern 59. S. sach „Ursache" 200; secher „ur- sächer" 69. sacrilegus, das ist ainer, der heilige ding stilt, doch wird es für ain schalck genomen 75; vgl. hai- ligendieb. sag „was man sagt" 42. 109; sagt ait 30, s. glosse. sail s. härin. saittenspil s. künnent, singen; sait- tenspilerin fidicina 80. 180. saltz lecken s. vergan. Saturnus 103. sauber: mit zimlichon schönen säubern Worten 75. saugmutter nutrix 146, seüg- 167; seügamme n. 162. 167, sögamme 11. s(a)usen 189. schaf s. hirt, hüten. Schaffner 94. schaidon: part. praet. geschaiden 87. schalck sacrilegus (s. d.) 75, scelus 171; schalckhafft scelerosus 115, sceleslus 126; sohalckhait scelus 188. schallen s. schertz. schamper 58, impurus 29, impudens 75, foedus 173; schanntlich lepi- dus 117, sohentlich 125. 129; schandwort injuriae 20; sehenden 76; s. a. schemlich, schar exercilus 148; scharhalter legionarius 141. scharpff 24. 33, scharpf und hoch listiger fund alta et acuta inventio 30; acriter 145. schawmaister „sachverständiger" 123. schein der wort apparatus veruorum 181. schelm 37. 40. scheltung jurgium 141. schemlich impudens 105; s. a. schamper. schencki donum 26. schertz 66. ludi 187, seh. und schallen ludus jocusque 56; schert- zen alludere 75; schertzlich 78. 105. schotzen censere 41. 201, conjicere — 220 — 94, putare 148, opinari 153. 195, seh. zu comparare ad 122. schiokligkait „gute gelegenheit" 102. 115, oixovo|ita 65. schilchen limis speetare 105. schimpft joeus 35. 68, jocularia 159, ludus 103, in seh. reden jocari 66; S. a. spilen; schimpflich ridiculus 148; schimpffrede jocularia 160; schimpftäding joculariter 164. schirmbsweise de/ensionis loco 174; schirmer dejensor 139. s(ch)laipffen 69. schl(a)uch 44. s(ch)lecht „einfach, nur" 34. s(ch)lccklin 48. 57. 77. s(ch)legregen imber 103. s(eh)licken: den angel sl. 100. s(ch)ling junda 143. schlupfen labascere 35. schmachait contumelia 159. 161; smachlich 109, schmächlich con- tumcliose 200; schmechtwort 105. s(ch)maichen 24. 28; schmaich(l)er 131, parasüus 49; smaichherr 47; smaichrede 145; s(ch)maichwort 24. 81, blandimenlum 50. schmucken : geschmückt vinclus 59. schnarchen slertere 202. sehne: auff sehne gebunden „vergänglich" 96. schnebeln s. sehen. s(eh)nell alacris 57. schnöd „gering" 64 f. 104. 125. 143. 148. 157, foedus 123, snöd inanis 141, sehnödes gelt 83; schnöde subst. 83; schnödikait vanitas 141. Kchöblin, rittcr 11. 109. schön honestus 84, lepide 75, facies 99, s. a. sauber; seh. nüchtern pulehre sobrius 131; schöni subst. 82, schöne 85. schoss fem. gremium 103. schrencken 131. schuldigen aecusare 21. schütten „schütteln" 23. schwär: schwäre ding objeclae dijfi- cultates 86; swer molestus 85, insuavis 134; seh warlich lesen „mit betonung" 36; swermütig magno pondere 29. schweehen vüiare, oft. schweigen: ich will geschweigen 200. s(eh)wengcrn 103. sehen intueri 103; Sehen, reden, freüntlich tasten, nach dem schnobein auff hin plastcn 66; sich(a) vide 121, ecce 71. 167; sechstus si videris 100. segnen „abschied nehmen" 37. seidin tüeohlin sandalium 192. sein: inf. gesein 34. 