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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Die Schlacht bei Gravelotte.

hier kam das Gefecht zum Stehen, bis endlich das 28. Regiment ausdem Schluchtrande heraustrat und nach drei verschiedenen Richtungenvorging. Das Jägerbataillon drang mitten im heftigsten Granatfeuerdes Feindes auf St. Hubert und erstürmte dasselbe mit einer solchenGeschwindigkeit, daß die hinter der Hofmauer postirten Franzosen nichteinmal Zeit zur Flucht fanden und zu Gefangenen gemacht wurden-Ein andrer Zug des Bataillons übersprang zwei hohe Gartenmauernund trieb die darin befindlichen Franzosen heraus, welche nur durchihre unglaubliche Geschwindigkeit der Gefangennahme entgingen. Dieüberraschend große Zahl der im Gehöfte Vorgefundenen Todten, Ver-wundeten und angeschossenen Pferde ließ erkennen, wie trefflich dieSchützen gefeuert hatten. Da der jenseits postirte Feind ein verzwei-feltes Geschütz- und Jnfanteriefeuer auf St. Hubert richtete, so wurdedies schleunigst in Vertheidigungszustand gesetzt. Das wohlgezielteGewehrseuer der Schützen machte die feindlichen Mitrailleusen bald ver-stummen. Vom 7. Armeecorps erschien eine Batterie, welche südwestlichdes Gehöftes zur Unterstützung der Jäger aussuhr, und im Verein mitder Besatzung so kräftig aus die festen Schanzen des Feindes wirkte,daß dieser das Feuer endlich nur noch in Pausen erwiederte.

Ein andrer Theil des 28. Regiments hatte sich gegen die westlichvon St. Hubert gelegenen Steinbrüche gewendet und die Franzosendaraus vertrieben, und zwei weitere Bataillone waren in der Richtungvon St. Folie vorgedrungen, um die Hochebene zu nehmen, aus welcherdas Gehöft Moskau lag. Hier aber streckte das Feuer aus den starkenfeindlichen Verschanzungen ganze Glieder zu Boden und die tapfer»Rheinländer mußten jeden Versuch zu offensivem Vorgehen aufgebenund sich auf die Vertheidigung des Waldrandes beschränken, aus demsie hervorgebrochen waren.

Der Artilleriekampf des 9. Corps bei Verneville war sehr heftiggeworden. In kurzer Zeit hatte die Corpsartillerie 15 Offiziere, 165Mann und 282 Pferde verloren und 15 Geschütze aus dem Gefechtziehen müssen. Aber trotz dieser Verluste und der bedeutenden feind-lichen Uebermacht wurden bis 4 Uhr Nachmittags die französische"Batterien von Amanvillers bis über Montignp-la-Grange hinaus MtEinstellung ihres Feuers genöthigt, während gegen die noch spielenden