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BERLIN.
VIII.
SCHOPPE (JULIUS), AUS BERLIN; JETZT (1839) 44 JAHR ALT.
Dieser Künstler malt kleine Miniaturbilder in Öl auf eine höchst anzie-hende Art. Seine Arbeiten gewinnen nicht in dem Maafse ihrer Ausdeh-nung. Unter seinen grofsen Gemälden erregten auf der Ausstellung von1838: das Portrait einer Dame mit ihren drei Kindern, und zwei andereBildnisse, Kniestücke, welche den Gatten und die Gattin, jedes mit einemKinde zur Seite, sitzend darstellen, besondere Aufmerksamkeit. Das ersterehat meinen Blick auf sich gezogen, ohne ihn zu fefseln; die beiden andernverdienen Lob: es sind die Bildnisse des Grafen und der Gräfin Arnim.Schoppe hat auch historische Bilder gemalt: nackte Nymphen, badendeOdalisken, und dem ähnliche Gegenstände. Schoppe ist ein sehr thätigerKünstler, dem es auch nie an Beschäftigung fehlt. Er arbeitet mit vielerLeichtigkeit, aber nie nachläfsig. Seine Pinselführung ist nicht kühn; mankönnte seinem Pinsel eher einen zu starken Mangel an Nachdruck zum Vor-wurf machen. Er ist Professor der Akademie.
IX.
TERNITE (WILHELM), AUS NEUSTRELITZ; GEBOREN 1786.
Ich kenne von ihm sehr schöne Bildnisse des Königs und der verewig-ten Königin, von welchen die ältesten noch aus dem Jahre 1810 sind. Erhat zum Ankaufe der Giustiani'schen Bildergalerie mitgewirkt, die an altenGemälden gewiss nicht das am wenigsten Kostbare enthält, was unser Mu-seum bewahrt. Mit Königlicher Unterstützung setzte er seine Studien biszum Jahre 1823 in Paris fort. Während dieser Zeit stach er Umrifse nach