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BERLIN.
in München. Noch anwesend sind hier: TODT, PETSCHKE, DEVARANNE,TAUBERT, HAAGEN, SCHIEVELBEIN, MANTEL und GENSCHOW.
Von Sr. Majestät dem König ist ihm die in St. Petersburg im Winterpalaisverbrannte Statue der jetzt regierenden Kaiserin, ein Werk seines verstor-benen Bruders Karl, von dem der folgende Artikel handelt, wiederum inMarmor auszuführen übertragen, sowie von Sr. Majestät dem Kaiser vonRufsland ein Gegenstück zu Rauchs Danaide, und von einem hiesigen ho-hen Kunstfreunde, eine Figur nach seiner Idee, beides in Marmor.
Vorstehende Nachrichten hat mir der Professor Wichmann am 12. Februar1839 selbst mitgetheilt; sie sind schon am 12. October 1837 geschrieben.
Ich kann diesem Künstler nur Lob ertheilen. Sein Talent ist von höchstliebenswürdiger Art. Von seinen Büsten bezeichne ich als die schönsten:die des Fürsten Anton Radziwill, des Professors Hegel, und des Kriegs-ministers, Generals von Witzleben; aber ich kenne fast keine Büste vonihm, die nicht sehr ähnlich wäre, und er hat deren eine sehr beträchtlicheAnzahl gemacht. Er ist Mitglied des akademischen Senats und Professor.
KARL WICHMANN, PROFESSOR UND MITGLIED DER AKADEMIE;GEBOREN ZU POTSDAM 1775, GESTORBEN ZU BERLIN 1836.
Er war ein Bruder des vorigen und mit ihm ein Schüler Schadows. Erhalf diesem bei mehreren seiner grofsen Arbeiten, namentlich bei dem Stand-bilde des Fürsten von Dessau, das er fast ganz allein in Marmor ausführte.Im Jahre 1805 verliefs er Schadows Werkstatt, und nahm Theil an denöffentlichen Arbeiten, die damals ausgeführt wurden. Im Jahre 1819 un-ternahm er eine Reise nach Italien. Er hat sich durch eine Menge schö-ner Büsten rühmlich bekannt gemacht. Zu seinen gröfseren Werken gehö-ren die Statuen des Kaisers und der Kaiserin von Rufsland, welche letz-tere er zweimal ausführen muste.