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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH HOLLAND.

seine natürlichen Anlagen ihm eine ernstere und erhabenere Richtung anweisen. Ich habe vonihm ein grofses Gemälde von 22 Fufs Länge auf 16 Fufs Höhe gesehen: ein Auftritt aus demkurzen, aber ruhmvollen Feldzuge vom Jahre 1831. Der Prinz von Oranicn ist in dem Au-genblick dargestellt, wo er ein weifses Rofs besteigt, welches der Major Hoycl am Zügel hält.Er ist eben von einem Braunen abgestiegen, dem ein Bein abgeschossen ist. Man sieht aufdiesem Gemälde die Bildnisse des Prinzen Friedrich, des Obersten Omphal, des Grafen Stimm,des Generals Conslaut Rcbecque, des Obersten Neveu, des Generals Tripp, des Obersten List.

wenn ich hiebei bemerke

Ich gebe nur der Wahrheit ihr Recht

dafs dieses Bild nicht ganz

geschichtlich treu ist,

indem mehrere auf demselben dargestellte Personen bei der vorgestellten

Handlung nicht

gegenwärtidie wirklich anwesend waren, auf dem Bilde fehlen

b waren, sondern an anderen Stellen befehligten;

Die Handlung

andere dagegen,begab sich zu Bautersem

am 12. August 1831, am Tage vor der Dazwischeukunft des Marschalls Gerard. Ich kann vondiesem Gemälde nur Rühmliches sagen. Die Anordnung ist im höchsten Grade verständig,die Zeichnung gut, die Malerei fest und sicher, die Farbe übereinstimmend. Die Mannschaftist, wie alles umher, mit Staub bedeckt, und dieser Staub ist mit sehr grofscr Wahrheit wie-dergegeben.

Ein andres Bild von Kruscman, 9 Fufs hoch und 7 Fufs breit, ist ebenfalls sehr verdienst-voll: Philipp n. macht Wilhelm von Nassau für die Ruhe der ihm anvertrauten Provinzenverantwortlich. Der König scheint ihm zu sagen:Ich traue Dir nicht." Diese beiden Ge-mälde sind in der Art aufgefafst und behandelt, wie der Einzug Heinrichs IV. von Gerard, oderwie andre neuere Bilder, die man im Pallaste Luxemburg sieht, oder die überall bekannt unddurch unzählige Steindrucke vervielfältigt sind: aber man kann nicht anders sagen, als dafsdiese beiden Werke Kruscmans zu denjenigen darunter gehören, welche gut zu nennen sind,und deren giebt es nicht sonderlich viele.

Die übrigen Werke, welche ich in seiner Werkstatt gesehen habe, und die zum Thcil erstangefangen, zum Theil ganz oder beinahe fertig dastehen, sind: ein grofses Familienbiid, aufwelchem er sich selber mit seiner Mutter, seiner Frau und seinen Kindern dargestellt hat; dieBildnisse des Generals De Kock; des Barons Van der Cappcllen, Gouverneur der Colonien;des Ministers Tets-van-Goudrian, und das Bildnifs eines Kindes.

Von seinen Werken hat er mir noch genannt: einen Christus im Grabe (11 Fufs, auf 13),eine betende Familie in Italienischer Tracht (4£ Fufs, auf 3£), und eine Gesellschaft Italieni-scher Sänger; diese drei Bilder gehören dem Könige.

"WERKSTATT »ES HERRN J. J. EEKHOUT, IRE HAAG.

Der Tod Wilhelms III., der von Balthazard Gerard im Jahre 16.30 ermordet wurde, ist einGemälde von 16 Fufs Höhe und II Fufs Breite. In diesem Geschichtsbilde finde ich Ähnlich'keit mit den Aquarellen von Johannot und Dcveria. Zwar war es ganz gewifs nicht Ede-lmuts Absicht, diesen nachzuahmen: indessen gehört er, wie jene, unsrer Zeit an. Unter sei-nen mir bekannt gewordenen Werken, gebe ich demjenigen den Vorzug, welches ich beiHerrn toe Laer gesehen habe. Zwei andere Gemälde habe ich von ihm gesehen, welche vonjenem sehr verschieden, aber deshalb nicht ohne Verdienst sind. Das eine zeigt uns eineFamilie, welche die Gedichte des Holländischen Dichters Cats liest; der Preis dafür ist 2000Gulden. Das andre (2 Fufs, auf 2]-), dessen Gegenstand mir entfallen ist, kostet 1000 Gulden.