87. selb: dasselb id ipsum 164. selig machen bearc 52; gute selikait pl. bonae jelicilates 61. seltzam(-en) „selten" 33, „seltsam" 94. sencken s. gezeüg. senfft mollis 66, mollüer 65; senfft- mütig 92, senfftmütigklich blande 154. senlioh 198; s. a. geschwaifflich. setzen consliluere 94, sich s. aecum- bere 89, reslilare 121; s. a. gemüt. siglich: zaiget sich s. triumphal 71, gloss. überfrölich; signust pal- marium 170. singen auff dem saittenspil „fidibus oanere" 80. sin(n): s. haben sperare 90; im s. reden 71; mengerlai s. in vil heübten 99; sinnig sanus 98, s. unsinnen; sinnarm stolidus 73. «isiphus 202. sitt m. 175, sitten mores 203; sittlich 68, „wie sichs gehört" 7, „behutsam" 67, opp. gech 124, paulatim 202. so vil tanlundem 60. sollen: conj. soll 184. Sonium Sunium 27. 90. sorgen vereri 115, meluere 137; sorg- feltig „in sorge" 32. 89. specklin s. mund. speien exspuere 73. sper s. gesohoss. sperren obdare 106. spica 69. spilen eines schimpffs ludere ludum 103. spindclkorb calathus 191. spitz cornu 141; spitzweis „überklug" 48. 63. spot ridiculum 78; s. a. rüren; spottung irrisio 164. — 221 — sprang Iransüus 72. sprüssling: junger spr. 6, nüwer spr. ephebus 56. Staffel pl. lineae 66, staffeln 67. staini s. gab. stam: von dem stamen 103. stameln 124. stan: ich stand 50; stat 42, s. urtail; ich gestund constiii 112; gestanden bin restiterim 57; s. a. gestanden, starck jortis 148. stat „ort" 51. 77, locus 44. 145. 179. 109, weil und st. „zeit u. ort" 42. 101, stat geben „gestatten" 195, die st. macht ain dieb 104; st. urbs 179. stät „staat", zustand 44. statur (= ?) 105. stechende wort 28; stichwörtlin s. Türen. Stcinhöwel VI. stellen: part. praet. gestellet 173; s. a. gemüt. stet sein se obfirmare 41; stettig (pferd) 121; stettigklich vicissim 148. stillen 137, restinguere 21. stock 67. stoltzlich 146. straff increpatio 164; straffen 59, invchi 46, eorrigere 132, reprehen- dere 132; straffung „tadel" 159, pl. lorme.nta 188; straff bar jlagi- tium 68; straff wort corripieniis 25. straichen s. sehen; straichlcn com- miligare 192. Strassburger Tercnz VI. VIII. Strato 74. strecken intendere 58. streit „kämpf" 71, pugna(e) 85. 163, Us 191; fügt an str. pugil est 59; underweisung dos streits in- slruclio pugnae 191. strick 100; gestrickt s. härm. «trüben 74. stum mutus 74. stumeln und stutzen 131. stupffen 74. 103; stupffwort 74. Stuttgarter oxemplar V. X. stutz brevis 106, gloss. nit langsam; stutzen s. stumeln. suavium 80. subtillich sublüilcr 158. 164, oratorie 181. suchen: sein s. „treiben" 83; was s. 184. sunder 29. 84. 105; s. a. besunder. süss „sonst" 85. T s. D. U. übel malum 89, scelus 115, s. a. misstün; ü. geraten male concilia- tus 121; überreden maledicere 145; Übeltat 103, jacinus 119. üben agerc 142, movere 167; geübt peritus 142; übnuss asseveratio 199; Übung 161. 167, gestus 159, eultus 191. über- nimium 188; niemand liberal nemo quisquam\%^; -bmdenastrin- gere 25; -fast maximo opere 91; -flüssigkait 170, liumor onerosus 73; -gesehydigen ludere dolis 69; -gross ingens 71; -hoflich 188; -komen 31, nancisci 98; -lengt prolixilas 63; -lieb haben 5, ama- torem esse maximum 119; -mütigk- lich süperbe 199; -schön pulcher 62, perpulchcr 82, -vast 80, plu- rimum 81; -winden vincere 131, „überzeugen" 125. 