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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Auf Vorposten. Die Einnahme von Weißenburg.

stein mit Cheveauxlegers und preußischen Husaren vor und traf an derBitscher Straße ein Piquet französischer Infanterie um einen Marke-tenderwagen. Die Franzosen warfen sich, unter Verlust eines Offiziers,in die für Cavallerie unzugänglichen Felsen und eröffneten von hieraus ein Schnellfeuer, ohne jedoch Schaden anzurichten.

Da man dem Feinde nicht zu Leibe konnte, schwenkte die Reiter-patrouille in eine Waldhöhe ab, wo sie aber ebenfalls auf Feinde stießund in ein heftiges Kreuzfeuer gerieth. Endlich fand sie in einerSchlucht Deckung, warf dort den. Marketenderwagen um, der in demfelsigen Terrain nicht mitgenommen werden konnte, schoß den davorgespannten Maulesel nieder und trat den Rückmarsch an. Außer zweiverwundeten Husarenpserden gab es keinen Verlust. In all diesenkleinen Gefechten zeigten sich die Deutschen dem Feinde überlegen, nichtnur an Kühnheit und Bravour, sondern auch was die Handhabungder Waffe betraf. Bei jedem Zusammenstoß hatten die Franzosen be-wiesen, daß ihnen die Ruhe fehlte, um ihre weittragenden Chassepotswirksam zu gebrauchen und dabei verschwendeten sie die Munition inder unsinnigsten Weise. Das waren für die Deutschen keine ungün-stigen Anzeichen für den weitern Verlaus des Krieges.

Die deutschen Armeen hatten inzwischen im Rücken der Vorpostenihre Aufstellung vollendet. Die erste Armee, unter General v. Stein-metz, hatte sich im Regierungsbezirk Trier concentrirt, mit dem Stütz-punkte Coblenz. Das Centrum, unter dem Prinzen Friedrich Carl,war zum größten Theil in die bayerische Pfalz vorgeschoben und stütztesich auf Mainz. Die dritte Armee, unter dem Kronprinzen, stand inder südlichen Pfalz und in Baden und hatte Germersheim und Rastattzu Stützpunkten genommen.

Die Südgrenze der bayerischen Pfalz gegen den Elsaß bildet zwischenden beiden französischen Festungen Weißenburg und Lauterburg daskleine Flüßchen Lauter, welches sich unweit der letzteren Stadt in denRhein ergießt. Weißenburg, am linken Lauterufer, eine sehr alte deutscheStadt, welche 1247 zur freien Reichsstadt erhoben und von den Fran-zosen verschiedene Male, zuletzt 1793, geraubt wurde, ist eine Festungdritten Ranges und liegt in einem nur gegen Osten sich öffnendenThale der Vogesenausläuser, von Weinbergen umgeben. Bei Weißen-