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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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PRAG.

verfertigte, zumal an jenen aus der späteren Zeit, mit Bedauern zu be-merken ist. Während seines Aufenthaltes zu Rom hat er vor allen dieFrescogemälde Rafaels und Domenichino's copiert.

Seinen ausgeführten Gemälden mangelt es an Klarheit, richtiger Färbung,und gar häufig an correcter Zeichnung. Gute Porträte hat er gemalt.Er war ein Schützling des Grafen Firmian von Auersperg, Kardinals undFürstbischofs von Passau, so wie dessen Nachfolgers, des Grafen Leopoldvon Thun, und wurde im Jahre 1800 von Passau nach Prag berufen, woer im Jahre 1829 starb, nachdem er eine grofse Anzahl von Geschichts-gemälden, und darunter auch Kirchenbilder, gemalt hatte.

FRANZ HORCZICZKA, geboren zu Prag im Jahre 1775, hat in seinerVaterstadt viel Beifall gefunden. Er ist Director der Galerie des FürstenColloredo-Mannsfeld, ein unterrichteter Mann, und ich habe einige sehrgelungene Porträte von ihm gesehen.

Man hat mir das Talent NAVRATILS als Gouachemaler, und ERCHELESals Porträtmaler und geschickten Zeichner gerühmt.

F. TKADLIK, geboren zu Prag im Jahre 1786, ist gegenwärtig Directorder Zeichenschule. Mehrere seiner Arbeiten haben Beifall gefunden.

JOSEPH FÜRICH, zu Kratzau in Böhmen geboren, ist, nach meinerMeinung, ein sehr ausgezeichneter Künstler. Von ihm und seinen Werkenwird im folgenden Kapitel unter Wien die Rede sein; denn in dieser Stadtwohnt er schon seit mehreren Jahren.

Der Landschafter PIEPENHAGEN zeigt in seinen Arbeiten Geschmackund grofse Kunstfertigkeit: alle seine Landschaften haben eine harmonischeFärbung.

LEOPOLD POLACK befand sich im Jahre 1835 in Rom; er ist noch sehrjung. Ich habe bei seinen Verwandten ein Genrebild gesehen, welches erihnen aus Rom gesandt hatte, und worin er mir ein ausgezeichnetes Ta-lent zu verkündigen schien. Dieses Gemälde stellte einen sitzenden jun-gen Menschen dar, der das Tamburin schlägt; auf der einen Seite kniet ein