.
439
BILDNISMALER.
Ein andres Bildnis einer jungen und schönen Frau schien mir weit ent-fernter von der classischen Zeit der Venezianischen oder der Bildnisse vonRubens und Van Dyk zu stehen: es nähert sich viel mehr den Bildnissenvon Lampi und Kügelchen. Ich finde bei Dürk auch grofse Ähnlichkeitmit Stieler; man erkennt darin den Einflufs des Geschmacks des Publicums,nämlich jenes Theils des Publicums, welcher zu München der zahlreichsteist. Die Wangen und Lippen seiner Bildnisse haben viel Frische: aberlebhafte Farben bilden nicht immer ein glänzendes Colorit, und ein glän-zendes Colorit macht nicht das gröste Verdienst eines Bildnisses aus.
IIEENXEITTS BILDNIS.
Gcsclinittcn von Andrew, Best und Leloir in Paris