128; -wol optime 25; übrig 73, non neeessa- rius 62. uff s. auff. Ulm V ff. 203. umb das 185; umfüren 75, ludificare 128; umblügen 94, circumspec- tare 54; umbred 63; umbsunst impune 171, umsuss 73, nit u. non fernere 54; umbtreiben ludere 50, deludere 78; umbwort 63. im-: -adeln nobililare (ironie weggefallen) 188; -begerend ullro 19; lass mich unbekümert molesta ne sies 90; -billich injuria 76, -eben incommode 61. 112; -erber in- honestus 98, -erlich 125, -ersam inhonestus 171; -erkannt 57, ignolus 152; -frum 44, impurus 45; -fürbetrachtet 29, -für(be)- trechtig imprudens 29. 66; -geachtet imprudens 112; -gebartet ephebus 152; -gebetten ullro 148; 222 -gefarlich 110; -gefcll 9. 61; -gehört 38; -geladen invocatus 199; -gemach incommodum 62; in ungemachtem fride pace in- fecta 19; -genem 201; -geni(c)t(et) „unerfahren" 57. 89. 91. 132. 135, ignavus 45. 118; -genietc subst. 116; -gern invitus 182; -gerochen impune 188; -geschickt ineptus 42. 141. 186; -gestalt inhoneslus 65, deformis 148, subst. 123; -g(e)stünü inepiia 134; -ge- stümigklich 81, - -kait 148; un- getig sein stomachari 122; -getrüw impius 115; -geübet imperilus 161; ungewaltig ayges willen non suae potestatis 19; -gleich 123; -glimpff 100 f.; -glöblich incredibüis 187; -glück malum 142; -gütigkeit slomachus 86; -hilflich 139; -höflich 80; -kantlich 94; -keusch 201; -kost sump- tus 201; -kund 118, -künden 132; -lieplich 201; -mercklich inextri- cabilis 202; -milt 161; -müglich 104; -mutig laboranlis animi 112; -Ordnung 71; -rainigkait foedüas 141, sordes 171; -rechtlich 147; -sanfft insanus 198; -schemig 155, impudens 146. 155. 158, - -lieh 164; -seglich injandus 119; -selig infelix 46. 153; -sinnen insanire 20. 98, -sinnig 109; -tat 184; -tütlich immortalis 44; -verdient indignus 173; -verdrisslich nitro 199; -vernünfftig 74; -versniten 102; -verwandelt 154; -weis ignavus 191, -weisshait inscilia 201; -wirsch(h)ait 201, indignatio 181, - -lieh 142; -zimlich indignus 126. 159. und doch „da doch" 62. ander-: -geschidet discretus 80; -red „dialog" 136, einem under- reden praefestinare 72; -richten docere 186; -schaid ,,akt" 9 ff., fem. interest 123; -slag „inter- je.ktion" 92; -sprechen „unterbrechen" 181, Ä7iooid)jtTiots 36; -stossen supponere 167; inter- rumpere 187; -tenig 85; -treger internuncius 53; und er wegen inter vias 112; -Weisung s. streit; -würffig suppeditare 201. unhun papae 42. untz dum 63. untz s. ichtz. uppigkait, gloss. 26. urbring 23. urdrutz salietas 179; urdrützig taedet 56. urlang „sehr lang" 59. ursach occasio 106, ratio 160, zwo ursach causas 57. urtail fem. 100, sententia 41; die u. stat slal sententia 42. urwachen insomnia. V s. F. W. wa ubi 198, wa und wo 56, wa wabin ubi ubi 56. wag tormentum 127. waibcln „schwanken" 131. waichen „erweichen" 32, labejaclare 89; waichmütig 109. waidenlichen 46. warnen trans. lacrimare 153. wann „ausser" 91, nach „ander" 23, nach compar. 23 u. oft. wann „denn", „weil" 61. 