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WIEN.
IV.
LANDSCHAFTSMALER.
Die Landschaftsmalerei ist in Wien schon in früheren Zeiten nicht ohneberühmte Namen gewesen, und Künstler, wie J. ORIENT, die BrüderFAISTENBERGER, AIGEN, MEGAN, SCHINNAGL, BRAND der Ältere,so wie die späteren: BRAND der Jüngere, CANTON, CASANOVA, DIES,MOLITOR, ROSA, Vater und Sohn, haben daselbst ihre Kunst geübt. Dietrockene brauntönige unwahre Manier jedoch, in welche diese Meister undihre Anhänger nach und nach verfielen, konnte wohl nichts anderes bewir-ken, als dafs man endlich wieder zur Natur zurückkehrte, und das bisherin Landschaften vorherrschende ideale Moment einer südlichen Natur gänz-lich verwarf. Die schöne Alpennatur Österreichs und der Steiermark,muste diese Richtung sehr befördern. Dennoch behauptete sich die bis-herige Darstellungsweise lange, und selbst Rebells herrliche Schöpfungen,welche ihrer Italienischen Natur wegen bei den meisten Künstlern, dieItalien nicht gesehen hatten, keine Nacheiferung erwecken konnten, hättensie nicht entwurzeln können, wäre nicht zu gleicher Zeit im Jahre 1826Steinfeld mit seinem berühmt gewordenen Hallstädter See aufgetreten. Diefrappierende Naturwahrheit, die imposante Grofsartigkeit in diesem Bildegab schnell den Anstofs zur neuen Richtung, und bereits im Jahre 1830hatte sich eine grofse Menge jüngerer Künstler herangebildet, welche sichmit Ansichten aus den Alpengegenden zu überbieten suchten. Ältere Künst-ler gesellten sich ihnen bald bei, und so hat sich die Landschaftsmalereiauf eine achtungswerthe Stufe gestellt, besteht aber in der Regel nur in
Prospectmalerei.Die Künstler, welche als Landschaftsmaler genannt werden müfsen, sind:JAKOB ALT, und dessen Sohn
ii.