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BERLIN.
Dieses letzte Gemälde hauptsächlich erregte die Bewunderung eines grofsenTheils des Publikums: es ist Eigenthum des Consuls Wagner. Magnus hatdenselben Gegenstand mit leichten Veränderungen noch einmal behandelt.
Mir scheint dieses Bild nicht ganz fehlerfrei; so finde ich z. B. nicht, dafsin der Landschaft die Linien schön, selbst nicht, dafs sie correct seien,dafs die Zeichnung in den Figuren überall untadelhaft, dafs er die Art, wieer das Hemde des kleinen Knaben, und überhaupt den untern Theil derBekleidung aller übrigen Figuren beleuchtet hat, von schöner Wirkung sei:aber das Ganze ist im höchsten Grade ansprechend, und die Art, wie aufdie oberen Tlieile der Figuren das Licht der letzten Sonnenstrahlen fällt,kann nicht befser sein.
Sein rundes Gemälde auf der Ausstellung 1839, zwei spielende Kinderdarstellend, hat der Kunstverein gekauft und ist bei der Verloosung demBaron von Werther, Minister der auswärtigen Angelegenheiten, zugefallen.Es ist ein bewundernswürdiges Gemälde hinsichtlich des Colorits, und un-gemein anmuthig. Es hat Übereinstimmung mit Lawrence, mit Prudhon,und selbst Coreggio würde sich seiner nicht schämen. Es ist eine der rei-zendsten Hervorbringungen der neueren Kunst.
Magnus hat den Ruf eines ausgezeichneten Künstlers, und ist es auchin der That.
Er hat auch viele vortreffliche Bildnisse gemalt.
XXXV.
MOSER (JULIUS), AUS KÖNIGSBERG; GEBOREN UM DAS JAHR 1808.
Er gewann bei der Preisverteilung aus der Michael Beerschen Stiftungden Preis und das damit verbundene Jahrgeld zur Reise nach Italien. Vorseinem Eintritt in das Henselsche Atelier (1831) hatte er Medicin studiert.Was sein Talent am meisten auszeichnet, ist seine Erfindungsgabe und diepoetische Richtung seiner Ideen.