63, nam 40. 187. wannen unde 124. war: nimb war eceum 186. war: gar w. scilicet 195; werlich 61, vero 72, certe 113, ja w. maxime 62. Warnung monitor 145. wart(t)en opperiri 162, praestolari 179. was dings quid rei 117, w. mans qualis 137, w. menschen quis homo 122, w. mers quae jabula 123, w. volcks cuja 60; was wilt du dir quid tibi vis 186. wassermaus sorex 189; wassersüchtig veternosus 123. wechsselliebc 4; wechsselwort 180. wedel flabellum 104 f.; von weyen 105. weder „was von beiden" 195; weder — oder 58. 144. weg modus 126, w. suchen 197; zuwegen bringen 133, repperire 33 f.; wegschaid diverticulum 112. weger „besser" 69. wegnuss 68, ratio 101. — 223 weichen: wychen concedere 35. weier: mitbauwer (s. d.) seines wyers 5; s. a. gezeüg. weil: wyl und stat 42. weisshait: wysshait sal 72; wie weiss- lich ist das quanti est sapere 144. Weih „welscher" 69. weltzen volvere 202. wenn quanäo (fragend) 124. wenwol „ich glaube" (?) 109. werck „tatsache" 89, one w. „wesenlos" 85, pl. officium 131, „opus veneris" 201. werden: wird fio 41, wirt eril 200, einem werden dari 116, w. mit inf. 28: ward biten coepü ob- secrare 49. werffen: in schaden w. 142, die äugen in einen w. 181. wesen 86. wess „warum" 81. weyen s. wedcl. wicht nebulo 50. wider: -äffern 164, -iiffrung 151; -betrachtung recogitatio 157; -driess 134; -fal „Umschlag" 179; -gelt 33. 81. 86, vicissitudo 51, ulcisci 128, w. begeren pretium repetere 135, -gelten gratiam re- ferre 69; -legung „Vergeltung" 144; sich widern tendere 110; wider sein obslare 85; -spenigkait 92; -sprechen mit acc. 124; -tail aemulus 40, -umb iiffren „nachäffen" 151; -wärtig „entgegengesetzt" 23. 56, adversus „feindlich" 61, £tp(Dvix«){ 118; - -kait „gegensatz" 62. wie mer s. mer; wie du ain man syest qui vir sies 57. willfagen 33. 36. 109. 129, consenlire 34, morem gerere 36. wil(l)preter auceps 48; gloss.: ist gemainer wann vogler und be- greifft mer in im, und haist wil- preter, nit wildperter, als die spitzwyscn suchen. windlin ventulus 105. wirdig dignus 198. Wirtschaft convivium 75. 109 f. wissen: 3. sg. ind. praes. warst 158; wissend sciens 113; praet. west 27. 84. 186, wist 32. 60; part. praet. gewist 26. witzig sein sapere 129. wo s. wa. wol probe 138, salve 180; w. besinnt animo praesenti 138 f.; w. gefar „schönfarbig" 59; w. kündend 129; wollust m. 45. 96. 110, sua- vium 80, volupias 194; w. mügend 59 f. 123; w. gement „gut ausgerüstet" 136; w. safftig succi plenus 60; -tüer 80. wolff s. hüten, zemen. wollarbait lanificium 191. wort: hohe w. magnifica verba 134; w. geben verba dare 154. 174, gloss. gute und freüntliche w. 131; s. a. schein, stechend; wört- len qucrela 115. wunder mirum 42. 72. 126; menschlich w. monslrum hominis 124; wundergross 72; wundern intr. 35. 