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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

aufforderte, es zu sehen, indem er es mir höchlich rühmte. GriechischeMänner, Weiber und Kinder vergnügen sich am Tanze im Freien, unter-halten sich, oder pflegen der Ruhe; sie bilden überaus mannigfaltige Grup-pen; ein reicher Pflanzenwuchs umher ist mit glänzenden Sonnenstrahlengeschmückt. Die Kostbarkeit der Trachten und die leuchtenden Farbenverleihen dieser Darstellung Glanz: indessen gebe ich jenem anderen Ge-mälde den Vorzug; ich bekenne sogar für mein Theil, dafs mir dieses hierwenig behagt. Es war im Jahre 1836 auch auf der Berliner Kunstausstel-lung, und gehört dem Herrn von Smirnof.

Man bemerkt gemeinlich auf Petzls Gemälden gewisse sanfte Farben,welche den glänzendsten Farben eingemengt sind, und die mich bewegen,seine Werke manieriert und unwahr von Farbe zu finden. Diese Färbungkehrt auch auf der Hochzeit wieder, während ich auf der Einsetzung sowenige Spuren davon entdeckt habe, dafs ich den Urheber dieses Bildesnicht errieth. In der Hochzeit finde ich Petzin wieder, wie ich ihn schongekannt habe, immer geistreich und glänzend, aber, wie mir scheint,weder einfach, noch wahr von Farbe.

Der Fürst von Turn und Taxis besitzt von ihm eine der reichsten Com-positionen, die ich kenne; auf diesem Bilde möchte es scheinen, als wenndie Testamentsöffnung von Wilkie ihm vorgeschwebt hat: ich ziehe es derGriechischen Hochzeit weit vor, obgleich es minder glänzend ist ... viel-leicht ebendeshalb.

Petzl hat den König Otto nach Griechenland begleitet, und dort mehrereGemälde und viele Studien nach der Natur gemacht. Er hat Lakonien, dieMaina, Arkadien, die Cycladen, Attika, Euböa, und später Konstantinopel,die Insel Patmos und Ipsara besucht; er ging dann nochmals nach Kon-stantinopel, wo er dem Bairamsfeste beiwohnte.