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Belagerung und Fall von Straßburg.
wehrfüsiliere das furchtbar zerstörte und vom Feinde verlassene Werknoch am gleichen Abend besetzen konnte.
War man zu Lünette 53 mittelst eines Dammes gelangt, so wurdedie noch zu nehmende Lünette 52 von hier aus mit Hülse einer Tonnen-brücke erreicht. Am Abend des 21. September setzten in einem NachenPionniere aus das andre User über und befestigten daselbst ein Tau.An diesem Tau wurden leere Tonnen, von denen je zwei durch Balkenverbunden waren, zwischen dem diesseitigen und dem jenseitigen Uferausgereiht und mit Brettern belegt, so daß sie eine schwimmende Brückebildeten. Auf dieser bewerkstelligte Nachts 11 Uhr eine Compagniedes 34. Regiments den Uebergang nach der Lünette 52, aus welchersich der Feind unter Zurücklassung von 6 Geschützen und vieler Mu-nition ebenfalls zurückgezogen hatte. Dagegen wurden die eindringen-den Truppen vom Hauptwalle aus von einem heftigen Artillerie- undJnsanteriefeuer begrüßt und erlitten, bereits am Ziele ihres kühnenUnternehmens, noch bedeutende Verluste.
Mit Hülse der Pionniere wurden in den beiden eroberten WerkenDeckungen gegen das feindliche Feuer hergestellt. Hieraus armirte manLünette 53 mit sechs 7pfündigen Mörsern und Lünette 52 mit vierGeschützen gleichen Calibers, aus welchen nun die vorliegenden Werkebeworfen wurden. Hauptsächlich richtete sich das Feuer gegen dieBastionen 11 und 12. Aus ersterem Werke schoß die Breschbatterieder Lünette 52 einen ungeheuren Mauerklotz heraus, und bei Bastion12 brauchte schließlich nur noch stehen gebliebenes Erdwerk herunter-geschossen zu werden und die Bresche war vollständig. Noch bevordiese Zerstörungen einen solchen Grad erreichten, hätte ein Sturm mitsicherer Aussicht auf Erfolg unternommen werden können, aber manarbeitete fort und fort an der gründlichen Demolirung der Werke undbeseitigte Hinderniß auf Hinderniß, damit der solcher Gestalt vorberei-tete Sturm möglichst wenig Opfer an Menschenleben kosten solle.
Dieser letzte, blutige Akt der Belagerung sollte jedoch nicht inScene gehen. Am 27. September Nachmittags 5 Uhr sah man ptd^lich vom Münster und von einigen Festungswerken weiße Fahnenwehen. Die Feuerschlünde hatten ihr letztes Wort gesprochen unwaren mit einem Male verstummt. Der große Kreis rings um d^