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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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ROM.

Sein lautenspielender Marinaro, im Besitze von Thorwaldsen (eine Wie-derholung in Lebensgröfse in der Sammlung des Kronprinzen von Bayern),seine badenden Mädchen haben im Publicum sehr viel Theilnahme gefun-den. Mit gleich grofsem Glücke bearbeitet MAES, aus den Niederlanden,ähnliche Gegenstände, eine vor einer ewigen Lampe betende Römerin mitihrem Kinde u. dergl., wobei es ihm vornämlich auf Farbeneffect des Hell-dunkels und ansprechende Physiognomieen ankömmt. In ähnlicher Weise,nämlich mit besonderer Berücksichtigung der Anforderung auf Schönheit derGestalten und Costume, malt POLLACK aus Prag Scenen des RömischenLebens in mittler Gröfse. THÖRMER aus Dresden malt Genrebilder ausromantischer Zeit. Von grofsem Werthe sind die Landschaften GMELINS,namentlich wird das 1838 ausgestellte Gemälde, das Gestade von Vico beiNeapel, gerühmt. Unter den Bildhauern verspricht STEINHÄUSER aus Bre-men etwas Tüchtiges. Ein kleines Mädchen, die sich eine Seemuschel andas Ohr hält, stehende Figur in Carrara - Marmor, zeigt seinen feinen Sinnfür Naturschönheit, und ist mit Ernst und Liebe durchgeführt. KÜMMELhat in seinem Ballonspieler eine schwierige Aufgabe glücklich und zur Zu-friedenheit der Römischen Künstler gelöst. MATTHIÄ und TROSCHELaus Berlin zeichnen sich gleichfalls sehr vortheilhaft aus.

Viele ehrenwerthe Talente liefsen sich noch nennen: indess sei das Ge-sagte genug über Erscheinungen, die noch zu neu sind, als dafs sie derGeschichte angehören könnten *.

* Wiederliolcntlicli wird der Leser darauf aufmerksam gemacht, dafs der ganze Artikel»über die Deutsche Kunst in Rom«, nicht vom Verfafser des Werkes, sondern yom HerrnErnst Förster geschrieben ist.