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Die deutsche Wacht an der Lisaine.
von Werder die Bourbaki'sche Armee in ihrem Vormarsche auf Belfortum zwei kostbare Tage gebracht und dadurch Zeit gewonnen, sein14. Corps vor Belfort kampfbereit aufzustellen. Es kam jetzt Allesdarauf an, sich in dieser Stellung so lange zu halten, bis die zur Unter-stützung Werder's im Anmarsch begriffenen beiden Armeecorps den kühnenPlan Bourbaki's zu nichts machten.
Die von Werder mit großem strategischen Scharfblick gewählteVertheidigungsposition begann eine Meile nordwestlich von Belfort beidem Dorfe Frahier, zog sich von da, der Curvenlinie des Lisainebachesfolgend, südwärts über die Ortschaften Echevanne, Chenebier, ChageY/Luze, Hsricourt, Bussurel und Bethoncourt, welche theils links, theilsrechts der Lisaine liegen, bis Montbs.liard und dehnte sich von hierostwärts bis nach dem dicht an die Schweizer Grenze stoßenden Städt-chen Delle aus. Die gesammte Schlachtlinie von einem Endpunkte zuBandern hatte eine Länge von 7 Stunden. Die Lisaine fließt in einerüengen Thal, an welches die üppig mit Laubholz bewachsenen Südabhängrder Vogesen, in einer Höhe von 1200 bis 1300 Fuß, dicht herantreteü-Von den nach Belfort führenden Straßen kamen besonders zwei in Be-tracht: nördlich die über Frahier von Lure kommende, und nach Südeüzu die große Straße von Besanyon, welche in zwei Abzweigungen eines-theils durch Hsricourt, anderntheis über Montbsliard nach Belfo^ausläuft.
Mit allen Mitteln der Befestigungskunst und mit einer bewunderns-werthen strategischen Voraussicht hatte General von Werder seine durchdas Hügelterrain vielfach begünstigte Stellung zur Vertheidigung h^gerichtet. Seine Lage war trotzdem eine äußerst schwierige: vor sichungeheuer überlegene Feldarmee Bourbaki's, hinter sich eine belager^Festung, deren Besatzung die Angriffe vor der Front ihrerseits leichdurch Ausfälle erfolgreich unterstützen konnte.
Von der Tresckow'schen Belagerungsartillerie waren 5 schwere Ge-schütze zwischen Bethoncourt und Montbsliard bei der Ferme La-Grang^Dame postirt, Montbsliard und den Thalabschnitt von Bethoncourt biBussurel beherrschend; eine weitere Batterie war unweit Belfort bei Cha-lonvillars errichtet worden, während die auf dem Berge Les-Baragu^postirte Artillerie die große Straße von Hsricourt und die südlich