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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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AUSFLUG NACH ITALIEN.

schwächeren Nachfolger ausgeblieben sein. Der geschickteste Maler warTizian; er brachte in seiner Vaterstadt die Kunst an die scharfe Schei-delinie, über welche man sich nicht ungestraft hinauswagt, und welcheunglücklicherweise so viele Maler aller Länder überschritten haben.

Die letzten Jahre des 18ten Jahrhunderts sahen den Signaroli vorüberge-hen, welcher wenig dem Pordenone und dem Sebastiano del Piombo, aberdesto mehr der Madame Lebrun gleicht. Man bewahrt von ihm in derAkademie (gewiss aus Rücksichten, die der echten Kunst und dem Sinnefür Styl fremd sind) ein Bild, welches Jakob vorstellt, wie er um diesterbende Rahel weint. Der Ausdruck des erstem ist besonders sehr un-angenehm.

Man wird kaum begreifen, wie bei einem solchen Gegenstande die Per-sonen an das Schäfervolk des Boucher und Vateau, und zugleich an denSalon der Frau von Pompadour erinnern können: und dennoch ist es so.Es ist mir ein Bild von diesem Signaroli gerühmt worden, welches sichin dem Oratorio der Kirche S. Filippo Neri befinden soll: es stellt eineheilige Familie vor. Er hatte viele Schüler, von welchen namentlich La-tanzio -Quarena und Prepiani noch jetzt am Leben sind.

II.AKADEMIE.

Die Akademie der schönen Künste steht unter dem Architekten und Ve-nezianischem Nobile, Herrn Antonio Diedo, Secretär und Vertreter des Prä-sidenten; welche letztere Stelle, seit dem Tode des berühmten Cicognara *,unbesetzt geblieben ist.

Die Abtheilung der Bildhauerkunst, unter dem Profefsor Luigi Sandome-nighi, zählt beiläufig 15 Schüler; die Baukunst, unter Lasari, 25; die Malerei,

Verfafser der Geschichte der neueren Bildhauerkunst.