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ROM.
zurückgekehrt, für immer zu seinem Wohnsitze gemacht zu haben. Seinfrommer Sinn, Treue, Gewifsenhaftigkeit und Herzensgüte, verbunden miteinem edlen Kunstsinne, begründen die Achtung und unwandelbare Zunei-gung Aller, die ihn näher kennen, selbst wenn die Kluft einer Religions-verschiedenheit zwischen ihnen und ihm, einem Strengrömischen Katho-liken, sein sollte. Wie er selbst von der Welt zurückgezogen lebt, sosind auch seine Werke wenig oder nicht bekannt, sein Künstlerwerth des-halb durchaus nicht nach Verdienst gewürdigt. In der Hauptrichtung sei-nem Bruder und 0verbeck nahe verwandt, unterscheidet er sich vornäm-lich von ihnen durch eine tiefere und wärmere Färbung. Seine Madonnenschmückt der Ausdruck seliger Milde und frommer Anmuth, und wie ervon diesem nicht leicht abweicht, so hält er auch der äufseren Form nachan dem einmal gefundenen Ideal mit einer fast schwärmerischen Andachtfest. Ein sehr schönes Ölgemälde von ihm, die Anbetung der Hirten, siehtman in der Katholischen Kirche zu Berlin, der er dafselbe geschenkt hat.
PETER RITTIG,
aus Koblenz, im vorgerückten Mannesalter, religiös, ernst in seinen Be-strebungen, wohl bewandert in der Geschichte der Kunst und deren Litte-ratur, und liebevoll im Umgange. Obschon in der Schule von Davidin Paris erwachsen, wandte er sich doch sogleich nach seiner Ankunft inRom 1819 zu Overbeck und dessen Freunden, und suchte auf ihren We-gen zum Ziele zu gelangen, das er ziemlich klar erkannt hat. Inzwischenist er der Mittel der Darstellung nicht so mächtig, dafs ihm Alles nacheigenem Wunsche gelänge, und es bleibt uns vornämlich die Freude andem Ernste der Gesinnung. Im Jahre 1837 sah man in seiner Werkstattein grofses Ölgemälde, Madonna mit dem Kinde, umgeben von Engeln,die die verschiedenen Tugenden symbolisch ausdrücken sollen; ferner denCarton zu einem Davidischen Psalme, in dem das jüngste Gericht Christi