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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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363
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Paris bis zur Kapitulation.

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stunde eingehenden Meldungen hin wurden die Truppen des 5. Armee-corps sofort in Gefechtsbereitschaft gesetzt.

Der Feind brach mit etwa 60 Bataillonen Linientruppen sowieMobil- und Nationalgarden um einhalb elf Uhr gegen die diesseitigenStellungen vor, indeß das Feuer des Mont Valerien und der um den-selben sich ziehenden Verschanzungen sowie sieben, in der Gegend vonRueil aufgefahrene Feld- und Mitrailleusenbatterien und zwei schwereGeschütze auf gepanzerten Locmnotiven den Angriff einleiteten. Der! rechte feindliche Flügel wendete sich gegen die von Buzanval bis zurSeine reichende Stellung der 10. Division, deren Vorposten hinter dieParkmauer zurückgingen. Hier aber gebot eine Barrikade und dasTiralleurfeuer der dahinter postirten westphälischen Compagnie dem wei-teren Vordringen des Feindes Halt, besonders da derselbe nicht denMuth hatte, aus seinen gedeckten Stellungen herauszugehen und einenSturmangriff ans die Barrikade zu versuchen. Der Feind griff daher' zu einem andern Mittel und sandte von Nanterre her am SeineuferTirailleure vor, um der preußischen Stellung bei Bougival in die Flankezu fallen. Als aber auch dieser Angriff an dem sicher gezielten Feuerunsrer hinter Barrikaden und Mauern postirten Schützen scheiterte,brachen die Franzosen in ganzen Colonnen hervor. Kaum hatten sieihre Deckungen verlassen, als sie in den mörderischen Granatenregen'der preußischen Batterien geriethen. Vier derselben standen bei St. Michel;vier andere Batterien waren vom 4. Armeecorps entsandt worden undhatten am jenseitigen Seineufer südlich von Houilles Stellung genom-men, wo auch eine aus St. Germain gekommene Batterie der Garde-landwehr ausgefahren war. Jur Verein mit dem sicher gezielten Feuerder Infanterie räumten die Granaten der Artillerie, von welcher dftam rechten Seineuser postirte in die rechte feindliche Flanke feuerte, sofürchterlich in den Reihen des Feindes auf, daß derselbe unter empfind-lichen Verlusten in wilder Flucht zurückging. Bei dieser Gelegenheitwurden auch die beiden schon oben ermähnten gepanzerten Locomotiven,die den Jnfanterieangriff hatten unterstützen wollen, zum Abfahren ge-zwungen. Gegen den rechten preußischen Flügel unternahm der Feindkeinen ernstlichen Angriff mehr, es kam hier nur noch zu Tirailleur-gefechten, denen die hereinbrechende Dunkelheit ein Ende machte.