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Metz, die jungfräuliche Festung.
dieselben unter schmetternden Trompetenklängen in den Park von Corntz,saß vor der Wohnung des Prinzen ab und legte die Trophäen zu seinenFüßen nieder. Am folgenden Tage gingen sie nach Berlin.
So war die jungfräuliche Festung bezwungen und damit der'Schlüssel zu dem ehemals deutschen Lothringen wieder in deutschesBesitz. —
Lothringen hatte im 6. Jahrhundert das äußerste deutsche Gren^land gegen Frankreich gebildet. Ein wesentlicher Bestandtheil Lothrirugens waren damals die drei alten Bisthümer Metz, Toul und Verdun,welche gleich Straßburg, Hamburg, Nürnberg u. s. w. freie Städtewaren und weder den lothringischen Herzögen, noch dem Bischof, soi^dern nur dem Kaiser und Reich unterthan waren. Metz behauptetesich von jeher als die wichtigste Stadt Lothringens wegen des Reichethums ihrer Bewohner, welche sich in Handel und Gewerbe hervovthaten. Die deutschen Kaiser und Könige hielten hier vorzugsweileHofgelage. Kaiser Carl IV. versammelte 1356 zu Metz einen Reichstag, zu welchem sich 140 Fürsten, Grafen und Herren einsanden, eineähnliche glänzende Episode in der Geschichte der alten Moselstadt bildetedie Anwesenheit Kaiser Friedrichs IV. im Jahre 1473.
In Folge innerer Zwistigkeiten im deutschen Reiche sollte die herVliche Stadt, deren Bürger allgemein als gute Deutsche bekannt wareU'sammt den drei Bisthümern für uns verloren gehen. Der KurfürlMoritz von Sachsen schloß mit König Heinrich II., welcher 1547 de^französischen Thron bestiegen hatte, ein Bündniß gegen Kaiser Carl^'Während Moritz auf seinem Siegeszuge durch Franken und Schwab^nach Tprol begriffen war, brach Heinrich 11. mit 35,000 Manu ^Lothringen ein, welches der hart bedrängte Kaiser Carl nicht zu schütz^vermochte, besetzte ohne Mühe Toul, Verdun und Ranzig und wußdas starke Metz durch tückische List und Verrath in seine Gewalt S''bekommen. Der Connetable Montmorencp richtete nämlich au ^Magistrat von Metz das Gesuch, einer unbedeutenden Leibwache su^und friedlichen Durchzug zu gestatten. Der verrätherische Bischof, ^mit dein französischen General im Einverständniß war, redete deMagistrat so lange zu, bis dieser das Gesuch bewilligte. Anstattangekündigten „Leibwache" aber zogen starke Kriegerhaufen in Metz ^ ^