76 Der Sturm auf die Spicherer Höhen. — Deutsche Kriegs- und Staatskunst
Da fiel auf der Bemannung SippeDer Wahn, wie er noch keinen schlug.
Sie riß herab der Einheit Fahne —
O unerhörte Meuterei!
Und jeder schrie in seinem Wahne:
„So bin ich stark, so bin ich frei!" —
Du herrlich Schiff, das uns getragen,
Jst's möglich, läßt es Gott gescheh'n,
Daß du, zertrümmert und zerschlagenUnd rettungslos sollst untergeh'n?
Tritt aus der Führer wildem ZankenKein so antiker, ganzer Mann,
Der den unsterblichen GedankenDer deutschen Größe fassen kann?
Der ohne Anseh'n und ErbarmenZu Haus uns treibt im Schlachtenschweiß,Und dann mit unbeugsamen ArmenDie deutsche Mark zu runden weiß!
Nur einen aus den Millionen,
So weit die deutsche Langmuth haust!
Zum Heil der Völker und der ThronenNur eine eisern harte Faust,
Die wie ein Blitz durch alle GradeEmpor sich zum Diktator schwingt,
Und die Rebellen ohne GnadeJn's starre Joch der Einheit zwingt!
Die, nicht erwägend und nicht wählend,Aufstelle das Columbusei,
Daß nicht der Deutschen Schmach und ElendEin Spottlied aller Völker sei.
Komm' Einz'ger, wenn Du schon geboren,Tritt auf, wir folgen deiner Spur,
Du letzter aller Diktatoren,
Komm' mit der letzten Diktatur!"