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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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BERLIN.

XVI.

RÖSEL (SAMUEL), AUS BRESLAU,

Zeichner und Landschafter, ist gegenwärtig (1838) über 60 Jahr alt. Zueiner Zeit, wo in Berlin die Kunst fast verschwunden war, war Rösel alsZeichner sehr thätig. In Öl hat er nie gemalt. Ich lernte ihn im Jahre1806 kennen. Er war mein erster Zeichenlehrer. Er arbeitet mit grofserLeichtigkeit. Wie Zingg in Dresden, hatte er auch sehr viel Schüler, undbeide haben eine unzählige Menge Feder- und Sepiazeichnungen geliefert,denen es oft nicht an einer gewissen Annehmlichkeit fehlt. Ich möchteihm zum Vorwurfe machen, dafs er zu sehr Stenograph ist. Seine Zeich-nungen haben einigermaafsen stehendes Gepräge. Wenige Landschafter ha-ben übrigens diese Klippe zu vermeiden gewust, auf welche ich nicht genugaufmerksam machen kann und unausgesetzt aufmerksam machen werde.

Zu jener nun schon so weit entlegenen Zeit, als Rösel mir Unterrichtgab, erinnere ich mich, Arbeiten von Genelli gesehen zu haben, die weni-ger Übung und Geschicklichkeit, dagegen ein tiefes Verständnis der Natur,und das Bestreben zeigten, in ihre Geheimnisse zu dringen, wobei ich je-doch nicht unerwähnt lafsen darf, dafs es Ölgemälde waren. Auch Kien-gel in Dresden zeigte zu jener Zeit dafselbe löbliche Streben, und erlangtedadurch Erfolge, die mir damals sehr bedeutend schienen, und die ich nochdafür halte.

Rösel ist Mitglied der Akademie. Er hat mehrere Reisen in Italien, derSchweiz und andern Ländern gemacht, und eine Menge Zeichnungen von dortmitgebracht. Seine Schüler sind gröstentheils auch zugleich seine Freunde,und alle schätzen an ihm seine gesellige und heitere Laune.