42; wunderlich 82. Wunderlich, Hermann V. wundmase ciealrix 85. würeken: etwas w. opus facere 41. würgen jugulare 74. würstcr fartor 48. wüschen emergere 98, s. glosse, involare 116; hinussw. se pro- rumpere foras 105. wüten: dess w. hujus rabies 57. Wyle, Niclas von VII. z. zag 57, pavidus 138; gantzer zag 134; zögi „feigheit" 109. zaichen Signum 147. zaigen oder dar geben indicare 188. ze s. zu. zech convivium 75; zechgesell eon- viva 73. zeherlin lacrimula 20. zeihen: ziehen 68. zeit: zu Zeiten inier dum 66; zeitig 60; zeitlich mature 170. zellin cellula 58. zemen: Doch mag man wolff und beeren z. 100. zerbrechen: zebrochen und zesamen gelegte wortt 48; zergencklich 96; zerklieben: zekloben fas 25; zer- krümben distorquere 121; zerrauften conscindere 116; zer- 224 stossen cudere 68; zerstrobelt 115, horridus 45. zettel ol>tovo|i£a 76 f. 87. ziegel tegula 104. ziehen: 3. sg. ind. praes. zeicht 126; in sich ziehen in se transmovere 72; sich z. zu „sich beziehen auf" 89, se referre ad 125. zieren ornare 40. zilen constiiuere 38. zimen 157, decere 200, licere 113; zimlioh 107. 121. 164, mirus 103, s. a. sauber; zimligkait 113. zittern(d) tremulus 62, zittert eb. zöngerte 123. zörnigklich 84. zu: züaignen adscribere 76; ztifallent 179; zehand 154, ilico 187; ziihor tryben adir/ere 41; zu hin gan adire 81. 116; Züknecht „neben- buhler" 5; zekommen proventus 160; zukommend 96; Zukunft adventus 49, s. glosse; zulegen addere 21, die braut zum bräu- tigam z. 102; sich zulieben se accommodare 158; zumessen ascribere 160; zureden dicere 76; zurichten conficere 170; zesamen binden colUijare 174; zesamen gelegt s. zerbrechen; züschetzen 135; zusetzen insidiae 91; zü- tüteln 44. 47. 71 f., zütütler 44. 71. 191, parasitus 6. 42, adulator 72; züzelen „zuschreiben" 84. züchtigklich modcsle 102. zwar vero 146, certo 153, certe 179. zwe mal 74; zweintzig 80. zweifei: es ist nit zweifeis dubium non est 184. zwengen 59; zwingnuss 59, s. a. ge-: zwungen „erzwungen" 59; zwungelich 35. Publicationen des litterarischen Vereins in Stuttgart. 1. verwaltungsjahr (1839 bis 1842). 1. Closenors straüburgisehe chronik. [Je- ben Georgs von Ehingen. iEneas Syl- 2. vius. Unlands handlungsbueh. Codex hirHaugiensis. 3. 4. Fabris evagatoriuin, band I. II. (im 4. verw.jahr nachgeliefert.) 6. Die Wcingartner liederhandschrift. Italienische lieder des hohenstauilschon hofes in Sioilien. C. Briefe der prinzessin Elisabeth Charlotte von Orleans, erste Sammlung 2. verwaltungsjahr (1843 u. 1844). 7. Leos von Kozmital reise. Die livliin- disclie reimchronik. 8. Chronik dos ßamon Muntaner. 9. Bruchstück Über den kreuzzug Friedrichs I. Kin buch von guter speise. Die llcidelherger lioderluiudschrift. 10. Urkunden zur geschiehte Maximilians I. 11. Staatspapii'ie Über Uaiser Karl V. 3. verwaltungsjahr (1845 u. 1846). 12. Das Ambraser liederbuch. 13. Li romans d'AIixandre. 14. Urkunden zur geschichte des schwäbischen bundes, band I. t 15. Itesendes caneioneiro, band I. 4. verwaltungsjahr (1847 u. 1848). 16. Carmina buranÄ. Alhert von Beham und regesten Inuocenz IV. 17. Kesendes caneioneiro, band II. 4. Fabris evagatorium, band III. 5. verwaltungsjahr (1849 u. 1850). IS. Konrads von Weinsberg einnahmen- und ausgabonrogister. 19. Das habsburg.-Österr. urbarbuch. 20. Hadamars von Laber Jagd. 21. Meister Altswert. 22. Meinauer naturlebre. 23. Der ring von Heinrich Wittenweiler. 24. Philipps von Vigneulo gedonkbuch. 