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MÜNCHEN.
war, traf ich ihn dort nicht an, aber schon damals hörte ich ihn rühmen,als einen Mann von satyrischem, lebhaften und eigenthümlichem Geiste,und begabt mit dem glücklichen Sinne, das Leben leicht und fröhlich zunehmen, welcher Sinn den Wienern so wesentlich eigen ist. Auch alsKünstler zeigt er viel Talent, heitere und humoristische Gegenstände dar-zustellen.
Im Jahre 1837 habe ich in München seine Bekanntschaft gemacht. Ichsah bei ihm mehrere Bilder in Wafserfarben und Federzeichnungen, in wel-chen vielleicht zu viel Nachbildung der Altdeutschen Maler zu finden ist, je-doch auf eine Weise, welche die Liebe zu diesen nur noch erhöhen kann,und ohne dafs dabei des Künstlers eigene Werke etwas von ihrer Eigen-thümlichkeit und von dem Feuer, das seine Entwürfe beseelt, einbüfsen.
Nichts ist unterhaltender und eigenthümlicher, als seine grofse Feder-zeichnung nach der Ballade »Ritter Kurts Brautfahrt.« — Nicht mindergefällt mir ein andres Bild in Wafserfarben, der Lebenslauf der beidenBrüder. Dieser kleine Roman ist in drei Feldern dargestellt, welche vonbaulichen Zieraten eingerahmt sind. In den letzten sieht man ebenfallsverschiedene Auftritte aus dem Leben dieser Brüder abgebildet, die amEnde ihrer Laufbahn beide als Einsiedler auftreten.
Der Professor Schnorr hat gegenwärtig diesem Maler einen Theil derihm vom König übertragenen Arbeiten in den Festsälen anvertraut, nämlichdie Cartons zu dem Fries in dem Saale Rudolfs von Habsburg: eine alle-gorische Darstellung der Wohlthaten des Friedens und der Fortschritte derWissenschaften, der Künste und des Handels.
Der General von Heideck besitzt ein Gemälde von Schwindt, welches,18 Zoll hoch und 15 Zoll breit, Zwerge darstellt, die einen Gefangenenbefreien. Dieser ruht auf einem Strohlager. Die kleinen wundersamenWesen, Zwerge oder Unterirdische, die ihn befreien wollen, bilden, indemeiner über den andern steigt, eine Art von Leiter bis zu der mit Eisen
vergitterten Öffnung
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durch welche das Licht ins Gefängnis fällt.
Die