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Metz, die jungfräuliche Festung.
Armeecorps hatte inzwischen die 38. Brigade die Mosel überschrittenund sich nach Amelange, Vr Meile nördlich von les Tapes dirigirt.Mit dieser Brigade vereint ging die Kummer'sche Landwehrdivisiongegen den Feind vor. Voran die lange aufgelöste Linie der Füsiliereund hinter diesen die geschlossenen Colonnen der Grenadiere mit flie-genden Fahnen und klingendem Spiele. Das wüthende Mitrailleusen-feuer der Franzosen brach sich durch die Schützenlinien Bahn und rißweite Lücken in die nachfolgenden, dichtgedrängten Massen. Aber derJnfanterieangriff, unterstützt von den Batterien diesseits und jenseitsder Mosel, erschütterte die Glieder der feindlichen Colonnen, die sich indas zum Theil niedergebrannte, aber noch hinreichenden Schutz gewäh-rende Dorf Maxe flüchteten, während Grand-Tapes noch immer voneiner französischen Batterie vertheidigt wurde. Gegen 4 Uhr ging esim Sturmangriff gegen die Dörfer mit dem Bajonett vor. Die Land-wehr, die so viele ihrer braven Kameraden hatte fallen sehen, von denenfast ein jeder Weib und Kind in der fernen Heimath hatte, gab keinenPardon und stieß die Franzmänner erbarmungslos vor sich nieder.Mit Einbruch der Dämmerung waren Bellevue, St. Remy, Franclo-champs und die beiden Tapes wieder genommen.
Während dieser Kämpfe war der Feind auch aus andern Punktenmit blutigem Kopse heimgeschickt worden. Eine bei Norroy postirteJnsanteriebrigade vom dritten Corps mit Artillerie hatte ihn aus demGehölz von Woippp, sowie aus einigen nördlich desselben gelegenenWaldabschnitten und einem Gehöft hinausgeworsen und sich selbst darinfestgesetzt, — und auf dem rechten Ufer des Flusses, bei Villers-l'Orme,wo Nachmittags die Frontstellung des 1. Armeecorps von französischerInfanterie angegriffen wurde, mußte die letztere dem Feuer von 10Batterien, denen von Montor, aus 4 Batterien des westphälischen Corpssecundirten, unter großem Verluste weichen.
Die Ehren des Tages gebührten der Kummer'schen Landwehrdivi-sion, gegen welche die gesammte französische Garde gekämpft hatte. DerVerlust des Feindes war beträchtlich, aber auch auf deutscher Seitehatte es viele Todte und Verwundete gegeben, — man zählte deren imGanzen 65 Offiziere und 1665 Mann.