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2 (1840) München, Stuttgart, Nürnberg, Augsburg, Karlsruhe, Prag und Wien : mit einem Anhange: Ausflug nach Italien
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MÜNCHEN.

nicht von angenehmer Wirkung, trägt jedoch ein edles Gepräge, und istnicht ohne Verdienst hinsichtlich der Darstellung und der Anordnung. Wel-ches glorreiche Blatt der Geschichte ist aber auch dieses! Welcher Hel-denmuth, sowohl auf Seiten der Sieger, als der Besiegten! Welchen Ruhmhaben in diesem blutigen Streite die beiden Mitbewerber um die Reichs-krone gegen einander erworben! . . . Man wäre versucht, dieses Gemäldebewundernswürdig zu finden, schon wegen der Thatsache, welche es vor-stellt. Ich weifs nicht, ob ich in diesem Bilde den besiegten Schönen Frie-drich nicht noch mehr liebe, als seinen glücklichen Gegner. Vielleicht,weil ich mich erinnere, dafs der letzte am Schlachttage eine unscheinbareRüstung trug, um nicht von dem Feinde erkannt zu werden, während derSchöne Friedrich, nur seinem ritterlichen Sinne folgend, so herrlich an-gethan in die Schlacht reitet, wie zu einem Festspiele. Ich denke nichtum so lieber an die Mönche, welche, Ludwigs Sache dienend, die Botenanhalten, und an den alten Schweppermann, der den Feind durch Erhe-bung eines Österreichischen Banners täuscht.

Der Carton dieses Gemäldes soll, wie man sagt, bewundernswürdig ge-zeichnet sein. Es wäre nicht das erste Mal, dafs der Carton schöner ist,als das Gemälde.

Hermanns wichtigste Werke sind die Frescogemälde im neuen Schlofse,deren Gegenstände aus Wolframs von Eschenbach Gedichten entnommensind.

Wir haben in der Einleitung des vorliegenden Bandes schon Bekannt-schaft mit diesem Dichter gemacht: hier liefern wir unseren Lesern einsder Hauptgemälde des Saales, welcher Eschenbachs Dichtungen gewidmetist; es stellt den Parcival * bei König Artus an der Tafelrunde dar.

Vergleiche die Einleitung S. 50.