6. verwaltungsjahr (1851). 25. Ludolf, de intinere terrre sanetre. 26. liesendes caneioneiro, band HI. 27. Die kröne von H. von dem Türlin. 28. Fastnachtsspiele aus dem 15. Jahrhundert, band I. 7. verwaltungsjahr (1852 u. 1853). 29. 30. Fastnachtsspiele aus dem 15. Jahrhundert, band II. III. 31. Urkunden zur geschichte des Bchwa- liimihen bundes, band II. 32. K. Stolles thüring.-erinrt. chronik. 8. verwaltungsjahr (1854). 83. 34. Grimmelshausens Simplicissimus, h;iiul T. II. 35. Erzählungen aus altdeutschen hand- achriften. 9. verwaltungsjahr (1855). 36. Die Schauspiele des horzogs Heinrieb' Julius von Braunschweig. 37. Johanns von Morsheim spiegel dos regiments. 38. Hugos von Langenstein Martina. 10. verwaltungsjahr (1856). 39. Denkmäler der provenz. litteratur. 40. Amadis. erstes buch. 41. N. Fris-nlins deutsche dichtungen. 42. Zeitbuch Eikes von Kepgow. 11. verwaltungsjahr (1857). 43. F. Zorns Wormser chronik. 44. Der trojaniseho krieg von Konrad von WÜrzburg. 45. Karl Meinet. 12. verwaltungsjahr (1858 u. 1859). 46. Nachlese zu den fastnachtsspielen. 47. Federmanns und Stader.s reisen in Stldamerica. 48. Dalimils chronik von Böhmen. 49. Bebhune dramen. 50. "Wilwolta von Schaumburg eben. 51. Stcinhöwels Decameron. 13. verwaltungsjahr (1860). 52. Dieterichs erste ausfahrt. 53. Mitteldeutsche gedichte. 54. Die gedichte Jehans von Condet*. 65. Huyge vap\ Bourdeus. 56. Das buch der beispiele der alten weis 57. Translationen von N. v. Wyle. ( 14. verwaltungsjahr (1861). 58. Scherzgedichte von Dauromberg. f)i>. Tagebuch des grafen Vv\ v. Waldeck. GO. Meleranz von dem Pleier. 61. Krafts reisen und gefangenschaft. 62. Spangenbergs musica. 63. Nürnberger polizeiordnungen. 15. verwaltungsjahr (1862). 64. Tuchers baumeisterbuch v. Nürnberg. 65. 66. tJrimmelshausens Simplicissimus. bind HI. IV. 67. Kenaus de Montauban. 68. Meisterlieder aus der Kolmarer band- schrift. 16. verwaltungsjahr (1863). 69. Sanct Meinrads leben und sterben. 70. Des toufels netz. 71. Mynsinger von den falken, pferden und hunden. 72. Der veter buoch. 73. Flemings lateinische gedichte. 74. Keimchronik über herzog Ulrich von "Württemberg. 17. verwaltungsjahr (1864). 75. Barlaam und Joeaphat von Gui de Cambrai. 76. 77. Ayrers dramen, band T. II. 18. verwaltungsjahr (1865). 78. 70. 80. Ayrers dramen, band III. IV. V. 19. verwaltungsjahr (1866). 81. Buchenbachs sendung nach England. 82. 83. Flemings deutsche gedichte. 84. Oheims chronik von Reichenau. 85. Paulis schimpf und ernst. 20. verwaltungsjahr (1867). 8R. Kicchcls reisen. 87. Das deutsche heldenbuch. 88. Briefe der herzogin Elisabeth Charlotte von Orleans, zweite Sammlung. 89. Speclitsharts floreB musieffi. 21. verwaltungsjahr (1868). 90. Leben der b. Elisabeth. 91. 92. Zimmerische chronik, band I, 'JI. 22. verwaltungsjahr (1869). 93. 94. Zimmerische chronik, band III. IV. 9ß. Kirchhofs "Wendunmuth band I. 23. verwaltungsjahr (1870). 9(>|99. Kirchhofs Wendunmuth, band HIV. 24. verwaltungsjahr (1871). 100. ]01. Deutsche historienbiboln,bdl. II. 102—100. Hans Sachs, band I.—V. 25. verwaltungsjahr (1872). 