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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DRESDEN.

Im Fache der Landschaft leben hier und sind rühmlich bekannt: Fried-rich, und Dahl, der Norweger.

FRIEDRICH malt die düsteren Gegenstände: öde Landflächen, Seewüsten,Polareis, Nebel, Schnee, Gletscher, Nacht, Kirchhöfe und dergleichen. Seinetrübe Stimmung soll in einem Unglück, das ihm begegnet ist, seinen Grundhaben. Er lief einst Schlittschuh: das Eis brach unter ihm; sein Brudereilte ihm zu Hülfe; er ward gerettet, aber der Bruder ward ein Opfer sei-ner Liebe zu ihm. Friedrichs Richtung, die sehr eigenthümlich zu nennenist, hat Nachahmer gefunden, welche, seines Talentes ermangelnd, das Lang-weilige erreicht haben, ohne je schauerlich werden zu können. Friedrichist unstreitig mit Talent begabt, nur möchte ich bemerken, dafs, indem erallgemeine grofsartige Effekte aufzufafsen bemüht ist, es vielleicht zu wün-schen wäre, dafs seine Art zu malen in den Einzelnheiten mehr studiertund minder vertrieben wäre, weniger geglättet und lackirt aussähe. Beieiner kecken und breiten Behandlung ersetzt wohl in einer gewissen Artvon Landschaften, wo es blofs auf die allgemeine Stimmung abgesehen ist,die Einbildungskraft des Beschauers das Fehlende: bei einer sorgfältigenAusführung aber, wie sie in Friedrichs Arbeiten wahrzunehmen ist, wünschteman eine gründlichere Auffafsung der Details. So wie wir die Gegenständeund die Flächen auf Friedrichs Gemälden behandelt sehen, scheinen sie mirnur Leere darzubieten, und der Details zu ermangeln.

DAHL erfreut sich der Bewunderung eines zahlreichen Publikums. SeineBrandungen, Norwegischen Gegenden und Ansichten von der SächsischenSchweiz sind in ganz Deutschland und auch wohl in anderen Ländern ver-breitet. Seine Arbeiten zeugen von einer grofsen Kunstfertigkeit, welchereine tiefe Anschauung der Natur vorangegangen ist, und zur Grundlagedient. Aus jener frühesten Zeit erinnere ich mich einer grofsen Land-schaft, eine waldige Gegend und einen Bergstrom vorstellend. Es war,glaube ich, das erste Bild, was Dahl in Dresden ausstellte: es hat mir ei-nen wohlthuenden Eindruck hinterlafsen.