Auf Vorposten. Die Einnahme von Weißenburg.
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So waren die berühmten Weißenburger Linien, auf welche Frank-reich so großen Werth gelegt hatte, daß General Beauharnais, als ersie 1793 gegen die Deutschen anfgeben mußte, auf Befehl des Conventsguillotinirt wurde, abermals von den Deutschen, und zwar im erstenAnlauf, genommen worden. Mit Weißenburg war zugleich ein wich-tiger Knotenpunkt für den Verkehr nach der Pfalz einerseits und nachStraßburg andrerseits gewonnen, und in Verfolgung dieses strategischenVortheils wurde das Corps Hartmann bis über die Kreuzung derStraßen von Straßburg und Bitsch vorgesandt.
^ Es war ein glänzender Sieg, der heute erfochten worden war,
aber er hatte viele blutige Opfer gekostet. Das 58. Regiment alleinzählte 16, das Königs - Grenadier - Regiment 22 todte und verwundeteOffiziere. Der Gesammtverlust der engagirt gewesenen bayerischen undpreußischen Truppen betrug über 700 Mann,l Unter den leichter Verwundeten befand sich auch der General von
Kirchbach, ein tapfrer und bewährter Offizier, welcher sich bereits imFeldzuge von 1866 an der Spitze zweier Brigaden bei Erstürmungvom Wenzelsberg und Wissokow und Tags darauf, am 28. Juni, inder Schlacht von Skalitz ausgezeichnet hatte.
Die Verluste aus französischer Seite stellten sich als noch beden-kender heraus und dazu waren 30 ihrer Offiziere und mehr als 1000^ Mann in Gefangenschaft gerathen, und durch eine Compagnie desj 5. Jäger-Bataillons ein Geschütz erobert worden,i Die Orte, wo der Kampf gewüthet hatte, boten einen schrecklichen
. Anblick dar. Hinter den Hecken, in Gräben und in den zusammen-geschossenen Häusern lagen die Verwundeten haufenweise und schmach-^ keten nach einem Trunk Wasser oder einem Bissen Brod. In einem^artenhäuschen fand man mehrere Zuaven mit eingeschlagenen Schä-> deln, und dicht daneben 7 bis 8 Bayern, sämmtlich von einer GranateZerrissen. Die kleinen Gärten bargen Hügel von 12 bis 20 oftgräßlich verstümmelten Leichen. Vor einem Zollhäuschen starrten diegebrochenen Augen eines Negers mit wolligem Haar glasig gen Himmel,während der Mund mit Schaum bedeckt und die Glieder grausig ver-^ renkt waren.
Den Geisberg bedeckten die gefallenen Preußen, meistens vom 58.
Höcker, Krieg. ^