107. Briefe der herzogin Elisabeth Charlotte von Orleans, dritte Sammlung. 108. Der nonne von Engclthal buchlein von der genaden überlast. 109. Beinfrit von Braunschweig. 26. verwaltungsjahr (1873). 110. Hans Sachs, band VI. 111. Die ersten deutschen Zeitungen. 112. Historia del cavallero Cifar. 113. Logaus sinngediohto. 27. verwaltungsjahr (1874). 114. Verband!, «her Thomas v. Absborg. 116. Hans Sachs, band VII. HO. Durmars li Galois. 117. Steinhßwols Äsop. 28. verwaltungsjahr (1875). 118. Tungera facetiffi. 119. Dichtungen des 16. Jahrhunderts. 120. Jehan de Journi. 121. Hans SacliB, band VIII. 122. Elisabeth Charlotte, vierte sammlun?. 29. verwaltungRjahr (1870). 123. Bertholda von Holle Demiintin. 124. Briefwechsel zwischen herzog Christof von Württemberg und Vergerius. 126. Hans Sachs, band IX. 30. verwaltungsjahr (1877). 126. Reuchlins briefwechsel. 127. Des dodea danz. 128. Muffels beschreibung von Rom. 129. Quellen zur geschichte des bauern- kriegs in Oberschwaben. 130. Simon Dach. 31. verwaltungsjahr (1878). 131. Hans Sachs, band X. 132. Elisabeth Charlotte, fünfte Sammlung. 133. Anmerkungen zum Trojanorkrieg. 134. Tuchers haushaltinich. 135. ErnBtingers raisbuch. 32. verwiiltungsju.hr (1879). 136. Hans Sachs band XI. 137. Hermann von Sachsenheim. 138. Gryphius, lustspinle. 139. Quellen zur geschichte des bauern- kriegs in Rotenburg. 33. verwaltungsjahr (1880). 140. Hans Sachs, band XII. 141. Mittbeilungen aus dem Eskurial. 142. Nibelungenlied. 143. Hugo von Montfort. 144. Elisabeth Charlotte, sechste sammlg. 146. Sleidans reden. 34. verwaltungsjahr (1881). 146. Fausts leben. 147. Niederdeutsche bauernkomödien. 148. Fabelbücher des mittelalters. 149. Hans Sachs, band XIII. 160. Heidelberger passionspiel. 35. verwaltungsjahr (1882). 161. Villinger chronik. 162. Tristrant und Isaide. 163. Lutwina Adam und Eva. 164. Der Rasier Alexander. 165. Aschhausen, reise nach Rom. 166. Egerer fronleiehnamapiel. 167. Elisabeth Charlotte, sieb, sammlung. 36. verwaltungsjahr (1883). 158. Richental, conciischronik. 159. Hans Sachs, band XIV. 160. J. v. Frankenstein, Kreuziger. 161. J. v. "Wedel, haushoch. 162. GryphiuB, trauerBpiele. 37. verwaltungsjahr (1884). 163. Lindeners schwankbücher. 164. Hugs Villinger chronik. 166. A. de Viana. 160. Schachgedicht des TT. von Heringen. 167. Schreiben des kurftirsten Karl Ludwig von der Pfalz und der seinen. 38. verwaltungsjahr (1885). 168. Reisebuch der Familie Rieter. 169. Li romans de Claris et Laris. 170. Dramen von Ackormann und Voith. 171. Gryphius, lyrische gedichte. 39. verwaltungsjahr (1886). 172 H. Schiltbergers reisebuch. 173. Hans Sachs, band XV. 174. Reinolt von Montolban. 176. U. Füeterers prosaroman von Lanzelot. 40. verwaltungsjahr (1887). 176. Die Indices librorum prohibitorum des 16. Jahrhunderts. 177. Walter Rurley. 178. Der Roman von Escanor. 179. Hans Sachs, band XVI. 41. verwaltungsjahr (1888 u. 1889). 180. Vita boatcß virginis Marias rhythmiea. 181. Hans Sachs, band XVIT. 182. Gedichte von H. Kaufringer. 183. Alexander von Ulrich von Eschenbach. 42. verwaltungsjahr (1890). 