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BERLIN.
XXVI.
KLÖBER (AUGUST VON), AUS BRESLAU; GEBOREN 1793.
Er ist der Sohn eines höhern Beamten. Seine künstlerische Bildung be-gann er in der Bauschule seiner Vaterstadt. Von 1811 bis 1813 besuchteer die Akademie zu Berlin. Die Feldzüge von 1813 und 1814, die er mit-machte, unterbrachen seine Studien. Nach dem Kriege nahm er sie miterneuertem Eifer wieder auf, und begab sich deshalb nach Wien, wo erdie Ölmalerei erlernte. Im Jahre 1818 nach Berlin zurückgekehrt, setzteer seine Kunststudien fort, und unternahm 1822, von dem Ministerium un-terstützt, seine Reise nach Italien, von wo er erst im Jahre 1828 nachBerlin heimkehrte. Nachher ward er Mitglied der Akademie, und späterProfessor der Geschichtsmalerei.
Ich bewundere ein Gemälde dieses Künstlers, welches im Jahre 1834ausgestellt war und Bacchus darstellt, wie er, umgeben von zweien Nym-phen, seine Panther tränkt. Dafselbe kaufte der Kunstverein, und es fielbei der Verloosung der Kronprinzessin, jetzt regierenden Königin, zu. Dieseliebliche Darstellung zeigt einige Übereinstimmung Klöbers mit Rubens, sowie Rubens in denjenigen Staffeleigemälden sich zu erkennen giebt, inwelchen die Farbe so lebhaft und reizend ist, die Composition so vielHeiterkeit ausdrückt, und die Stellungen so viel Anmuth haben; d. h. die-ses Gemälde Klöbers ähnelt einigen Erzeugnissen von Rubens, die mir ambesten gefallen.