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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

Versuche sind nicht gleich glücklich gewesen, und erst nachdem der Königder Porzelan-Manufactur den Auftrag gab zur Anfertigung mehrerer grofsengemalten Fenster für die Domkirche zu Regensburg, konnte diese Anstaltihre Versuche im gröfseren Maafsstabe fortsetzen, und die nöthige Zeit undSorgfalt darauf verwenden, den Charakter der alten Malerei zu studierenund im technischen Theile dieser Kunst zur Vollkommenheit zu gelangen.Man hat also dem Könige auch die Wiederbelebung der Glasmalerei zuverdanken, so wie die Thätigkeit und den Aufschwung, welchen sie ge-genwärtig zeigt: alles was von ihm ausgeht in der Kunst, nimmt die-sen Charakter an.

Das erste grofse Fenster der Domkirche zu Regensburg wurde im Jahre1828 eingesetzt: es ist das erste wichtige Ergebnis der Versuche und Er-fahrungen, welche der Maler Franck während mancher Jahre gemacht hatte.Der gegenwärtige Stand dieser Anstalt, ihre Einrichtung, die Anzahl derausgezeichneten Arbeiter, welche sie beschäftigt, die Werke, welche siehervorbringt, geben ihr eine Wichtigkeit, mit welcher nichts in dieser Artanderswo kann verglichen werden. Die Porzelanmalerei nimmt Theil andiesem Aufschwung, und ich finde sie vorzüglicher, als die in allen an-deren Ländern: allein die Blumen werden in Berlin befser gemalt.

Ich entnehme einer Schrift über München folgende Angaben über dieGlasmalerei und die Fenster für die Domkirche zu Regensburg:

»Die Bereitung der fertigen Hütten-Gläser und der verschiedenen ge-färbten Ueberfanggläser geschieht auf der Königlichen Glashütte in Bene-diktbeuern, woselbst der Königlichen Porzelan-Manufactur ein eigenerSchmelzofen angewiesen ist.«

»Die Bereitung der Schmelzfarben, so wie das Einschmelzen derselben,besorgt der Glasmaler Michael Sigmund Franck aus Nürnberg; die Male-rei selbst geschieht durch den Königlichen Glasmalerei-Aufseher Ainmil-ler, mit den ihm zugetheilten Künstlern, Hämmerl, Kirchmayer und Wehrs-dorf er, und durch noch mehrere Gehülfen. Zum Zuschneiden, Schleifen