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LANDSCHAFTER.
XXXV.
ERNST KAISER.
Kaiser ist zu Rain in Baiern im Jahre 1803 geboren. Seine Landschaf-ten unterscheiden sich durch eine grofse Frische des Tons, das Laub derBäume ist rein und durchsichtig; seine Studien nach der Natur haben vielVerdienst; in seinen ausgeführten Arbeiten zeigt sich, für meinen Ge-schmack, eine zu feste Pinselführung, zu viel Fertigkeit und Bestimmt-heit. Als ich im Jahre 1837 diese letzten wiedersah, machten sie mirnoch denselben Eindruck, und ich urtheilte darüber, wie ich zwei Jahrefrüher geurtheilt hatte; ich fand dieselbe Frische, dieselbe Lebhaftigkeit undDurchsichtigkeit des Tons, welche mich zuvor daran gereizt hatten: aberich fand auch dieselbe Pinselfertigkeit wieder, und dieselbe Schärfe derUmrifse, welche diesen Maler schon damals der Gefahr auszusetzen schien,manieriert zu werden. Man mufs gestehen, je mehr Leichtigkeit, ichmöchte sogar sagen, je mehr Talent er hat, je mehr läuft er in dieserHinsicht Gefahr. Das Gemälde, welches neuerdings diese Befürchtung inmir erregt hat, und welches mir gleichwohl ungemein gefallen hat, stelltden Könisssee in Oberbaiern dar.
XXXVI.
KAUFMANN.