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KARLSRÜHE.
» das Leiden und die Auferstehung unsers Heilandes,« in der hiesigen evan-gelischen Stadtkirche auszuführen übertragen. Er verdankt seinem Grofs-herzoge die Gelegenheit, sich auch im mythologischen und allegorischenFelde zu zeigen, ersteres in vier Basrelief-Gemälden für das Grofsherzog-liche Schlofs Bauschiott, wo Koopmann die Hauptmomente der Geschichteder Psyche darzustellen hatte; das zweite, im hiesigen GrofsherzoglichenSchlofse, wo er zwei Säle mit Relief - Gemälden in Bezug auf Fürst undLand zu verzieren hat. Nach dem Urtheile Sachverständiger, welche dieseArbeiten sahen, ist er in der Lösung dieser Aufträge nicht hinter sei-nen biblischen Leistungen zurückgeblieben. Auch im Portrait hat er durchmehrere gelungene Bilder sein ernstes Streben nach innerer und äufsererWahrheit beurkundet.
R. KUNTZ, aus Karlsruhe, Hofmaler, Sohn des obigen K. Kuntz, istPferdemaler. Er zeigt in seinen Skizzen und Studien ein gutes Talent zurAuffafsung der Natur, und steht in diesen seinem Horizont näher, als inseinen beendigten Gemälden.
H. MEICHELT, aus Lörrach, zeigt bei seinen Landschaften in den Li-nien etwas von dem Schwünge des genialen Koch in Rom. Seine Zeich-nungen sind befser, als seine Bilder, deren Farbe so ist, als fehle dieLasur.
ROTTMANN der Ältere, Landschafter, lebt in München, wo ausführlichvon ihm gehandelt ist.
WEBER, aus Mannheim, ist ein äufserst gewandter Schnellmaler im Por-trait, der sehr viel Bestellung hat.
WELLER, Genremaler, lebt in München, und hat unter den dortigen Ma-lern in diesem Werke seine Stelle gefunden. Da derselbe aber hier Hof-maler ist, und oft Gemälde zur Ansicht herschickt, so glauben wir vonseinen Leistungen doch so viel hier sagen zu müfsen, dafs man ihnen einegrofse Leichtigkeit der Conception und des Machens ansieht, welche ihmaber bisher eher zum Nach - als Vortheil gereichte. Möchte Weller weniger