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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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BILDHAUER.

Viele bedeutende Arbeiten bezeichnen Tiecks künstlerische Laufbahn.Seine ersten grofsen Werke gehen noch in die letzten Jahre des vorigenJahrhunderts zurück: es sind die Statuen und Basreliefs in Gyps, die dasSchlofs in Weimar * zieren, mythologische Gegenstände. Er hat von 1802bis 1805 daran gearbeitet, und Rauch hat sie mir sehr gelobt.

Noch hat man mir von ihm folgende Werke genannt: in Coppet die Sta-tue Neckers und ein für dafselbe Grabdenkmal sehr sorgfältig gearbeitetesBasrelief, in Auftrag der Frau von Stael; die Büste einer Nonne, Erzher-zogin von Österreich und Schwester des Kaisers Franz; desgleichen dieBüste des Cardinais della Somaglia. Der König von Baiern, damals nochKronprinz, hat bei ihm 25 kolofsale Büsten für seine Walhalla bestellt, vonwelchen Rauch behauptet, dafs sie von keinem andern lebenden Künstlerkönnten übertroffen werden, und dafs sie die Hauptzierde jener grofsenSammlung ausmachen werden. In der Vorhalle des Concertsaales im Schau-spielhause zu Berlin sieht man von ihm die Marmorstatue Ifflands, und inRuppin das Standbild Friedrich Wilhelms IL in Erz.

Zu seinen bedeutendsten Arbeiten gehören ferner die Bildhauerwerke anden Facaden des neuen Schauspielhauses, und auf dem Giebel des Daches;die Statuen im Concertsaale, das Bronze-Basrelief am Grabmale des Pro-fessors Buttmann zu Berlin, und ein Christus in Erz für eine Kirche inHolstein. Weniger grofs, aber sehr schön sind die kleinen Marmor- undGypsbilder, welche den Saal des Kronprinzen zieren: ich finde sie reizend.Das Marmordenkmal des Generals Scharnhorst auf dem Invalidenkirchhofeist ebenfalls von ihm, und von den Basreliefs daran spricht Schinkel mitgrofsem Lobe. Aufserdem hat er eine grofse Menge Gypsarbeiten gemacht.Eins der schönsten ist ein Basrelief, die mütterliche Liebe darstellend. Ichgebe es hierneben in Steindruck.

* Dieses Schlofs ist vom Architekten Gentz gebaut worden, der auch das Munzgebäude inBerlin, und das Grabmal der Königin in Charlottenburg gebaut hat. Er starb um das Jahr 1813.