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Vor Paris.
Hauptstadt senden. Die eingeleiteten Unterhandlungen aber zerschlugensich an den von Jules Favre und den übrigen Ministern gestellten Be-dingungen. Sie lehnten nicht nur die von Bismarck geforderte Ueber-gäbe von Toul und Straßburg ab, — da sie „weder einen Zoll ihresLandes, noch einen Stein ihrer Festungen" abtreten wollten, — sondernverlangten auch noch, daß sich Paris während des Waffenstillstandsmit neuem Proviant versehen dürfe. Wie es schien, rechneten die PariserMachthaber noch immer auf Erfolge, welche sie durch neue Kriegs-rüstungen im Süden und Norden von Frankreich vorzubereiten glaubten-— Wenige Tage nach den abgebrochenen Unterhandlungen erschlossensich die Thore von Toul und Straßburg, von denen kein Stein her-gegeben werden sollte, bekanntlich den deutschen Siegern.
Dem Aussallgesechte vom 19. September folgten am 23. und 24-unbedeutende Recognoscirungen der Franzosen, im Norden von St-Denis gegen Pierrefitte, und vom Fort Aubervilliers aus gegen ^Bourget; im Süden vom Fort Bicstre gegen Villejuif, außerdem eiükleines Gefecht zwischen preußischen Vorposten bei Stzvres und St. Cloüdund einigen aus der Seine herumkreuzenden Panzerbooten, welche ihresgrünen Anstrichs wegen von unfern Soldaten die „Laubfrösche" g^nannt wurden. Erst am 30. September kam es wieder zu einem ern-steren Kampfe. Das Corps Vinoy schritt mit Tagesanbruch au drecverschiedenen Punkten zugleich zum Angriff; vom Fort Jssp aus geg^die Posener, vom linken Flügel aus gegen das 11. Armeecorps. Doch
waren dies nur Scheinangriffe, — die französische Hauptmacht
das
Centrum — warf sich mit großer Energie auf die bei Villejuif,villp, Choisp und Thiais postirten Schlesier. Diese waren währendes ganzen Feldzugs fast noch gar nicht ins Feuer gekommen, ^hatten bei Beginn desselben die schlesische Grenze gegen Oesterreich owachen und später in der Schlacht bei Sedan sich mit einer Reserocstellung begnügen müssen. Es läßt sich daher denken, daß sichwackern Burschen jetzt königlich freuten, endlich auch einmal anFranzmann heranzukommen und sich mit glänzender Bravour schlug^namentlich fand die 12. Division unter Generallieutenant von HoffwaüGelegenheit, sich hervorzuthun. Der sechsstündige Kamps, demKronprinz beiwohnte, endete mit der gänzlichen Niederlage der