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MÜNCHEN.
XXXIX.
FRIEDRICH OLIVIERAUS DESSAU, VATER DES PROFESSORS OLIVIER.
Die Bilder, welche das Dienstzimmer des Königs zieren, sind aus denHomerischen Hymnen genommen und sämmtlich vom Professor Schnorrentworfen. Die Deckengemälde sind von Hiltensperger ausgeführt, alleübrigen von Friedrich Olivier, Streidel und Schulze. Es wäre zu wün-schen, dafs die Wände eben so gut gemalt wären, wie die Decke. Auchkann man nicht umhin, zu finden, dafs die Darstellungen selbst dem Ver-dienst und hohen Rufe Schnorrs nicht entsprechen.
XL.
FRANZ GRAF POCCI.
Der Graf Pocci ist ein eben so trefflicher Zeichner, wie Musiker. DieSangweisen mit Randzeichnungen, welche er nach und nach bekannt ge-macht hat, sind Beweise dieses doppelten Talents. Die bekanntesten sind» Blumenlieder für Knaben und Mädchen, « dann » sechs Altdeutsche Minne-lieder als Frühlingsgrufs« 1836, »Bildertöne,« und »Volkslieder« in dem»Festkalender in Bildern und Liedern geistlich und weltlich.« Jemand, dersie gut kannte, sagte sehr richtig: »alles, was von ihm kömmt, ist wohl-lautend, seine Zeichnungen sowohl, als seine Sangweisen.« Der Stein-druck, welchen ich hier vorlege, wird meinen Lesern ein Beispiel dieserHervorbringungen liefern * Man wird finden, dafs diese Zeichnung eben
Siehe den hier beigefügten Steindruck.