32 König Wilhelm und Kaiser Napoleon. Die deutsche und die französische Armee.
Kaum geringere Hoffnungen als aus ihre Landmacht, hatte diefranzösische Regierung in diesem Kriege aus ihre Flotte und aus deren
offenbare Ueberlegenheit überdie noch in ihren Anfängenbegriffene norddeutsche Bun-desflotte gesetzt. Demunge-achtet machten sich die deut-schen Küstenländer kaum aufSchlimmeres als auf eineBlokade gefaßt. Zu einemEinfall durch Landungstrup-pen wären mindestens 50,000Mann nöthig gewesen undderen Transport hätte mehrals 600 der größten Schiffeerfordert, über welche Frank-reich gar nicht verfügen konnte.Man-i hatte sich in diesen Berechnungen nicht getäuscht und auch dieÜnzugänglichkeit und Gefährlichkeit der deutschen Küsten nicht zu hoch
veranschlagt, wie die Zukunftlehren sollte.
Henerak von Gäben.
Wie schon früher erwähnt,übernahm Napoleon selbstden Oberbefehl über seinHeer, welches in 8 Armee-corps vertheilt war. ZumGeneralstabschef wurde derKriegsminister Leboeuf er-nannt. Die übrigen höherenBefehlshaber waren den Ar-meekörpern nach folgenderOrärs äs Pg.tg.i11s zugetheilt:Das Gardecorps, unterDivisionsgeneral Bourbaki, mit den Divisionen Deligny und Picardund der Cavalleriedivision Desveaux'
Arinz Angnst »on Württemberg.