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GESCHICHTSMALER.
besitzt, sich selber mit der Kunst beschäftigt, und mit Einsicht und Eifersich der Künstler annimmt.
Eins von den Werken, durch welche Seitz die allgemeine Aufmerksam-keit erregt hat, ist der Carton, welcher die Siebenschläfer, in Riesengröfse,darstellt.
Die ^Richtung dieses Künstlers ist religiös-biblisch.
LVIII.
HERMANN STILKE AUS BERLIN.
Wir haben uns schon im ersten Bande dieses Werkes * ausführlich mitihm beschäftigt: hier erwähne ich seiner nur wegen seines Gemäldes inden Arkaden, welches die Krönung Ludwigs des Baiern zum DeutschenKaiser vorstellt **, und gewisslich nicht das geringste dieser Bilder-reihe ist.
Stilke gehört viel mehr der Münchener, als der Düsseldorfer Schule an;denn in München hat sein Talent sich zuerst entwickelt; überdies werdendie Gefühle der Hochachtung und Zuneigung, welche er für Cornelius hegt,ihn immer die Stadt, welche dieser bewohnt und mit seinem Ruhme er-füllt, als sein zweites Vaterland betrachten lafsen. Gleichwohl sind es dievon der Düsseldorfer Akademie befolgte Richtung und die dortige Lebens-weise der Künstler, welche weit mehr dem eigenthümlichen Talente Stilke'snnd seinen Neigungen zusagen.
* S. 181 ff.
Vergleiche die Einleitung S. 83.