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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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DIE KUNST IN BERLIN.

Wach und Begas. Mit der Heimkehr dieser Männer aus Rom beginnt dasZeitalter der neueren Kunst in Berlin.

Bevor wir auf die neue Malerei kommen, verweilen wir noch ein wenigbei dem Architekten Schlüter, bei Leygeben, der in Eisen arbeitete, undbei den Malern Rode, Frisch, Weitsch und Chodowiecki. Ohne Zweifelliefse sich von dem, was seit den ältesten Zeiten in Preufsen im Gebieteder Künste sich ereignet hat, eine sehr weitläuftige Geschichte schreiben:das überlafse ich jedoch denjenigen, welche sich etwa die ältere Kunstzum Gegenstande erwählen.

ANDREAS SCHLÜTER wurde um das Jahr 1662 zu Hamburg geboren;seine Studien machte er unter dem Bildhauer Sapovius zu Danzig; ersetzte seine künstlerische Ausbildung in Italien fort, wo er auch seinenGeschmack vollends ausbildete. Zu Anfange des achtzehnten Jahrhundertsverzierte er das Zeughaus zu Berlin mit Trophäen und Masken; von ihmist die Statue des Grofsen Kurfürsten, ein Werk, das allein schon ihm einenausgezeichneten Rang unter den Künstlern aller Länder und aller Zeitensichert. Diese Statue wurde von Jacobi gegofsen. Mehrere Theile desBerliner Schlofses sind Schlüters Werk. Nach ihm setzten Eosander vonGöthe, Böhme und Andere diesen Bau fort. Ein Unfall, der bei einer vonihm geleiteten Arbeit sich ereignete, brachte ihn um die Stelle eines könig-lichen Baumeisters: er diente jedoch fortwährend als Bildhauer dem Kö-nige bis zu dessen Tode; und nachdem er noch im Jahre 1713 das Grab-mal desselben ausgeführt hatte, ging er nach St. Petersburg, wohin ihn Pe-ter der Grofse berufen hatte. Der Zar gewann unsern Künstler so überauslieb, dafs er sich oft mit ihm einschlofs, um an der Erfindung des Per-petuum mobile zu arbeiten.

Schlüter hat nur ein Jahr am Rufsischen Hofe gelebt; er starb im Jahre1714. Er war ein Mann von Talent und Geschmack; an seiner Bildsäule desGrofsen Kurfürsten hat er sogar gezeigt, dafs er ein Mann von Genie war.

GOTTFRIED LEYGEBEN (geboren 1630 in Schlesien, und gestorben zu