XXIV.
Weitere Ereignisse vor Paris bis zum FahresMuß.Die Festungen Pfalzbnrg und Montmedy.
Seit den: Arrsfalle anr 2. December gegen die Württemberg^'und Sachsen hatten die Vertheidiger vor Paris den deutschen Cerni-rungstruppen eine beinahe dreiwöchentliche Ruhe gegönnt. Schon MAnfang des Monats hatte Trochn mittelst Luftballon einen Adjutantennach Lille geschickt, um mit General Faidherbe ein gemeinsames Vor-gehen zu verabreden, und da nach menschlicher Berechnung mit dem20. December die Zeit gekommen schien, wo Faidherbe, wenn Allesgut ging, mit seiner Entsatzarmee von Norden her in vollem Anzugssein mußte, so glaubte Trochn nicht säumen zu dürfen, durch einenDurchbruch nach jener Richtung seine Vereinigung mit der sehnlich er-warteten Nordarmee zu bewerkstelligen. An diesem Tage ließen stcl)denn auch vor le Bourget, Stains und Pierrefitte, wo sich die Vor-Postenstellungen des preußischen Gardecorps befanden, bedeutende feind-liche Truppenbewegungen wahrnehmen. Die Nacht nahin einen ruhigenVerlauf, am Morgen des 21. aber eröffneten die nördlichen Forts/unterstützt durch versteckte Feldbatterien, das große Concert, welchejedem feindlichen Ausfälle als Ouvertüre voranzugehen pflegte.
Die in le Bourget liegenden Gardetruppen, aus nur einem tdre-nadierbataillon und einer Compagnie Schützen bestehend, hatten nowvor Beginn des Geschützfeuers mehrere feindliche Kolonnen bemerkt/welche in der Richtung von Courneuve aus Dugnp im Anmarsch waren-Wenn es mit dieser Bewegung aus le Bourget abgesehen war, so konnte