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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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236 Die weiteren Ereignisse vor und in Paris bis Ende October.

bot alles Mögliche auf, um die zahlreich im Schlosse aufbewahrtenhistorischen und Kunstschätze zu retten, entleerte, trotz Flammen undRauch, trotz der einschlagenden Geschosse, die kaiserlichen Gemächer undbrachte die Bibliothek in Sicherheit. Das Schloß selbst aber wurdemit den Meisterwerken der berühmtesten französischen Maler und vielenandern unersetzlichen Kostbarkeiten ein Raub der Flammen, die manvergebens zu löschen suchte. Selten wohl ist mit solch frivoler Leicht-fertigkeit und so ganz ohne jeden ersichtlichen Zweck ein großartiges Werkder Menschenhand zerstört worden.

Am 14. October wiesen die königlich sächsischen Truppen einenschwachen Ausfallversuch zurück und am nämlichen Tage verlegte ihrKronprinz sein Hauptquartier von Grand-Tremblay nach Margencp-

Während bisher fast sämmtliche Ausfälle der Pariser Besatzunggegen die deutschen Stellungen im Süden gerichtet waren, vielleichtweil man auf Erfolge der Loirearmee gerechnet hatte und dieser dieHand zu reichen gedachte, versuchte es der Feind am Mittag des21. October mit einem Angriff gegen Westen, wo das 5. preußischeArmeecorps und zwar zunächst die 10. Division stand. Ein aus sammt-lichen Südforts unterhaltenes heftiges Feuer sollte die Aufmerksamkeitvon den zum eigentlichen Angriff ausersehenen Punkten Bougivalund das noch von Napoleon dem Ersten her berühmte Schloß la Mal-maison ablenken. In der anfänglichen Stärke von 4 Bataillonenrückte der Feind über Rueil auf der Straße von Bougival vor undrichtete gleichzeitig vom Mont Valerien und aus am westlichen Abhangedesselben aufgefahrenen Batterien ein so mörderisches Granatfeuer aufMalmaison, Bougival und Jonchtzre, daß die dort stationirten Vor-posten nach gedeckten Stellungen zurückgehen mußten. Rasch bemäch-tigten sich die Franzosen des Parkes von Malmaison, setzten sich dorthinter der Parkmauer und in dem dicht darangebauten steinernenPavillon fest und unterhielten auf das Dorf Bougival und diedorthin führende Straße ein heftiges Granat- und Chassepotfeuer, unterdessen Schutze sie sich dem Dorfe bis auf 80 Schritt näherten, währendein weiterer Angriff das Plateau von la Celle bedrohte.

Inzwischen waren aber die für die Zurückweisung des Feindeserforderlichen Kräfte der 10. Division und aus St. Germain auch die