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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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ARCHITEKTUR.

Die gegenüberstehende Abbildung zeigt die grofse Tliür eines der Gemächerdes Kronprinzen im Schlofse, und das Geländer der Brücke, welche in demBilderhefte zu sehen ist.

Eben so schön erscheinen mir die Verhältnisse und inneren Verzierungenim Saale des Theaters. Am wenigsten gefällt mir in dieser Art die Formund die Farbe der Kuppel über der Rotunde des Museums. Die Ornamenteund äufseren Verzierungen an der Bauschule, aus gebranntem Thon, sindvollendet in Ausführung und Geschmack.

Neben dem Verdienst, auf den Geschmack der Künstler und des Publi-cnms mächtig eingewirkt, und Preufsen mit einer grofsen Anzahl schönerGebäude geziert zu haben, verdankt man ihm auch, die Baukunst mit vie-len neuen Erfindungen und Vervollkommnungen bereichert, und, vornäm-lich, den Bauhandwerkern Sorgfalt und Genauigkeit eingeschärft zu haben.

Die für die Vorhalle des Museums bestimmten Compositionen sind daseinzige bedeutende Erzeugnis im Fache der Geschichtsmalerei, das ich vonSchinkel kenne. Man erstaunt,* wie er ein so grofses und schönes Werkaufserhalb seiner eigentlichen Kunstsphäre hat hervorbringen können. DerGegenstand ist allegorisch und mythologisch zugleich; in der Art, wie erihn aufgefast hat, ist der Einflufs der Bildhauerkunst der Alten und Her-culanums nicht zu verkennen. Der Charakter der Idylle ist in diesem Werkevorherrschend über dem des Epos, zu welchem letzteren es auch hinstrebt.Der Reichthum dieser Compositum setzt mich in Erstaunen; die Schönheiteiniger ihrer Theile erfreut mich, und ich kenne nichts lieblicheres, alsdie Gruppe aus einem dieser Gemälde, welche ich im Bilderhefte gebe.Ich habe sie nach einer Copie stechen lafsen, welche Schinkel selbst fürHerrn von Klenze gemacht hat.

Hier folgt die Beschreibung der vier Gemälde.