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MÜNCHEN.
gehört. In Hinsicht der irmern Eintheilung, der Verzierungen und derVerhältnisse theile ich diese allgemeine Bewunderung: aber die äufsereArchitektur hat auf mich, ohne mir etwas entschieden Misfälliges darzu-bieten, nicht die Wirkung gemacht, welche sie bei den Übrigen hervorge-bracht hat.
Das Gebäude des Kriegsministeriums schien mir, ohne grofsartig zu sein,jedoch glückliche Verhältnisse zu haben.
Der neue Flügel des Königlichen Schlofses, genannt der Königsbau, scheinteine Nachahmung des Palastes Pitti in Florenz zu sein; gleichwohl versi-chert Herr von Klenze, dafs diese Ähnlichkeit durchaus nur zufällig ist:ich hätte übrigens lieber gesehen, sie wäre absichtlich und ganz treu ge-wesen. Die kleinen Säulenpfeiler und die Zieraten sind keinesweges vongefälliger Wirkung mitten unter diesem schweren Mauerwerk mit seinentiefen Einschnitten. Indessen auf einer gewissen Entfernung bemerkt mandiesen Übelstand fast nicht, und hat das Gebäude ein grofsartiges Ansehn.Ich bedaure nur, dafs es dem Schauspielhause so nahe steht. Diese bei-den grofsen Gebäude schaden sich gegenseitig. Das Schauspielhaus macht,dafs dieser Theil des Schlofses kleiner erscheint, als er wirklich ist; dasSchlofs dagegen läfst bedauern, dafs man das Schauspielhaus nicht weiterwegschieben kann, und macht, dafs es schwerfällig und arm erscheint.Man kann aber nichts Reicheres sehen, als das Innere dieses Königsbaues,und mit Ausnahme einiger Einzelnheiten, welche mir weniger genügen,finde ich es höchst geschmackvoll.
Die Allerheiligenkapelle ist unter allen Gebäuden Klenze's dasjenige, des-sen äufsere Architektur den wenigsten Beifall gefunden hat, und welchesmir am mindesten gefällt. Innerhalb findet jedermann es bewundernswür-dig, und davon ist bei Hefs die Rede gewesen *
Im Monate Juni des Jahres 1835 habe ich die Walhalla besucht. Ein
Im vierten Kapitel S. 251 und folgende.