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GESCHICHTSMALER.
Im Jahre 1827 kam Schnorr nach München, um dort die Stelle einesProfessors der Kunstakademie einzunehmen und die Cartons zu den Fresco-gemälden aus den Nibelungen zu beginnen, deren Bestellung er zwei Jahrefrüher vom König empfangen hatte.
Er hat auch Ölbilder gemalt; die Anzahl derselben ist jedoch nicht grofs,und die Frescogemälde sind es, so wie die Vorarbeiten dazu, die Auswahlder Gegenstände, die Zeichnungen und Cartons, denen er bisher die meisteZeit und den grösten Theil seines Künstlerlebens gewidmet hat.
Folgende sind, so weit meine Kenntnis reicht, die von ihm gemaltenÖlbilder:
In Wien malte er: für den Rath Weigel zu Leipzig den Heiligen Rochus,der Almosen austheilt; eine Heilige Familie, für Herrn von Quandt zuDresden; ein Bild aus dem Ariost, für Herrn von Speck zu Leipzig. InRom malte er: eine Madonna, ebenfalls für Herrn von Quandt; für densel-ben, das Bildnis der Vittoria, jener berühmten Schönheit, -die bei den Künst-lern unter dem Namen der schönen Albanerin bekannt ist; die Hochzeit zuKana, im Besitze des Lords Cathcart, ist vielleicht dasjenige von denÖlgemälden dieses berühmten Künstlers, welches sich den meisten Beifallerworben hat. In eben dieser Stadt malte Schnorr auch noch Jakob undRahel, für die verwitwete Königin von Baiern.