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Auf Vorposten. Die Einnahme von Weißenburg.
Hurrahrufen sprengte das kleine kühne Häuflein durch die französischeGrenzstadt Lauterburg, zum Entsetzen der Bewohner, und zerstörte inden Richtungen nach Weißenburg und Straßburg die Telegraphendrähte.Der Zweck der Expedition war somit vollständig erreicht, leider aberwurde die kühne Reiterpatrouille, als sie, durch den angestrengtenMarsch ermüdet, in einem Gasthofe bei Niederbronn eine Mittagsmahl-zeit zu sich nahm, von französischen Jägern überrascht und aufgehoben,wobei einer der badischen Offiziere getödtet und die andern zwei gefangengenommen wurden. Nur Graf Zeppelin entkam.
Bei Saarbrücken gestalteten sich die gegenseitigen Neckereien vonTag zu Tag lebhafter. Am 27. Juli rückten drei französische Com-pagnien und 80 Reiter von Forbach her vor und griffen einen Com-pagniezug des 69. Infanterie-Regiments an, wurden aber trotz ihrerUeberlegenheit zurückgeschlagen und verloren einen Offizier und 8 Mann.Tags darauf brach der Feind aus dem Walde auf den SpichererHöhen, wo er jenseits des Simbaches eine Vorpostenstellung genommenhatte und bewarf Saarbrücken mit Granaten, bis ihn das Schnellfeuerder 40er vertrieb. An einer andern Stelle, auf der Volsterhöhe, fielals erstes Opfer auf deutscher Seite der Ulan Kleiber, der bei einemPatrouillengefecht einen Schuß in die Stirn erhielt.
Am 29. und 30. Juli bestanden bei Dietrichingen und Hornbachrheinische Dragoner und bayerische Jäger siegreiche Vorpostengefechtemit französischen Grenzwächtern (Douaniers).
Auf den Spicherer Höhen verstärkte der Feind seine Vorposten-stellung durch Erdarbeiten und bei Saargemünd suchte er die gesprengteBrücke wieder herzustellen. Eine von dem Dorfe Brebach aus am30. Juli vorgesandte Ulanenpatrouille kehrte mit der Meldung zurück,daß die Franzosen unterhalb der Eisenbahnbrücke bei Wölferdingen dreiBrücken über die Saar geschlagen haben, und daß auf dem jenseitigenUfer zwischen Saargemünd und Großblittersdorf große Zeltlager sicht-bar seien. Eine andere Ulanenpatrouille von 4 Mann wurde am näm-lichen Tage in der Nähe des St. Arnualer Forsthauses bei einer Bie-gung des Weges aus einem Versteck hervor von starkem Kugelregenbegrüßt und verlor einen Mann. Auf die Benachrichtigung der dreidavongekommenen Ulanen eilte die am untern Stadtende Saarbrückens