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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

Dieses Zeichenbuch ist eine der anziehendsten Sammlungen, die ich kenne,und es bewährt, welchen Reiz Schnorr seinen nach der Natur entworfenenLandschaften zu ertheilen weifs: gleichwohl ist seine Art der Auffafsungsehr verschieden von derjenigen, welche ich diesem Theile der Malereifür angemefsener halte; so wahr ist es, dafs die Wege, die zum Schönenführen, zahlreich und mannigfaltig sind. Ein andres, nicht minder merk-würdiges Stammbuch Schnorrs ist dasjenige, welches Herr von Quandt zuDresden besitzt, und welches in Federzeichnungen die ersten Entwürfezu den Frescogemälden der Villa Massimi in Rom enthält. Wir werden beiden Kunstnachrichten von Dresden auf dieses Zeichenbuch zurückkommen.

Schnorrs Gewohnheit des Landschaftzeichnens hat ihm bei seinen grofsenGemälden gute Dienste geleistet, vornämlich bei dem Empfange der Brun-hild: es ist diese Seite gewisslich nicht die minder wichtige und minderschöne des Bildes.

Ich bin diesem Künstler grofsen Dank schuldig für den Beistand, wel-chen er mir in vieler Beziehung bei Abfafsung des vorliegenden Werkesgeleistet hat.

Bevor ich diesen Abschnitt schliefse, mufs ich meine Leser noch daranerinnern, dafs die vollständige Übersicht der Nibelungengemälde sich amEnde dieses Bandes befindet *, und dafs ich derselben einige beurtheilendeÄufserungen beigefügt habe. Das alte Gedicht selber ist in der Einleitungin seinem ganzen Zusammenhange dargestellt. Die Übersicht der für denFestpalast bestimmten Gemälde aus der Geschichte Karls des Grofsen, Frie-drichs Barbarossa und Rudolfs von Habsburg findet man im ersten Kapitelbei der Beschreibung dieses Palastbaues **. Ich habe dort im Jahre 1837mehrere Cartons und eine Menge Zeichnungen zu diesen Gemälden gese-hen. Darf ich meinen eigenen Eindrücken und den über diese Arbeitenvernommenen Urtheilen Anderer trauen, so übertreffen sie weit Alles, was

Man sehe die Beilage D.In der sechsten Abtheilung dieses Kapitels.