184. Sehmidels reise nach Südamerika. 186. Deutsche Volksbücher. 186. Felicia Fabri tract. do civit. ulmonsi. 187. Le roman de Marques de Korne. 43. verwaltungsjahr (1891 u. 1892). 188. Hans Sachs, band XVIII. 189. Morgant der Riese. 190. Chronik des Johann Oldecop. 191. Hans Sache, band XIX. 44. verwaltungsjahr (1893). 192. Pauli Waltheri itinerarium. 193. Hans Sachs, band XX. 194. Anseis von Karthago. 195. Hans Sachs, band XXI. 45. verwaltungsjahr (1894). 196. Hermann Schedels briefwechsel. 197. Valentin Schumanns Nachtbüchlein. 198. Brtm von Schoneheck, 199. Weckherlins gedichte, band 'I. 46. verwaltungsjahr (1895). 200. "Weckherlins gedichte, band II. 201. Hans Sachs, band XXII. 202. Oliver von Paderborn. 203. Predigten des h. Bernhard. 47. verwaltungsjahr (1896). 204. Paumgiutner briefwechsel. 205. Boccaccio-Steinhöwel, De claris mu- lirrihua. 206. Haiinonskinder. 207. Hans Sachs, band XXIII. 48. verwaltungsjahr (1897). 208. Wetze], söhne Giaffers. 209. Frey, gartengesellachaft. 210. Gatineau, leben des h. Martin. 211. Spangenberg, griech. dramen I. 49. verwaltungsjahr (1898). 212. Spangenberg, griech. dramen II. 213. NürnbergerMeistersinger-protokollel 214. „ . „ „ II* 216. Primus Trubers briefe. 50. verwaltungsjahr (1899). 216. Sone von Nausay. 217. Montanus, schwankbücher. 218. Gleim und Uz, briefwechsel. 51. verwaltungsjahr (1900 u. 1901). 219. Haller u. Gemmingen, Briefwechsel. 220. Hans Sachs, band XXIV. 221. Dreytwein, Ksslinger Chronik. 222. Georg Wickram, band I. 52. verwaltungsjahr (1902). 223. Georg Wickram, band II. 224. Hesler, Evangelium Nicodemi. 225. HanB Sachs, band XXV. 226. Knebel, Chronik von Kaisheim. 53. verwaltungsjahr (1903). 227. Füetrer, Merlin und Seifried de Ar- demont. 228. Elisabeth Stuart, Briefe. 229. Georg Wickram, band III. 230. Georg Wickram, band IV. 54. verwaltungsjahr (1904). 261. Elisabeth Charlotte, Briefe. 232. Georg Wickram, band V. 233. Makkabäer. 234. Erste deutsche Bibel, band I. 55. verwaltungsjahr (1905). 235. Das Buch Sidrach. 236. Georg Wickram, band VI. 237. Georg Wickram, band VII. 238. Erste deutsche Bibel, band II. 56. verwaltungsjahr (1906). 239. Ortneitund Wolfdietrich. 240. ßchüpflin, brieflicher verkehr. 241. Georg Wickram, band VIII. 242. Gleim-Ramler, briefwechsel, band I. 57. verwaltungsjahr (1907). 243. Erste deutsche Bibel, band III. II. 244. Gloira-Ramler, briefwechsel, band II. 246. Georg Rudolf Weckherlin. 240. Erate deutsche Bibel, band IV. 58. verwaltungsjahr (1908 u. 1909). 247. Hugo von Trimberg, band I. 248. Hugo von Trimberg, band II. 249. ErBte deutsche Bibel, band V. 250. Hans Sachs, band 26 (schlusB). 59. verwaltungsjahr (1910). 251. Ersto deutsche Bibel, band VI. 262. Hugo von Trimberg, band III. 253. Christian von Schallenberg. 264. Erste deutsche Bibel, band VIT. 60. verwaltungsjahr (1911). 265. Pyramus und Thisbe. 26«. Hugo von Trimberg, band IV. 267. Matthisson, band I. 268. Erste deutsche Bibel, band VIII. 61. verwaltungsjahr (1912 u. 1913). 259. Erste deutsche Bibel, band IX. 260. Der Laubacher Barlaam. 261. Matthisson, band II. mmmmm^ : I ■ J^a^MM.