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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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dafs mehrere der hauptsächlichsten hier angeführt sind. Nur von einemgrofsen und umfafsenden Werke sei es uns noch erlaubt, ausführlich zureden, welches wir für das bedeutendste halten, das unter seiner Hand aufder Staffelei entstanden; es ist dies das grofse, für das Städelsche Insti-tut in Frankfurt a. M. bestimmte Ölgemälde: die Christliche Kunst.

Es war die Absicht des Künstlers, den Entwicklungsgang der Kunstunter dem Einflufse der Christlichen Religion im Bilde zu zeigen, sonachdieselbe Aufgabe, für die gleichzeitig seinem Freunde in München fünf-undzwanzig Loggien der Pinakothek angewiesen waren, in dem Räumeeines einzigen Gemäldes zu lösen. Der räumlichen Abtheilungen dessel-ben in die Tiefe bedient er sich zur Bezeichnung der Zeitfolge, und zwarso, dafs er den entlegeneren Anfang in den Vorgrund, und die uns näher-liegenden Erscheinungen in die Ferne des Hintergrundes stellt: eine Weiseder Auffafsung, die charakteristisch für die Denkart des Künstlers ist.Aufserdem zerfällt das Bild in eine obere und eine untere Abtheilung,deren erstere uns den Christlichen Himmel aufschliefst, unter dem dieneue Kunst in mannigfaltigen Erscheinungen erwächst.

Rechts im Vorgrunde ist die Gruppe der Architektur: gestützt auf einenOrientalen zeigt der Deutsche Baumeister der Stephanskirche zu Wien denrings um ihn versammelten Jüngern und Gehülfen, die den Charakter dervornämlichsten Europäischen Völker haben, den Plan einer Basilika. Essollte uns freuen, wenn wir den Künstler richtig verstünden, indem wirdarin den Gedanken ausgesprochen sehen, dafs, in Zusammenhang mitByzantinischen und Spätrömischen Bauten, Germanische Kunst zuerst dasGesetz und die Form der Christlichen Architektur gefunden. An dieseGruppe schliefsen sich Erwin von Steinbach, Brunelleschi und Bramantean. Links ist die Gruppe der Bildhauer: Trümmer antiker Sculpturen liegenam Boden; von Deutschen Bildhauern umgeben, betrachtet Nicola vonPisa aufmerksam einen Altgriechischen Sarkophag, als ob er von daherneue Vorbilder zu nehmen gedächte. Die drei Beziehungen, in welchen