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AUSFLUG NACH ITALIEN.
obgleich sehr begreifliche Glaube, dafs Italien in der Kunst vor allen Völ-kern den Vorrang stets behaupten wird, und die Anstrengungen der übrigenLänder verlachen kann. Eine Stadt, welche Lionardo, und nebst so bedeu-tenden Schülern desselben, wie Melzi, Marco d'Oggione, Cesare da Sesto,Salaino, Solari und viele andere, den göttlichen Bernardino Luini, und den sosehr eigenthümlichen und mit gewaltiger Kraft begabten Gaudenzio Ferraribesefsen hat, kurz, eine Stadt wie Mailand, darf wohl mit Stolz auf ihreVergangenheit zurückblicken und in dieser Vergangenheit fortleben wollen.Gewiss brauchen auch die Italiener die Deutschen nicht aufzusuchen, umihnen das abzulernen, was diese sich doch auch nur aus Italien von ihrenVätern geholt haben: aber sie müsten den Fortschritt in einer gewaltig rück-gängigen Bewegung suchen, und auf der Bahn der Malerei des löten Jahr-hunderts die Epoche Leo's X. und Julius II. zu erreichen und in die gegen-wärtige Zeit zurückzuführen streben. Die Deutschen haben auch nur diefsgesucht, und vermocht. Wie würden die Mailänder erstaunen, wenn sie inMünchen in der Allerheiligen-Kapelle Hefs so auffallend nahe verwandtmit ihrem Luini fänden, während einige ihrer Maler im Begriff stehen, vonTalma zu Walter Scott überzugehen, oder sich die Antike und Herculanumzu ihren Vorbildern gewählt haben.
II.
AKADEMIE.
Die Akademie zählt viele Schüler. Es giebt deren, unter Professor Mar-chesi, in der Abtheilung der Bildhauerei und des Zeichnens nach dem Nack-ten, ungefähr 80; in der Abtheilung der Malerei, unter Sabatelli, nahe an 80;in jener der Ornamente, unter Albertoli, 3 bis 400; in der der Architektur,unter Amati, nahe an 50, und in der der Elemente der Kunst, nahe an 200.