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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

Lawrence. Einige unter ihnen suchen sich Rubens und Vandyck zu nähern, jedoch stetsmit einer gröfseren Freiheit des Pinsels, als der letzte. Andere erinnern an die Bilder derje-nigen Venetianer, die mit grofser Keckheit des Pinsels gemalt sind. Indessen habe ich invielen Bildnissen auf dieser Ausstellung eine mehr grelle und lichte, und weniger warme unddurchsichtige Farbe bemerkt, als in den Werken der in neuerer Zeit verstorbenen EnglischenMaler, oder der vorerwähnten alten Italienischen und Niederländischen Meister.

BEECHEY (Sir WILLIAM) ist der Nestor unter den Englischen Bildnismalern. Er hatbereits ein sehr hohes Alter erreicht. Sein Ruf ist auf eine grofse Anzahl von Werken ge-gründet, die in England sehr bewundert werden.

Auf eben dieser Ausstellung sah ich das Bildnis der Königin, auf ihrem Throne, welchesHAYTER für die Stadt London gemalt hatte; und das Portrait des Lords Melbourne, vondemselben Maler. Das letzte schien mir von weitem, genugsam beendigt zu sein; auch wares nicht von der grellen Farbe, die ich im Allgemeinen an den Werken dieses Meisterszu tadeln finde. Bestellungen von solcher Wichtigkeit beweisen genugsam den grofsen Ruf,dessen der Künstler sich erfreut.

Auf der Ausstellung der Britischen Künstler (British Arlists) sah ich ein herrliches Bildnisdes Herrn Alexander Wilson, von Ballantyne.

Von dem Portraitrnaler Partridge (J.) wird bei dem Besuche seiner Werkstatt die Rede sein.

SULLY, ein Amerikaner, hat sich durch ein Bildnis der Königin, welches er mit in seineHeimat genommen, vortheilhaft bekannt gemacht. Mancher giebt diesem Bilde den Vorzug vorallen denjenigen, welche bisher von dieser Fürstin gemacht sind. Dafselbe wird im Kupfer-stich erscheinen, oder es ist schon erschienen.

Auch dürfen wir unter den Bildnismalern den Namen RAMSAY ( J.) nicht mit Stillschwei-gen übergehen.

Herr Waagen nennt noch drei Maler unter denjenigen, deren Werke das gröste Lob ver-dienen; es sind: G. RICHMOND, F. CRUICKSHANK und Madame PEARSON.

Diese grofse Anzahl von Bildnissen und Bildnismalern hat Herrn Waagen zu einer Bemer-kung vcranlafst, die mir sehr richtig scheint. Er findet nämlich, dafs die Bildnisse nicht derLiebe zur Kunst, sondern unserer Eigenliebe und der Liebe zu den Unsrigen ihre Entstehungverdanken, und dafs überall, wo die Bildnisse unter den Gemälden die erste Stelle einneh-men, dieser allgemeine Sinn nicht gültig ist für die Kunst in ihrer edelsten und erhabenstenBestimmung.

CHALON, Miniaturmaler. Seine Bildnisse der „Königin", der „Herzogin von Kent", der„Ladys Caroline und Georgine Campbell", der „Lady Wilhclmine Stanhope", der „Herzoginvon Suthcrland" und der „Mifs Cockayne", sind mit Anmut und Leichtigkeit gemalt. Siebefanden sich sämmtlich auf der Ausstellung der Akademie. Unter den Bildnismalern in Aqua-rell und den Miniaturmalern hat Chalon, vornämlich als Maler weiblicher Portraits, den grö-sten Ruf, welchen sein ungemeines Talent auch rechtfertigt. In England wird überhaupt die-ses Fach mit grofsem Erfolge getrieben. Zu Chalons Miniaturbildern von gröfscrem Maafs-stabe gehört das Bildnis der Lady Petrc, welches sich im Besitze ihrer Mutter, der MadameHoward de Corby, befindet.

COUSINS, Kupferstecher, steht in sehr grofsem Ruf. Einen Beweis seines Talentes hat erin dem Bildnis der Marquise von Abercorn, nach Landseer, geliefert. Dieser Kupferstich warauf der Ausstellung der Akademie zu sehen.

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