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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Die Schlacht bei Wörth.

Der Kronprinz war mit seinem Stabschef, Generallieutenant vonBlumenthal, aus dem Schlachtfelde erschienen und leitete von den An-höhen, unmittelbar vor Wörth aus im Centrum der kämpfenden Liniendie Schlacht. In seiner Umgebung befanden sich der Herzog vonCoburg-Gotha und das übrige fürstliche und militärische Gefolge, welchessich dem Hauptquartier angeschlossen hatte.

Als gegen Vr2 Uhr die Meldung eintraf, daß das bayerischeCorps gegen den linken feindlichen Flügel im Anrücken sei und Generalvon Bose mit dem 11. Corps avaneire, erhielt das 5. Corps Befehl,die Franzosen um jeden Preis aus dem Walde zu treiben und in derRichtung auf Elsaßhaufen vorzudringen. Die Brigaden Nr. 19 und20 stiegen den Thalabschnitt herunter, durchwateten unter dem dichtestenKugelregen des Feindes die vom Regen stark angeschwollene Sauer,wo sie bis an die Patronentaschen im Wasser standen und große Ver-luste erlitten, und versuchten den jenseitigen Abhang zu erklimmen, umElsaßhausen zu nehmen, wo der Feind hinter Verhauen aus Baum-stämmen seine schweren Batterien aufgepflanzt und mit 2 Infanterie-*Divisionen gedeckt hatte, in deren Rücken Reserve aller Waffengat-tungen stand.

Inzwischen überschritt vom 11. Corps General von Bose zunächstmit der 21. Division südlich von Spachbach, ^ Stunden unterhalbWörth, die Sauer, nahm den Weg theils längs der nach Wörth füh-renden Chaussee, theils durch den Niederwald, an dessen Saum dieDivision unter großem Verluste ankam, und griff mit einigen Batail-lonen in den durch die Brigaden 19 und 20 vom 5. Armeecorpsunternommenen Angriff auf das in Brand geschossene Elsaßhausen ein,welches nach dreimal erneuertem Sturm endlich unter Hurrah! ge-nommen wurde. Bei diesem Kampfe erhielt General von Bose einenSchuß in die Hüfte, blieb aber trotzdem zu Pferde an der Spitze seinerTruppen.

Hinter dem fliehenden Feinde donnerten die Geschütze, die in seinenReihen furchtbar aufräumten. Durch Truppen von den DivisionenCanrobert's und Failly's verstärkt, welche, mit der Eisenbahn vonChalons, Angoulsme und Grenoble eben erst angekommen, sofort nachdem Kampfplatze entsendet wurden, führten die Franzosen einen Offensiv-