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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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ROM.

nachzufolgen. Marchese Carlo Massimo beauftragte im Jahre 1817 mehrereder gedachten Künstler, zu denen nun auch Julius Schnorr gekommen war,drei Zimmer seiner Villa neben dem Lateran, mit Darstellungen zu Dante,Ariosto und Tasso al fresco zu malen. Cornelius übernahm den erstem,Schnorr den zweiten, und Overbeck das befreite Jerusalem. An CorneliusStelle, der inzwichen für die Glyptothek in München gewonnen worden,trat Philipp Veit, und an dieses Statt zuletzt der alte Koch; Overbeckübergab die Fortsetzung seiner Arbeit dem Maler Führich aus Prag, undnur Schnorr führte seine Aufgabe, trotz mancher Beschwerde, von Anfangbis zu Ende glücklich durch.

Der verschiedenartige Eindruck, den diese Malereien im Ganzen machen,ist zum Theil durch die hier mitgetheilten Umstände erklärt. Höchst geist-reich, aber unvollkommen in Zeichnung und technischer Behandlung er-scheinen die Malereien Kochs (S. 304.); denen von Veit aus dem Para-diese mangelt bei grofser Anmuth und Ruhe und edler, einfacher Behand-lung , die für Danteske Vorstellungen unerläfsliche Energie. — Schnorr imrasenden Roland steigert sich von Frische und Lebendigkeit der Auffassung,bei der es jedoch oft an hinlänglicher Durchbildung der Theile fehlt, zueiner Schönheit, die bei seinen weiblichen Charakteren höchste Lieblich-keit in Gestalt, Farbe, Ausdruck und Bewegung wird. — Overbeck istungleich; einige seiner Bilder gehören, wie die Figur des befreiten Jerusa-lems, ferner der im Kampfe mit Argante erfolgte Tod der Gildippe in denArmen ihres Gemahls Odoardo, zu seinen vorzüglichsten Werken. Im Gan-zen ist der ohnehin weiche Tasso noch weicher aufgefafst, als er ist; beialler Schönheit der Zeichnung, dem edlen Styl aller Formen, der vortreff-lichen Weise zu colorieren und zu malen, kann man sich einer gewissenünbehaglichkeit kaum erwehren, die ihren Grund in nichts, als in der Dürf-tigkeit einiger Compositionen, und wenn ich so sagen soll, in der Laut-losigkeit einer hochbewegten Zeit hat. — Die Fortsetzungen durch Füh-rich indess entfernen sich so weit von dem Geiste der Overbeckschen