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Der Krieg zur See.
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dringen konnte, und nirgends war eine Laterne herausgehangen. MRücken der Corvette und über ihr bedeckten dunkle Wolken den Hori-zont, um so Heller war der Himmel nach Norden zu, wo die feindlichenSchiffe gegen 1 Uhr in Sicht kamen, vom vollen Mondschein beleuchtet.In tiefster Ruhe lagen sie in langer Linie dicht bei einander. Die„Nymphe" näherte sich den ahnungslosen Schläfern bis auf 2000Schritt und feuerte dann plötzlich ihre volle Breitseite auf dieselbenab. Erst nach gutgezählten fünf Minuten antwortete der Feind mit5 bis 6 Schüssen, welche jedoch blind ins Blaue, oder vielmehr insSchwarze abgefeuert wurden. Die „Nymphe" gab hierauf ihre zweiteBreitseite zum Besten und dampfte dann wieder nach Neufahrwasserzurück. Aus den Schloten der französischen Seeungethüme stiegen dickeDampswolken auf und mehrere Schiffe machten sich zur Verfolgung der„'Nymphe" auf den Weg, ihr dann und wann einen warmen Grußnachsendend. Aber Dank dem großen Vorsprung, den Seiner MajestätCorvette hatte, platschten die feindlichen Geschosse hinter ihr ins Wasser,und so lief sie früh 4 Uhr unversehrt wieder im Hafen ein. — DieFranzosen aber, denen diese Affaire mehrere Todte und Verwundetegekostet hatte, fanden es für gut, dieser Gegend den Rücken zu wendenund gingen am 23. bei Rixhöft vor Anker, von wo sie übrigens schonTags darauf auch wieder verdufteten.
Vice-Admiral Boul-t-Willaumez konnte dem Drängen seiner Manmschäften, die nach einer Heldenthat dürsteten, nicht widerstehen undsegelte mit seinem Geschwader auf Colberg, der einzigen Küstensestung,welche in Folge ihrer unmittelbaren Lage an der See einem Bombaydement zugänglich erschien. Als jedoch der Vice-Admiral dem Platztnäher kam und die Entdeckung machte, daß Colberg nur eine Ärt„Seebad" fei und daß sich die Hafendämme und die „Terrassen de^Casino" mit Frauen, Kindern, Greisen und kranken Badegästen füllten,fühlte er ein menschlich Rühren und stand von dem beabsichtigten BoEbardement ab, um nicht Tod und Verderben unter wehrlose Menschenzu schleudern. So sagt er nämlich selbst in seinem Berichte, der spätenin französischen Blättern erschien. Der eigentliche Grund aber, lve^halb das Bombardement unterblieb, war ganz wo anders zu suchetwie sogar aus dem besagten Berichte selbst hervorgeht. Das einzig^
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