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ROM.
die natürlichen Schirmherren der Kunst sind, hat Overbeck den Kaiser undden Papst in den Vorgrund gestellt, letztern obenein mit einer Rolle Mu-siknoten, so dafs wir in ihm den Verbefserer der Kirchenmusik, Gregor L,erkennen. Im Hintergrunde sieht man einen angefangenen Deutschen Dom,und weithin über Land und Meer.
Die Mitte der oberen Abtheilung nimmt die Heilige Jungfrau mit demsegnenden Christuskinde ein, und indem sie das Magnificat niederschreibt,vertritt sie zugleich die Christliche Poesie, die Quelle, aus der alle ande-ren Künste schöpfen, die neben ihr dargestellt sind, die Musik durch Da-vid, die Architektur durch den Evangelisten Johannes mit dem Grundrifsedes himmlischen Jerusalems, die Sculptur durch Salomon mit dem Modelledes ehernen Meeres vor dem Tempel, die Malerei durch den EvangelistenLukas. Zu beiden Seiten sitzen die Heiligen des alten und des neuenBundes, von ersteren Moses und Aaron mit der Bundeslade, Noah mit derTaube, Josua mit Melchisedech, Abraham mit Sahra und Isaak, Josephmit der Garbe, dabei Jakob, zu hinterst Adam und Eva. Auf der Neute-stamentlichen Seite sieht man zuerst die Evangelisten, Apostel und Diako-nen, die Kirchenväter, Märtyrer und andere Kirchenheilige (wie Thomasvon Aquin u. s. w.), die Heiligen Jungfrauen und Ordensstifter; ganz zu-letzt St. Helena mit dem Kreuze Christi, in offenbarem Zusammenhangemit der gegenüberstehenden Gruppe von Adam und Eva.
Im Jahre 1839 war dieses Gemälde noch nicht ganz vollendet; aber über-rascht und ergriffen von seiner Schönheit, beschenkte vor demselben derKönig Ludwig von Bayern den Künstler mit dem St. Michaelis - Orden.
Im Jahre 1837 erhielt Overbeck von seiner Vaterstadt Lübeck den ehren-vollen Auftrag zu einem Gemälde, dafür ihm Gegenstand, Umfang undKostenansatz ganz freigestellt ist. Sogleich nach Beendigung des obengedachten Bildes wird er dieser Aufforderung entsprechen*.
* Das von der Stadt Lübeck bestellte Gemälde wird die Grablegung Christi zum Gegen-stande haben. Es wird aus wenigstens acht lebensgrofsen Figuren bestehen. Overbeck wird