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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

Der neue dem Garten zugekehrte Schlofsflügel war noch nicht vollendet,als ich ihn das letzte Mal sah.

Hienach kann man unmöglich Klenze'n ausgezeichnete Talente, eine leb-hafte und fruchtbare Einbildungskraft, grofse Entwürfe und eine bewun-dernswürdige Scharfsichtigkeit absprechen. Man begreift kaum, wie er alledie Arbeiten, von welchen die schon ausgeführten Werke so glänzendesZeugnis ablegen, hat bestreiten können. Vor seiner Zeit fehlte es in Mün-chen an geschickten Arbeitern in vielen unter einander verbundenen Fä-chern, ohne welche kein bedeutender Bau kann ausgeführt werden. Gegen-wärtig wird keine Unternehmung aus Mangel fähiger Arbeiter gehemmt.Marmor und andere Bruchsteine werden mit grofser Vollkommenheit bear-beitet; die Anfertigung gebrannter Steine ist vervollkommnet: Verbefserun-gen aller Art verdankt man dem unermüdlichen Eifer dieses Baumeistersund den mannigfaltigen Hülfsquellen seines Geistes. Er ist es auch, derdie Wachsmalerei wieder belebt hat.

Schliefslich mufs auch anerkannt werden, dafs es eines so thätigen Man-nes, wie Klenze, eines an Hülfsmitteln so fruchtbaren Geistes, wie des sei-nigen, bedurfte, um alles so in Bewegung zu setzen und zu fördern, wieder Feuereifer es erheischt, der den König beseelt.

Die hier beigefügten Abbildungen zeigen die beiden neuen Schlofsflügel,die Glyptothek und die Pinakothek.

IL

FRIEDRICH VON GÄRTNER.

Gärtner, zu Koblenz im Jahre 1792 geboren, ist Professor der Baukunstan der Akademie der bildenden Künste zu München, Königlicher Hofbau-meister, und Director der Porzelanfabrik.